Filterfüllung für den Sandfilter – die Alternativen

Aufrufe 64 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Filterfüllung für den Sandfilter – die Alternativen


Sandfilter sind beliebt und weit verbreitet. Das hat gute Gründe – sie sind preiswert und funktionieren sehr gut. Der Sand als Filtermedium ist billig und man muss ihn nur alle zwei bis drei Jahre austauschen.

Wie funktioniert ein Sandfilter?

In dem Sandfilter befindet sich Sand, darin bilden sich Kanäle. Partikel, die in dem Poolwasser enthalten sind, werden durch die Kanäle zurückgehalten und das Wasser ist wieder sauber.

Mit der Zeit werden diese Kanäle zunehmend durch die Partikel verstopft, und die Filterleistung lässt nach. Um dies auszugleichen, muss man gelegentlich rückspülen, um die Partikel wieder auszuwaschen.

Der Nachteil am Sand als Filterfüllung ist, dass man eine vergleichsweise starke Pumpe braucht und die zu filternde Partikelgröße nach unten begrenzt ist. Dies kann man zwar durch den Einsatz von Flockungsmittel ausgleichen, der Nachteil bleibt aber grundsätzlich bestehen.

Was gibt es an Alternativen zu Sand als Filterfüllung?

Kies

Während bei Sand Korngrößen von 0,4 bis 0,8 und 0,8 bis 1,2 mm üblich sein, ist die Durchströmung gerade bei großen Filterkesseln nicht optimal.

Durch den Einsatz von Kies mit einer Körnung von 3 bis 5 mm im Bereich der Verteiler wird das Wasser gleichmäßiger über den gesamten Filterquerschnitt verteilt und die Durchströmung verbessert. Das entlastet die Pumpe.

Die Kosten für Kies entsprechen in etwa denen für Sand.

Hydroanthrazit

Hydroanthrazit ist als Hydroanthrazit H (aus Schwarzkohle hergestellt) und Hydroanthrazit N (aus Braunkohle hergestellt) erhältlich.

Es wird nie alleine, sondern immer in Kombination mit Sand als oberste Filterschicht eingesetzt. Es können höhere Filtergeschwindigkeiten erreicht werden (rund 2/3 mehr). Die Körnung ist 0,4 – 0,8 mm oder 0,6 – 1,6 mm. Auch ist die Wasserqualität beim Einsatz von Hydroanthrazit besser, als nur mit Sand.

Ein weiterer Vorteil (der eigentlich wichtigere) ist die Fähigkeit, Chloramine filtern zu können. Chloramine sind gebundenes Chlor und erzeugen den typischen Hallenbad-Geruch. Das macht dieses Filtermedium gerade für Hallenbäder sehr attraktiv.

Hydroanthrazit ist sehr teuer – 100 Euro für einen 25 kg Sack muss man einkalkulieren.

Filterwatte

Vergleichbar mit der Filterwatte, die auch in Dunstabzugshauben eingesetzt wird, ist Spezial-Filterwatte für Schwimmbad-Filter.

Der Ansatz ist, dass man einen sehr groß dimensionierten Kessel mit 1 bis 1,5 kg Filterwatte füllt. Da der Gegendruck viel niedriger ist, als bei Sand, kommt man mit einer erheblich kleineren Pumpe aus. Selbst die Pumpen, die bei Kartuschenfiltern bei sind, reichen oft aus.

Besonders wirksam ist Filterwatte gegen Algen. Selbst einen gekippten, komplett grünen Pool haben wir mit einer kleinen Intex-Pumpe in wenigen Tagen wieder kristall-klar bekommen.

Filterwatte ist extrem billig.

Der Rückspülmechanismus funktioniert hiermit nicht, es ist besser, die Watte herauszunehmen und mit einem Wasserschlauch abzuspritzen.

Eine Kombination von Kies an den Verteilern und Filterwatte im restlichen Kessel wird gerne für Koi-Teiche genutzt. Da diese Fische keine starken Strömungen mögen, ist die Kombination einer kleinen Pumpe mit ausgezeichneter Filterleistung sehr beliebt.

Filterglas

Filterglas ist eine hervorragende Alternative zu Sand, und es gibt eigentlich keinen Grund, es nicht zu nutzen. Filterglas ist gemahlenes Glas. Es fühlt sich etwas grober an als Sand, man schneidet sich aber nicht dran.

Glas ist leichter, hat weniger Druck gegen die Pumpe und filtert besser. Da Glas nichts annimmt, muss man weit seltener rückspülen (2 bis 3 mal im Jahr reicht).

Von den Kosten her liegt es bei rund dem Doppelten von gewöhnlichem Sand, ist also keine nennenswerte Mehrbelastung.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden