Fertigparkett selbst verlegen - so gelingt's

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Fertigparkett selbst verlegen - so gelingt's

Fertigparkett gehört zu den edelsten und hochwertigsten Bodenbelägen. Es ist beliebt wegen seiner Langlebigkeit und seiner hervorragenden Eigenschaften. Es erhöht den Wohnkomfort und sorgt für ein gutes Raumklima. Im Gegensatz zu klassischem Parkett, das aus vielen kleinen Parkettstäben mühsam zusammengesetzt werden muss, ist Fertigparkett sogar leicht selber zu verlegen. Zudem ist es gleichzeitig auch noch bezahlbar.

  

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Fertigparkett“?

Bei Fertigparkett wird zwischen Vollholz- und Mehrschicht-Parkett unterschieden. Parkett aus massivem Vollholz besteht aus nur einer einzigen Schicht. Mehrschichtiges Parkett hingegen setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Schichten zusammen. Die oberste Schicht ist die Nutz- oder Laufschicht, die aus mindestens 2,5 mm starkem Vollholz besteht. Darunter liegt eine Mittelschicht, die je nach Qualität aus Holz oder aus Holzwerkstoffen besteht. Die unterste Schicht wird als Gegenzug bezeichnet und verhindert ein Wölben oder Verziehen des Parketts. Die Bezeichnung „Fertigparkett“ stammt daher, dass dieses Parkett gebrauchsfertig geliefert wird, ohne dass Sie eine Oberflächenbehandlung vornehmen müssen. In der Regel wird Fertigparkett als Klickparkett schwimmend verlegt.

  

Schritt 1 – Ermittlung der benötigten Menge

Um die benötigte Menge an Fertigparkett zu ermitteln, müssen Sie die Quadratmeterzahl des Raumes ausmessen. Addieren Sie als Reserve mindestens fünf Prozent dazu. Die Reserve ist notwendig für den Verschnitt. In der Regel fällt dieser aber sehr gering aus, da mit dem Reststück der letzten Reihe der Beginn für die nächste Reihe geschaffen wird.

  

Schritt 2 – der richtige Untergrund

Entfernen Sie gegebenenfalls alten Teppichboden und gleichen Sie alle Unebenheiten, die über zwei Millimeter hoch sind, mithilfe von Spachtelmasse aus. Zudem muss der Boden trocken, sauber und fest sein. Auf Untergründen wie Fliesen oder Estrich muss eine Dampfsperre verlegt werden – sie verhindert, dass Feuchtigkeit nach oben gelangt. Als nächster Schritt wird eine Trittschalldämmung verlegt, die aus Filz, Kork oder Schaumfolie bestehen kann.

  

Schritt 3 – Verlegung des Bodens

Die Dielen werden in der ersten Reihe zur Wand hin mit der Nut ausgerichtet. Damit eine mindestens ein Zentimeter breite Dehnungsfuge entsteht, wird sie mit Distanzkeilen fixiert. Nur die letzte verwendete Diele der ersten Reihe muss geschnitten werden – sie dient als Anfang für die nächste Reihe, sofern sie nicht kürzer als 40 Zentimeter ist. So werden nach und nach alle Dielen verlegt. Wie die Dielen angesetzt werden, ist abhängig vom verwendeten System. Einige müssen flach ineinandergeschoben werden, andere werden schräg angesetzt und heruntergedrückt.

  

Schritt 4 – die Restarbeiten

Erst wenn der gesamte Boden verlegt ist, werden auch die Distanzkeile entfernt und die Fußleisten montiert. Da kein Leim verwendet wurde und das Fertigparkett bereits behandelt ist, ist der Parkettboden sofort begehbar und nutzbar.

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