Fossilien - ein reizvolles Sammelgebiet

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Fossilien - ein reizvolles Sammelgebiet

Die Leidenschaft zur geheimnisvollen Schönheit früher Lebensformen, die an Dramatik oft nichts zu wünschen übrig lässt, wurde erst in den letzten Jahren so richtig von zeitgeistigen Ästheten als Blickfang für Flur oder Wohnzimmer entdeckt. Meist besitzen diese bizarren steinernen Zeugnisse tatsächlich einen hohen Dekorationswert.

Neben verschiedenen pflanzlichen Überresten und ehemaligen Meeresbewohnern wie Ammoniten oder frühen Fischarten, üben die z.T. von haushohen Sauriern stammenden Relikte wie Zähne, Knochen oder Krallen eine besonders große Faszination aus. Immerhin lässt sich mit etwas Phantasie sehr gut vorstellen, welche Spur der Verwüstung ein solcher Riese bei seinen Wanderungen durch die Wälder der Vorzeit zog.

Dinosaurierherde und Jungtiere

 

Trilobiten sind nach der Familie und der zugehörigen Spezies zu unterscheiden. Gemeinsam mit vielen anderen Tiergruppen entstanden diese Meeresbewohner vor über 545 Millionen Jahren während der so genannten kambrischen Explosion, dem „Startschuss" der Entwicklung der Tierwelt. Sie waren in ihrem Körperbau gegliederte Tiere, die vom Kambrium bis ans Ende des Perm also bis vor ca. 250 Millionen Jahren in den Urmeeren existierten. Die Trilobiten starben bereits lange vor dem ersten Auftreten der Dinosaurier aus und sind heute Leifossilien für das Paläozoikum. Sie bilden die ausgestorbene Klasse der Trilobita, bestehend aus über 150 Familien, dzt. über 5.000 bekannten Gattungen und mehr als 15.000 beschriebenen Arten. Jedes Jahr werden neue Arten dieser frühen Gliederfüßer entdeckt und bestimmt. Ihre Vielfalt macht die Trilobiten zur divergentesten Gruppe unter allen ausgestorbenen Lebewesen. Überreste von Trilobiten gehören außerdem zu den wichtigsten Fossilien der Paläontologie.

Die Ammoniten, bei Sammlern wohl genauso beliebt, stellen eine artenreiche, ausgestorbene Gruppe ausschließlich mariner fossiler Kopffüßer dar. Über 1500 Gattungen sind bisher bekannt, die Zahl der Arten dürfte in der Größenordnung bei etwa 30.000 - 40.000 liegen. Die Schalengröße beträgt meist wenige Zentimeter, wenngleich die größte bisher bekannte Art, der Pachydiscus seppenradensis, bis zu 2 Meter Durchmesser erreichte. Ammoniten stellen von ihrem ersten Auftreten im Devon bis zu ihrem Aussterben am Ende der Kreidezeit eine grosse Zahl der Leitfossilien. Aufgrund ihrer Vielfalt, Schönheit und Häufigkeit sind sie bei Sammlern überaus beliebt und auch entsprechend häufig im Handel zu finden.

Fossilien können sowohl in Sedimentgesteine wie Braunkohle oder Schiefer eingeschlossen sein, in Bernstein, oder völlig frei versteinert. Neben der Präsentation von gereinigten oder fachmännisch präparierten Fossilien in der Wandvitrine hat sich eine weitere Verwendungsform, nämlich jene für Schmuckzwecke, herausgebildet. Hier findet man Ammoniten die in Anhänger oder Ringe gefasst sind ebenso, wie zu gefälliger Form zurechtgeschliffene Amulette aus den Schalen versteinerter Kleinlebewesen.

Ein weiterer positiver Effekt: Kinder beginnen sich beim Befassen mit einem Relikt aus längst vergangener Zeit spielerisch mit Erdgeschichte und Geographie auseinanderzusetzen. Im gesamten gesehen gehören Fossilien zu jener Art von Sammelstücken, deren Objekte dem Laien - mit Ausnahme von sehr seltenen Stücken - weitaus wertvoller erscheinen, als der übliche Handelspreis ausmacht. Nicht zuletzt deshalb gelten diese naturgeschaffenen Schönheiten auch als beliebtes und gerne entgegengenommenes Geschenk.

Gezähmte Saurier durchstreifen die Wiener Altstadt

 

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