Für reibungslose Abläufe: das passende Zubehör für Wechselstrom-Modelleisenbahnen H0

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Für reibungslose Abläufe: das passende Zubehör für Wechselstrom-Modelleisenbahnen H0

Die Modelleisenbahn ist seit langer Zeit eine beliebtes Tätigkeitsfeld der privaten Freizeitbetätigung. Als maßgeblicher Erfolgsgarant des Hobbys gilt die Möglichkeit, in nahezu unbegrenztem Umfang individuelle Modifikationen und Erweiterungen an seinen Modulplatten und elektrischen System vorzunehmen.

Über die kreative Gestaltung hinaus ergeben sich unter technischen Gesichtspunkten zahlreiche Variationsmöglichkeiten. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Entscheidung zwischen Gleich- und Wechselstrombahn. Im Folgenden lernen Sie verschiedene Modelle dieser Typen und Besonderheiten der Nutzung kennen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das passende Zubehör, das Sie im Onlinehandel finden können.

Eine Einführung in die Technik der Modelleisenbahnen

Modelleisenbahnen sind maßstabsgetreue Nachbildungen von Lokomotiven, Zügen, Güterwaggons und Schienen. Mit einem elektrischen Motor lässt man sie über eine Platte fahren, die mit infrastrukturellen und natürlichen Nachbildungen verziert ist. Hauptunterscheidungsmerkmal der verschiedenen Modelleisenbahnen ist ihre Größe. Während für den Betrieb kleiner Bahnen weniger als ein Quadratmeter Platz vonnöten ist, nehmen Modelle der gehobenen Klasse mehrere Räume in Anspruch.

Zur Steuerung einer Modelleisenbahn stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben Lokomotiven mit integriertem Antrieb gibt es manuelle und halb automatische Systeme, die über ein Bedienpult am Rand der Modellbauplatten gesteuert werden. Der vierten Klasse gehören all diejenigen Geräte an, die vollautomatisch funktionieren. Sie umfasst verschiedene Relais- und Computersysteme.

Wichtige Informationen zum Maßstab der Eisenbahn

Bei der Zusammenstellung einer Modelleisenbahn ist die wichtigste Frage die nach dem zur Verfügung stehenden Platz. Je höher der Maßstab ist, desto mehr müssen Sie davon einplanen. Beachten Sie hierbei, dass das Größenverhältnis auf zwei Arten angegeben wird. Die Erste davon ist die numerische. Hat eine Bahn den Maßstab 1:220, ist sie 220-mal kleiner als das Original. Selbiges gilt für alle anderen nach diesem System angegebenen Werte.

Für den Modelleisenbahnbau ist die numerische Schreibweise von tendenziell untergeordneter Bedeutung. Hier bedient man sich vorrangig eines Systems aus Buchstabenkürzeln (TT, Z, H0). In Fachkreisen bezeichnet man sie als Nenngrößen. Die in diesem Ratgeber zentrale Nenngröße H0 ist der europaweit am weitesten verbreitete Typus. Sie entspricht dem Maßstab 1:87.

Da das Größensystem Einsteigern häufig Probleme bereitet, seien an dieser Stelle noch einige Worte dazu verloren. Die Festlegung der Größen beruht auf den Normen Europäischer Modelleisenbahnen und der National Model Railroad Association. Die Idee hinter den Vereinheitlichungen ist es, die Kompatibilität einer bestehenden Bahn mit neuen Zubehörteilen zu garantieren. Die Normen gelten herstellerübergreifend.

Dies sind die wichtigsten Nenngrößen

Insgesamt unterscheidet man acht wichtige Nenngrößen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um 2, 1, 0, S, H0, TT, N und Z. Die Größe 2 hat einen Maßstab von 1:22,5, die Größe Z einen Maßstab von 1:220. Beachten Sie, dass bei der Auswahl nicht allein die Nenngröße zu beachten ist.

Zweites wichtigstes Größenverhältnis ist die Spurbreite. Sie umfasst fünf verschiedene Typen. Es handelt sich dabei um die Normalspur (keine Abkürzung), die Meterspur (m), die Schmalspur (e), die Industriebahn (i) und die Parkbahn (p). Im Interesse einer einheitlichen Darstellung steht die Kennzeichnung der Spurbreite hinter der Nenngröße. Hierbei ist der Umstand beachtenswert, dass die Spurbreite von letzterer abhängig ist. Bei einer Bahn mit der Nenngröße 2 ist die Normalspur 64 mm breit. Beim Maßstab TT beträgt ihre Breite lediglich 12 mm.

Zur Veranschaulichung sehen Sie im Folgenden die Spurbreiten für die verbreitete Nenngröße H0 aufgelistet.

H0

Normalspur

16,5 mm

H0m

Meterspur

12 mm

H0e

Schmalspur

9 mm

H0i

Industriebahn

6,5 mm

H0p

Parkbahn

4,5 mm

Die Unterschiede zwischen Gleich- und Wechselstrombahnen

Eine häufig vor dem Kauf einer Modelleisenbahn thematisierte Frage betrifft die Entscheidung zwischen Gleich- und Wechselstromvariante. Misst man der Antwort hierauf häufig auch eine hohe Bedeutung zu, sind die Unterschiede bei modernen Bahnen weitestgehend vernachlässigbar. Der Vollständigkeit halber werden sie an dieser Stelle dennoch kurz thematisiert.

Die Besonderheiten einer Gleichstrombahn

Auf eBay finden Sie noch immer eine Reihe älterer Gleichstrombahnen. Sie sind an der Bezeichnung DC erkennbar. Ihre Besonderheit besteht in dem Umstand, dass der Lokmotor permanent mit Plus- und Minuspol verbunden ist. Legt man eine höhere Spannung an, erhöht sich die Geschwindigkeit. Vertauscht man die Pole untereinander, verändert sich die Fahrtrichtung des Zuges.

Der Transformator für Gleichstrombahnen ist leicht zu erkennen. Meistens hat der Knopf zur Regelung der Geschwindigkeit eine Nullstellung im mittleren Bereich. Von dort aus kann er in beide Richtungen bewegt werden. Andere Ausführungen haben die 0-Stellung am Rand. Zur Änderung der Fahrtrichtung ist ein Schiebe- oder Kippschalter vorhanden.

Diese Unterschiede gibt es bei einer Wechselstrombahn

Wechselstrom wird durch die Abkürzung AC markiert. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Motoren immer in dieselbe Richtung bewegen. Es ist dabei unerheblich, welche Polung anliegt. Um den Rückwärtsgang der Lok einlegen zu können, verfügen Wechselstrommotoren über drei Anschlüsse. Einer ist für die Fahrt vorwärts, einer für den Rückwärtsgang und einer für den Rückleiter. Um zwischen Vor- und Rückwärtsfahrt umzuschalten, verwendet man einen Umschalter, den man über verschiedene Spannungen bedient.

Mitunter stellt sich die Frage, ob Motoren mit drei Anschlüssen mit Gleichstrom betrieben werden können. Dies ist prinzipiell möglich, da es sich nicht um reine Wechselstrommotoren, sondern um sogenannte Allstrommotoren handelt. Bedenken Sie, dass normale Geräte für Gleichstrombahnen nicht damit verwendet werden können. Die Fortbewegung wäre zwar möglich, allerdings ließe sich die Fahrtrichtung nicht ändern.

Trafos für Wechselstrombahnen erkennen Sie daran, dass die Nullstellung des Schalters sich am Ende der Skala befindet. Bewegen Sie den Schalter darüber hinaus nach links, sorgt ein Spannungsimpuls dafür, dass die Lokomotive ihre Richtung ändert. Je nach Bauweise wird dieser Impuls auch durch einen Druck auf die Geschwindigkeitsregelungstaste erzeugt.

Der wichtigste Vertreter des Wechselstromsystems ist die Märklin H0-Bahn. Bei anderen Herstellern und Spursystemen kommt ausschließlich Gleichstrom zum Einsatz.

Welches System ist das bessere?

Stellt man Vor- und Nachteile beider Systeme gegenüber, kommt man zu dem Schluss, dass sie eher gering ausfallen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitaltechnik nimmt ihre Bedeutung zusätzlich ab.

Bei Gleichstrombahnen besteht ein Vorteil darin, dass die Fahrtrichtung festgelegt ist. Wenn man den Drehregler in die Vorwärtsrichtung bewegt, fährt die Lokomotive nach vorn. Bei Wechselstrombahnen hängt die Fahrtrichtung vom verwendeten Umschalter ab. Man weiß immer, in welche Richtung die Lokomotive fahren wird. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass alle Lokomotiven in dieselbe Richtung fahren müssen. Das lässt weniger Spielräume bei der Erstellung von Zugfahrplänen.

Demgegenüber zeichnen sich Gleichstrombahnen dadurch aus, dass sie ruhiger laufen und bei langsamer Fahrt bessere Fahreigenschaften zeigen als Wechselstrommodelle. Dies ist der Grund dafür, weshalb viele Hersteller Wechselstromlokomotiven mit Gleichstrommotoren ausstatten. Die Umwandlung wird dabei durch den Umschalter gewährleistet.

Für welches System Sie sich entscheiden, hängt letztlich immer vom Nutzer ab. Kaufen Sie die Bahn für ein Kind, kann der Unterschied vernachlässigt werden. In der Regel wird es die Unterschiede zwischen den Fahreigenschaften nicht wahrnehmen, geschweige denn negativ werten. Wählen Sie die Bahn selbst aus, orientieren Sie sich an Ihrem persönlichen Geschmack. Orientieren Sie sich hierbei auch an der Frage, wie die einzelnen Nuancen des Fahrverhaltens mit der Gestaltung Ihrer Modellplatte zusammenwirken.

Wichtige Hersteller von Wechselstromsystemen

Märklin ist eine Firma, die den Markt der Modelleisenbahnen seit Langem dominiert. Sie ist der einzige Hersteller, die seit Einführung der Nenngröße H0 auf die Wechselstromtechnik setzt. Alle anderen Anbieter nutzen Gleichstromsysteme.

Märklin vertreibt gleichzeitig ein Gleis mit drei Leitern, das mit Punktkontakten ausgestattet ist. Die Frage nach der Qualität und der Vorbildlichkeit dieser Technik ist in Fachkreisen heftig umstritten. Nähere Informationen hierzu beziehen Sie von Ihrem Modellwarenhändler. Bedenken Sie dabei auch, dass mittlerweile auch Wechselstromlokomotiven von anderen Herstellern für Märklin-Gleise vertrieben werden.

Welches Zubehör nutzen Sie mit Ihrem Wechselstromsystem

Im Onlinehandel finden Sie eine reichhaltige Auswahl verschiedener Zubehörteile für Wechselstrombahnen. Es empfiehlt sich, die benötigten Teile vor der Suche in Kategorien zu gliedern. So lässt sich das Sortiment schnell segmentieren und entsprechend eingrenzen.

Wichtig sind die folgenden Zubehörgruppen:

  • Allgemeines Zubehör
  • Gleiszubehör
  • Elektronik
  • Lokomotiven

Ersterem Bereich gehören Teile wie Motorgestelle, Kupferlitzen, Haftreifen und Verkleidungen für Gebäudegestaltungen an. Auch Halterungen für die Markierung von Gleisen und Weichen mit Nummern finden Sie hier. Sie gestalten Ihre Bahn damit wesentlich übersichtlicher. Auch Beschreibungen und Handbücher für verschiedene Aspekte der Modelleisenbahngestaltung finden Sie hier.

Im zweiten großen Bereich finden Sie sämtliches Zubehör, das Sie zur Erweiterung und Optimierung Ihrer Schienen benötigen. Wichtigste und am häufigsten benötigte Zubehörteile sind die Gleise selbst. Es gibt sie in geraden und beliebig gebogenen Ausführungen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass sie der Nenngröße und der Spurbreite Ihrer bisherigen Teile entsprechen. Weiterhin muss sichergestellt werden, dass sie in ein Gleichstromnetz integriert werden. Hierbei müssen Sie im Wesentlichen nur darauf achten, ob die Schienen zur Marke Märklin gehören, Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um Gleichstromschienen. Weiterhin finden Sie in diesem Bereich Strom führende Kupplungen und Aufgleishilfen.

Unter dem Lokomotivenzubehör finden Sie Lokomotiven selbst, Motoren, Fahrtrichtungsumschalter, Puffer, Achsen und weitere Bauteile. Schauen Sie zum Beispiel nach günstigen Radisolierungen und Schleifern, die die Fahreigenschaften Ihrer Lokomotive verbessern. Beachten Sie bei der Auswahl in jedem Fall, dass Wechselstromlokomotiven nicht nur von Märklin verfügbar sind. Es gibt sie auch von Fremdherstellern.

Der vierte große Zubehörbereich enthält alle wichtigen elektronischen Bestandteile. Sie finden hier verschiedene Lampen, Regler, Transformatoren und Signalgeber. Auch Zubehör für Elektromotoren erstehen Sie preisgünstig. Wichtige Hersteller in diesem Segment sind Märklin, Fleischmann, Trix, Brawa und Roco.

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