Für Modelleisenbahner: Diese Zeitschriften halten Sie auf dem Laufenden

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Für Modelleisenbahner: welche Zeitschriften Sie auf dem Laufenden halten

Die Welt der Modelleisenbahner ist eine ganz eigene. So können viele „Normalsterbliche“ dieses Hobby nicht nachvollziehen. Es kostet eine große Menge Geld, ist zudem äußerst zeitaufwendig (wenn man die Sammler- und Tauschbörsen bedenkt, die häufig weit entfernt sind, ebenso ist das Auf- und Abbauen der Gleise eine mehrstündige Aufgabe) und platzraubend. Über den Sinn und Zweck sollte man nicht streiten. Lieber kann man, wenn man als Außenstehender eine Annäherung an das Thema Eisenbahn finden will, in den Fachzeitschriften blättern. Davon gibt es eine Vielzahl auf dem Markt. Sie sind vor allem aber für die Sammler selbst ein wichtigste Mittel, sich auf dem Laufenden zu halten. Welche diese vor allem sind und weitere Fakten rund um das Thema Modelleisenbahn, all das wird nun im Folgenden erklärt.

Modelleisenbahnen in allen Varianten- eine Leidenschaft, der viele nachgehen

  • Nicht nur ältere Menschen auf der Suche nach einem Zeitvertreib oder ausgelaugte Familienväter, die eine Entspannung suchen, widmen sich dem Hobby des Modelleisenbahnbaus. Dies ist zwar die landläufige Meinung, dem kann aber vehement widersprochen werden. Auch schon die Jüngsten fangen mit dem Aufbau und auch dem Sammeln und Tauschen von Loks, Anhängern als auch der dazugehörigen Minilandschaft an.
  • Dazu gibt es einige Vereine, die sich vor allem in Deutschland, aber auch weltweit mit vielen Mitgliedern schmücken können. Selbst in Zeiten des Internets und gerade da, boomt das Geschäft mit den Nachbauten.
  • Das Hobby des Modelleisenbahnbaus ist ein teures. So kann ein sogenanntes Startpaket für Neulinge um die 1500 Euro kosten. Billigere Varianten bewegen sich um 70 Euro bis 300 Euro, je nachdem, welches Modell man wählt. Häufig sind sogar nachgebaute Regionalbahnen und ICEs um einiges billiger als Tenderlokomotiven, die alte Modelle repräsentieren. So ist die Königlich Bayerische Staatsbahn aus dieser Serie für rund 2500 Euro zu erwerben. Jüngere Sammler und solche, die es nicht als das Haupthobby betreiben, sind gezwungen, auf billigere Nachbauten zurückzugreifen oder auf Schnäppchen und die Spendierfreudigkeit von Sammlerkollegen zu hoffen. Zu bestimmten Festen ist eine neue Lok auf jeden Fall ein passendes Geschenk.
  • Das Traditionshaus Märklin ist nach wie vor der Marktführer für alle Arten von Modellen. Und der Trend bleibt nicht stehen. Märklin baut seine Gleise aus und passt die Loks auf aktuellen Geschehnisse wie zum Beispiel auch Privatanbieter an. Diese sind in Deutschland auf den echten Schienen nicht mehr wegzudenken. Agilis, der Interconnex und auch der Vogtland-Express sind Konkurrenten der Deutschen Bahn im Nah-und Fernverkehr. Diese dürfen selbstverständlich im kleinen Format bei den Sammlern nicht fehlen.
  • Der Platz ist ein Problem für viele Modelleisenbahner. Denn nicht jeder hat ein eigenes Zimmer oder sogar eine ganze Etage zur freien Verfügung, die er dauerhaft mit Gleisen und kleinen Landschaften verschönern kann. Es gibt auch Bastler, die ihre Bahn gartentauglich machen. Dort kann sie dann winters wie sommers stehen. Dadurch entfällt auch die Anschaffung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Außenanlagen.
  • Bei der Aufbewahrung werden viele Eisenbahner erfinderisch: Wollen sie die Stücke verschlossen halten, gibt es Schränke, die nur der Besitzer öffnen kann. Will man die Bahnen als Schmuckstück oder Wanddeko in die übrigen Zimmer hängen, kann man dies mit einfachen Vitrinen. Jedoch gibt es auch Anbieter, die sich auf Eisenbahnen im Kleinformat spezialisiert haben: Sie verkaufen Röhren, die inklusive des jeweiligen Gleisabschnitts genutzt werden können. So verhindert man, dass sich die Bahn durch das lange Stehen abnutzt und unbrauchbar wird. Andererseits erleichtert sich der Aufbauaufwand enorm: Die Bahn steht bereits sicher in der Schiene und muss nur noch mit den übrigen Stücken zusammengesetzt werden.
  • Die nicht zu bremsende Leidenschaft für die Miniatureisenbahnen sieht man auch an den zahlreichen Museen und Miniaturmodelleisenbahnländern. Hierbei werden  ganze Häuser mit kleinen Bahnen und Gebäuden ausgestattet. Die Besucherzahlen sind gleichbleibend hoch.

Wo kann man sich als Sammler informieren?

Wie bereits erwähnt, ist das Internet eine gute Anlaufstelle für alle passionierten Modelleisenbahner. Hier kann man mit der Community direkt kommunizieren und sich über Probleme austauschen. Ist ein Teil fehlerhaft, kann man nachfragen, ob es Ersatzteile gibt und wie sie eingebaut werden. Die neuesten Trends auf dem Sektor Modelleisenbahn werden über Blogs und Foren bekannt gegeben. Doch nichts geht, selbst im Zeitalter von Internet aller Orten, über Fachzeitschriften.

Zeitschriften sind noch immer das beliebteste Mittel, um up-to-date zu bleiben

Zeitschriften bieten den Vorteil, dass sie dauerhaft vorrätig sind. Man kann sie zur Hand nehmen, ohne dafür ein technisches Gerät zu benötigen. Auch kann man sich darin Notizen machen und Seiten umknicken, die besonders interessant waren. Vor Stromausfällen oder Internetabbrüchen sind Zeitschriften ebenfalls gefeit.

Für Modelleisenbahnfreunde sind sehr viele Exemplare auf dem Markt, die selbst unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Nie fehlen darf aber der aktuelle Teil.

Das „Eisenbahn Magazin“ vereint Theorie und Praxis

Das „Eisenbahn Magazin“ ist das offizielle Organ für den Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde e.V. (BDEF). Zwölfmal jährlich ist die Zeitschrift zu erwerben, auf 86 Seiten finden sich farbige Abbildungen, die den dazugehörigen Text anschaulich machen. 

Generell gibt es 5 Themenblöcke. So ist der erste „Im Gespräch“. Hierbei handelt es sich um ein Interview mit einem Bahnvorstand oder einem Bauleiter für aktuelle Brennpunkte im Land. Ein Thema, dass die Allgemeinheit interessiert („Wie lange dauert es, bis eine Bahnlinie komplett gebaut ist?“), wird hier beleuchtet. „Im Fokus“ sind immer aktuelle Vorkommnisse, die die Deutsche Bahn betreffen. Im großen Block „Eisenbahn“ werden News und regionale Nachrichten geteilt, die so derzeit in Deutschland passieren. Um zum Modellbau zu kommen, ist natürlich der Abschnitt „Modellbau“ der längste. Hier wird über Anlagen, Zubehör, Technik und Fahrzeuge diskutiert. Neueste Modelle und das Aufrüsten von alten Loks wird nebst den derzeitigen Landschaftsaccessoires vorgestellt. Auch ein Interview mit demselben Titel wie im ersten Block („Im Gespräch“) gibt es. Allerdings treten hier ausschließlich Modelleisenbahnbauer auf. So kann es sich um die Chefs von Märklin oder anderen großen Unternehmen handeln.

Im „Service“ können Sie sich als Leser selbst einbringen. Leserbriefe werden veröffentlicht, aber auch Fragen, die man rund um das Thema Modellbau hat, sind unter „Frag‘ doch em“ zu finden. Fernsehtipps, aber auch Buch – und Filmvorschläge werden neben dem Vorstellen von Auktionen und Börsen gegeben.

„Modellbahntechnik aktuell“ spezialisiert sich auf das Wesentliche

Während sich u.a. das „Eisenbahn Magazin“ auch mit der aktuellen Lage auf echten Schienen beschäftigt, kommt die „Modellbahntechnik aktuell“ sofort auf den Punkt. Vor allem geht es hierbei um die technischen Aspekte bestimmter aktueller Modelle, wie der Name auch schon sagt. Wie Sie funktionieren, was zutun ist bei einem Defekt und welche Zubehörteile zwingend notwendig sind, sind die Hauptthemen. Hierzu gibt es Tests. Auch werden neu gegründete Miniaturlandschaften vorgestellt.

„Der Eisenbahnkurier- Vorbild und Modell“ verspricht, was der Titel ankündigt

Diese Zeitschrift ist seit 33 Jahren auf dem Markt und informiert alle Interessierten durch kompetent verfasste Artikel über das Vorbild auf den echten Schienen als auch das daraus entstandene Modell. Monatlich kann man sich hierbei neue Informationen holen.  So geht es nicht nur um die aktuellen Lokomotiven, sondern auch um Umweltgeschehnisse, die das Bahnleben beeinflussen: Hochwasser, Frost, Schnee und die neuesten Ereignisse an Brennpunktbahnhöfen.

„MIBA“ ist die bekannteste Zeitschrift unter den Modellbauern

Hier gibt es neben Original-Nachbau-Vergleichen auch eine Einführung in die Modellbaupraxis. Jeden Monat gibt es einen neuen Tipp, wie man die Landschaft, als auch die eigene Bahn verschönern oder langlebiger machen kann. Unter der Überschrift „Elektronik“ wird speziell auf das Innenleben der Züge eingegangen. Man erfährt, wie ein bestimmtes Modell aufgebaut ist, wie die richtige Wartung abläuft und was bei einem Defekt zutun ist. Auch rücken begnadete Modelleisenbahner in den Fokus: Mit Bildern und Beschreibungen können die Bastler ihre eigenen kleinen Museen vorstellen. Neuheiten im Bereich der Achse oder der Steuerung stehen neben Gewinnspielen und Rubriken wie Leserbriefen, Büchern und Videos als auch Veranstaltungen, die deutschlandweit ausgetragen werden.

Die Zeitschrift „Volldampf“ befasst sich vor allem mit Großbahnen

Viermal jährlich wird in „Volldampf“ über neue Trends der Garten- und Großbahn informiert. 60 Seiten sind durchgehend mit ansprechenden Fotos dekoriert, sodass diese Zeitschrift sehr zugänglich ist. Sie ist weltweit bekannt und wird auch sehr gerne in Vereinen genutzt, um sich auszutauschen und zu diskutieren. Bauberichte von Hobbybastlern reihen sich an interessante Produkte, die jedes Herz von Innen- und Außenanlagebauern höher schlagen lassen. Auch Luxuszüge und Reisetipps mit dem Vorbildmodell findet man hier. Zuletzt werden namhafte und traditionsreiche Modellbahnbauer näher vorgestellt, die in Interviews über ihr Leben und die Leidenschaft Modellbahn berichten. In „Neben der Spur“ finden sich Geburtstage von alten Loks und deren Geschichte. Auch ausrangierte Modelle werden in dieser Rubrik noch einmal näher genannt.

„Loki“ ist das führende Schweizer Magazin für den Modellbahnfreund

Das Titelbild führt hierbei sofort zum ersten Thema. Anschließend erfährt man in „Anlage“ interessante Fakten und Tipps, wie man die aktuellen Modelle am Laufen halten kann. Ebenso gibt es eine „Modellkritik“, die ebenso gerade auf den Markt gekommene Züge und Loks unter die Lupe nimmt. In der „Loisl-Galerie“ finden sich zumeist die Lebenswerke von berühmte Modellbauern. In der „Reportage“ als auch im „Porträt“ geht man auf aktuelle Geschehnisse ein. So kann ein möglicher Geschäftsführerwechsel eines großen Eisenbahnbauers Thema sein als auch die Erfolgsgeschichte dieses Unternehmens. „Loki“ beschäftigt sich zudem noch mit der derzeit modernen Digitaltechnik, die die Analogtechnik ablösen wird.

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