Finger weg von Lauflernhilfen, Babywalker!Unfallgefahr!

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Ob Lauflernhilfe, Gehfrei oder Babywalker – unabhängig von Bezeichnung und Modell gilt für alle Geräte dieser Art, die Kindern im ersten und zweiten Lebensjahr das Laufenlernen erleichtern sollen: Sie sind sinnlos und sehr gefährlich. Von ihrer Verwendung ist unbedingt abzuraten, auch wenn es sich um ein Geschenk der Oma oder des Patenonkels handelt. Die Stiftung Warentest hat 1997 alle auf dem Markt befindlichen Gehfrei-Modelle aus Sicherheitsgründen mit mangelhaft bewertet. Selbst wenn die Modelle ein GS-Zeichen haben, bedeutet dies nur, dass sie technisch in Ordnung sind – nicht aber, dass es sich um ein empfehlenswertes Produkt handelt.

Durch Strampelbewegungen in dem Gerät erreichen Kleinkinder Geschwindigkeiten, die sie nicht kontrollieren können. Schwere Sturzunfälle, z.B. über Teppichkanten oder die Treppe hinunter, mit tragischen Kopfverletzungen sind die Folge. Durch die ungewohnte Greifhöhe und Reichweite kommen Kleinkinder plötzlich an Gegenstände heran, die ihnen gefährlich werden (z.B. Kaffeekannen, mit denen sie sich übergießen können). Auf diese Weise kommt es schnell zu schweren Verbrühungen:

Verbrühungen sind nach Stürzen die zweithäufigste Verletzungsfolge von den insgesamt errechneten 5000 Gehfrei-Unfällen pro Jahr in Deutschland (Zahl von 1997).

In punkto Entwicklungsförderung halten die gefährlichen Apparaturen auch nicht, was sich mancher Käufer, der es gut meint, davon verspricht. Die Experten sind sich einig: Werden Kleinkinder in Gehfrei oder Babywalker gesteckt, hemmt das die Ausbildung des Stützapparates und schadet der motorischen Entwicklung.

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