Frisierumhang, Schere & Co– mit diesen Utensilien sind Sie wie ein Profi ausgestattet

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Frisierumhang, Schere & Co– mit diesen Utensilien sind Sie wie ein Profi ausgestattet

Effilierschere oder klassische Friseurschere

Eine Friseurschere ist auch für Hobby-Friseure ein absolutes Muss. Die Schneideblätter sind in der Regel gebogen, was bewirkt, dass sich nur die beiden Spitzen berühren. Dadurch werden die Haare nicht abgeknickt, was weniger Spliss zur Folge hat. Haarschneidescheren unterscheiden sich im verwendeten Material, Größe, Verwendungszweck und Schliff. Die richtige Wahl der Klammer richtet sich nach Budget, Frisiererfahrung und Zweck. Eine Schere mit Mikroverzahnung ist für Einsteiger und Menschen, die ihre eigenen Haare vom Spliss befreien wollen, besonders geeignet. Sie verhindert durch ihren speziellen Schliff, dass die Haare wegrutschen können. Profis verwenden in der Regel glatt geschliffene Scheren, die wesentlich leichter nachgeschliffen werden können. Bei diesen polierten Scheren kann problematisch sein, dass die Schnittkante schief wird, weswegen für eine sichere Handhabung viel Übung erforderlich ist. Für Laien sind ergonomisch geformte Scheren meist unnötig, für Profis wird längeres Arbeiten deutlich angenehmer. Solche Scheren haben ein längeres Schneideblatt oder einen gebogenen oder geknickten Schenkel. Die Größe kann bei längerer Arbeit wichtig werden. Sie wird in Zoll angegeben. Während kleinere Scheren mit einer Länge ab 4,5“ (11,4cm) einzelne Haare präziser schneiden, sind größere mit bis zu 6,5“ (16,5 cm) besser geeignet um größere Abschnitte schnell zu bewältigen.

Neben den klassischen Haarschneidescheren gibt es speziellere Scheren wie die Effilierschere, die das Ausdünnen von sehr fülligem und dickem Haar ermöglicht. In der Regel schneiden sie ungefähr ein Drittel der erfassten Haare. Bei Modellierscheren ist dieser Effekt aufgrund der einseitigen Zahnung noch stärker. Eine Slice-Schere ist besonders scharf und ermöglicht die Slice-Technik, und daher für Anfänger und Hobby-Friseure eher uninteressant.

Friseurumhang – Wesentlich für einen professionellen Eindruck und das Wohlgefühl des Kunden

Um zu verhindern, dass sich Haare in der Kleidung des Kunden festsetzen, verwenden Friseure grundsätzlich Frisierumhänge. Sie bestehen aus PVC, Nylon oder Plastik, seltener aus Stoff. Wichtige Kaufkriterien sind die Haltbarkeit, die Beweglichkeit des Materials und der Verschluss. Ein Friseurumhang sollte im Nackenbereich mit einem Klettverschluss verschließbar sein, da nur auf diese Weise Nacken und Schultern des Kunden ausreichend geschützt sind. Hakenverschlüsse ermöglichen das etwas lockere Verschließen im Rückenbereich des Kunden. Ein Umhang sollte in der Maschine waschbar sein, um über einen längeren Zeitraum ausreichende Hygiene zu gewährleisten. Umhänge mit „Lotus-Effekt“ gelten als besonders kundenfreundlich und pflegeleicht, da Feuchtigkeit und Haare an ihnen abperlen. Wichtig ist ebenfalls eine antistatische Beschichtung, die nicht nur verhindert, dass sich die Haare auf dem Umhang sammeln, sondern auch das Schneiden für den Friseur erleichtert. Umhänge mit Ärmeln ermöglichen dem Kunden mehr Bewegungsfreiheit und werden deswegen häufig als angenehmer empfunden.

Haarbürsten und Kämme – für jeden Haartyp die passenden Utensilien

Eines der wichtigsten Grundwerkzeuge eines Friseurs ist sicherlich der Afrokamm, der genutzt wird, um nasse Haare zu entknoten. Auch ein Stielkamm, sowie ein großer und kleiner Haarschneidekamm gehört zu den unabdingbaren Utensilien. Die Vielzahl an Haarbürsten ist noch größer, wie das umfangreiche Angebot bei eBay zeigt. Der Bürstenkörper besteht in der Regel aus Holz oder Plastik mit Gummiüberzug.

Borsten

Die Materialvielfalt bei den Borsten ist wesentlich größer. Von Nylon- über Naturborsten aus Wildschwein- oder Rosshaar, bis hin zu Metall oder Holz reicht hier das Angebot. In der Regel gelten Wildschweinborsten als am besten geeignet. Wildschweinborsten sind menschlichem Haar besonders ähnlich, langlebig und verhindern, dass sich die Haare statisch aufladen, entfernen Staub und Schuppen schonend und verteilen das von der Kopfhaut produzierte Fett gleichmäßig auf die Haare, was als die natürlichste Art der Haarpflege gilt. Nylonbürsten eigenen sich hingegen für Haarverlängerungen und entwirren die Haare leichter. Mischbürsten aus Nylon- und Naturborsten verbinden beide Vorteile: Das Entknoten der Haare gelingt leichter und der schonende Pflegeeffekt der Naturmaterialien ist ebenfalls vorhanden. Holzbürsten sind vor allem für lockiges oder kräftiges Haar geeignet. Bei Metall, bzw. Drahtbürsten besteht die Gefahr, dass die Kopfhaut verletzt wird, weswegen Gumminoppen am Ende unabdingbar sind. Beim Kauf sollte außerdem immer auf unterschiedlich lange Borsten geachtet werden, da das Kämmen so leichter von der Hand geht.

Form der Bürste

Die Form der Bürste ist ebenso wichtig und ein Friseur hat in der Regel die Auswahl zwischen mehreren Arten. Rundbürsten sorgen für mehr Volumen, Spannung und Glanz. Ein Mantel aus Aluminium ermöglicht, dass sich die Hitze während des Föhnens gleichmäßig verteilt und das Haar so schneller trocknet. Unter den Flachbürsten ist vor allem die Skelettbürste beliebt. Sie eignet sich zum Beginn des Frisierens und beschert dem Haaransatz mehr Volumen. Die Paddelbürste ist ideal für glattes Haar. Gerade langes Haar entwirrt sie vor dem Föhnen zuverlässig, ein großer Volumenzuwachs ist hiermit allerdings fast unmöglich.

Haartrockner – Schonendes Trocknen und stabile Frisuren mit der richtigen Technologie

Elektronisches Haartrocknen belastet das Haar aufgrund der Hitze teils stark. Deswegen ist es umso wichtiger, ein geeignetes Gerät zu nutzen. Wichtig sind dabei vor allem unterschiedliche Temperaturstufen. Doch auch verschiedene Geschwindigkeitsstufen sollten unabhängig von der Hitze auswählbar sein. Die Kalttaste ist eine sinnvolle Ergänzung zu den gängigen Temperaturstufen. Friseure nutzen in der Regel Haartrockner mit mehr als 2.000 Watt, für den Hausgebrauch reichen weniger leistungsstarke Geräte aus. Bei einer häufigen und zeitlich langen Nutzung ist die Leistungsfähigkeit jedoch wichtig.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Haartrockners achten

Eine leichte Handhabung ist speziell bei längerem Gebrauch wichtig. Sie wird von Größe, Gewicht und Design bestimmt. Haartrockner mit einem Gewicht unter 400 g sind meistens mit einem weniger leistungsfähigen DC-Motor ausgestattet. Ein AC-Motor ist für die gewerbliche Nutzung fast unerlässlich, da sonst regelmäßige Ausfälle durch Überhitzung drohen. Ein geringes Gewicht kann also durchaus hinderlich sein. Die Kabellänge sollte mindestens zwei, besser jedoch drei Meter betragen, damit die Handlichkeit nicht eingeschränkt wird. Schuko-Stecker verhindern, dass der Anschluss zu leicht aus der Steckdose rutscht.

Besondere Funktionen

Zusätzlich dazu sind viele Haartrockner mit besonderen Funktionen ausgestattet. Die Ionen-Technologie gehört inzwischen zum Standard und wird auch in Geräten für den Hausgebrauch genutzt. Die Atome der vom Haartrockner angesaugten Luft werden dabei negativ geladen, was einen antistatischen Effekt bewirkt. Die Haare sind leichter zu frisieren. Professionelle Geräte geben 1,5 Millionen Ionen/cm³ ab. Je höher die Ionenabgabe, umso größer ist die Wirkung. Die Keramik-Technologie bewirkt hingegen, dass sich die Luft schneller und gleichmäßiger erhitzt, was ein gezielteres Frisieren ermöglicht. Die Zeitersparnis hält sich bei beiden Technologien in Grenzen, allerdings wird beiden Technologien ein pflegender Effekt zugeschrieben. Diffuser-Aufsätze ermöglichen natürlich aussehende Locken und Wellen und geben dem Ansatz mehr Volumen. Eine Stylingdüse hilft dabei, den Luftstrom gezielter auf einen bestimmten Bereich einzusetzen. Welche Funktionen wirklich wichtig sind, ist eher eine Frage des Geschmackes und des vorhandenen Budgets.

Glätteisen und Lockenstab – Das Material entscheidet über den Erfolg

Glätteisen und Lockenstäbe werden sehr heiß und können das Haar schädigen. Deswegen ist neben einem vorsichtigen Gebrauch und der Verwendung von Pflegemitteln die Verarbeitung der Geräte entscheidend. Profi-Modelle werden heißer als Ausführungen für den Hausgebrauch und heizen schneller auf, sind also leistungsstärker und in der Regel besser verarbeitet. Die Größe von Glätteisen und Lockenstab ist eine Frage des Geschmackes. Größere Flächen und Stäbe beschleunigen das Arbeiten, die Modelle sind jedoch häufig weniger handlich.

Das wichtigste Qualitätsmerkmal bei Glätteisen sind die Heizplatten. Keramik hat sich in den letzten Jahren vor allen anderen Materialien durchgesetzt. Es ist zwar vergleichsweise teuer, leitet die Wärme aber gleichmäßig und ist sehr glatt. Keramik-Turmalin besitzt dazu eine antistatische Wirkung. Gleiches gilt für eine Beschichtung aus Titanium-Keramik, das noch glatter ist und nicht rostet. Aluminium ist günstiger, besitzt jedoch den Nachteil, dass es sich nicht gleichmäßig erhitzt und so an einzelnen Stellen sehr heiß wird, was das Frisieren erschwert und schädlich für die Haare sein kann. Goldbeschichtungen sind leider in der Regel nicht besonders langlebig und Glasheizplatten verfügen über eine geringere Wärmeleitfähigkeit. Auch für Lockenstäbe gelten diese Materialempfehlungen. Bei der Verarbeitung ist auf Sorgfalt zu achten. Die Heizplatten sollten grundsätzlich vollständig schließen und bei Lockenstäben sollten die Aufsätze bei Multistylern ohne Wackeln aufliegen. Grundsätzlich sollten nur die Teile des Geräts heiß werden, die auch tatsächlich erhitzt werden. Ein Überhitzungsschutz sollte immer vorhanden sein.

Lockenwickler, Friseurkoffer und Haarklammern – Diese Extras fehlen bei keinem Friseur

Zur vollständigen Ausrüstung eines (Hobby-)Friseurs gehört jedoch noch etwas mehr. So ist ein Nackenpinsel auch für den Hausgebrauch nützlich.

Friseurkästen

Friseurkästen oder spezielle Bauchtaschen ermöglichen eine ordentliche und schonende Aufbewahrung von Scheren, Kämmen, Bürsten und anderen kleineren Utensilien. Viele Friseurkoffer lassen sich abschließen. Gerade, wenn viel Geld in die Ausrüstung investiert wurde, sollte bei einem Koffer mit Schloss nicht gespart werden. Zur Ausrüstung gehört vor allem bei Damenfriseuren natürlich noch ein umfassendes Sortiment an Spangen, Abteilklammern, Haarklammern, -stäben und –nadeln. Sie gibt es hauptsächlich in Metall- und Plastikausführung. Der Nachteil bei Metallspangen ist, dass sie das Haar leicht abbrechen. Die Pendants in Plastik sind dafür selbst gefährdet, zu zerbrechen oder sich zu verformen.

Lockenwickler

Auch eine ansehnliche Auswahl an verschiedenen Lockenwicklern, die je nach Durchmesser und Länge unterschiedliche Ergebnisse erzeugen, sollte zur Ausrüstung gehören. Konkave Lockenwickler ermöglichen ein gleichmäßiges Einwickeln, während konische Formen Wellen ermöglichen. Sie werden mit speziellen Nadeln befestigt, in Ausnahmefällen sind Zacken schon innerhalb der Wickler integriert. Drahtwickler gehören zu den günstigsten und am häufigsten verwendeten Lockenwickler. Ihr großer Nachteil ist, dass sie schnell unansehnlich werden und sich stark erhitzen können. Da sie in der Regel nicht sehr haltbar sind, können Drahtenden, die den Kunden in die Kopfhaut piksen, zu einem Problem werden. Borsteneinsätze vereinfachen das Aufwickeln, allerdings gestaltet sich dies gerade bei bereits gelocktem Haar dennoch schwierig. Ähnliches gilt für Aluwickler, die leichter zu reinigen, aber durch die glatte Oberfläche schwer zu handhaben sind. Bei Samtwicklern ist dies einfacher, allerdings nehmen sie Feuchtigkeit auf, sodass Styling- und Pflegeprodukte großzügiger aufgetragen werden müssen. Der größte Vorteil bei den klassischen Wicklern ist die Luftzirkulation, die durch zahlreiche Löcher erreicht wird. Haft- oder Klettwickler sind in der Handhabung besonders vorteilhaft und können auch für trockenes Haar verwendet werden. Einzig möglicher Nachteil bei ihnen ist, dass sie im Vergleich zu herkömmlichen Wicklern weniger Volumen erzeugen. Dauerwell-Wickler sind die einzigen Lockenwickler, die die Locken der klassischen Dauerwelle ermöglichen. Heißwickler sind eine willkommene Alternative für alle, die keine Trockenhaube ihr eigenen nennen. Sie werden separat erhitzt und ermöglichen eine stabile Formgebung, allerdings bleibt die Arbeitsweise auch mit viel Geschick vergleichsweise ungenau. Seit Jahrzehnten beliebt sind Papilloten, die sich für das Frisieren von weichen Lockenfrisuren hervorragend eignen.

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