Frauen-Sport im Blick: Warum Trainingsanzüge einfach immer noch praktisch sind

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Frauen-Sport im Blick: Warum Trainingsanzüge einfach immer noch praktisch sind

Long Tights, Short Tights, Gym Pants oder Urban Gym Capri? Zip Up Hoodys oder gleich ein Full Zip Hoody Woman? Wo ist er denn hin entschwunden – der gute alte Trainingsanzug? Ein Trainingsanzug, dessen Jacke man sich kurz überwerfen konnte, wenn bei einem Leichtathletikwettkampf Warten vor der nächsten Disziplin angesagt war, und dessen Hose man sich ganz schnell über die nackten Beine streifte, wenn es auf dem Nachhauseweg auf dem Fahrrad kühl wurde?

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt ihn noch, den klassischen Trainingsanzug für Damen – und er ist heute praktischer denn je. Weil er tatsächlich heutigentags so schick daher kommt, dass Sie darin nach dem Sport getrost noch den Barhocker in der Sports-Bar erklimmen können. Formlos, langweilig und Müffelverdacht war gestern. Das Besondere an den heutigen Damen-Trainingsanzügen ist deshalb auch ihre Multifunktionalität: Sie treffen sich an einem schönen Spätsommerabend mit Freunden zum Joggen, natürlich noch in angesagten kurzen Laufhosen – Short Tights eben – sowie einem Mikrofaser-Laufshirt, das die Feuchtigkeit optimal von der Haut weg nach außen transportiert, und absolvieren Ihr Lauftraining bei noch sehr angenehmen, warmen Temperaturen. Zurück am Treffpunkt stellen Sie fest, dass die Sonne schon tief steht und es jetzt doch merklich kühler geworden ist. Das ist der richtige Moment für einen der schicken, neuen, topmodischen Trainingsanzüge. Denn damals wie heute lassen diese sich schnell über Funktionssportkleidung ziehen. Die Klassiker finden Sie bei eBay in unserem Hobby Shop.

Trainingsanzüge? Freizeitanzüge? Präsentationsanzüge? – die Übergänge sind ebenso fließend wie schön

Grundsätzlich wird heute auch bei den Trainingsanzügen für Damen zwischen dem Präsentationsanzug und dem eigentlichen Trainingsanzug unterschieden. Ganz korrekt wäre dann noch die weitere Unterscheidung zwischen Trainingsanzug und Arbeitstrainer. Bei Letzterem handelt es sich um einen Trainingsanzug, der in einigen Sportarten tatsächlich zum Training selbst getragen wird. Nur dem eigentlichen Jogginganzug, der über Jahrzehnte belächelt und doch weit verbreitet getragen wurde, hat die neue Generation der fashionablen Trainingsanzüge unter modischen Aspekten den Fehdehandschuh hingeworfen: Er und sein nach außen völlig unsportlich wirkender Schlabberlook taugen bestenfalls noch für Karikaturen von typischen – nicht nur deutschen – Campingurlaubern. Als modisches Accessoire hat er definitiv ausgedient.

Präsentationsanzüge – Corporate Identity für Profi-Sportler und Freizeitaktivisten

Die großen Unternehmen haben es den Sportlern vorgemacht: Corporate Identity – kurz CI – ist eines der wichtigsten Schlüsselwörter für den Erfolg einer Firma. Konkret bedeutet es, dass jeder einzelne Mitarbeiter – vom Vorstandsmitglied bis zum Portier – sich seiner Verantwortung für sein Unternehmen bewusst ist, diese gerne annimmt und auch optisch nach außen zeigt. Das gilt in vielen Unternehmen nicht nur für Briefkuverts und Briefköpfe, sondern auch für Kleidungsstücke und Accessoires wie Schals oder Krawatten, die diese Verbundenheit mit dem eigenen Unternehmen auch jeden Besucher erkennen lassen.

Sport und Zugehörigkeitsbekenntnis

Mit dem zunehmenden Interesse für den Profisport – man denke nur an mediale Großereignisse wie den Start der Fußball-Bundesliga oder auch die großen Tennisturniere oder Formel -1-Rennen – sieht sich auch die Sportwelt mehr und mehr dem CI-Gedanken verpflichtet. Viele Vereinsmanager legten zunächst für die Vereinssportler fest, wie zum Beispiel ihre Fußball-Bundesliga-Profis einheitlich nach außen auftreten sollten. Und dies galt nicht nur für den feinen Zwirn des edlen Anzugs, in denen die Fans ihre Idole zum Beispiel bei der Landung auf dem Flughafen nach einem erfolgreich absolvierten Turnier bewundern durften, sondern immer häufiger auch für die Kleidung, in der ein Profisportler das Trainingsgelände betritt und wieder verlässt – manchmal auch für Interviews oder gar für eine Pressekonferenz zur Verfügung steht. So wurde der Präsentationsanzug aus der Taufe gehoben.

Daran erkennt man einen Präsentationsanzug

Was ihn auszeichnet? Für Freizeitsportler und erst recht für die sportlich aktive Damenwelt, die ja beide normalerweise in ihrer Farbwahl nicht an die Vorgaben eines Vereins gebunden sind, bietet der Präsentationsanzug vor allem eines: die Möglichkeit, modische Vorlieben auf sportive Art sehr repräsentativ und individuell, dabei aber bequem und leger auszuleben. Zwar gibt es viele verschiedene Hersteller von Präsentationsanzügen. Eines ist aber allen Ausführungen gemein: Die relativ weite Schnittform der Jacke, die aber dennoch Figur zeigt, und der offene, bei Trainingsanzügen für Damen auch leicht ausgestellte, offene Schnitt am Bein. Auch die Jacke des Präsentationsanzuges ist an den Ärmeln normalerweise offen; die Bündchenvariante ist eher selten anzutreffen. Häufig ist die Jacke in Raglanform geschnitten, wodurch Passform und Bequemlichkeit zugleich garantiert werden. Als Material finden hochwertige, atmungsaktive Polyester Verwendung, die allerdings – verglichen mit den Anzügen für den aktiven Sport – deutlich empfindlicher und weniger strapazierfähig sind. Dafür bringen sie aber mit ihrem dezenten Schimmer einen Hauch von Eleganz in die Welt der Sportkleidung.

Mesh-Einsätze – das sind weitmaschige Stoff-Gitter, die häufig in Kapuzen und Jacken eingesetzt werden und zusätzlich für optimale Atmungsaktivität sorgen – oder auch pfiffige Material- und Farbwechsel stellen unter Beweis, dass der Präsentationsanzug auf dem Weg vom und zum Sport seinen Namen zurecht trägt. Wie alle funktionalen Sportanzüge sind selbstverständlich auch Präsentationsanzüge wind- und meist wasserdicht.

Der Polyesteranzug – die schicke Mitte zwischen Präsentationsanzug und Arbeitstrainer

Der Name des Polyesteranzugs leitet sich vom Material her, aus dem er besteht. Damit wird offensichtlich, welchen Bedeutungswandel das Material Polyester in den letzten Jahren erfuhr. Haftete Polyester noch vor wenigen Jahren ein Hauch von billig und Schweißgeruch an, so hat die Weiterentwicklung der funktionalen Sportmode die ausgesprochen sportfreundlichen Attribute hochwertiger Polyesterstoffe für sich erkannt und genutzt. Der extra für Sportler und Sportlerinnen entwickelte Polyesteranzug ist dafür eines der typischsten Beispiele.

Wie der Präsentationsanzug auch, besteht der Polyesteranzug aus hochwertigen Polyesterstoffen, die Feuchtigkeit nach außen transportieren und so für ein rundum gutes Hautklima sorgen. Vom Präsentationsanzug unterscheidet ihn zunächst die Form; denn ein Polyesteranzug ist zwar immer noch leger geschnitten, weist aber meist breite Bündchen als Arm- und Beinabschluss auf, die ihn deutlicher als Sportkleidung qualifizieren. Ihren Polyesteranzug können Sie somit – je nach der Sportart, die Sie betreiben – entweder zum lockeren Aufwärmtraining tragen oder nach dem Sport, wenn Sie sich noch auf dem Trainingsgelände aufhalten. Kinder tragen den Polyesteranzug auch gerne in der Schule und in ihrer Freizeit – einfach, weil er sehr bequem ist, nicht knittert und man in ihm in der Pause ganz schnell ein paar Runden laufen oder ein paar Bälle werfen kann. Da es ihn in vielen verschiedenen Farben und in peppigem Materialmix gibt, ist er auch für modebewusste junge Ladys eine echte Alternative zu Jeans und Sweatshirt.

Ganz so robust wie ein echter Arbeitstrainer – das ist der Trainingsanzug, den Sie zum Sport tragen – ist der Polyesteranzug allerdings nicht. Sein lockerer Sitz und die bequeme Form erfordern ein feines, gut zu verarbeitendes Polyestermaterial, das den Anforderungen sportlicher Höchstleistungen auf Dauer nicht Stand hielte.

Der Arbeitstrainer – ein echter Trainingsanzug für alle, die gerne Sport treiben

Inzwischen gibt es viele Sportarten, die ihre eigene Funktionskleidung haben – man denke nur an die große Auswahl an Jogging- oder Walking-Outfits. Dennoch hat der Arbeitstrainer als multifunktionaler Trainingsanzug  den Trend zur Spezialisierung überlebt, und das aus gutem Grund. Denn er hat sich mit seiner schmalen Schnittführung einerseits formal den engen Lauf-Tights und Gym Pants der Fitness-Fraktion angeschlossen, vor allem was die Beinform angeht. Da ist der Arbeitstrainer eng und körpernah geschnitten und wartet statt mit legerem Sitz mit dehnbarem Rippmaterial auf, das sich an jede Beinform anpasst. Das Material selbst ist ausgesprochen robust und sehr strapazierfähig und schmiegt sich auch nach vielen Wäschen noch wie eine zweite Haut an Ihren Körper.

Gleiches gilt für die Jacke des Arbeitstrainers: Wärmend und zugleich die Feuchtigkeit nach außen transportierend, dabei körpernah geschnitten, ohne die Bewegung einzuengen, ist die Jacke des Arbeitstrainers der beste Begleiter für alle Outdoor-Sportarten in der kühleren Jahreszeit. Auch im Fitnessstudio leistet Ihnen eine solche Sportjacke gute Dienste, wenn Sie zwischen zwei Trainingseinheiten eine kurze Pause einlegen oder sich bei einem kleinen Plausch mit Ihren sportlichen Mitstreiterinnen erholen. Auch die Hüftpartie des Arbeitstrainers ist aus schmiegsamem Material sehr eng geformt, sodass vor allem beim Outdoor-Einsatz nichts verrutschen kann und weder Wind noch Wetter eine Angriffsfläche finden. Sportliche Frauen schätzen den Arbeitstrainer eben wegen seiner Multifunktionalität. Ganz gleich, ob Sie mit Freundinnen zu einer spontanen Jogging-Runde aufbrechen, sich im Fitnessstudio austoben oder mit Ihren Kindern zum Inlinern oder Wakeboarden verabredet sind: Der Arbeitstrainer ist für jede Sportart ideal, die Ihnen uneingeschränkte Bewegungsfreiheit abverlangt – nicht zuletzt, was Ihre Kleidung angeht.

Sportlich im Alltag – der Arbeitstrainer macht's möglich

Einen weiteren großen Vorteil des Arbeitstrainers erkennen Sie spätestens, wenn Sie in Jeans und sportlichem T-Shirt vor Ihrem Kleiderschrank stehen: Die Jacke des Arbeitstrainers lässt sich prima auch zur sportlichen Alltagskleidung kombinieren. Durch ihren körpernahen Schnitt ist sie figurbetont, engt aber wegen des schmiegsamen Polyestermaterials, aus dem sie gefertigt ist, niemals ein. Gut sitzende Bündchen garantieren immer den perfekten Sitz, und da es heutzutage auch Arbeitstrainer in den unterschiedlichsten Farb- und Stilmixen gibt, finden Sie sicherlich ein Exemplar, das auch im Alltag Ihren Kleiderschrank komplettiert.

Wenn Sie sich also nicht gerne auf eine Sportart festlegen lassen wollen, sondern einfach Freude an vielseitiger sportlicher Betätigung haben – vom engagierten Vereinssport über das Fitness-Programm im Studio bis zu spontanen Jogging- oder Fahrradrunden im Freien mit Freunden und mit der Familie –, dann ist der Arbeitstrainer ein ebenso praktisches wie modisch akzentuiertes Kleidungsstück.

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