Für kleinen Preis nur ganz kleine Qualität

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Klein, leicht, preiswert - so stellt man sich ein ideales Wechselobjektiv für eine digitale SLR vor. Das Sigma 18-50 f3,5-5,6 DC erfüllt zwar diese Anforderungen, enttäuscht danach aber auf der ganzen Linie. Die Bildqualität ist höchstens mittelmässig. Man hat zwar keine Randabbildungsfehler, dafür aber eine komplett undefinierte Unschärfe über den gesamten (!) Bildbereich, die nicht nur im Sucher, sondern hinterher auch auf den Ausdrucken erkennbar ist. Die Farbabbildung ist sehr originaltreu. Aber was nützt das bei Konturzeichnungen ab fünf  Metern, die schlechter als bei einer billigen Kompaktkamera sind? Am Gehäuse (einer EOS 10D) kann's nicht liegen, weil am selben Body mit einem Original Canon 28-55 brillant scharfe Bilder gelingen. Eine Überprüfung des Objektivs beim Fachhändler ergab "100prozentige Funktion".

Kurz danach lief der Autofokus des Sigma 18-50 rauh, sehr laut, und war nach knapp einem Jahr schlichtweg kaputt. Der Motor drehte zwar noch, die Linse aber nicht mehr mit. Auf eine Reparatur habe ich angesichts des Kaufpreises und der schwachen Bildleistungen einfach verzichtet.

Letztes Problem: Mit dem Objektiv Sigma 18-50 f3,5-5,6 DC produzierte das Canon-Gehäuse regelmässig den berühmt-berüchtigten "Error 99". Kamera ausschalten, Objektiv runter, Warten, Objektiv wieder ran, Einschalten, weiter Fotografieren und neuer "Error 99" waren regelmässig die Folge. Mein Tipp daher: Für einige Euro mehr gibt's Canon-Originalobjektive, die das besser machen.    
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