Filmprogramme von Klassikern der Jahre 1940 bis 1949

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Klassiker von 1940 bis 1949: Filmprogramme kaufen

Die 40er Jahre – Broadway, Hollywood und der deutsche Film

Der Geburtsort des modernen Kinos befindet sich im sonnigen Kalifornien, in Los Angeles. Besser bekannt unter dem Namen Hollywood ist das Gebiet nahe Los Angeles durch seine zahlreichen Filmstudios und natürlich durch den weithin sichtbaren Schriftzug bekannt. Richtig in Schwung kam die Filmindustrie in Hollywood mit der Entwicklung des Tonfilms Anfang der 1930er Jahre. Der Kinofilm und Hollywood wurden zum Sprungbrett für viele Stars der 40er und 50er Jahre wie Marylin Monroe, John Wayne oder Errol Flynn. Noch vor den großen Hollywoodzeiten war der Broadway in New York das Zentrum der amerikanischen Film- und Unterhaltungsindustrie. Rund um den Times Square schossen ab 1880 unzählige Theater aus dem Boden, die ihre Glanzzeit zwischen 1910 und 1930 hatten.

Der Aufschwung des deutschen Films

Der deutsche Film erlebte in den 40er Jahren trotz des Krieges in Europa ebenfalls einen Aufschwung. Den Nationalsozialisten kam eine Ablenkung der Bevölkerung gerade recht und so unterstützten sie vielfach die Produktion von deutschen Kinofilmen. Bekannte deutsche Schauspieler dieser Zeit sind unter anderem Heinz Rühmann oder Gert Fröbe, der seine Schauspielkarriere Mitte der 40er Jahre begann. In den Nachkriegsjahren entwickelte sich das Kino in allen deutschen Besatzungszonen zu einem festen Bestandteil der Unterhaltungsindustrie. Während in Westdeutschland größtenteils amerikanische Produktionen gezeigt wurde, produzierte man im Osten eigene Filme, die den ideologischen Ansprüchen genügen sollten. Beide hatten jedoch gemein, dass sie zu allen Filmen Programmhefte druckten und herausgaben.

Die Entwicklung der Filmprogrammhefte

So selbstverständlich wie man heutzutage Filmtrailer im Internet als Einführung zu den neuesten Kinofilmen anschaut, waren in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Filmprogramme verbreitet. Sie boten einen kurzen Überblick über das Thema und die Handlung des Films, listeten die Schauspieler und den Regisseur auf und hielten meist ein paar passende Bilder oder Illustrationen zur Einstimmung auf den Film parat. Diese kleinen Informationsheftchen wurden erstmals Ende des 19. Jahrhunderts in den Theatern und Schauspielhäusern verteilt und wurden von den später entstandenen Kinos in den Vereinigten Staaten übernommen.
Über den Atlantik fand diese Form der Filmwerbung ihren Weg im Jahre 1911, als in Österreich die ersten schwarz-weißen Filmprogramme gedruckt wurden. Die ersten Ausgaben in Deutschland erschienen 1919. In Europa etablierte sich jedoch eine andere Form der Programmhefte. Während die amerikanischen Originale von den Filmstudios selbst herausgebracht wurden und rein informative Hefte zu einem spezifischen Film waren, wurden die deutschen Programmhefte von unabhängigen Verlegern erstellt und enthielten neben Filmkritiken auch noch Nachrichten aus der Welt des Kinos und der Stars.

Filmprogramme zu den großen Kinoerfolgen der 40er Jahre

In den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden einige der ganz großen Kinoklassiker produziert. Marilyn Monroe zum Beispiel betrat Mitte der 40er Jahre die Hollywoodbühne und hatte ihre ersten großen Auftritte zu dieser Zeit. 1948 spielte sie in der Musicalverfilmung „Ich tanze in dein Herz“ die Hauptrolle der Peggy Martin. Filmprogramme zu den frühen Monroe-Klassikern sind bei Sammlern wie Marilyn-Fans gleichermaßen beliebt.
Zu dieser Zeit, als Marilyn Monroes Karriere noch in den Kinderschuhen steckte, war ein anderer US-Schauspieler bereits ein Star: Errol Flynn. Flynn wurde als Darsteller in verschiedenen Abenteuerfilmen bekannt, so zum Beispiel in der Rolle des Robin Hood. 1941 spielt er die Hauptrolle in der Filmbiografie „Sein letztes Kommando“. Flynn übernimmt die Rolle des George Custer, der 1857 zur Militärakademie in West Point kommt und später im amerikanischen Bürgerkrieg kämpft. In „Der Held von Burma“ aus dem Jahre 1945 übernahm Errol Flynn eine weitere Hauptrolle in einem Kriegsfilm. In der Rolle des Captain Nelson leitet er einen kleinen Trupp, der die Aufgabe hat, eine japanische Radaranlage im Dschungel des besetzen Burma ausfindig zu machen und zu zerstören. Sollten Sie ein Anhänger von Errol Flynn und seinen Filmen sein, sollten Sie unbedingt einige Filmprogramme seiner Kinoerfolge in Ihre Sammlung aufnehmen. Charlie Chaplins Karriere begann im Gegensatz dazu im Stummfilm Mitte der 1910er Jahre. Dennoch feierte er einen seiner größten Erfolge im Jahre 1940 mit seiner Parodie des Adolf Hitler in dem Film „Der große Diktator“.

Actionfilme und Thriller der 40er

Bei eBay finden Sie auch viele Filmprogrammhefte von Actionfilmen und Thrillern der 40er Jahre. Einer der bekanntesten Regisseure der frühen Schwarz-Weiß-Thriller ist Alfred Hitchcock. Obwohl seine größten Erfolge noch folgen sollten, produzierte er schon zu dieser Zeit Klassiker der Filmgeschichte wie „Das Rettungsboot“ aus dem Jahre 1944. In diesem Film inszeniert Hitchcock die Spannungen in einem Rettungsboot, in dem sich neun Passagiere und Besatzungsmitglieder eines amerikanischen Dampfers befinden, der kurz zuvor von einem deutschen U-Boot versenkt worden war. Als dann ein weiterer Schiffbrüchiger aufgefischt wird, der sich als deutscher U-Boot-Fahrer entpuppt, spitzt sich die Stimmung im Boot zu.
John Wayne machte sich unterdessen einen Namen als Darsteller von Westernfilmen. Zwischen 1942 und 1949 war er unter anderem in „Der Draufgänger von Boston“, „Der Fremde aus Arizona“ und der Kavallerie-Trilogie „Bis zum letzten Mann“, „Der Teufelshauptmann“ und „Rio Grande“ zu sehen, die alle zu Klassikern des amerikanischen Westerngenres wurden. Daneben war Wayne 1942 im Abenteuerfilm „Piraten im karibischen Meer“ zu bestaunen, in dem er die Rolle des Captain Jack Stuart übernimmt. Im Jahre 1840 wird sein Schiff Opfer eines geplanten Unglücks von Piraten, die ihr Unwesen an der Küste Floridas treiben. Der Film erhielt einen Oscar für seine visuellen Effekte.

Wichtige Filmprogramme aus dem deutschsprachigen Raum

Eine der einflussreichsten Filmzeitschriften in Deutschland war der Film-Kurier, welcher erstmals 1919 erschien und bis 1945 gedruckt wurde. Während sich das Heft bis 1933 sowohl von nationalen als auch internationalen Filmen berichtete, wurde nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten der Verleger zur Aufgabe gezwungen und das Blatt konzentrierte sich von da an auf den deutschen Film. 1940 vereinigte man den Film-Kurier mit dem Konkurrenzblatt „Lichtbild-Bühne“ und 1943 folgte „Der Film.“. Ab dem Oktober des Jahres 1944 wurde das Filmprogramm unter dem Namen „Film-Nachrichten - Mitteilungsblatt für den gesamten Bereich des deutschen Filmschaffens“ veröffentlicht, was die Bindung des Blattes an den deutschen Film verdeutlichte. Bei eBay finden Sie heute noch viele Original-Ausgaben des Film-Kuriers, welche bei Sammlern sehr beliebt sind.
In Österreich hingegen hatte sich „Paimann´s Filmlisten“ als auflagenstärkstes Blatt etabliert. Die Erstausgabe erschien 1916 und von da an wurde bis 1965 wöchentlich über Neuigkeiten rund um Kino und Theater berichtet. Neben den Informationen zu Regie, Handlung und Schauspielern bewertete „Paimann´s Filmlisten“ jeden Film auch auf einer Skala von „Schlager ersten Ranges“ bis hin zu „mittelmäßig“. Den Kinobetreibern waren diese Zeitschriften aufgrund der Filmbewertungen ein Dorn im Auge, denn sie hatten Angst vor negativen Kritiken und sahen Hefte wie „Paimann´s Filmlisten“ als Geschäftsschädigung. Das offizielle Heft der Kinoindustrie in Österreich war der "Filmbote", welcher jedoch niemals die Beliebtheit der unabhängigen Filmzeitungen erreichte.

Filmprogramme zu deutschen Kinoklassikern

Wie kaum ein anderer prägte Heinz Rühmann mit zahlreichen Komödien und Abenteuerfilmen die deutsche Kinolandschaft der 1940er Jahre. Sein Auftritt als Student Hans Pfeiffer „mit drei f“ in dem 1944er Film „Die Feuerzangenbowle“ machte ihn endgültig zum Symbol des deutschen Films. Weitere bekannte Kinofilme mit Heinz Rühmann in den Hauptrollen waren „Quax, der Bruchpilot“, wo er einen Verkehrsbüroangestellten spielt, der in einem Preisausschreiben eine Ausbildung zum Piloten gewinnt, und „Kleider machen Leute“. Letzterer kam 1940 in die Kinos und basiert auf der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller aus dem Jahre 1866. Heinz Rühmann tritt hier in der Rolle des Schneidergesellen Wenzel zur Zeit des Biedermeiers auf und bläst Trübsal ob seines niedrigen Lebensstandards. Regie führte bei diesem Film Helmut Käutner, welcher eine weitere Schlüsselfigur des deutschen Kinos jener Zeit war.
Er wirkte nicht nur an Filmen mit Heinz Rühmann mit, sondern schuf auch bekannte Werke wie „Große Freiheit Nr. 7“ im Jahre 1944 oder auch „In jeden Tagen“ 1947. In „Große Freiheit Nr. 7“ kann man dann eine weitere Größe des deutschen Kinos in der Rolle des Hannes Kröger bewundern – Hans Albers. Der Film spielt im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli und zeigt das Leben des gealterten Hannes Kröger, der versucht, sich seinen Unterhalt durch verschiedene kleine Jobs zu verdienen. „In jenen Tagen“ gehört zur Kategorie der Trümmerfilme, welche sich die Situation im Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zum Thema machten. In einer interessanten und ungewöhnlichen Geschichte wird der Lebenslauf eines Autos erzählt, der 1933 in Berlin beginnt und in Hamburg des Jahres 1946 endet.

Filmprogramme aus dem Osten Deutschlands

Nach dem Krieg und der Teilung Deutschlands wurde in Potsdam-Babelsberg, das auch heute noch Sitz einiger Filmstudios ist, die Deutsche Film AG, kurz DEFA, gegründet. Zunächst auf Betreiben der sowjetischen Besatzer, später durch die Führung der DDR, wurde die Produktion von Filmen vorangetrieben. Bereits 1946 kam der erste eigene Kinofilm in die Lichtspielhäuser. Dies war ein Trümmerfilm mit dem Titel „Die Mörder sind unter uns“, der nur rund ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der Bewältigung der Naziverbrechen begann. DEFA-Programmhefte sind zu dieser Zeit zu so gut wie allen Filmproduktionen erschienen. Sie lassen sich heute noch zahlreich bei eBay finden. Viele der DDR-Filmklassiker und besucherstärksten Filme stammen aus der Zeit zwischen 1946 und 1949, darunter „Irgendwo in Berlin“, „Razzia“ oder auch „Die blauen Schwerter“. Letzterer kam 1949 in die Kinos und ist eine Filmbiografie des Miterfinders des Porzellans, Johann Friedrich Böttger.

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