Filmrolle oder Steckkarte – So speichern sie ihre Fotos auf dem passenden Medium

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Filmrolle oder Steckkarte – So speichern sie ihre Fotos auf dem passenden Medium

Der Datenspeicher oder das Speichermedium dient der Speicherung von Informationen oder Daten.
In der Fotografie war in früheren Zeiten die Archivierung des Bildes auf einer Filmrolle das gebräuchlichste Verfahren, heutzutage erfolgt die Speicherung in erster Linie auf einer Steck- oder Speicherkarte. Die früher gebräuchlichste Speicherung auf Film, die mithilfe eines chemischen Bearbeitungsprozesses Bildinformationen in Form von bewegten oder statischen Lichtbildern sowie Licht und Ton archiviert, wird fotografische Speicherung genannt. Dabei handelt sich um eine chemo-optische Form der Speicherung. Auch heute noch ist die Speicherung auf Mikrofilm die sicherste Methode. Zum Lesen bedarf es lediglich eines Vergrößerungsgeräts. Schwierigkeiten mit der Dauerhaftigkeit von Lesegeräten und Formaten gibt es nicht.
Bei der Steck- oder Speicherkarte werden die Daten mithilfe der Flash-Speicher-Technik archiviert. Eingesetzt werden sie in kompakten, mobilen Geräte wie Digitalkameras oder Mobiltelefone, aber auch als Mittel zum Datentransport in Verbindung mit einem USB-Stick an einem PC.

Auch als Speichermedium unentbehrlich – der Rollfilm oder die Filmrolle

Der Rollfilm ist ein fotografischer Film, der offen auf einer Spule aufbewahrt wird. Der Begriff entstand in Abgrenzung zur Bezeichnung Planfilm. Filme in Patronen werden Kleinbildfilm genannt. In früheren Zeiten waren auch Kleinstbildfilme und Kleinbildfilme in Kassetten im Handel. Anfangs wurde als flexibler Schichtträger Papier, später die leicht entflammbare Nitrozellulose und etwa ab 1908 die schwer entzündliche Acetatcellulose, der sogenannte Sicherheitsfilm, benutzt. Der Vorgang läuft wie folgt ab: Der Film wickelt sich während der Aufnahmen von einer Vorrats- auf eine Leerspule ab. Der voll belichtete Film wird zusammen mit der Speicherspule zur Entwicklung eingeschickt. Wenn ein unbelichteter Rollfilm in das Rollfilmmagazin eingelegt wird, findet die letzte Vorratsspule als Leerspule Verwendung. In den frühen Jahren der Fotografie wurden die Spulen aus Metall oder aus Holz, später aus Plastik hergestellt.

Entgegen der verbreiteten Ansicht in der Öffentlichkeit, ist der Rollfilm keine Erfindung von George Eastman oder von Mitarbeitern seines Unternehmens. Hannibal Goodwin patentierte einen verbesserten Zelluloidfilm 1887, dessen vorhandene Patente von George Eastman ignoriert wurden. Daher war er bis 1898 Beklagter eines Rechtsstreits, an dessen Ende er zur Zahlung von Schadensersatz an Goodwin verurteilt wurde. Allerdings wurde sein Unternehmen durch das aggressive Vorgehen Eastmans in die Lage versetzt, bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen marktbeherrschenden Status aufzubauen. 1905 beendete Agfa zum Beispiel erste Versuche, einen wettbewerbsfähigen Rollfilm in den Handel zu bringen, und nahm erst 1915 die Fertigung wieder auf.

Der Rang des Rollfilms

Unter Experten wie Laien auf dem Gebiet der Fotografie ist es ein offenes Geheimnis, dass der Rollfilm zwar eine erhebliche Erleichterung in der Entwicklung der Fotografie darstellte, die neue Technik jedoch eine gezielte Entwicklung des einzelnen Negativs mit seinem speziellen Qualitätspotenzial erschwerte. Die Fotografen dieser Zeit hatten bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich mit einer Plattenkamera gearbeitet, deren Bedienung viel Geschick erforderte und deren Einsatzmöglichkeiten Grenzen gesetzt waren. Schnappschüsse waren kaum möglich und die Fotografien mussten Stück für Stück bearbeitet werden. Wer Abzüge in unterschiedlichen Größen anfertigen wollte, brauchte verschieden große Fotoapparate. An unwegsamen Plätzen waren die Aufnahmen erheblich erschwert. Allerdings änderte sich dies mit dem Rollfilm. Unter Zuhilfenahme eines Filmmagazins war es möglich, ihn an einer Plattenkamera zu befestigen.

Der Fotograf konnte mehrere Motive nacheinander aufnehmen und die Handhabung wurde stark vereinfacht. Ohne die Aufnahmen unmittelbar bearbeiten zu müssen, konnte die Kassette einfach ausgetauscht werden. Auf diese Weise wurde das Fotografieren zu einer weit verbreiteten Freizeitbeschäftigung. Ein weiterer Vorteil, der sich mehr und mehr bemerkbar machte, war der, dass die Mittelformat-Diapositive nach der Einführung des Kleinbildfilms bereits ohne Lupe gut betrachtet werden konnten.

Speicher- oder Steckkarten – die elektronischen Speichermedien

Unter der Elektronischen Speicherung werden sämtliche Speichermedien bezeichnet, die Daten oder Informationen in oder auf Grundlage von elektronischen Konstruktions-Elementen speichern. In der heutigen Zeit findet die elektronische Speicherung im Prinzip nur noch mithilfe von in Silizium realisierten integrierten Schaltkreisen statt. Wer elektronische Speichermedien lesen möchte, kann auf technische Hilfsmittel nicht verzichten. Die unterschiedlichen Mechanismen, unter denen die Speicherung durchgeführt wird, können anhand ihrer charakteristischen Funktionsweise unterschieden werden:

  • Der flüchtige Speicher: Bei diesen Geräten gehen die Informationen verloren, wenn sie nicht von Zeit zu Zeit erneuert werden oder wenn der Strom abgeschaltet wird.
  • Der permanente Speicher: In einem solchen Speicher können einmal gespeicherte oder fest verdrahtete Daten nicht mehr verändert werden.
  • Der semi-permanente Speicher: Hierin werden die Informationen permanent gespeichert, die aber auch verändert werden können.

Allerdings erhält der Nutzer dieses elektronische Speichermedium nicht als einzelnen Speicherbaustein, sondern bereits als kombiniertes Produkt. Bei der Anwendung als Arbeitsspeicher in Computern oder deren Peripheriegeräten (DRAM) werden mehrere Speicherbausteine auf sogenannte Speichermodule kombiniert. Dagegen enthalten die Flash-Speicher für die Archivierung von Multimedia-Daten in mobilen Anwendungen bei den in vielen verschiedenen Formen auftretenden, meist als Speicherkarte ausgeführten Gehäusen, neben dem eigentlichen Speicherbaustein auch Controller.

Die unterschiedlichen Typen von Speicherkarten

Die meisten der zurzeit erhältlichen Geräte nutzen die Flash-Technik, obwohl auch andere Technologien entwickelt wurden. Der Handel bietet eine große Zahl von Speicherkarten an:

  • CompactFlash (CF)
  • xD-Picture Card (xD)
  • Smart Media (SM)
  • Multimedia Card (MMC)
  • Secure Digital Memory Card (SD).

Andere Speichermedien, die zu den Flash-Speichermedien gezählt werden, sind die Panasonic P2 und die Sony SxS.

Obwohl der USB-Stick keine Speicherkarte im eigentlichen Sinne ist, ist er jedoch wegen seines ähnlichen Aufbaus und einer ähnlichen Anwendung an dieser Stelle mit aufgeführt. Der Handel bietet auch kompakte Speicherkartenlesegeräte, die ohne eigenen Speicher auskommen, mit eigenen Steckplätzen für beispielsweise eine Micro-SD-Karte. Auf diese Weise dienen sie als Adapter von der Stecker-Norm dieser Karten auf USB. Die Flash-Speicherkarten werden in unterschiedlichen Größen angeboten, wobei die Speicherkapazität normalerweise unmittelbar dem Preis entspricht. Die CompactFlash-Karte weist etwa die gleiche Größe wie eine Streichholzschachtel auf, während die SD-Card und die MultiMedia-Card (MMC) so groß sind wie eine Briefmarke. Neuartigere Kontruktionen sind nur mehr so groß wie ein Fingernagel. 2009 bot der Handel erstmals Speicherkarten mit 64 Gigabyte an. Sony und Olympus bieten in ihren zahlreichen neuen Modellen elektronischer Geräte neben den von ihnen lange eingeführten Formaten seit 2010 zusätzlich SD-Card Slots an. Somit scheint im Krieg der Formate bei den Speicherkarten die SD-Card zu gewinnen.

Übertragungsgeschwindigkeiten bei Speicherkarten

In vielen Fällen sind die Übertragungsgeschwindigkeiten von Speicherkarten nicht unmittelbar, sondern als Faktor auf Grundlage der Lesegeschwindigkeit von CDs angegeben, die etwa bei 150 kB pro Sekunde für die ursprünglichen Single-Speed- oder 1×-Laufwerke liegt. Ausgehend von der Entwicklung von CD-Brennern, hat sich diese Schreibweise auch für andere beschreibbare Speichermedien durchgesetzt. Die Bezeichnungen HyperSpeed oder High Speed und andere unterliegen keiner Normung, sodass es bei diesen nicht möglich ist, die Behauptung aufzustellen, dass eine HighSpeed Karte sehr schnell ist oder nicht. Darüber hinaus sind die Mess-Verfahren für Geschwindigkeiten nicht genormt. So lassen sich mit wenigen großen Dateien sehr große Schreibwerte ermitteln, die bei vielen kleineren Dateien nicht relevant sind. Allerdings ist bei dem Vergleich der X-Geschwindigkeitsfaktoren von Flashspeicherkarten unterschiedlicher Produzenten zu beachten, dass die verschiedenen Anbieter diese Geschwindigkeit unterschiedlich oder überhaupt nicht definieren. Manche Hersteller beschreiben den X-Faktor auf Grundlage der Schreibgeschwindigkeit, andere legen die Lesegeschwindigkeit zugrunde. Wieder andere Definitionen verwenden den Begriff der Datenübertragungsgeschwindigkeit und meinen in diesem Falle sowohl die Lese- wie auch die Schreibgeschwindigkeit. Die namhafteren Produzenten geben Datenblätter heraus, die die Bezeichnung der Geschwindigkeit genauer eingrenzen.

Hinweise für den Kauf von Speicherkarten

Der Handel bietet eine große Anzahl von Speicherkarten an. Die Nachfrage nach immer kompakteren Speichermedien führt zu ständig neuen Konzepten. Die Karten sollen Strom sparend, schnell und multifunktional und von hoher Kapazität sein. Gebräuchliche Speicherkarten wie Secure-Digital-Karten oder Compact Flash sind vergleichsweise preisgünstig. Ausgefallenere Karten sind meist teurer und lassen sich nicht so leicht nachkaufen. Möglicherweise können bei einem Systemwechsel erworbene Karten nicht weiter verwendet werden. Besonders geachtet werden sollte auf:

Die Geschwindigkeit

In der Regel wird die Übertragungsgeschwindigkeit von Speicherkarten als Faktor angegeben. Dieser Faktor hat als Grundlage die Lesegeschwindigkeit von CDs, die in diesem Falle mit 150 Kilobyte pro Sekunde ausgelesen werden. Eine SD-Karte mit der Bezeichnung „133" verfügt demnach über eine Übertragungsgeschwindigkeit von etwa 19,95 Megabyte pro Sekunde.

Die Robustheit

Speicherkarten sollten eine große Widerstandskraft besitzen. Besonders in den Ferien sind sie oftmals Kälte, großer Wärme oder einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Allerdings können widrige Witterungsbedingungen den wenigsten Karten zusetzen. Selbst elektrische oder magnetische Felder führen nicht zu Datenverlust. Die Karten halten aufgrund ihrer kompakten Bauweise auch mechanischer Belastung stand oder lassen sich auch in äußerlich beschädigtem Zustand noch auslesen.

Die Speicherkapazität

Die weitere Erhöhung der Datenmengen sorgt auch bei den Speicherkarten für höhere Kapazitäten. Sämtliche Modelle sind in verschiedenen Varianten im Handel. Beispielsweise verfügen Compact-Flash-Karten aktuell über eine Kapazität von 16 Gigabyte und Secure-Digital-Karten bis zu zwei Gigabyte. Professionelle Ausgaben aller Kartenmodelle bieten auch größere Speicherkapazitäten. Schnelle Karten besitzen natürlich Vorteile, wenn umfangreiche Datenmengen zügig abgespeichert werden müssen. Allerdings sind die sogenannten Highspeed-Modelle teurer und empfehlen sich nur für professionelle Anwendungen.

Der Stromverbrauch

Wenn die Karten mobil eingesetzt werden, ist besonders der Stromverbrauch interessant. Natürlich schont ein niedriger Verbrauch den Akku. Karten, die ohne Steuerchip auskommen, wie beispielsweise xD-Karten, liegen hier vorn. xD-Karten werden zum Beispiel in Foto-Apparaten von Olympus und Fujifilm verwendet.

Ob auf der Filmrolle oder auf dem Speicherchip, die Archivierung der einmal als gut befundenen Aufnahmen hat für jeden Fotografen eine gewichtige Bedeutung.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden