Fliesen fachgerecht verlegen - so gelingt's

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Fliesen fachgerecht verlegen - so gelingt's

Professionelle Handwerker kosten viel Geld. Wenn Sie selbst über handwerkliches Geschick verfügen, können Sie einiges im Haus oder der Wohnung allein schaffen. Hierzu gehört auch das Verlegen von Fliesen. Mit dem richtigen Werkzeug, Know-how und etwas Übung sehen Bad, Küche, Flur und andere geflieste Räume wie vom Experten gemacht aus.

 

Die Auswahl der Fliesen

Um lange Freude an der eigenen Arbeit zu haben, wählen Sie die für Ihren Bedarf richtigen Fliesen aus. Fliesen sind in fünf sogenannte Abriebklassen unterteilt. Fliesen der Gruppe eins sind nicht als Bodenbelag geeignet. Für Bad, Schlafräume und sonstige Räume, die nicht direkt nach außen führen, können die Fliesen der Gruppe zwei benutzt werden. Fliesen der Abriebklasse drei sind in Gäste-WCs und Wohnräumen einsetzbar, die nicht direkt nach außen führen. Für Balkone, Dielen, Loggias, Korridore, Terrassen und Wohnräume mit Zutritt in den Außenbereich sind Fliesen der Gruppe vier geeignet. Sind die Fliesen qualitativ gut, können diese auch für die Küche genutzt werden. Intensiv genutzte Räume, zum Beispiel Küche, Wohnräume mit Haustieren und Arbeitsraum, sollten Sie mit Fliesen der Abriebklasse fünf fliesen. Gerade in Bad, Küche und anderen von Nässe belasteten Räumen sollten Sie zusätzlich auf die Rutschhemmung achten. Für den privaten Bereich reichen dafür Fliesen mit der Kennung R9 bis R11 aus, womit ein geringer bis erhöhter Haftreibwert ausgewiesen wird.

 

Der Einkauf der Materialien

Bei der Menge der Fliesen sollten Sie großzügig kalkulieren. Da beim Verlegen selbst etwas zu Bruch gehen kann und im Laufe der Jahre Fliesen brechen können, gilt folgende Faustregel: Die zu fliesende Fläche in Quadratmetern fünf Prozent Reserve fünf Prozent Verschnitt. Dann können Sie auch Fliesen aus Restposten verwenden. Flexibler Fliesenkleber und flexibler Fugenmörtel eignen sich auch für Anfänger. Verlegen Sie auf Trockenestrich, muss das Produkt eine flexible Kunststoffbeimischung aufweisen. Eine Grundierung verhindert, dass die Kleberflüssigkeit von einigen Materialien aufgesogen wird und die Fliesen nicht mehr halten. Im Spritzwasserbereich müssen Sie einen Abdichtanstrich vornehmen. Für das Abdichten von Armaturen und Anschlüssen benötigen Sie Silikon. Ein Fliesenschneider, ein Fliesenhammer, eine Fliesenloch- und eine Fliesenbrechzange sind von Vorteil, um die Fliesen passgenau und ohne viel Verschnitt vorbereiten zu können. Damit die Fliesen einen gleichmäßigen Abstand haben, kaufen Sie Fliesenkreuze mit gewünschtem Abstand.

 

Das Verlegen der Fliesen

Verwenden Sie ein Muster, das in der Raummitte beginnt, und markieren Sie die Mitte mit zwei Fäden. Hier verlegen Sie die ersten Fliesen, indem der Kleber mit einer Kelle auf dem Boden verteilt und dem Zahnspachtel durchkämmt wird. Verteilen Sie nur so viel, wie Sie verarbeiten können, bevor sich eine Haut auf dem Kleber bildet. Die einzelnen Fliesen werden aufgelegt und mit der Faust leicht angeklopft. Benutzen Sie die Kreuze für einen gleichmäßigen Abstand. Randstücke passen Sie ein, indem sie eine Fliese über die andere legen und sie dort trennen, wo sie überlappt. Nach 24 Stunden kann die geflieste Fläche verfugt werden. Den Fugenmörtel nach Anweisung anrühren und mit einem Gummispachtel in die einzelnen Fugen reiben. Überschüsse können nach einer Trockenzeit von zehn Minuten entfernt werden.

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