Für schwere Radler andere Rahmen: Gewichtsgrenzen für Carbon

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Für schwere Radler andere Rahmen: Gewichtsgrenzen für Carbon

Je leichter das Rad, umso schneller der Fahrer? Das könnte ein Argument dafür sein, sich ein Fahrrad mit Carbon-Rahmen zuzulegen. Ein anderer könnte sein, dass sich ein leichteres Rad, gerade im Gelände, besser kontrollieren lässt. Bei Rennrädern mit Carbon muss jedoch eine Gewichtsgrenze beachtet werden.

 

Schwergewichte sollten den bewährten Rahmen aus Stahl nutzen

Carbon bietet zwar den Vorteil, dass es sehr leicht ist. Allerdings gibt es auch Nachteile bei diesem Material, die schwergewichtige Menschen unbedingt beachten sollten. Durch das Gewicht, das auf dem Rahmen lastet, kann es beim Carbon zu Schäden kommen, die vielleicht im ersten Moment nicht auffallen. Dies können Risse oder Verformungen sein. Bei der weiteren Fahrt oder wenn der Fahrer seine Rennmaschine erneut besteigt, kann es zum Bruch im Rahmen kommen. Die Unfallgefahr ist bei einem plötzlichen Nachgeben des Materials dementsprechend erhöht.

 

Hersteller von Carbon-Rahmen haben sich auf eine Höchstgrenze festgelegt

Selbst, wenn ein erfolgter Sturz glimpflich verlaufen ist, lässt sich der Schaden am Carbon nicht reparieren. Aus diesem Grunde haben die Hersteller der Rahmen aus Carbon eine Belastungsgrenze für ihr Material festgelegt. Der Fahrer darf nicht mehr als 100 Kilogramm auf die Waage bringen beziehungsweise mit Rucksack nicht mehr wiegen. Für Verletzungen, die auftreten, weil der Fahrer diese Gewichtsgrenze überschreitet, wird von den Herstellerfirmen keine Haftung übernommen. Für alle Sportbegeisterte mit hohem Körpergewicht ist also ein anderer Rahmen am Rennrad empfohlen. 

 

Kleine Trostfibel für nicht carbontaugliche Radfahrer

Zwar ist Carbon wahrhaftig ein Leichtgewicht und rostet auch nicht. Trotzdem gibt es noch weitere Punkte, die darüber hinwegtrösten können, dass Carbon für den eigenen Körperbau nicht zu verwenden ist. Zum einen ist dieser Werkstoff sehr teuer. Das Material reagiert sehr empfindlich auf Schläge und Dellen. Wird der Rahmen punktuell belastet – was gerade im Gelände immer wieder geschehen kann –, kann es zu Problemen kommen. Last, but not least kann ihm eine gewisse Hinterhältigkeit attestiert werden und zwar deshalb, weil aufgetretene Schäden nicht immer sofort ersichtlich sind. Diese Ausführungen sollten genügen, die Wahl des guten alten Stahls zu bevorzugen.

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