Final Fantasy VII Crisis Core

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George Lucas nahm mir vor neun Jahren den Glauben daran, dass mir Prequels gefallen könnten. Wie fast jeder Fan von Science-Fiction Filmen verehre ich die alte „Star Wars“-Trilogie und bemitleide die neue. Selbst die Rache der Sith hat mich nicht vom Hocker gehauen: Ein paar gute, eingestreute Szenen, welche das nostalgische Bindeglied zur neuen Hoffnung knüpften, waren mir einfach zu wenig. Der Rest war genauso Special Effects - überladen, viel zu bunt von der Art Direction und viel zu flau in Bezug der schauspielerischen Leistungen, genau wie im Falle der beiden Prequels zuvor.

Skeptisch nahm ich die Ankündigung von „Crisis Core“ wahr, einem PSP Spin-Off, welches die Vorgeschichte zu „Final Fantasy 7“ erzählt. Zugegeben: Endlich einmal mit Zack Fair persönlich durch Midgar zu reisen, dem tragischen Soldaten, der im Original-Spiel nur in Form von Rückblenden zum Einsatz kam: Das schien mehr als verlockend. Doch genauso freute ich mich vor „Star Wars – Episode 1“ auf Anakin Skywalker und wurde bitter enttäuscht. Demnach bereitete ich mich auf eine weitere Ernüchterung vor und schrieb die Story schon im Vorfeld als belanglos ab. Was sollte auch so spannend an einer Geschichte sein, deren Ausgang man bereits kennt?



Fazit

Mal wieder so ein Fall von: Den Bericht und die ausführliche Analyse kann ich mir sparen, denn letztendlich hängt die Kaufempfehlung von einem einzigen Faktor ab. Mochtet ihr die Story und die Charaktere von „Final Fantasy 7“? Wenn ja, dann holt euch „Crisis Core“, ohne wenn und aber. Auch wenn das Genre vom Rollenspiel mehr zum Beat´em Up Light verkommt, die brillant erzählte Vorgeschichte macht das alles wieder wett. Dem leicht vom Zufall abhängenden Level Up-System und dem insgesamt zu leichten Schwierigkeitsgrad zum Trotz ist „Crisis Core“ eine fantastische Hommage an den legendären Klassiker von 1997. Besser hätte man die Story von Zack in meinen Augen nicht inszenieren, schreiben und darstellen können.

Wenn euch „Final Fantasy 7“ egal war/ist, dann wird es schon etwas schwieriger mit der Kaufempfehlung. Erwartet kein anspruchsvolles Gemetzel, außer natürlich, ihr wollt es gleich im „schweren Modus“ probieren, wovon ich aber selbst Profis aufgrund latenter Frust-Gefahr abrate. Die Settings sind wunderschön, die grafische Ausarbeitung eine Klasse für sich, die Musik schwankt zwar qualitätstechnisch, weiß jedoch geschickt mit ihren Stärken aufzutrumpfen, und die Steuerung ist für meine Begriffe die beste, die ich je für ein PSP-exklusives Spiel gesehen habe. Die Story wird euch nicht lange beanspruchen, dafür sorgen die ewig vielen Nebenmissionen für den entsprechenden Ausgleich beim Umfang. Kurz: Ihr könnt euch an das Roulette gewöhnen, habt es lieber etwas zu leicht als zu schwer und ihr mögt Action-Rollenspiele, in denen euer Reaktionsvermögen mehr geprüft wird als euer Talent zum Taktieren oder Zaubern? Dann ist „Crisis Core“ euer Ding, selbst wenn ihr „Final Fantasy 7“ nicht kennt.




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