Für jeden Haushalt ein Muss: Fleckenentferner

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Für jeden Haushalt ein Muss: Fleckenentferner

So rücken Sie Flecken zu Leibe

Ob auf Kleidungsstücken, dem Ledersofa oder auf dem schönen Holztisch: Flecken sind immer ärgerlich. Und manchmal gar nicht so leicht zu entfernen, denn Flecken halten sich durchaus hartnäckig. Während manchmal ein Hausmittel gute Dienste leistet, muss man bei anderen Flecken zu etwas härteren Maßnahmen greifen. Fleckenentferner für die verschiedensten Anwendungsgebiete gehören deshalb in jeden Haushalt.

Fleckenentferner für die Wäsche

Die meisten Waschmittel enthalten bereits einen Fleckenentferner. Doch besonders bei hartnäckiger Verschmutzung der Wäsche reicht dieser nicht immer aus, um die Flecken auch wirklich zuverlässig zu entfernen. Wenn Sie Ihre Kleidungsstücke fleckenlos aus der Waschmaschine holen wollen, müssen Sie daher mitunter zu einem anderen Fleckenentferner greifen.

Zu den bekanntesten Fleckenentfernern für die Wäsche gehört die Gallseife, die es sowohl als Seifenstück als auch in Form von Spray oder Gel gibt. Hergestellt wird das Produkt unter anderem aus einer Mischung aus Kernseife und Rindergalle. Gallseife eignet sich besonders gut, um Obst-, Blut-, Eiweiß- oder Stärkeflecken aus Kleidungsstücken zu entfernen. Dafür wird die betroffene Stelle einfach eingesprüht oder eingerieben und anschließend sofort in der Waschmaschine wie gewohnt mitgewaschen.

Neben der Gallseife gehören auch Fleckensalze bei Kleidungsstücken und Textilien zu den bevorzugten Fleckenentfernern. Die Hauptbestandteile von Fleckensalz, das unter anderem von der Firma Sil angeboten wird, sind Bleichmittel. Sie entfalten ihre Wirkung bereits bei niedrigen Waschtemperaturen. Anders als bei der Gallseife verlangt die Fleckenentfernung mit Fleckensalz keine Vorbehandlung der Wäsche. Geben Sie das Fleckensalz einfach zum normalen Waschmittel dazu. Lediglich bei sehr stark verschmutzter Kleidung sollten Sie diese vor dem Waschen in einer Lösung aus Fleckensalz und Wasser einweichen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Fleckensalz, das seine Wirkung mithilfe von Enzymen und atomarem Sauerstoff entfaltet, können Sie auch als Zusatzstoff beim Waschen von weißer Wäsche einsetzen. Fleckensalz verhindert die Bildung eines Grauschleiers und zusätzlich das gefürchtete Vergilben der Wäsche. Und noch ein Tipp: Da die Sauerstoffverbindungen im Fleckensalz die Kleidungsstücke bleichen, sollten Sie die Textilien vorher auf ihre Farbechtheit überprüfen. Schließlich nützt es nichts, wenn zwar die Flecken auf Ihrem Lieblings T-Shirt verschwunden sind, gleichzeitig aber auch die Farbe.

Fleckenentferner für Teppich und Polster

Auch Teppiche oder Sofapolster bekommen im Laufe ihres Lebens so manchen Fleck ab. Da man Teppiche und Sofas, mit Ausnahme der Bezüge, naturgemäß nicht in die Waschmaschine stecken kann, muss man hier zu anderen Mitteln der Fleckenentfernung greifen. Ähnlich wie bei Kleidungsstücken, werden auch für Teppiche und Polster spezielle Fleckentferner angeboten, meist in Form von Sprays oder Gels. Diese werden auf den Fleck im Stoff aufgetragen und müssen zunächst einwirken. Danach können sie dann mit einem feuchten Tuch ausgerieben werden. Allerdings sollte man die Fleckensprays auf Teppichen und Sofapolstern mit der gleichen Vorsicht anwenden wie bei Kleidungsstücken. Dies bedeutet: das Fleckenspray vorher an einer möglichst unauffälligen Stelle ausprobieren, um ein mögliches Ausbleichen des Stoffes zu verhindern. Bei einer positiven Prüfung können die Fleckenentferner auch großflächig aufgetragen werden, denn sie sind hochwirksam und schonen gleichzeitig das Gewebe.

Weist der Teppich an verschiedenen Stellen unschöne Flecken auf, ist es sinnvoll, die Flecken nicht nur punktuell zu entfernen, sondern auf eine komplette Teppichreinigung zu setzen. So sieht der Teppich wieder gleichmäßig gut aus und erstrahlt in neuem Glanz.

Für alle Fleckenentferner gilt: Je eher sie zum Einsatz kommen, desto besser. Ihre größte Wirksamkeit entfalten sämtliche Fleckenentferner dann, wenn die Flecken noch nicht eingetrocknet, sondern noch feucht sind. Die überschüssige Feuchtigkeit können Sie zunächst mit einem Tuch abwischen, bevor der Fleckenentferner zum Einsatz kommt.

Den Schmutz einfach wegradieren

An Wänden, Tapeten oder auf dem Parkettboden gibt es immer wieder Stellen, an denen chemische Fleckenentferner nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden können, weil das Material durch eine chemische Behandlung angegriffen werden könnte. Als gute Alternative zu herkömmlichen Fleckenentfernern auf chemischer Basis bietet sich dann der Schmutzradierer an. Dieser sieht ähnlich aus wie die Radierer, die man aus der Schulzeit kennt, und besteht aus Melaminharz.

Das Entfernen von Flecken mit dem Schmutzradierer funktioniert ähnlich wie bei einem normalen Bleistiftradierer: Reiben Sie mit dem Schmutzradierer einfach vorsichtig über den Fleck. Harzpartikel, die bei dieser Reibebewegung entstehen, lösen dann den Schmutz.

Diesen können Sie dann aufkehren oder mit einem feuchten Tuch abwischen. Besonders gut eignet sich der Radierer, um Spuren von Kugelschreibern und Eddingstiften zu beseitigen. Darüber hinaus können auch Gummistreifen auf dem Parkettboden problemlos entfernt werden.

Die Reinigung mit dem Schmutzradierer ist äußerst schonend. Vorsicht ist geboten beim Einsatz auf weichen oder glänzenden Oberflächen. Die weichen Oberflächen könnten aufgeraut, die glänzenden oder lackierten Oberflächen stumpf werden. Ähnlich wie bei anderen Fleckenentfernern empfiehlt es sich also auch bei einem Schmutzradierer, die Wirkungsweise erst an einer unauffälligen Stelle zu erproben, bevor Sie flächendeckend zu Werke gehen.

Fleckenwasser und Fleckenteufel als universeller Fleckenentferner

Um hartnäckige Flecken wie Bohnerwachs, Asphalt oder Ruß, aber auch Butter, Kaffee, Pech oder Schuhcreme zu entfernen, eignet sich Fleckenwasser am besten. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei nicht um Wasser, sondern um verschiedene chemische Stoffe, die ausschließlich für die Fleckenentfernung aus textilen Geweben geeignet sind. Je nach Marke ist Fleckenwasser eine Mixtur aus Benzin, Alkohol und Ammoniak oder ein Mix aus Äther, Alkohol und Salmiakgeist. Dies macht diesen Fleckenentferner zwar äußerst effektiv, wenn es um die Entfernung hartnäckiger Flecken geht, aber gleichzeitig auch deutlich aggressiver als andere Reinigungsmittel. Daher sollten Sie Fleckenwasser möglichst mit einer Sprayflasche auf die betroffenen Textilien auftragen, denn so vermeiden Sie unnötigen Hautkontakt.

Ähnlich effektiv wie das Fleckenwasser sind auch Fleckenentferner, die unter dem Namen Fleckenteufel zusammengefasst und unter anderem von Dr. Beckmann angeboten werden. Um die Flecken aus Textilien zu entfernen und gleichzeitig das betroffene Gewebe so gut wie möglich zu schonen, gibt es den Fleckenteufel in vielen unterschiedlichen Varianten. Erhältlich ist der Fleckenteufel unter anderem gegen Rotwein-, Obst- oder Gemüseflecken. Auch Eiweiß-, Milch- und Blutflecken können dem Fleckenteufel nicht widerstehen.

Fleckenentferner für Kunststoffoberflächen

Wem die Fleckenentfernung mit einem Schmutzradierer zu mühsam ist, der kann bei Kunststoffoberflächen auch auf spezielle Kunststoffreiniger zurückgreifen. Sie werden meist als Spray angeboten. Öl- und Fettflecken können damit ebenso verbannt werden wie hartnäckige Nikotinrückstände oder Schmutzränder. Dazu wird der Reiniger auf den Fleck aufgesprüht. Danach lässt man ihn einige Minuten einwirken und wischt mit einem weichen Schwamm oder Tuch über den Fleck. Zum Schluss wird mit lauwarmem Wasser nachgewischt, damit sämtliche Reste des Reinigers von der Oberfläche entfernt werden. Bei empfindlichen Flächen können Sie den Fleckenentferner auch verdünnt anwenden, um eine Beschädigung der jeweiligen Oberfläche zu vermeiden.

Fleckenentferner für Leder

Eine besondere Herausforderung ist die Fleckenentfernung bei Leder. Hier muss jeder Fleck individuell behandelt werden. Mit einem Universalreiniger können Sie sämtlichen Lederarten und allen Arten von Flecken zu Leibe rücken. Besonders wichtig bei der Anwendung: Achten Sie darauf, dass der Lederreiniger keine Lösungsmittel enthält. Denn Benzin, Acetol oder andere gängige Lösungsmittel sind zwar sehr effektiv, für die Fleckenentfernung bei Leder aber deutlich zu aggressiv. Statt den Fleck zu entfernen, würden Sie das Leder angreifen und zerstören.

Um das Leder durch die Reinigung nicht zu beeinträchtigen, sollten Sie ein rückfettendes Reinigungsprodukt verwenden oder das Leder nach der Reinigung mit einem guten Öl einreiben. Für diesen Zweck gibt es spezielle Lederöle, aber auch Babyöl oder Speiseöl sind dafür geeignet. So verhindern Sie, dass das Leder nach der Fleckenbehandlung spröde wird.

Flecken auf Holz entfernen

Ähnlich hartnäckig wie auf Leder oder Kunststoff erweisen sich Flecken auf Holz. Dies gilt vor allem dann, wenn der Schmutz bereits in die Holzschicht eingedrungen ist. Auch bei Holz gilt deshalb: Flecken möglichst sofort entfernen, damit die Schmutzpartikel gar nicht erst in tiefere Holzschichten vordringen können. Da es sich bei Holz um einen vergleichsweise empfindlichen Stoff handelt, sollten Sie Flecken ausschließlich mit speziellen Fleckenentfernern für Holz begegnen, denn diese enthalten keine aggressiven Stoffe, die das Holz angreifen könnten. Ist der Schmutz schon tief ins Holz vorgedrungen, hilft unter Umständen nur noch das Abschleifen des Möbelstücks und das Auftragen einer neuen Lackierung. Um Holz von vornherein vor Flecken zu bewahren, sollten Sie Möbelstücke aus Holz regelmäßig mit einer Spezialpolitur pflegen. So bildet sich eine Schutzschicht, die es Schmutzpartikeln schwerer macht, in das Holz einzudringen.

Fleckenstift – schnelle Hilfe für unterwegs

Auch unterwegs ist manchmal schnelle Hilfe notwendig, um einen Fleck zu entfernen. Hier eignen sich Fleckenstifte besonders gut für die Behandlung von Textilien. Sie sind besonders klein und handlich und lassen sich bequem in jeder Handtasche oder Jackentasche verstauen.

Zunächst sollte man den Fleck mit einem Tuch abwischen. Danach wird die Spitze des Fleckenstiftes auf den Fleck gedrückt. So kann der Wirkstoff aus dem Stift in die Textilien eingebracht werden. Das Funktionsprinzip ist also dem eines normalen Filzstifts oder Kugelschreibers ähnlich und somit sehr einfach zu handhaben. Danach wird der Fleckentferner mit der Spitze des Fleckenstiftes in den Stoff eingerieben – zum Schluss kurz einwirken lassen und mit einem feuchten Papiertuch abtupfen. Die meisten Fleckenstifte eignen sich für mehrere Anwendungen, sind aufgrund ihres Formats aber nicht so ergiebig wie herkömmliche Fleckenentferner.

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