Frühjahrsputz auf dem PC

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Wie man den PC mal so richtig aufräumt

Mit Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Für viele Menschen ist das auch die Zeit, in der der jährliche Frühjahrsputz ansteht. Es wird geschrubbt, gewischt und entstaubt, Keller entrümpelt und überflüssige Dinge wandern in den Müll oder auf den Flohmarkt. Aber wie steht es eigentlich um die Ordnung auf dem heimischen PC? Leonardo gibt ein paar Tipps, wie mit etwas Zeit und Mühe der Rechner aufgeräumt werden kann. (Voraussetzung ist Windows als Betriebssystem)

Dateien ordnen und archivieren:

Als allererstes sollten sämtliche Dateien eines Genres ihre eigene "Schublade" bekommen. Meist reichen dazu wenige Ordner, etwa um Musik, Bilder und Berufliches/Uni zu sortieren. Statt alles auf dem Desktop zu lagern, bietet es sich an, für häufig genutzte Ordner Verknüpfungen auf der Oberfläche zu erstellen. Das lässt sich mit einem Rechtsklick auf den jeweiligen Ordner = senden an = Desktop (Verknüpfung erstellen), bewerkstelligen. Nur Programme lassen sich nicht einfach verschieben, da ihr Speicherort mit der Systemregistrierung verknüpft ist. Werden sie an einen anderen Ort auf der Festplatte geräumt, kann es passieren, dass sie danach nicht mehr funktionieren.

Dateien, die bereits seit geraumer Zeit auf dem PC liegen, nicht genutzt werden, aber dennoch behalten werden sollen, lassen sich kurzerhand auf CDs oder DVDs brennen. Während die gesicherten Dateien ins CD-Regal kommen, können die alten Originale auf dem PC gelöscht werden.

System sichern:

Bevor es an die Reinigung der Registrierung und das Löschen von verstecktem Datenmüll geht, sollte das Computersystem gesichert werden. Über den Start-Button = Programme = Zubehör = Systemprogramme gelangt der Nutzer zur so genannten Systemwiederherstellung. Mit ihr lässt sich ein Wiederherstellungspunkt setzen. Geht beim Frühjahrsputz etwas schief, das Betriebssystem fährt nicht mehr richtig hoch oder Ähnliches, kann der Nutzer während des Boot-Vorgangs die Option "Systemwiederherstellung" und den jeweiligen Wiederherstellungspunkt wählen und kehrt damit zur Konfiguration vor der Aufräumaktion zurück.

Deinstallieren ungenutzter Programme:

Bei der Installation hinter lässt beinahe jedes Programm Einträge in der Systemregistrierung. Sie enthalten beispielsweise Informationen wie Version des Programms und benutzerdefinierte Einstellungen. Bei jedem Programmstart wird die Registrierung mit hochgefahren. Je größer sie ist, desto länger kann der Boot-Vorgang dauern. Werden Programme, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, nur gelöscht, beziehungsweise in den Papierkorb verschoben, bleiben die Registrierungseinträge bestehen. Erst wenn ein Programm deinstalliert wird, verschwinden in der Regel auch sie. Um Programme zu deinstallieren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Häufig findet sich in den Ordnern der Programme eine Art "Deinstallierer" (Uninstall). Sollen mehrere Programme vom Rechner geräumt werden, ist die Option "Software" in der Systemsteuerung von Windows der einfachere Weg. Mit einem Klick auf das Icon gelangt der Nutzer zu einer Liste aller Programme, die aktuell auf seinem Rechner installiert sind. Dort muss nur noch das jeweilige ausgewählt und ein Klick auf "Ändern/Entfernen" startet die Deinstallation.

Entfernen überflüssiger Daten:

Die Windowsvariante
Zuerst stellt sich die Frage - was sind eigentlich überflüssige Daten? Wer die Datenträgerbereinigung von Windows nutzt (findet sich ebenfalls bei den Systemprogrammen), kann damit unter anderem "Temporary Internet Files" (Datenreste von Webseiten) und "Temporäre Dateien" (ausgelagerte Dateien beispielsweise von Programminstallationen) entfernen. Gleichzeitig wird der Papierkorb geleert und länger nicht genutzte Dateien komprimiert (wobei Windows nicht verrät, um welche Dateien es sich dabei handelt). Nachteil bei dieser Methode: Es wird bei weitem nicht alles, was an überflüssigen Daten anfällt, erfasst und entfernt

Hilfsprogramme:
Es gibt verschiedene Programme, die beim Aufräumen des PCs oder Laptop tatkräftige Hilfe leisten können. Denn Dinge wie Cookies oder Verläufe, in den gespeichert ist, wann welche Internetseiten besucht wurde, brauchen nur die wenigsten Nutzer, werden aber von dem Windows eigenen Tool nicht entfernt. Solche Hilfsprogramme gibt es als kostenlose Freeware im Internet oder für relativ wenig Geld im Handel. Bei Freeware ist es empfehlenswert darauf zu achten, dass die Programme auf deutsch sind. Auch ein Blick auf die Nutzerbewertung, die bei vielen Downloads dieser Programme angegeben ist, lohnt sich. Die Putzhilfen verfügen in der Regel über viele weitere Optionen, mit denen sich auch alte Registrierungseinträge oder Programme aus dem Autostart des Betriebssystem entfernen lassen

Defragmentierung:
Da mit der Zeit immer mehr Daten auf den Rechner kommen, beginnt der Computer die Daten nicht mehr in einem Stück sondern in Teilstücken, so genannten Fragmenten auf der Festplatte zu speichern - eben dort, wo gerade Platz ist. Das Auslesen der zerstückelten Dateien dauert allerdings länger, da der Computer dazu an verschiedene Orte der Festplatte springen muss. Eine optimalere Nutzung lässt sich mit einer so genannten Defragmentierung erreichen. Auch dabei hilft ein Windows eigenes Tool, dass sich unter den Systemprogrammen befindet. Zunächst wird die Festplatte überprüft. Eine Grafik zeigt weiße Felder, die für den freien Speicher stehen. Die roten Balken sind Datei-Fragmente, blaue kennzeichnen zusammenhängende Daten. Die grünen Linien wiederum sind Dateien, die sich nicht verschieben lassen, wie beispielsweise die Systemdateien des Betriebssystems. Ziel der Defragmenierung ist es möglichst große, zusammenhängende Bereiche für den freien Speicher zu schaffen. Dazu kopiert das Programm fragmentierte Daten möglichst nah zusammen. Je nach Größe und Belegung der Festplatte kann das eine ganze Zeit lang dauern

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