Für Sie vom Himmel gefallen: Meteorite

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Für Sie vom Himmel gefallen: Meteorite

Wissenswertes über Meteoriten

Bei Meteoriten handelt es sich um Gesteine, die kosmischen Ursprungs sind. Sie entstehen im All und durchdringen die Erdatmosphäre, bis sie letztendlich auf dem Erdboden aufschlagen. Der Name Meteorit wird aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet so viel wie „emporgehoben“ oder „hoch in der Luft“. Früher wurden Meteoriten auch als Meteoritensteine bezeichnet. Noch früher waren auch Bezeichnungen wie Aerolith und Uranolith geläufig, die man mit „Luftstein“ beziehungsweise „Himmelsstein“ übersetzen kann. Allgemein muss man zwischen Meteoroiden und Meteoriten unterscheiden. Bei Erstgenannten handelt es sich um den ursprünglichen Körper, der sich noch im interplanetaren Raum befindet. Sobald der Meteoroid in die Erdatmosphäre eintritt, beginnt er zu verglühen. Diese Leuchterscheinung nennt man dann Meteor. Bei Sternschnuppen handelt es sich zum Beispiel um Meteore. Falls das Gestein beim Eintritt nicht vollends verglüht, findet man ihn später als Meteorit auf dem Erdboden wieder. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre erfährt das Gestein eine sehr große Reibungswärme, weshalb die Oberfläche teilweise zu schmelzen oder sogar zu verdampfen beginnt. Das Innere bleibt aber meist durch die doch im Vergleich zum Gesamtvolumen relativ kleine Oberfläche unangetastet und kühl. Meteoriten bestehen oft aus Silikatmineralen oder auch Legierungen aus Eisen und Nickel.

Einteilungen von Meteoriten

Undifferenzierte und differenzierte Meteoriten

Diese Einteilung erfolgt durch die innere Zusammensetzung. Undifferenzierte Meteorite bestehen unter anderem aus den ältesten Elementen, die in unserem Sonnensystem entstanden sind. Sie werden auch als Chondrite bezeichnet und zu den Steinmeteoriten gezählt. Differenzierte Meteorite hingegen stammen von Asteroiden oder auch von zum Beispiel dem Erdenmond. Genauer gesagt also von Himmelskörpern, die einen schalenartigen Aufbau haben, da sie durch Schmelzprozesse entstanden sind. Diese Art der Meteoriten lässt sich wiederum unterteilen in nichtchondritischen Steinmeteoriten (auch Achondrite) und Eisen-Meteoriten, die aus einer Eisen-Nickel-Legierung bestehen. Die nichtchondritischen Steinmeteoriten stammen aus dem Mantel von Asteroiden und die Eisen-Meteoriten aus dem Kern. Meteoriten aus den Übergangsbereichen von Mantel und Kern werden auch zu den differenzierten Meteoriten gezählt und üblicherweise als Stein-Eisen-Meteoriten bezeichnet.

Fall- und Fund-Meteoriten

Abhängig davon, ob der eigentliche Fall des Meteoriten vom Himmel beobachtet wurde oder nicht, kann man sie Gesteine auch in „Fundmeteoriten“ und „Fallmeteoriten“ einteilen.

Verwitterungsklassen von Meteoriten

Neben der chemischen Zusammensetzung kann man Meteoriten auch nach Verwitterungsklassen einteilen. Hier werden Ablagerungen und Eisenoxide auf der Oberfläche beurteilt. Ein von der NASA benutztes System teilt die Meteoriten in die Klassen A, B und C ein, je nachdem, wie stark die sichtbare Braunfärbung der Oberflächen ausgeprägt ist.

Schockklassen der Meteorite

Meteoriten können unter Umständen eine Metamorphose durch ein Schockereignis erleiden. Dies kann unter anderem beim Ablösen vom Mutterkörper der Fall sein. Hier werden die Meteoriten in die Klassen S1 bis S6 unterteilt. S1 sind dabei nicht oder nur ganz schwach geschockte Meteoriten. S6 ist die Gruppe der am schwersten geschockten Meteoriten.

Identifikation von Meteoriten

Die sichere Identifikation von Gesteinen als Meteorit kann in manchen Fällen nur durch Spezialisten erfolgen. Man kann sich unterschiedlicher Verfahren bedienen, um die Herkunft des Steinbrockens zu klären. Wird ein irdisches Gestein fälschlicherweise vorerst für einen Meteoriten gehalten, da es doch eine große Ähnlichkeit zu wahren Meteoriten aufweist, wird es als Pseudometeorit bezeichnet.

Eisenmeteorite

Um Eisenmeteorite zu identifizieren, wird oft geschaut, ob Widmanstätten-Figuren vorhanden sind. Dieses Verfahren kann bei metallischen Meteoriten angewendet werden. Widmanstätten-Figuren werden sichtbar, wenn man einen Eisenmeteoriten aufschneidet. Nach dem Aufschneiden muss die Schnittfläche poliert und mit einer Säure angeätzt werden. Wenn es sich um einen echten Meteoriten handelt, erscheinen jetzt die Widmanstätten-Figuren, die für Meteoriten charakteristisch sind, denn die Figuren entstehen durch das langsame Abkühlen von geschmolzenen metallischen Körpern über mehrere Millionen Jahre hinweg. Diese Abkühlzeiten können nur in den Kernen von beispielsweise Asteroiden stattfinden. Allerdings sind diese Figuren nicht bei ausschließlich allen Meteoriten vorhanden. Somit sind bei einem Nichtvorhandensein der Figuren zusätzliche Untersuchungen notwendig und es kann noch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich nicht doch um einen Meteorit handelt. Bei dem Nickeltest wird der Nickelgehalt in dem vermeidlichen Meteoriten bestimmt. Alle Eisenmeteoriten weisen einen Nickelgehalt von mindestens 4 Prozent auf.

Steinmeteorite

Auf Steinmeteoriten weisen unterschiedliche Indizien hin. Zum Beispiel kann das eine schwarze Schmelzkruste oder kleine Kügelchen sein. Chondrite sind außerdem magnetisch, da sie kleine Eisenteilchen enthalten. Mit einem Magneten kann dies getestet werden.

Benennung von Meteoriten

Die Meteoritical Society hat genaue Richtlinien zur Benennung von Meteoriten verfasst. So werden alle Meteoriten nach ihrem Fundort benannt. Werden mehrere Meteoriten an einem Ort gefunden, so erhalten sie fortlaufende Nummern. Beispielsweise handelt es sich bei dem Meteoriten „DaG 262“ um einen in Dar al-Gani gefundenen. Bei Meteoriten in der Antarktis werden zusätzlich noch die Jahreszahlen angehängt. Der Meteorit „ALH 84001“ wurde zum Beispiel im Jahre 1984 im Allan-Hills-Gebiet gefunden. Er war der Erste in diesem Bereich, weshalb er die Nummer 001 bekommt.

Herkunft der Meteoriten

Viele der gefundenen Meteoriten stammen von Asteroiden, oftmals aus dem Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Dort wurden sie zum Beispiel durch Zusammenstöße von ihrem Mutterkörper getrennt. Typisch sind Zeiten von mehreren Millionen Jahren, bis sie nach dem Abschlagen vom Mutterkörper die Erde erreichen. Da Meteoriten das älteste Material des Sonnensystems enthalten, sind sie momentan die einzige direkte Möglichkeit, die Entstehung unseres Sonnensystems weiter zu erforschen. Wer Interesse an weiterführender Literatur zum Thema Geologie und auch Astronomie hat, sollte sich einmal bei eBay umsehen. Hier werden Interessierte bestimmt fündig. Auch gibt es hier gute Literatur zum Thema Planeten, Sonnensystem und Weltraumforschung, die gute Ergänzungen zur Thematik der Meteoriten darstellen.

Meteoritenfälle

Meteoritenfälle auf der Erde sind doch häufiger als manch einer glauben mag. Jedes Jahr fallen mehrere auf die Erde. Beobachtete Meteoritenfälle werden allesamt im Meteoritical Bulletin registriert. Anhand dieser Daten kann man sagen, dass während der letzten Zeit durchschnittlich fünf Meteoriten pro Jahr auf die Erde fielen. Diese Zahl repräsentiert allerdings nicht die tatsächliche Fallrate. Viele Meteoriten fallen ins Meer oder in unbesiedelte Gebiete. Nach einer Hochrechnung gibt es 19000 Fälle von über 0,1 kg schweren Meteoriten pro Jahr auf der gesamten Erde. Auf der Landfläche sind dies 5800 Fälle. Demnach ergibt sich beispielsweise für Deutschland eine Fallrate von 14 Fällen pro Jahr. Einschläge von großen Meteoriten sind sehr selten. Laut Berechnungen existieren etwa 2.000 Asteroiden mit einem Durchmesser von bis zu einem Kilometer, die auch gleichzeitig die Erdbahn kreuzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solch gigantischer Brocken einmal die Erde treffen wird, besteht etwa alle 300.000 Jahre. Allerdings hätte ein Einschlag eines Meteoriten dieser Größenordnung verheerende Auswirkungen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier durch solch einen Einschlag ausgerottet wurden.

Fundorte von Meteoriten

Meteoriten fallen gleichmäßig verteilt über der Erde herab. Allerdings ist es abhängig vom Klima, in welchen Zonen sie am häufigsten gefunden werden. Beispielsweise tritt in Zonen mit gemäßigtem Klima eine recht schnelle Verwitterung auf, vor allem bedingt durch die Oxidation des Eisens an der Erdoberfläche. In beispielsweise Wüsten können Meteoriten durch das trockene Klima bis zu zehntausend Jahre überdauern, in der Antarktis sogar bis zu einer Million Jahre.

Das Sammeln von Meteoriten

Das Sammeln von Mineralien und Fossilen ist weit verbreitet. Aber gerade durch die Einzigartigkeit und Seltenheit wird besonders die Sammelleidenschaft für Meteoriten bei immer mehr Leuten entfacht. Meteorite werden beispielsweise als ganze Steine oder Fragmente gehandelt. Beim Preis spielt natürlich die Gesamtmasse und die Seltenheit eine Rolle. Auch auf den Verwitterungsgrad und die ästhetische Qualität wird geachtet. Bei eBay können Sammler immer wieder ein echtes Schmuckstück ergattern. Wenn auch Sie Interesse daran haben, einen Meteoriten zu kaufen, lohnt es sich, bei eBay ein bisschen zu stöbern. Auch gibt es bezüglich der äußeren Form der zum Kauf stehenden Meteoriten Unterschiede. Man kann natürlich zum einen Rohsteine kaufen, die in Ihrer äußeren Form weitgehend unverändert sind. Aber verbreitet sind auch bereits verarbeitete Steine, wie zum Beispiel in Form von Anhängern für beispielsweise Ketten. Wer in Form gebrachte Meteoriten bevorzugt, kann bereits fertig geschliffene Figuren oder Kugeln aus Meteoriten-Gestein kaufen.

Worauf Sie als Sammler von Meteoriten-Fragmenten achten sollten

Gerade für Laien und Anfänger ist es oft schwer, wahre Meteoriten zu erkennen, gerade auch, weil es so viele unterschiedliche Arten gibt. Man sollte sich in die Materie einlesen, bevor man seltene Stücke kauft. Um sich einige Grundlagen im Bereich des Sammelns von beispielsweise Meteoriten anzulesen, empfiehlt es sich, bei eBay ein bisschen zu stöbern. Ein paar typische Erkennungsmerkmale bezogen auf Meteoriten werden im Folgenden kurz zusammengefasst. Eine schwarze Schmelzkruste ist wie schon erwähnt typisch für Meteoriten, da diese während des Eintritts in die Erdatmosphäre entsteht. Die Kruste ist meist nur wenige Millimeter dick und kann auch teilweise durch den Aufschlag oder andere äußere Einwirkungen beschädigt oder abgeblättert sein. Auch durch den Eintritt in die Erdatmosphäre und die große Hitze währenddessen weisen manche Meteoriten noch Fluglinien auf. Sogenannte Thumbprints können ein weiteres charakteristisches Merkmal von Meteoriten sein. Hierbei handelt es sich um kleine eingedrückte Stellen auf der Oberfläche, die ebenfalls durch den Eintritt in die Atmosphäre entstehen. Auch bietet sich für den einfachen Sammler der Magnet-Test an. Meteoriten sollten wie bereits oben beschrieben magnetisch sein. Allerdings kann dieser Test bei stark verwitterten Meteoriten auch fehlschlagen, da hier der Magnetismus durch die Umwelteinflüsse zu stark verringert wurde. Ein etwas aufwendigerer Test ist das Aufschneiden und Prüfen auf Chondren. Die typischen kugelförmigen Gebilde und manchmal auch unterschiedlichen Farben treten bei irdischen Gesteinen nicht auf. Ein weiterer Test ist die oben bereits beschriebene Suche nach den Widmanstätten-Figuren. Dieses ist allerdings für den kleinen Sammler zu Hause ein doch sehr aufwendiges und unübliches Verfahren.

Zubehör für Meteoriten-Sammler

Es gibt eine große Vielfalt an Zubehör für Sammler von Mineralien und somit auch Meteoriten. Bei eBay findet sich ein breites Sortiment an Literatur zum Thema. Auch hat man hier eine große Auswahl an verschiedensten Sammelkästen. Es bietet sich an, die Sammelkästen mit Trockenmitteln auszustatten, um eine feuchtigkeitsfreie Aufbewahrung zu gewährleisten. Werkzeuge wie Lupen oder Taschenwaagen sind unter Sammlern sehr beliebt und vielfältig bei eBay verfügbar.

Sollte jetzt auch Ihre Sammelleidenschaft geweckt worden sein, informieren Sie sich einfach und schauen Sie mal bei eBay vorbei – hier werden Sie sicher das erste Schmuckstück für Ihre Sammlung finden.

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