Für Feinschmecker: Die Top 10 der beliebtesten Käsesorten

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Für Feinschmecker: Die Top 10 der beliebtesten Käsesorten

Käse gehört zu den beliebtesten Lebensmitteln. Aufgrund der geschmacklichen Vielfalt der unzähligen Varianten und seinen unterschiedlichen Verarbeitungsmöglichkeiten ist Käse als Feinkost vielseitig einsetzbar. Manche Sorten eignen sich für das Überbacken, andere für Salate und einige werden auch pur mit wenigen Beilagen gereicht. Einige Käsesorten sind besonders beliebt. Um sie mit geeigneten Gerichten zu servieren, sollte man ihre charakteristischen Eigenschaften kennen. Sie können Käse online und verschiedene Feinschmecker Lebensmittel bei eBay bestellen, um Ihr Geschmackserlebnis noch zu optimieren.

Beliebte Käsesorten aus Holland

Gouda

Eine der ältesten und, neben dem Leerdammer, beliebtesten Käsesorten ist der Gouda, ein Schnittkäse aus den Niederlanden. Er wurde ursprünglich auf dem Markt der Stadt Gouda verkauft, was ihm zu seinem Namen verhalf. Bereits im 12. Jahrhundert wurde der Gouda-Käse urkundlich erwähnt. Für die Herstellung wird gekühlte Milch des Vortages mit frischer Milch vermischt und auf 30 Grad Celsius erwärmt. Anschließend werden Lab und Milchsäurebakterien zugegeben, was die Milch zum Gerinnen bringt und sie dicker werden lässt. Nun wird sie mit einer Käseharfe zum Käsebruch geschnitten. Außerdem wird dem Bruch die Flüssigkeit entzogen, indem die Molke abgeschöpft wird. Dieser Vorgang wird solange durchgeführt, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nun wird der Käse in meist runde Formen gepresst und in eine Lake getaucht. Anschließend muss er in kühlen Reifekammern mindestens fünf Wochen lagern, bis die gewünschte Reifestufe erreicht ist.

Je nach Reifezeit haben Sie die Wahl zwischen jungem Gouda, der bis zu 8 Wochen reifte und recht mild schmeckt, mittelaltem Gouda, dessen Reifezeit maximal 6 Monate betrug, sowie altem Gouda, der mindestens 8 Monate in der Reifekammer war und ein sehr pikantes Aroma aufweist. Je länger der Käse reifte, desto kräftiger und würziger ist sein Geschmack. Außerdem wird er zunehmend trockener und seine Farbe erreicht ein goldgelbes Aussehen.

Edamer

Der Edamer-Käse kommt ebenfalls aus den Niederlanden und ist nach seinem Ursprungsort Edam benannt. Über Jahrhunderte wurde der Edamer aus Rohmilch hergestellt, heute vorwiegend aus pasteurisierter Milch. Sein Geschmack ist leicht würzig, oftmals leicht säuerlich. In seiner ursprünglichen Variante mit Rohmilch schmeckt er wesentlich würziger und schärfer. Dieser traditionell hergestellte Edamer ist heute aber nur noch schwer zu bekommen. Die Reifezeit dieses Käses beträgt sechs bis acht Wochen, anschließend wird er mit einer roten oder gelben Schicht aus Paraffin überzogen, damit er den Transport beziehungsweise Export übersteht. In Holland wird er allerdings meist mit Naturrinde verkauft.

Beliebte Käsesorten aus Italien

Pecorino

Die ursprünglich aus Schafmilch hergestellten Käsesorten aus Italien werden unter der Bezeichnung Pecorino zusammengefasst. Jede Region hat dabei ihre eigene Version, vier davon sind mit dem DOP-Siegel ausgezeichnet worden, das den Namen und den Ursprungsort schützt. Allen gemeinsam sind ein nussartiges Aroma und der typische Geschmack von Schafskäse. Heute gibt es aus anderen Regionen und Ländern Variationen, dem aus Kostengründen Kuh- oder Ziegenmilch beigemischt ist. Pecorino wird aus Rohmilch hergestellt, das Lab, das für die Gerinnung der Milch sorgt, stammt aus den Mägen von Lämmern. Nach dem Zerschneiden des Käsebruchs wird er erhitzt und kräftig gerührt, bis nur noch ein gewisser Anteil an Molke vorhanden ist. Nun wird er in Korbformen gegeben, weshalb der Teig später die typischen Korbabdrücke aufweist. Wenig später werden die Käselaibe erst in erhitzte Molke getaucht, zur Verlängerung der Haltbarkeit zusätzlich durch kochende Salzlauge gezogen oder vollständig mit Salz bedeckt. Junger Pecorino ist weich und hat einen milden Geschmack. Mit zunehmender Reifung wird der Teig fester und schmeckt pikanter.

Parmesan

Ein weiterer italienischer Käse gehört zu den beliebtesten überhaupt: der Parmigiano beziehungsweise Parmesankäse. Er ist ebenfalls durch das DOP-Siegel geschützt. Dieser Käse wird seit Jahrhunderten in beinahe unveränderter Form hergestellt. Die silofreie Kuh-Rohmilch des Vorabends wird mit der frischen Milch vermischt und nach der Zugabe von Lab erhitzt. Die so geronnene Milch wird mit einem Sieb zum Käsebruch zerteilt. Das dabei ausgefallene Kasein, eine Proteinmischung, trennt sich von der Molke ab und sammelt sich als Granulat auf dem Boden des Kessels an. Von dort wird es mit großen Tüchern herausgehoben und nochmals auf 55 Grad Celsius erhitzt. Anschließend ruht die Masse mehrere Tage in runden Käseformen, wird dann in Salzlake getaucht und in einen Reifekeller gebracht. Während der mindestens 12 Monate dauernden Reifephase müssen die Laibe regelmäßig gewendet und kontrolliert werden. Es dürfen sich keine Löcher bilden, was Experten durch Abklopfen erkennen können. Parmesan eignet sich besonders für Pasta, Gemüse oder mit Balsamico-Essig verfeinert pur als Vorspeise. Er sollte erst unmittelbar vor dem Verzehr gerieben oder gehobelt werden, da sonst ein Großteil des Geschmackes verloren geht.

Mozzarella

Weltbekannt und beliebt ist zudem der Mozzarella, der aus Büffel- oder Kuhmilch hergestellt wird. Nachdem der Käsebruch zubereitet ist, belässt man ihn eine Weile in der Molke, dann wird er mit 80 Grad Celsius heißem Wasser abgebrüht. Nun wird er solange geknetet und gezogen, bis er eine geschmeidige und formbare Konsistenz erreicht hat. Anschließend wird der Teig in Stücke geschnitten, zu Kugeln geformt und in Salzlake schwimmend verpackt. Der aus Büffelmilch hergestellte Mozzarella ist weicher und kräftiger im Geschmack, als der aus Kuhmilch produzierte. Dieser Käse wird gern für Pizza und Tomaten-Mozzarella-Salat (Insalata Caprese) verwendet.

Beliebte Käsesorte aus der Schweiz

Emmentaler

Eine sehr beliebte Käsesorte, der Emmentaler, kommt ursprünglich aus der Schweiz. Es handelt sich um einen Hartkäse, der bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts traditionell im Emmental hergestellt wurde. Seitdem erfolgt die Produktion weltweit, da der Markenschutz in Europa erst geschaffen wurde, nachdem dieser Käse auch schon außerhalb der Schweiz unter dem gleichen Namen produziert wurde. Das hat Auswirkungen auf den heute erhältlichen Emmentaler, denn in seiner traditionellen Art aus silofreier Rohmilch muss er nur in der Schweiz, im Allgäu und im Vorarlberg hergestellt werden. Andere Länder verwenden dagegen auch pasteurisierte Milch. Wenn Sie einen original Emmentaler kaufen möchten, sollten Sie demnach darauf achten, dass er aus Rohmilch besteht. Nach einer Reifephase von 3 Monaten schmeckt er mild und nussartig, bei längerer Reifung kräftig und pikant. Charakteristisch für diese Käsesorte sind neben dem Aroma auch die großen Löcher. Diese entstehen durch die Fermentierung, bei der sich die eingebrachten Bakterien an die Fettmoleküle der Milch heften und Kohlendioxid bilden. Sind die Löcher sehr oval oder äußerst klein beziehungsweise groß, kann eine Fehlgärung vorliegen, die sich negativ auf den Geschmack auswirkt.

Beliebte Käsesorten aus Frankreich

Camembert

Ein weltweit sehr beliebter Käse ist der Camembert, ein französischer Weißschimmelkäse. Er wird aus frischer Kuh-Rohmilch hergestellt, die zunächst gesäuert, auf 36 Grad Celsius erwärmt und mit Lab zum Gerinnen gebracht wird. Die eingedickte Milch wird anschließend in mehreren Schichten in Käseformen gefüllt, ohne dass es zu Brüchen kommen darf. Nur dann verbleibt ausreichend Molke im Käse, damit dieser cremig wird. Nach der kurzen Trockenphase wird der Camembert aus den Formen genommen, vollständig mit Salz bestreut und mit dem weißen Edelschimmel behandelt. Einen Tag später kommt er in den Reiferaum und kann nach ungefähr 12 Tagen verpackt werden. Camembert wird heute weltweit hergestellt und darf auch so genannt werden. Allerdings unterliegt der Name „Camembert de Normandie“ einer geschützten Herkunftsbezeichnung, demnach dürfen nur in der Normandie hergestellte Camemberts aus Rohmilch diese Bezeichnung tragen. Der Teig des Camemberts ist hell- bis goldgelb, je nachdem, wie lang er reifte. Er hat einen leicht scharfen und nussartigen Geschmack. Reifer Camembert ist weich und cremig. Man isst ihn pur zu Baguette oder Brot, kann ihn aber auch zum Überbacken verwenden oder paniert gebraten genießen.

Roquefort

Ein anderer, beliebter Käse aus Frankreich ist der Roquefort. Dieser durch das AOC-Siegel in seiner Herkunft geschützte Blauschimmelkäse besteht aus roher Schafmilch und kommt ursprünglich aus dem Dorf Roquefort-sur-Soulzon. Für die Herstellung wird die abends gemolkene Milch über Nacht stehen gelassen und am nächsten Tag mit frischer Milch vermischt. Nach der Hinzugabe von Lab dickt die Milchmischung ein, es entsteht Bruch, der zerteilt und anschließend in perforierte Formen geschöpft wird. Durch die Löcher fließt die Molke ab. Nun wird dem Käse eine bestimmte Edelschimmelkultur zugesetzt. Während der Reifephase muss der Käselaib mit Nadeln angestochen werden, damit Sauerstoff eindringen kann, um den Pilz besser wachsen zu lassen. Nach mehreren Wochen werden die Laibe in Aluminium- oder Zinnfolie verpackt. Charakteristisch für den Roquefort ist der bröckelige, weiche Teig, der von grünen Pilzadern durchzogen ist. Sein Geschmack beinhaltet salzige, bittere, scharfe, saure und auch süße Noten gleichermaßen. Er gehört auf jede Käseplatte, serviert mit Weintrauben und Baguette.

Brie

Ein berühmter, aus Kuhmilch hergestellter und mit weißem Edelschimmel überzogener Weichkäse französischer Herkunft ist der Brie. Sein Herstellungsprozess unterscheidet sich insofern von dem anderer Käsesorten, dass die eingedickte Milch weder geschnitten noch in eine Form gepresst wird. Der Käsebruch wird vielmehr gleichmäßig in perforierte Formen geschöpft, sodass die Molke abtropfen kann. Dann werden die Käselaibe auf Stroh- oder Kunststoffmatten gelegt und in regelmäßigen Abständen gewendet. Nach wenigen Tagen wird dem Käse der Edelschimmel aufgesprüht. Von jetzt an beträgt die Reifephase nochmals drei bis zehn Wochen. Der Teig ist, je nach Reifegrad, elfenbeinfarben bis gelb. Bei optimaler Reife erreicht er eine cremige Konsistenz. Der Brie hat einen milden bis würzigen Geschmack. Typischerweise wird er für eine Käseplatte verwendet, aber aufgrund seiner guten Schmelzfähigkeit auch für Suppen oder Soßen. Zudem passt er zu Gerichten mit Kartoffeln oder gebratenem Gemüse.

Beliebte Käsesorte aus England

Cheddar

Aus dem Dorf Cheddar, in der Grafschaft Somerset in England gelegen, stammt der gleichnamige Hartkäse aus Kuhmilch. Diese Käsesorte wird bereits seit dem 17. Jahrhundert hergestellt. Für die im Handel nachgefragte Reifestufe „Scottish Mild“ benötigt sie zwei bis drei Monate, traditionelle Hersteller lassen Cheddar sogar bis zu zwei Jahre reifen. Während des Reifeprozesses wird der Käse zunehmend fester in der Konsistenz und kräftiger im Geschmack. Das Charakteristische an der Herstellung ist das sogenannte Cheddaring. Dabei wird der Käsebruch der fortschreitenden Säuerung überlassen, nachdem die Molke abgelassen wurde. Der Bruch, der allmählich immer fester wird, wird regelmäßig in Blöcke geschnitten, umgeschichtet und in kleine Stückchen zerteilt, wodurch am Ende der typisch kompakte und lochfreie Teig vorliegt. Cheddar wird gern in Suppen, zu Fleischgerichten oder aber pur zu Salaten gegessen.

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