Fertighausbausätzen: Gartenhäuser, Blockhäuser und Fertiggaragen

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Ratgeber für den Kauf von Fertighausbausätzen: Gartenhäuser, Blockhäuser und Fertiggaragen

Der eigene Garten kann vieles sein. Von einer Oase der Entspannung bis hin zum Hobbyarbeitsplatz kann er für jeden eine ganz spezielle Funktion haben. Als persönliches Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum eigenen Haus ist er ein integraler Bestandteil des eigenen Grundstücks. Doch auch wenn es vielleicht nur eine angemietete Parzelle ist, wie sie besonders in der Großstadt auftritt, so ändert dies nichts an der Grundfunktion. Umso mehr möchte sich jeder Gartenbesitzer gern möglichst bequem im eigenen Grün einrichten.

Längst haben sich kleine Gartenhäuser, umgangssprachlich auch gern als Laube bezeichnet, dabei die Herzen vieler Gartenbesitzer erobert. Die kleinen Hütten, in der Regel aus Holz, bringen einen gewissen ländlichen und rustikalen Charme mit sich. Sie sind Rückzugsort, praktische Ergänzung und schmückendes Element in einem. Und sie fördern auch den Handwerker in Ihnen, da sie mit verhältnismäßig wenig Aufwand aufgebaut werden können. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Lauben. Auch Garagen, Carports und andere Konstrukte werden inzwischen als komfortable Fertighau Bausätze angeboten. Bei eBay können Sie den passenden Carport Bausatz kaufen.

Die Auswahl und die Möglichkeiten sind entsprechend groß, weshalb die folgende Übersicht helfen soll, Ihnen einen besseren Einblick in die Materie zu geben.

Gartenhäuser und Blockhäuser – diese Eigenschaften zeichnen sie aus

Gartenhäuser sind kleine Gebäude, welche in Gartenanlagen errichtet werden und entweder zur Aufbewahrung von Gartenutensilien oder Ihnen selbst dienen. Laut Bundeskleingartengesetz dürfen die Gebäude dabei nicht größer als 24 m² sein. Eine Baugenehmigung wird dabei nicht benötigt. Die zugelassene Fläche kann auch eine Überdachung mit zusätzlicher Sitzgelegenheit beinhalten. Als dauerhafte Wohnungen sind sie eher ungeeignet, auch weil in der Regel keine sanitären Anlagen vorhanden sind. Gegen vereinzelte Übernachtungen ist hingegen wenig einzuwenden.

Gartenhäuser werden in der Regel aus massivem Holz gebaut, die Dicke entscheidet maßgeblich über die genauere Definition. Bei einfacher Stärke des Holzes zwischen 12 und 21 mm wird von einem Gartenhaus gesprochen. Stärken ab 28 mm fallen in die Kategorie Blockhäuser. Diese sind wesentlich robuster und können auch größer ausfallen. Unabhängig davon sind verschiedene Bauformen denkbar. Auch kleine Geräteschuppen fallen in diese Auflistung mit hinein.

Unterschiedliche Dächer und Materialien - wie Gartenhäuser aufgebaut sind

Garten- und Blockhäuser bestehen in der Regel aus Fichtenholz. Die Wände werden auf einer massiven Bodenplatte aufgebaut. Diese muss nicht zusätzlich im Boden verankert werden, wenngleich dies durchaus möglich ist und zusätzliche Stabilität bringt. Die Fläche der Bodenplatte bestimmt auch die Möglichkeiten der Bebauung. In der Regel ist es ratsam, sich dabei an den genauen Bauplan der Laube zu halten. Es können so, je nach Größe, auch Zwischenwände eingezogen werden.

Beim Dach gibt es ebenfalls verschiedene Varianten, aus denen Sie wählen können. Dazu zählen:

  • Flaches, geneigtes Satteldach
  • Zeltdach
  • Pultdach
  • Tonnendach
  • Schleppdach

Auch eine Erweiterung durch Gauben oder Zwerchgiebel ist möglich. Hier können Sie auch zusätzlichen Stauraum unter dem Dach schaffen. Beachten Sie dabei allerdings in jedem Fall die Maximallast des Daches. In der Regel sind diese nicht darauf ausgelegt, sehr viel Gewicht zu tragen. Dies ist auch im Winter wichtig zu berücksichtigen, da die Häuser geltende Normen erfüllen müssen, um beispielsweise den Schneemassen zu trotzen.

Metallhäuser – gut für Gegenstände, ungeeignet für Personen

Während die Holzvarianten für den Aufenthalt von Personen geeignet sind, nützen kleinere Metallhäuser in erster Linie zum Abstellen von Gegenständen. Egal, ob Gartengeräte oder Fahrräder, alles findet hier seinen Platz, abhängig von der Größe. Das geht bis hin zu kompletten Metallgaragen. In der Regel sind diese Konstrukte fensterlos und besitzen Türen und Tore zur Sicherung. Meist bestehen sie aus Stahlblech. Im Gegensatz zu den hölzernen Verwandten werden die Bodenplatten meist nicht mitgeliefert. Optional gibt es die Häuser auch als Anlehnhäuser, die mit einer Seite direkt an das Haus angeschlossen werden.

Auch bei dieser Variante sind unterschiedliche Dachformen erhältlich, je nach Wunsch. Achten Sie darauf, die Gehäuse nicht zu dicht zu bauen und genug Belüftung zu gewährleisten. Die Hitzeentwicklung ist bei Metallhäusern deutlich stärker, als bei den hölzernen Varianten. Für den Personenaufenthalt sind diese Typen hingegen nicht geeignet.

Fertiggaragen als robuste Behausung für Ihr Fahrzeug

Nicht bei jedem Neubau wird immer an eine Garage gedacht. Viele Autobesitzer sind daher an einer flexiblen und komfortablen Lösung interessiert. Die Vorteile von Garagen liegen auf der Hand. Ihr Auto ist geschützt vor Wind und Wetter und wird außerdem vor interessierten Blicken versteckt. Niemand lässt sein Fahrzeug gern unbeobachtet auf der Straße stehen oder in einer nicht einsehbaren Seitenstraße. Sollte ihr Grundstück daher genug Platz bieten, dann sind einfach zu konstruierende Fertiggaragen eine gute Wahl für Sie.
Diese bestehen aus Stahlbeton-Fertigteilen. Dieses Material macht die Teile sehr tragfähig und sorgt für eine erhöhte Lebensdauer. Daher geben viele Hersteller auf Ihre Garagen bis zu zehn Jahre Garantie. Die Außenwände erhalten einen witterungsresistenten Putz. Das Dach ist in der Regel flach, kann aber in Einzelfällen auch angespitzt werden. Optional sind auch zusätzliche Beschichtungen, Bekiesung oder eine Begrünung machbar. Es gibt dabei meist verschiedene Basisformen zur Auswahl. Dazu zählen:

  • Einzelgaragen
  • Doppelgaragen
  • Garagen mit Satteldach
  • Reihengaragen
  • Großraumgaragen
  • Spezielle Motorradgaragen

Welche Zusatzkomponenten können bei Fertiggaragen eingebaut werden?

Preislich und in puncto Komponenten sind bei den Fertiggaragen kaum Grenzen gesetzt. Die Modelle werden dabei individuell auf die Gegebenheiten Ihres Grundstücks zugeschnitten. Gleiches gilt auch für Zusatzausrüstungen. Sie können Ihre Garage mit allerhand Annehmlichkeiten ausstatten. Wahlweise geschieht dies über den Hersteller an sich oder durch Sie als Nutzer. Dazu zählen:

  • Die Wahl des richtigen Tors. Bevorzugen Sie Schwingtore oder Sektionaltore? Reicht Ihnen ein Tor aus oder können es auch zwei sein? Auch eine optionale Tür ist denkbar.

  • Benötigt Ihre Garage Fenster? Wenn ja, wie groß sollten diese sein? Bevorzugen Sie dabei bodentiefe oder horizontale Fenster.

  • Wie viel Elektronik benötigt Ihre Garage? Sie können auf diese Weise bestimmen, ob sich die Tore beispielsweise mittels Funk elektronisch öffnen lassen. Steckdosen können sich auf diese Weise auch individuell platzieren lassen, sollten sie welche benötigen.

  • Eine Lichtanlage ist bei größeren Garagen definitiv eine Überlegung wert. Auch hier haben sie die Auswahl zwischen unterschiedlichen Lichtanlagen.

  • Einige Hersteller bieten auch spezielle Wandordnungssysteme an, welche an den Innenwänden der Garage befestigt werden. Hier können sie ganz unproblematisch Ihr Fahrrad oder die Winterreifen an der Wand befestigen.

  • Auch ein separater Wasserspeicher zum Sammeln und anschließenden Wiederverwerten des Regenwassers vom Dach ist ein gern genutztes Feature.

Bedenken Sie aber, dass jede Zusatzausstattung Geld kostet. Bereits die Basisausstattung gibt es dabei ab ca. 2.000 Euro. Entscheiden Sie die Anschaffung daher auch stets aus finanziellen Gesichtspunkten.

Carports als preisgünstige Alternative zur Garage

Für alle, denen die Anschaffung einer Fertiggarage zu kostenintensiv ist und die vielleicht auch nicht den entsprechenden Platz haben, stellen sogenannte Carports eine kleinere und kostengünstige Alternative dar. Übersetzt man den Begriff Carport aus dem Englischen, erhält man den Begriff „Autohafen.“ Der Carport ist ein spezieller Unterstand, er dient sowohl zur Einfassung des Stellplatzes als auch zum Schutz vor Umwelteinflüssen. Am geläufigsten sind hier Holzvarianten, aber auch Stahl und Aluminium sind keine Seltenheit, vereinzelt gibt es auch Kunststoff-Varianten. Im klassischen Verständnis sind Carports zu allen Seiten hin offen. Inzwischen haben sich aber auch Varianten mit Seitenwänden durchgesetzt. Hauptunterschied und Kernmerkmal des Carports bleibt die Tatsache, dass die Einfahrt grundsätzlich offen ist und kein eigenes Tor besitzt.

Garage vs. Carport – Vor- und Nachteile beider Konstruktionen

Gegenüber einer Fertiggarage besitzt der Carport sowohl Vor- als auch Nachteile. Die leichten und formschönen Unterstellplätze schützen Ihr Auto relativ gut vor schlechtem Wetter oder der allgemeinen Witterung. Die Garage ist in diesem Fall durch das verschließbare Tor allerdings noch sicherer. Zusätzliche Seitenwände können bei Carports allerdings das Problem verringern. Dabei hat das nicht vorhandene Tor auch seine Vorteile, da die Luftzirkulation bei Carports besser ist, als in Garagen. Dies verhindert beispielsweise die Bildung von Kondenswasser. Das wiederum schützt ihr Fahrzeug vor Rost. Auch das Risiko von Frost wird im Winter merklich verringert.

Abhängig davon, wo auf dem Grundstück der Carport positioniert ist, wird ihr Auto außerdem von allen gesehen und lädt damit eventuell deutlicher zu Diebstahl und Vandalismus ein, als die geschlossene Garage. Fertiggaragen benötigen stets auch eine Baugenehmigung, bei Carports ist dies jeweils abhängig vom Standort. Durch den einfacheren Aufbau und den deutlich geringeren Preis besitzen Carports einen weiteren Vorteil gegenüber den stabilen Garagen.

Worauf Sie beim Selbstbau achten sollten

Nicht alle Komplettbausätze lassen sich auch unkompliziert aufbauen. Je größer der Bausatz, desto wichtiger ist es, sich bei der Installation der kleinen Gebäude professionelle Hilfe zu besorgen. Bei Fertiggaragen ist dies sogar eine Art Voraussetzung, da diese in Sachen Aufbau wesentlich komplizierter sind. Bei Gartenhäusern und Carports geht dies einfacher vonstatten. Mithilfe einer vollständigen Bauanweisung, ein paar helfenden Händen und einem ausreichenden handwerklichen Geschick lässt sich Einiges bewirken, vor allem aber Montagekosten sparen.

Achten Sie vor dem Aufbau Ihres Bausatzes auf jeden Fall darauf, auf einem stabilen Untergrund zu bauen. Stein und Asphalt sind ideal, gerade bei Carports. Das Gartenhaus hingegen bekommt Stabilität durch die integrierte Bodenplatte. Im Falle von Carports sollten die entsprechenden Anker am besten im Fundament einbetoniert werden, achten Sie hierbei auf den richtigen Abstand der einzelnen Pfosten.

Schätzen Sie ihre handwerklichen Fähigkeiten in jedem Fall im Vorfeld gut ein. Auch Profis geraten beim Bau der Konstrukte gern einmal ins Schwitzen. Scheuen Sie sich also nicht davor im Vorfeld oder während des Bauens entsprechenden Rat einzuholen.

 

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