Fotografieren und filmen wie die Experten – so stellen Sie professionelle Zubehörpakete zusammen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Fotografieren und filmen wie die Experten – so stellen Sie professionelle Zubehörpakete zusammen

Fotografie und Filmen zählen längst zu den beliebten und vielseitigen Hobbys bei vielen Menschen, entsprechend vielfältig ist das Angebot auf dem Markt - vom Smartphone mit integrierter Kamera über Digitalkameras und Camcorder sowie dem dazu passenden Zubehör, um die Arbeit mit den beiden Medien selbst zu erleichtern. Inwieweit die Ausrüstung dabei professionellen Ansprüchen genügen soll oder muss, hängt von den Ambitionen und natürlich dem eigenen Geldbeutel ab - bei Berufsfotografen und Berufsfilmern wird die Messlatte natürlich nochmals ganz anders angelegt.

Im nachfolgenden Ratgeber finden Sie Tipps und Infos zum Thema sowie zum Teil direkt zu den einzelnen Produktbereichen, die Ihnen zum einen Anhaltspunkt sein und zum anderen als Anregung dienen sollen. Darüber hinaus finden Sie im Handerl zahlreiche Ratgeber zu Fotografie und Film in Buchform, um das eigene Wissen noch weiter zu vertiefen und anstehende Kaufentscheidungen noch gezielter zu fällen. Da digitale Medien generell am weitesten verbreitet sind auf dem Markt, wird der Schwerpunkt genau auf dieses Thema gelegt, zumal die analogen Möglichkeiten den Rahmen sprengen würden.

Die Grundausstattung für das Fotografieren und Filmen

Es liegt auf der Hand, dass für das anspruchsvolle Fotografieren zunächst einmal die entsprechende Hardware zur Verfügung stehen sollte - Smartphones mit Fotografie und Videos werden dieser Tatsache eher nicht gerecht, selbst wenn sich zum Teil akzeptable Ergebnisse erzielen lassen. Als Gehäuse sollte für die Fotografie zumindest ein digitales Kameragehäuse (DSLR) mit einer sinnvollen Auflösung vorhanden sein, für das Filmen ein adäquater Camcorder aus dem mittleren bis oberen Preissegment - wenn möglich mit Full HD Aufnahmemöglichkeit - dazu später mehr.

Das wichtigste Zubehör für DSLR-Kameras sind zunächst die Objektive - die die Qualität der Aufnahmen maßgeblich mit beeinflussen - entsprechende Angebote gibt es von den Kameraherstellern selbst wie auch von spezialisierten Anbietern.

Kriterien die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten

Häufig finden Sie sogenannte Zoom-Objektive, die einen großen Bereich in Bezug auf die Brennweite abdecken, man spricht dabei vom optischen Zoom: Diese Objektive sind zugegebener Maßen sehr praktisch, als typische Vertreter gelten etwa Brennweiten von 24 mm bis 70 mm oder von 70 mm bis 200 mm. Bei letzterem Beispiel handelt es sich um eine Art Extrem-Zoom was bedeutet, dass Sie bei Aufnahmen häufig Abstriche hinsichtlich der Qualität machen oder tiefer in die Tasche greifen müssen.

Bemessen lässt sich die Qualität vor allem an zwei Faktoren: Zum einen ist es die mögliche Bildschärfe selbst, zum anderen die Lichtstärke, die sich in Zahlen bemessen lässt. Dazu ein Beispiel: Findet sich in der Angabe eine maximale Lichtstärke von f/2,8 was der Blendengröße entspricht, bezieht sich diese Angabe auf die niedrigste Brennweite, je größer die Brennweite eingestellt wird, desto geringer wird die Lichtstärke, die dann bei 200 mm etwa nur noch bei f/5.6 liegen könnte. Errechnen lässt sich dieser Wert folgendermaßen: Steht bei 100 mm eine Blendenöffnung von 35 mm zur Verfügung, lautet dir Rechnung 100:35 = 2,85, was einem Wert von f/2.8 entspricht. Bei einer Brennweite von 200 mm ergäbe sich folgender Wert: 200:35 = 5,71, was bei der Angabe abgerundet f/5,6 entspricht, wichtig sind also der oberste und unterste Blendenwert.

In dem Zusammenhang gilt es noch zu beachten, dass die Angaben der analogen Fotografie entsprechen, bei DSLR-Kameras wird ein Faktor von etwa 1,5 mit einbezogen in Abhängigkeit zur Größe des Bildsensors: Kleinbildfilme haben das Format 24 x 36 Millimeter, viele Bildsensoren liegen bei etwa 23 x 15 mm. Eine analoge Brennweite von 200 mm entspricht daher bei einer DSLR-Kamera umgerechnet 300 mm.

Für optimale Bildergebnisse sorgen Objektive mit einer festen Brennweite, da bei dieser Bauform deutlich weniger Linsen verwendet werden und damit weniger Übergänge zwischen Glas und Luft existieren. Geübte Fotografen und Profis werden die Vorteile von Objektiven mit fester Brennweite zu schätzen wissen, auch wenn diese ihren Preis haben. Ansonsten ist es empfehlenswert, zwei oder drei Zoomobjektive auszuwählen, die ebenfalls höheren Ansprüchen genügen. Zur besseren Orientierung sind die einzelnen Produktgruppen nachfolgend gelistet:

  • Weitwinkelobjektive (Brennweite kleiner als 50 mm bzw. 35 mm)
  • Normalobjektive liegen bei 50 mm
  • Teleobjektive ab mindestens 50 mm aufwärts.

Bis zu einer Brennweite von 200 mm sind im Grunde fast alle Aufnahmesituationen abgedeckt. Wer allerdings den Gipfel des Mount Everests vom Fuß des Berges aus fotografieren möchte, braucht schon ein extremes Teleobjektiv mit 300 mm oder einer noch größeren Brennweite. Die Preise für entsprechende Objektive liegen allerdings zumeist im vierstelligen Bereich wie das Beispiel von Nikon zeigt.

Camcorder, Wechselobjektive, Mikrofone und mehr

Im Gegensatz zu digitalen Spiegelreflexkameras kommt bei Camcordern zumeist ein Digital-Zoom zum Tragen: Dies ist kein echter Zoom im eigentlichen Sinn, sondern ein mathematischer Vorgang, bei dem mittels Interpolation der gewünschte Bildausschnitt herangezoomt wird. Zum Standard gehören in diesem Zusammenhang die bereits integrierten 10- bis 12-fach Zooms. Zusätzliche Abhilfe können hier sogenannte Vorsatzobjektive schaffen, sofern diese für den verwendeten Camcorder passend sind oder geeignete Konverter zur Verfügung stehen.

Wer einen Camcorder beruflich nutzen möchte, muss generell etwas tiefer in die Tasche greifen, ein Beispiel in diesem Zusammenhang wäre etwa die Sony Nex VG Reihe. Aktuell gibt es zudem DSLR-Kameras mit der Möglichkeit, Videos aufzunehmen (Video-DSLR) für die es eine große Auswahl an Zubehör gibt, vom Mikrofon über Schulterstative bis zum Filterset.

Hochwertige Stative - das perfekte Standbein

Viele Motive lassen sich aus der Hand heraus ohne weitere Hilfe schießen oder filmen, die Spontaneität bei Schnappschüssen übt dabei einen ganz besonderen Reiz aus. Geht es jedoch darum, die Bilder und Aufnahmen sorgfältig zu komponieren, kommen Sie zumeist nicht um den Einsatz eines Stativs herum.

Im Zusammenhang mit dem Stativ kann der Selbstauslöser in einem Atemzug genannt werden, da er mit dazu beiträgt, eine Aufnahme möglichst verwacklungsfrei durchzuführen, eine Gefahr, die beim Auslösen am Gehäuse stets präsent ist. Empfehlenswert ist die Verwendung eines Stativs vor allem immer dann, wenn sich die Aufnahmesituation außerhalb des Normalbereichs bewegt - wenn man also extrem nahe dran am Motiv ist (Makro), extrem weit weg (Tele) oder die Lichtverhältnisse entsprechend sind.

Es liegt auf der Hand, dass das Stativ möglichst stabil sein sollte, um effektiv und verwacklungsfrei arbeiten zu können. Ein weiteres Kriterium ist der Kugelkopf, der das Schwenken, Drehen und Neigen der Kamera in alle Richtungen erlauben sollte, um das gewünschte Motiv exakt in den gewünschten Bildausschnitt zu bringen.

Speicherkapazität und Laufzeit durch das richtige Zubehör erweitern

Ist die Aufnahmekapazität von analogen Kameras auf das Filmmaterial beschränkt, handelt es sich bei den modernen Äquivalenten um digitale Speichermedien unterschiedlicher Größe und Bauart. Wenn etwas reichlich benötigt wird, dann ist es Speicherplatz: Bei einem echten Full HD Video-Format kann ungefähr mit einem Speicherbedarf von 1 GB pro Minute gerechnet werden, was als Richtwert gilt, da es noch verschiedene Komprimierungs-Verfahren gibt, abhängig vom verwendeten Camcorder. Ähnliches ist auch für DSLR-Kameras zu vermelden - und zwar in Abhängigkeit von der Auflösung (Megapixel), Farbtiefe, Bildgröße sowie den Grad der Komprimierung.

Planen Sie längere Foto- oder Videotouren sind Ersatz-Speichermedien unbedingt empfehlenswert, abgesehen davon, dass ebenfalls noch ein Laptop sinnvoll sein kann, um die Daten nach getaner Arbeit zu übertragen und natürlich zu sichten. Die gleiche Empfehlung gilt auch für Ersatz-Akkus, da unterwegs nicht immer die Möglichkeit besteht, den gerade verwendeten Akku vor Ort zu laden.

Es werde Licht - für drinnen und draußen

Was die Lichtverhältnisse anbetrifft, kommt es darauf an, ob das Zubehör einerseits für Foto- oder Videoaufnahmen benötigt wird sowie andererseits für Studio- und Außenaufnahmen. Auf eBay finden Sie eine große Auswahl an Produkten speziell für die genannten Einsatzbereiche. Für Fotoaufnahmen können bereits mit einfacheren Blitzgeräten inklusive passendem Zubehör ausreichende Ergebnisse erzielt werden, bei Videoaufnahmen ist allerdings geeignetes Dauerlicht durch Videoleuchten notwendig. Für professionelle Studio-Aufnahmen hält der Handel ein großes Angebot an Zubehör - vom Belichtungsmesser über Hintergründe bis hin zu Studioblitzen, bereit.

Die richtige Kameratasche und Bekleidung für unterwegs

Weitere wichtige Ausrüstungsbestandteile sind Fototasche sowie die Bekleidung, beide sollten verschiedene Kriterien und Ansprüche erfüllen. Dazu zählt etwa ein gewisses Maß an Flexibilität im Innenleben, um Gehäuse, Objektive sowie sonstiges Zubehör sicher und voneinander getrennt unterzubringen. Fotojacken mit ausreichend Taschen bieten einen schnellen Zugriff, wenn zum Beispiel das Objektiv gewechselt werden muss, ein anderer Filter zum Einsatz kommt oder ein Blitzgerät aufgrund der Lichtverhältnisse notwendig ist, um nur drei Beispiele zu nennen.

Die passende Software für die digitale Nachbearbeitung

Einer der wesentlichen Vorteile digitaler Aufnahmeverfahren liegt in der Möglichkeit, Bilder und Filme digital nachzubearbeiten, wichtig ist dennoch, bereits bei der Arbeit selbst auf einen hohen Qualitätsstandard zu achten, da sich dies gerade auch bei der Nachbearbeitung bemerkbar macht.

Professionelle Software zur Nachbearbeitung von Digitalbildern wäre etwa Photoshop von Adobe - ein Produkt, das jedoch so einiges an Know-how und Erfahrung voraussetzt, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Dies gilt natürlich auch für die Videobearbeitung: Als Beispiele seien hier Adobe Premiere oder auch Video Deluxe von Magix aufgeführt - es gibt selbstverständlich noch weitere Hersteller.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden