Füller und Stifte in amerikanischer Fertigung – anspruchsvolle Schreibgeräte aus Übersee

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Füller und Stifte in amerikanischer Fertigung – anspruchsvolle Schreibgeräte aus Übersee

Gutes Schreibgerät, wie der klassische Füllfederhalter, war vor nicht allzu langer Zeit eine Selbstverständlichkeit. Nicht nur in der Schule, wo Kinder mit den feinen Stiften eine gute Handschrift erlernen sollten. Auch im alltäglichen Gebrauch waren sie stets zur Hand. Hochwertige Federhalter, die Luxusvariante der Schreibgeräte, waren und sind auch heute noch Statussymbole und stehen dem Kult um beispielsweise teure Chronometer in nichts nach.

Charaktervoll – schreiben mit edlen Stiften

Eine handschriftlich verfasste Zeile hat etwas sehr Persönliches. Fern unserer heutigen Wegwerfgesellschaft kann ein Füllfederhalter, mit dem immer und immer wieder geschrieben wird ein Statement dessen werden, was uns wirklich wichtig ist. Der Akt des Schreibens spiegelt unser Selbst und gibt unseren Ideen und Gedanken eine Form. Und: Im Zeitalter von E-Mail und SMS ist der handgeschriebene Brief etwas ganz Besonderes und drückt eine große Wertschätzung für den Empfänger aus.

Heute erfreuen sich zwar etwas weniger Menschen an diesen wunderbaren Schreibgeräten und es fehlt auch oft die Zeit für die Pflege der hochwertigen Federhalter. Dennoch sind sie zu Recht sehr beliebt – zum eigenen Gebrauch oder als Geschenk. In beiden Fällen wird auch gern viel Geld für die Luxusartikel ausgegeben, die mehrere Tausend Euro kosten können. Aber auch gute Stifte, die erschwinglich sind, machen, den Unterschied: Wo ein billiger Einweg-Kugelschreiber ohne Bedeutung bleibt, kann ein Stift von Qualität ein guter Begleiter fürs Leben sein, mit dem man viele Ereignisse verbindet.

Was darf und was soll er kosten?

Nicht jeder braucht den teuersten Federhalter oder Stift, auch nicht das unerschwingliche Sammlerstück. Es gibt eine große Auswahl an Schreibgeräten für Anfänger oder für den schmalen Geldbeutel. Der Hersteller Parker macht einen Einsteiger schon für unter zehn Euro zu einem glücklichen Besitzer eines guten Kugelschreibers und für unter zwanzig Euro zum stolzen Besitzer eines Füllfederhalters. Wenn Sie dann Gefallen am Schreiben mit gutem Werkzeug gefunden und das Besondere schätzen gelernt haben, bietet Ihnen das amerikanische Traditionsunternehmen natürlich auch die Luxusgriffel für mehrere Hundert Euro an. Mit einem Fässchen Tinte und gutem Papier sind Sie dann bereit, um sich in der exklusiven Welt der anspruchsvollen Stifte und Füller zu bewegen.

Ob der Stift jemals ganz durch moderne Technologie ersetzt wird, kann jetzt zwar niemand voraussagen, doch der Wert handgeschriebener Texte sollte auch in unserer digitalen Welt nicht unterschätzt werden. Unabhängig von jeglicher Stromversorgung oder der Größe der Pixel auf dem Computer strahlt das Handgeschriebene eine gewisse Aura aus. Und glücklicherweise werden die altmodischen Schreibgeräte auch noch hergestellt. Zum Beispiel in den USA.

Alte Meister mit großem Können

Parker Pen Company, kurz Parker, wurde 1888 in Janesville gegründet und stellt in erster Linie Kugelschreiber und Füllfederhalter her. George Parker, der Gründer der Marke, war bereits vor 125 Jahren ein großer Freund innovativer Ideen. Sein berühmter Satz "It will always be possible to make a better pen" drückt sich in den Konstruktionen, dem Design und der Form sowie in den verwendeten Materialien der Parker-Produkte aus. Die Inspirationen für die weltberühmten Stifte kamen von fast überallher: Pflanzen, Tiere, Metall und Synthetik. Wahre Kunst und wahres Können bestehen darin, all diese Elemente so zu verwenden und zu verbinden, dass anspruchsvollste Produkte entstehen, die sowohl mit ihrer Technik als auch mit ihrem Design Maßstäbe setzen. Die Stifte von Parker sind wahre Kreationen: Für die Herstellung bedarf es nicht allein der Erfahrung in diesem Bereich. Es ist ebenso eine besondere technische Kompetenz in den verschiedensten Bereichen nötig: Konstruktionsmechanik, Entwicklung von Prototypen und Produkttests. Fachwissen zu den unterschiedlichsten Materialien und Verarbeitungsschritten ist ein Muss. Um die eleganten und qualitativ hochwertigen Schreibgeräte zu kleinen Kunstwerken zu machen, sind natürlich auch ein Auge für Details sowie ein Bewusstsein für Ästhetik und Funktionalität Voraussetzung.

Amerikanische Pioniere

Ein weiterer Klassiker ist der amerikanische Hersteller Waterman. Das Unternehmen wurde 1883 von Lewis Edson Waterman gegründet , hieß zunächst The Ideal Pen Company und brachte den ersten Füllfederhalter mit regelmäßigem Tintenfluss auf den Markt. Waterman ist ein echter Pionier und gehört zu den wenigen amerikanischen Schreibgeräteherstellern aus dieser Zeit, die auch heute noch produzieren.

Im Jahre 1884 ließ der Gründer das sogenannte Dreispalt-Tintenzufuhrsystem patentieren. Dieses System gewährleistet einen regelmäßigen Tintenfluss und somit ein sauberes Schriftbild. Die Feder des Stiftes musste nun nicht mehr in die Tinte getaucht werden. Der „Regular" begründete den Erfolg der Marke Waterman.

Innovativ: Sicherheitsclip und Safety Pen

Stetige technische Verbesserungen am Füllfederhalter sowie ein ausgefeiltes und progressives Marketing waren maßgebend dafür, dass der Füller zu einem wahren Massenprodukt wurde. 1901 starb L. E. Waterman und sein Neffe führte das Unternehmen weiter. Waterman expandierte nach Übersee und brachte es zu 350.000 verkauften Stiften im Jahr. Auch ein Detail, das wir alle bei Kugelschreibern und Füllfederhaltern zu schätzen wissen haben wir diesem amerikanischen Pionier zu verdanken: 1904 wurde der sogenannte Sicherheitsclip entwickelt. Der Clip gewährleistete, dass das Schreibgerät nicht mehr aus der Brusttasche fallen konnte und auch heute noch befestigen wir unsere Griffel gerne zum Beispiel an Blöcken und Kalendern. Mit innovativen Erfindungen, die die Marke damals weltweit bekannt gemacht hatten, war es damit aber noch nicht getan: 1907 folgte der sogenannte Safety Pen. Dieser konnte nicht auslaufen und 1913 wurde ein Selbstbefüllungssystem erfunden, das dem Unternehmen ein Händchen für innovative Neuerungen attestierte.

Von der gläsernen Tintenpatrone zur Kunstoffpatrone

In den 1920er Jahren hatten die Waterman-Schreibgeräte ihre Glanzzeit. Hartgummi, das heute wieder von der Firma Bexley als Reminiszenz an die gute alte Zeit der edlen Stifte verarbeitet wird, wurde damals auch von Waterman, im Jahr 1929, durch Schellack ersetzt. Weitere Veränderungen kamen. So zum Beispiel im Jahr 1927, als ein französischer Forscher die Tintenpatrone aus Glas erfand. Sie wurde 1936 patentiert und hat die Zukunft des Füllfederhalters in eine neue Richtung gelenkt.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Marke Waterman noch bekannt. Das war besonders durch die Lizenzproduktion der französischen Firma Jules Fagard möglich, die ihre Produkte unter dem Namen JiF-Waterman vermarktete. Diese Firma war es auch, die die erste gläserne Tintenpatrone entwickelte. 1953 wurde diese durch eine Kunststoffpatrone ersetzt. Die Einsatzmöglichkeiten des Füllfederhalters wurden erneut erweitert und die Nutzung verbessert und erleichtert. Nach dem Krieg wurde die amerikanische Marke Waterman vom Gillette-Konzern übernommen.

Die Klassiker aus der Neuzeit

Das Streben nach Exzellenz zeichnet traditionelle Hersteller wie Parker aus, der mit seinem ersten Füllfederhalter Lucky Curve vor 125 Jahren seinen Siegeszug begann. Aber auch moderne amerikanische Unternehmen führen das großartige Handwerk in dieser Tradition fort. Die Bexley Pen Company ist etwas jünger und wurde im Jahre 1993 von begeisterten Vintage-Liebhabern gegründet, denen es die altmodischen Federhalter besonders angetan haben. Nach Jahren der Sammlerleidenschaft und Restauration alter Füllfederhalter wollte man nun selbst die schönen Stücke kreieren und klassisches amerikanisches Design mit moderner Technologie verbinden - so das Goldene Zeitalter der Füllfederhalter auf hohem technischen Niveau wieder aufleben lassen. Bexley fertigt die qualitativ sehr hochwertigen Schreibwerkzeuge in Columbus, Ohio an und vertreibt sie weltweit.

Rückkehr zu Präzision und klassischem Design

Da das Design von den Klassikern inspiriert ist, wird oft auch zu Materialien gegriffen, die in der guten alten Zeit des Füllfederhalters verwendet wurden. So zum Beispiel Hartgummi, das gerne eingesetzt wurde, bevor es von dem in den 1920ern erfundenen Plastik ersetzt wurde . Oder auch der Filigranüberzug, mit dem die Premiumstifte der Marke glänzen und der wegen seiner Eleganz Anfang des 20. Jahrhunderts beliebt war. Die Optik der Bexley Stifte spiegelt die Design-Vorlieben der damaligen Zeit wider, so zum Beispiel stromlinienförmige Stifte die in den 1930ern gern gekauft wurden. Es gibt außerdem verschiedene Füllsysteme. So können einige zum Beispiel über ein Pipettenfüllsystem versorgt werden, andere lassen sich über einen Druckknopfsystem befüllen und viele Modelle funktionieren mit Tintenpatrone oder Kolbenkonverter. Übrigens gibt es mehr als zwanzig verschiedene Füllsysteme. Der Füllfederhalter ist also hohe Ingenieurskunst und in den kleinen Stiften steckt feinste Technik, die auch die oft hohen Preise erklärt und rechtfertigt.

Dem Unternehmen Bexley ist es ein großes Anliegen, unverwechselbare Schreibwerkzeuge zu kreieren, die die hohen Ansprüche seiner Kunden zufriedenstellen. Hierbei helfen computergestützte Fertigungsanlagen, jahrzehntelange Erfahrung in Präzisionsfertigung und erfahrene Facharbeiter, die jeden einzelnen Stift manuell zusammensetzen, schleifen und polieren. Bexley produziert klassisches amerikanisches Design von makelloser Qualität.

High-Tech Stifte der Zukunft

Die amerikanischen Hersteller liefern uns aber auch die Stifte der Zukunft: Die Livescribe-Computer Plattform in Papierformat besteht aus einem digitalen Stift, digitalem Papier, Softwareanwendungen und Entwicklertools. Das wichtigste Instrument der Livescribe Plattform ist der sogenannte Smartpen, ein Kugelschreiber mit integriertem Computer und digitalem Audiorekorder. Wenn dieser mit Anoto Digitalpapier verwendet wird, kann das Geschriebene aufgezeichnet und später auf einen Computer hochgeladen werden. Wie alle modernen Techniken bietet auch diese viele verschieden Möglichkeiten, die den Nutzern den Alltag erleichtern. In diesem Fall Notizen zu machen und weiter zu bearbeiten.

Mehr als Notizen machen – schön schreiben mit edlen Stiften

Aber einfach nur Notizen machen möchte man mit einem klassischen Füllfederhalter nicht. Mit ihm verbindet man ein Lebensgefühl und die Kunst des schönen Schreibens. Wer schon einmal einen handgeschriebenen Brief auf wertvollem Papier bekommen hat, weiß diese Geste zu schätzen. Es lohnt sich also auch heute, in der digitalen Zeit, die Tradition des klassischen Schreibwerkzeugs zu pflegen – die Hersteller aus Übersee bieten hierfür eine Fülle an schönen Stücken, für den kleinen, größeren und großen Geldbeutel.

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