Für eine lange Lebensdauer – die richtige Pflege für Strandkörbe

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Pflege von Strandkörben

Längst gibt es Strandkörbe nicht mehr nur am Strand der Nord- und Ostseebäder in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in Mecklenburg-Vorpommern. Sie haben inzwischen auch Einzug in unseren heimischen Gärten und sogar auf Balkonen gehalten. An Nord- und Ostsee sind sie deshalb so beliebt, weil sie Schutz vor Wind und vor Sandflug bieten und weil sie auch als Sonnenschutz fungieren. Strandkörbe haben noch immer dieselbe Bauweise und Form wie vor hundert Jahren. Ein Strandkorb besteht aus einer gewölbten und überdachten Sitznische, die in verschiedene Positionen nach hinten absenkbar ist. Ein Strandkorb wird assoziiert mit Sonne, Strand, Meer und Urlaub – Begriffe, die allesamt mit positiven Erlebnissen besetzt sind. Dementsprechend freundlich fällt auch die optische Gestaltung von Strandkörben aus, die mit wetterfesten Stoffen in fröhlichen Farben ausgekleidet sind. Ausziehbare Fußkästen erhöhen die Bequemlichkeit ebenso wie Klapptischchen und eine Sonnenmarkise, die vor intensiver Sonneneinstrahlung schützt.

Die Materialien und die Beschaffenheit eines Strandkorbs sind heutzutage so konzipiert, dass der Strandkorb insgesamt pflegeleicht ist. So sind die Metallteile und Beschläge bei guter Qualität verzinkt, die Holzteile sind imprägniert. Das gilt ebenso für die Stoffbezüge der Polsterung und die Kissen, die aus robusten Materialien bestehen und sich als sehr haltbar erweisen. Strandkörbe sind insgesamt darauf ausgerichtet, bei einem Minimum an Pflege ein Maximum an Komfort zu bieten, wobei von einer Lebensdauer von bis zu zwanzig Jahren ausgegangen werden kann.

Holzteile am Strandkorb und ihre Pflege

Auch wenn ein Strandkorb für den Außenbereich konzipiert wurde, sollten hinsichtlich der Feuchtigkeit einige für Holz typische Besonderheiten beachtet werden. Holz wird grundsätzlich in gut getrocknetem Zustand verarbeitet. Da es ein Naturmaterial ist, unterliegt es natürlichen Spannungen. Dabei kann es durch Temperaturschwankungen und durch Feuchtigkeit zu Holzrissen kommen. Die Stabilität des Strandkorbs wird dadurch nicht gemindert, jedoch verlangt das Naturprodukt Holz in diesen Fällen nach besonderer Pflege, die durch Holzpflegemittel und natürliche Öle gewährleistet ist. Treten beispielsweise im Holz, bedingt durch intensive Sonneneinstrahlung und wechselnde Wettereinflüsse, helle Stellen auf, können diese mit einer Holzschutzlasur beseitigt werden. Ein Schwamm oder auch ein Pinsel sind dafür die geeigneten Werkzeuge. Handelt es sich um Teakholz, muss dieses durch den Gehalt an natürlichen Ölen in der Anfangsphase nicht behandelt werden. Im Laufe der Zeit neigt es jedoch dazu, eine graue Patina anzunehmen – eine ergraute und altersbedingte Oberflächenstruktur. Nach einer gründlichen Reinigung wird dann Teaköl aufgetragen, wodurch die ergraute Oberfläche wieder aufgefrischt wird.

Strandkörbe aus Mahagoni-Holz

Es gibt auch Strandkörbe mit Holzteilen aus Mahagoni. Dieses Holz unterliegt anders als beispielsweise Teakholz nicht den Abholzungsbeschränkungen tropischer Harthölzer. Mahagoni zeichnet sich durch seine extreme Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit aus. Je nach Stamm weisen Mahagonihölzer unterschiedliche Maserungen auf, wobei es Hölzer mit ausgeprägten und weniger ausgeprägten Strukturen gibt, was jedem Strandkorb eine individuelle Note verleiht. Bereits bei der Herstellung wird Mahagoni mit einer Holzschutzlasur versehen, die es für lange Zeit vor Holz schädigenden Witterungseinflüssen schützt. Deshalb reicht es in den ersten Jahren aus, zur Pflege ein handelsübliches Holzpflegemittel zu verwenden. Kommt die Lasur in die Jahre und wird matt, kann das Holz leicht angeraut und erneut lasiert werden.

Kunststoffgeflecht – pflegeleicht und wenig anfällig

Strandkörbe aus Kunststoffgeflecht werden meist aus Polyethylen (PE) hergestellt oder auch aus Polyvinylchlorid (PVC), das im Gegensatz zu PE schnell brüchig wird. PE ist sehr lange haltbar und überaus hochwertig hinsichtlich seiner Farbechtheit. Ein Geflecht aus Kunststoff gehört zu den witterungsbeständigsten und pflegeleichtesten Materialien überhaupt. Für die Pflege von Strandkörben aus Kunststoff benötigt man lediglich einen sanften Haushaltsreiniger oder Neutralseife, warmes Wasser sowie einen Schwamm oder eine Bürste. Zunächst kann es anstrengend werden, den Strandkorb von allen Seiten zu schrubben. Doch am Ende wird es leichter, denn der Strandkorb kann einfach mit einem Wasserschlauch von Seifenresten befreit werden. Sehr schonend und vor allem umweltfreundlich – es werden keinerlei Reinigungsmittel verwendet – ist die Reinigung mit einem Dampfreiniger und den zur Verfügung stehenden Bürsten. Hat sich einmal mehr Schmutz angesammelt und abgelagert, leistet ein Hochdruckreiniger wertvolle Dienste, der allerdings nur auf niedrigster Stufe betrieben werden sollte, um Beschädigungen des Korbgeflechts infolge eines zu hohen Drucks zu vermeiden.

Strandkörbe aus Naturgeflecht – zum Beispiel Rattan

Rattan ist ein reines Naturprodukt. Für eine möglichst hohe Lebensdauer bedarf es besonderer Pflege. Das Rattangeflecht wird bei der Fabrikation mit einer Lasur aus Melamin überzogen. Dadurch wird es insgesamt haltbarer, vor allem gegen Feuchtigkeit und Nässe. In den ersten Jahren reicht es deshalb vollkommen aus, den Strandkorb mit einer warmen Seifenlauge zu reinigen, wobei hartnäckigere Verschmutzungen mithilfe einer Bürste beseitigt werden. Natürlich gibt es auch für Strandkörbe aus Rattangeflecht eine besondere Pflege, nämlich Leinölfirnis, der in gut sortierten Baumärkten und in Fachgeschäften erhältlich ist. Dabei handelt es sich um ein Anstrichmittel, das aus Leinöl und weiteren Zusätzen wie Sikkativen – einem Trocknungsmittel – hergestellt wird, und das eine Schutzschicht aus Linoxin bildet. Leinölfirnis hat eine honiggelbe Farbe und ist leicht dickflüssig. Auch reines Leinöl kann eine solche Schutzschicht bilden, allerdings wird es wegen einer sehr langen Trockenzeit eher selten verwendet.

Die Pflege der für die Polsterung verwendeten Stoffe – Baumwollstoffe

Die bei Strandkörben für die Polsterung verwendeten Stoffe sind oftmals Baumwollstoffe. Damit sie robuster gegen Witterungseinflüsse sind, werden sie imprägniert. Da es sich um Naturmaterialien handelt, können diese im Laufe der Zeit ihre Farbechtheit einbüßen. Für ihre Reinigung wird eine schonende Seifenlauge verwendet. Sind stärkere Verschmutzungen aufgetreten, eignen sich für die Reinigung vor allem sauerstoffhaltige Reinigungsmittel. Sicherheitshalber sollte vor der Reinigung immer an einer weniger oder nicht sichtbaren Stelle die Farbsicherheit getestet werden. Auch die durch Imprägnierung erzielte Schutzschicht nimmt im Laufe der Jahre mehr und mehr ab. Hier helfen im Handel erhältliche Imprägniersprays, die es auch als umweltfreundliche Variante gibt und die die Schutzschicht immer wieder auffrischen. Je nach Strandkorbmodell und nach Hersteller gibt es auch die Möglichkeit, die gesamte Polsterung austauschen zu lassen, wenn die Verunreinigungen unansehnlich werden oder die Farbqualität durch Witterungseinflüsse zu sehr nachgelassen hat.

Die Pflege der für die Polsterung verwendeten Stoffe – Markisenstoffe

Für die Sitz- und Rückenpolsterung von Strandkörben werden neben Baumwollstoffen vor allem Markisenstoffe aus hundertprozentigem Polyacryl verwendet, die hinsichtlich ihrer dauerhaften Farbechtheit auch bei Witterungseinflüssen und intensiver Sonnenstrahlung sowie ihrer Strapazierfähigkeit kaum zu toppen sind. Markisenstoffe sind grundsätzlich imprägniert und deshalb auch wasserabweisend. Sie sind entsprechend pflegeleicht. Lässt im Laufe der Zeit der Imprägnierschutz nach, kann er mit handelsüblichen Imprägniersprays kurzerhand wieder aufgefrischt werden. Ist die mit Markisenstoff überzogene Polsterung des Strandkorbs verschmutzt, lassen sich kleinere Flecke leicht und schnell mit einer milden Seifenlauge oder Neutralseife sowie mit einem Schwamm oder einer Bürste entfernen. Sind die Flecken hartnäckiger, beispielsweise Gras- oder Fettflecken, greift man auf die im Handel erhältlichen Fleckentferner zurück. Manchmal helfen auch eine Prise Salz oder zum Lösen des Flecks kohlensäurehaltiges Mineralwasser in Kombination mit sanften Reinigungsmitteln. Je nach Ausstattung sind die Bezüge mit Reißverschlüssen oder Knöpfen versehen, sodass sie abgenommen und gewaschen werden können. Hier sollten die angebrachten Reinigungshinweise auf den eingenähten Etiketten beachtet werden, da insbesondere Markisenstoffe nicht zu heiß gewaschen werden dürfen.

Schutzhüllen – auf die Belüftung kommt es an

Um tatsächlich eine lange Lebensdauer sicherzustellen, ist ein Strandkorb regelmäßig zu belüften. Sofern er intensiven Witterungseinflüssen ausgesetzt und durch Regen nass geworden ist, muss er absolut durchtrocknen. Erst dann kann man ihn zum Schutz mit einer passenden Schutzhülle bedecken. Das gilt nicht nur bei feuchten Witterungseinflüssen, sondern auch dann, wenn der Strandkorb nicht genutzt wird, also auch und vor allem für die Wintermonate. Damit auch im Winter die Luft unter der Schutzhülle zirkulieren kann, wird der Strandkorb im Idealfall aufgebockt, beispielsweise auf Ziegelsteinen, auf einer Europalette oder auf zwei Kanthölzern. Manche Strandkörbe sind mit PE-Gleitern oder Rollen zur komfortableren Fortbewegung ausgestattet. Die reichen aus, um eine gute Luftzirkulation sicherzustellen. An trockenen Tagen wird im Winter die Schutzhülle gelegentlich abgenommen, damit eventuell entstandenes Schwitzwasser abtrocknen kann, das andernfalls zu Stockfleckenbildung führen könnte. Das gilt ebenso für Staunässe, die zu Schimmelbildung führen kann. Auch wenn ein Strandkorb gerade für den Außenbereich konzipiert wurde und entsprechend robust ist, ist es dennoch wichtig, alle Pflegehinweise gebührend zu berücksichtigen. Schließlich ist der Kauf eines Strandkorbs keine kurzfristige Investition, sondern eine langfristige, denn ein gut gepflegter Strandkorb kann bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Wer die Wahl hat …

Wer noch auf der Suche nach einem Strandkorb ist, sollte auf einige Merkmale achten. Denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Strandkörben, die sich optisch und preislich sowie hinsichtlich ihrer Funktionen unterscheiden. Die meisten Modelle sind mit einem modernen Kunststoffgeflecht umspannt. Die Beschläge sind aus Edelstahl oder aus verzinktem Stahl, die trotz der Witterungseinflüsse nicht rosten. Jeder Strandkorb sollte seitlich angebrachte Tragegriffe haben. Auf diese Weise lässt er sich besser transportieren und im Garten oder auf der Terrasse umstellen, wobei die meisten Modelle auch mit Rollen oder Gleitschienen für einen vereinfachten Transport ausgestattet sind.

Weitere praktische Funktionen

Wichtig für einen perfekten Sitz- und Liegekomfort ist die verstellbare Rückenlehne. Manche Strandkörbe können sogar zu einem Volllieger umgebaut werden. Das Schläfchen im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon wird perfekt, wenn die Fußstützen leicht ausziehbar und auch gepolstert sind. Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind die modernen Strandkörbe wesentlich komfortabler gepolstert, und zwar bis zu einer Stärke von sechs Zentimetern oder sogar mehr. Zu achten ist auf eine in mehrere Positionen schwenkbare Markise, die Schatten spendet und leicht zu bedienen ist. Praktisch sind im Innenbereich integrierte Fächer für allerlei Kleinigkeiten wie Sonnenbrille, Handy oder Zeitschriften. Wichtig sind Tischchen, die drehbar sind und seitlich weggeklappt werden können, als zusätzliche Ablage für Getränke, Bücher oder Snacks. Mit diesem Wissen über die wesentlichen Merkmale und die Pflege eines Strandkorbs werden Sie ganz bestimmt den perfekten Strandkorb finden, mit dem auf der Terrasse, im Garten und auf dem Balkon dauerhaftes Nordseefeeling und Urlaub pur Einzug halten.

 
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