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Für Sportler, die Meer wollen: Faszination Bootsport

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Für Sportler, die Meer wollen: Faszination Bootsport
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Für Sportler, die Meer wollen: Faszination Bootssport

Das Fahren von Booten auf Gewässern übt eine ganz besondere Faszination aus und gewinnt immer mehr Anhänger.
In Deutschland gibt es ein über 7.300 Kilometer langes Wasserwegenetz und unzählige Seen. Darüber hinaus sorgen über 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen für genügend Raum für Bootsportfans. Insgesamt, so weiß das deutsche Verkehrsministerium, betreiben über 6 Millionen Menschen in Deutschland Wassersport. Das schließt das Tauchen und Surfen genauso ein wie die verschiedenen Formen des Sportbootfahrens, also etwa Segeln, Motorboot- und Kanufahren, aber auch beispielsweise Wasserski.

Dieser Ratgeber möchte Ihnen einen ersten Einblick in die Welt des Bootsport liefern. Sie werden etwas über seine Geschichte erfahren und über die verschiedenen Möglichkeiten, Bootsport zu betreiben. Weiterhin wird Ihnen der Ratgeber praktische Tipps und Hinweise zum Bootsport geben können. Er wird sich – das Thema ist sehr groß – auf einige repräsentative Bootsportarten beschränken. Doch zunächst etwas zur Geschichte.

Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte des Bootsports

Die Geschichte des Bootsports ist eng verwoben mit der Entwicklung des Verbrennungsmotors. Verbrennungsmotoren, wie etwa der Otto- oder der Dieselmotor, waren alerdings nach ihrer Erfindung in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch lange Zeit relativ groß in ihren Abmessungen. Erst nach der folgenden Jahrhundertwende wurden Verbrennungsmotoren in genügend kleiner Form produziert, um sie auch in Boote und andere Wasserfahrzeuge einbauen zu können. Neben den Abmessungen war noch eine weitere Eigenschaft des Motors entscheidend, die erst im Verlaufe der 1910er Jahre gegeben war: Die Zuverlässigkeit im Betrieb.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten besonders Dampfmaschinen dafür gesorgt, dass Boote und Schiffe maschinell angetrieben werden konnten. Die neuen Verbrennungsmotoren waren – bei gleicher Leistung – nun jedoch wesentlich kleiner, einfacher zu handhaben und besonders auch billiger zu produzieren als die überkommenen Dampfmaschinen. Zu diesem Zeitpunkt begannen auch Privatpersonen, sich eigene Boote anzuschaffen. Hier trennte sich die Berufsschifffahrt endgültig von einer neuen Form – der Freizeitschifffahrt.

Wer genügend „Kleingeld" besaß, leistete sich schon bald ein eigenes „Lustboot", so die Bezeichnung für die neuen Sport- und Freizeitboote. Seinen Anfang nahm der neue Trend zunächst in und um die europäischen Metropolen wie Paris, London, Berlin und Konstantinopel/Istanbul. Der einsetzende Boom führte dazu, dass die Unterscheidung von gewerblicher und nicht-gewerblicher Schifffahrt auch im Gesetz festgeschrieben wurde. In den 1920er Jahren wurden die „Lustboote" immer größer und vor allen Dingen auch seetüchtiger. Damit war der Weg von den Binnengewässern zu den Hoch- bzw. Küstengewässern für die Freizeitfahrer geebnet.

Gleichzeitig mit der Entwicklung des Motorbootes etablieren sich jedoch auch andere Formen des Bootsportes. Unter anderem natürlich die althergebrachte Form des Segelns, die schon im Jahr 1900 zur olympischen Disziplin erklärt wurde. Aber auch das Rudern und Paddeln gehören unter dem Oberbegriff des Bootsports genannt. Eine alle Typen des Bootsportes verbindende Eigenart ist es, dass sie nicht nur zu Freizeitzwecken, sondern auch im sportlichen Wettkampf betrieben werden.

Beliebte Formen des Bootsports

In den folgenden Abschnitten möchte Ihnen der Ratgeber einige der verschiedenen Bootsportkategorien näherbringen. Dabei gibt es ein paar grundsätzliche Unterscheidungen. Auf der einen Seite stehen dabei alle Bootsportarten, die in Binnengewässern betrieben werden, also auf Flüssen, in Kanälen und auf Seen im Landesinneren. Auf der anderen Seite befinden sich die Sportarten, die in Küstennähe auf dem Meer und auf der Hochsee ausgeübt werden.

Mit der Kraft des Windes – Segeln

Eines der beliebtesten Fortbewegungsmittel auf dem Wasser ist das Segelboot. Innerhalb der gewerblichen Schifffahrt ist das Segeln mittlerweile ganz verdrängt worden. Aber als Freizeit- und Sportaktivität erfreut es sich großer Popularität. Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Arten von Segelbooten. Dazu zählen beispielsweise Jollen und Schwertboote, Segelboote mit einem separaten Motorantrieb sowie Yachten und Kielboote.

Zwei unterschiedliche Arten des sportlichen Segelns haben sich mit den Jahren etabliert. Auf der einen Seite steht dabei das Fahrtensegeln, auf der anderen Seite das Regattasegeln.
Unter Fahrtensegeln versteht man zumeist einfache Segeltörns. Hierbei spielt der sportliche Wettkampf weniger eine Rolle. Fahrtensegeln dient vielmehr der Erholung und dem Fortkommen. Dabei sind zeitlich keine Grenzen gesetzt. Ein solcher Segeltörn kann von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Jahren (zum Beispiel bei einer Weltumsegelung) dauern. Das intensive Erleben des Meeres und der Natur, sowie die Herausforderung, die Kräfte der Natur zu nutzen, stehen hier im Vordergrund. Die starke Konzentration auf das Segeln selbst, die unabdingbar ist, hat schon in kürzester Zeit einen starken Erholungseffekt. Im Gegensatz zu Regattaschiffen (s. u.), sind  Segelboote bzw. Charterjachten mit deutlich mehr Komfort und Sicherheit ausgestattet. Mehrtägige Törns benötigen einen höheren Bedarf an Trinkwasser, Nahrung und Ausstattung. Besonders Fahrten auf das offene Meer hinaus oder auch das Segeln in der Nacht erfordern ein hohes Maß an Segelerfahrung.

Die zweite Segelart – das Regattasegeln – ist vollkommen auf den sportlichen Wettkampf ausgelegt. Hierbei wird eine vorher festgelegte Strecke von mindestens zwei Booten befahren, die sich ein Rennen liefern. Die Dauer kann dabei sehr unterschiedlich sein: Stunden bei Jollenregatten, Monate bei Hochseeregatten. Bei Jollenregatten werden zumeist mehrere Wettfahrten innerhalb einer Regatta durchgeführt, wobei die Einzelergebnisse hinterher zusammengefasst werden.

Kleinere Kielboote sind im Sinne der Wettfahrtsregeln sogenannte Einheitsklassen. Sie unterliegen strengen Beschränkungen, was die Bauweise und die Ausrüstung angeht. Die größten Segelsportveranstaltungen Deutschlands sind die Kieler Woche und die Travemünder Woche. Hier finden Regatten in allen olympischen und nichtolympischen Bootsklassen statt.

Bewegung dank Verbrennung - Motorboote

Wie eingangs beschrieben, war das Motorboot die treibende Kraft hinter der Etablierung der Freizeitschifffahrt bzw. des Bootsports. Heutzutage können neben dem klassischen Verbrennungsmotor allerdings auch Elektromotoren zum Einsatz kommen. Motorboote sind dabei sowohl für Binnen- als auch für Küstengewässer geeignet. Wie beim Segeln auch ist das Fahren eines solchen Motorbootes nur mit einer Genehmigung möglich. Einen Sportbootführerschein, den man entweder für Binnen- oder Hochseegewässer ablegen kann, ist in Deutschland notwendig ab einer Motorleistung von 15 PS.

Es gibt Motorsportboote verschiedenster Typen und mit unterschiedlichsten Baumerkmalen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Schlauchboote
  • Motorjachten
  • Kajütboote
  • Halbkajütboote
  • Innenborder
  • Außenborder
  • Daycruiser
  • Autoboote

Egal, um welchen Bautyp es sich handelt, allen liegen zwei unterschiedliche Konstruktionsprinzipien zugrunde: Gleiter und Verdränger. Der Verdränger „verdrängt" die Wassermenge, die seinem eigenen Gewicht entspricht, und bewegt sich dadurch nach vorne. Der Gleiter hingegen ist in der Lage, durch seine zumeist leichtere Konstruktion die Bugwelle hinter sich zu lassen. Dadurch verdrängt er weniger Wasser, als seinem Gewicht entspricht. Der dadurch entstehende geringere Wellenschlag im Vergleich zum Verdränger lässt den Gleiter über die Wasseroberfläche „gleiten".

Beide Konstruktionstypen haben Vor- und Nachteile. Der Verdränger beispielsweise kann seine Höchstgeschwindigkeit relativ schnell erreichen und ist sparsamer im Verbrauch. Er läuft weicher als das Gleitboot. Dieses hat wiederum den Nachteil, dass es bei rauem Wasser hart aufschlagen und damit kaum ausgefahren werden kann.

Auf dem Feld des sportlichen Wettkampfes haben sich besonders zwei Disziplinen herausgebildet: das Rundstreckenrennen und das Offshorerennen. Während Rundstreckenrennen zumeist auf Flüssen und Seen stattfinden, sind Offshorerennen auf der offenen See angesiedelt. Die Streckenkurse bei Rundstreckenrennen sind durch Wendebojen gekennzeichnet. Bei Offshorerennen sind die Boote mit mindestens zwei Personen bemannt. Auch hier werden Wendebojen eingesetzt, um die Strecke zu kennzeichnen. Diese sind jedoch anders als bei den Rundstreckenrennen in sehr großen Abständen zueinander angeordnet.
Verschiedene Dachverbände und Wettbewerbsklassen regeln den Wettkampf im Motorbootsport.

Mit der Muskelkraft voran – Ruder- und Paddelboote

Ob Canadier, Faltboote, Kajaks, Ruder- oder Schlauchboote – alle haben sie eines gemeinsam: Sie lassen sich nur durch die eigene Muskelkraft bewegen. Das Rennruderboot für den sportlichen Wettbewerb besteht dabei aus spezielle Faserverbundwerkstoffen, wie zum Beispiel Kohlefaser oder Holz. Mithilfe eines Ruders (Skull bzw. Riemen) gelingt die Fortbewegung. Für jedes Ruder gibt es einen Ausleger. Der Ruderer sitzt in der Regel mit dem Rücken in Fahrtrichtung.

Dasselbe Fortbewegungsprinzip findet sich auch beim Schlauchboot wieder. Die Unterschiede betreffen hier eher die Konstruktionsweise. Der Schlauchrumpf des Bootes ist entweder aus Kunststofffolie, aus PVC oder einem speziellen Gummigewebe gefertigt. Modernere Varianten besitzen auch einen Rumpf, der mit Glasfasern verstärkt ist. Schlauchboote werden auch häufig als Rettungsboote eingesetzt. Der Schlauch wird dabei mit einem Gas bzw. mit Luft gefüllt. Zum besseren Transport kann dieses wieder hinausgelassen werden.

Kanus bzw. Canadier sind Boote, die mithilfe von Paddeln fortbewegt werden. Der Canadier ist dabei ein offenes Kanu, das entweder sitzend oder stehend mit Stechpaddeln bewegt wird. Das Boot selbst ist symmetrisch gebaut und besitzt zwei spitze Enden. Canadier werden nicht selten mit Sitzbänken ausgestattet. Benutzt man Canadier zur Befahrung von Wildwasser, sind diese mit auf der Kiellinie befestigten Sitzblöcken ausgestattet (Sattel). Es gibt verschiedene Paddeltechniken. Als Wettkampfsportboot ist der Canadier ebenfalls sehr beliebt. Hier sind beispielsweise Kanurennen, Kanuslalom, Kanu-Freestyle, Wildwasserabfahrt oder Kanumarathon zu nennen.

Eine letzte Paddelbootart soll noch vorgestellt werden: das Kajak. Es wird mithilfe eines Doppelpaddels angetrieben. Der Kajakfahrer sitzt dabei – wie auch bei Canadier – in Fahrtrichtung. Ursprünglich stammt das Kajak von den Inuit in Alaska und Grönland. Moderne Kajaks bestehen heute aus Polyethylen, ABS, GFK oder anderen Kunststoffen und/oder aus Holz. Es gibt auch unter den Kajaks verschiedene Konstruktionsformen. Kajaks können geschlossen aber auch offen sein. Im Freizeitbereich sind sie normalerweise für ein bis zwei Personen ausgelegt. Im Rennsport allerdings können bis zu vier Personen in einem Kajak Platz haben.

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