Für Bastler und Tüftler: Uhrwerk in Armbanduhren austauschen

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Für Bastler und Tüftler: Uhrwerk in Armbanduhren austauschen

Das Herzstück einer jeden Uhr ist das Uhrwerk. Egal, ob es mechanisch oder elektromechanisch betrieben wird, sorgt es dafür, dass die Zeit und andere Informationen zuverlässig und ordnungsgemäß angezeigt werden. Wie auch andere Antriebsformen benötigt das Uhrwerk eine regelmäßige Wartung oder muss ausgetauscht werden und muss dazu aus der Uhr entfernt werden.

 

Die richtige Vorbereitung der Uhr

Damit das Armband der Uhr beim Ausbau des Werks nicht zerkratzt oder beschädigt wird, empfiehlt es sich, dieses vorher zu entfernen. Dazu benötigt man bei Armbändern aus Metall einen Stiftausdrücker oder –austreiber und bei Lederbändern einen Spannstiftentferner. Mit diesen Werkzeugen lassen sich die Armbänder ohne große Probleme entfernen und sind so vor eventuellen Beschädigungen geschützt.

 

Jetzt kann es auch schon losgehen – der Werkausbau

Nachdem das Armband entfernt ist, kann es auch schon losgehen. Das Uhrgehäuse wird, damit es nicht hin und her rutscht, auf ein Einschalkissen gelegt oder besser noch auf einem Gehäusehalter fixiert. Zum Öffnen des Gehäuses wird ein spezieller Gehäuseöffner oder bei einfacheren Uhren ein Gehäusemesser verwendet, damit der Gehäuseboden nicht durch die Verwendung von ungeeignetem Werkzeug zerkratzt oder schlimmer noch beschädigt wird. Oft werden die Uhrwerke noch von einem Werkhaltering oder einer Wanne aus Plastik oder Metall gehalten, die vorher noch mithilfe eines Uhrmacherschraubendrehers oder einer Uhrmacherpinzette entfernt werden müssen, damit sich das Werk ausschalen lässt. Sind diese einfachen, aber mit Vorsicht auszuführenden Arbeiten erledigt, kann das Werk mithilfe der Pinzette auch schon vorsichtig entnommen werden. Nun müssen nur noch die Zeiger des alten Werks vorsichtig mithilfe eines Zeigerabhebers entfernt werden und das Gehäuse ist bereit für das neue Werk.

 

Der Einbau des neuen Uhrwerks

Das neue Werk muss, natürlich vor dem Einschalen, mit den alten Zeigern des Werks versehen werden. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Zeiger in der richtigen Reihenfolge aufgesetzt und nicht verbogen werden. Das neue Uhrwerk wird mithilfe des Werkhalterings oder der Wanne wieder in der Uhr fixiert und der Kronenstift eingesetzt. Schon ist das Uhrwerk getauscht und die Uhr bereit für das Verschließen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Gehäuseboden nicht schief eingedrückt oder verkantet eingeschraubt wird. Wenn Sie diese einfachen Schritte befolgen, werden Sie sehen, dass der Uhrwerkswechsel bei einfachen Uhren ganz leicht von der Hand geht

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