Fehlerquellen beim Ansatz von Milchkefir vermeiden

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Nach meinen beiden Ratgebern zum Milchkefir habe ich viele Anfragen und Bitte um Auskunft oder Hilfe bekommen.

Ernährung:

Daher beantworte ich hier die am häufigsten gestellten Fragen gern in kompakter Form.

Eigentlich kann man beim Ansatz des robusten Milchkefir-Pilzes kaum etwas falsch machen.
Sein kleiner Verwandter, der Wasserkefir, ist da jedenfalls viel empfindlicher.


Manchmal läuft es trotzdem schief... 

Ist mir auch schon passiert. Plötzlich schmeckte der Kefir komisch oder wurde griesig.
Einmal hatte ich den Kefirpilz einer Nachbarin in Pflege, den sie mal (vor einem Jahr) von mir bekommen hatte.
Der roch komisch muffig alkoholisch (wie schimmlige Marmelade) und war nicht wieder "gesund" zu bekommen.
In solchenFällen darf man sich ruhig einfach mal einen neuen gönnen.


            

Hier also die wichtigsten Fragen zu Fehlerquellen bei der Milchkefir-Produktion


Frage: Stimmt es, dass Kefir ein Heilmittel bei Allergien ist? Mein Sohn hat Neurodermitis!

Antwort: Da ich weder Mediziner noch Heilpraktiker bin, darf ich nach deutschem Recht keine medizinische Beratung oder Behandlungsempfehlung erteilen; ich habe aber schon oft von Betroffenen gehört, daß der regelmäßige Konsum von Milchkefir ihre beschwerden vermindert hat nach subjektiver Einschätzung. - Schaden kann es also offenbar nicht, zumal milchsaure Produkte leichter verdaulich sind als z.B. Frischmilch.


Frage: Hallo! War gerade begeistert, einen Kefir-Spezialisten gefunden zu haben und hoffe, dass Sie uns vielleicht einige wenige Fragen beantworten können. Wir haben vor einigen Wochen einen kaukasischen Kefirpilz geschenkt bekommen und haben, wie ich gerade feststellen musste, alles falsch gemacht. Wir haben ihn immer, weil wir nur die kaufen, mit frischer Milch angesetzt.

Antwort: H-Milch oder Frischmilch? Auch ich habe es mit Frischmilch probiert, es geht, schmeckt aber anders (und der fertige) Kefir dürfte nicht so lange lagerfähig sein. Der Geschmack mit H-Milch sagt mir persönlich mehr zu, außerdem hätten wir mit 5 Personen gar nicht genug Platz im Kühlschrank für so viel Frischmilch... Ist also in unserem Fall eher eine Frage der leichteren Vorratshaltung.

Auch Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch und Sojamilch sind geeignet, sofern man diese erhält und den Geschmack mag.


Frage: Und, da ich es einfach nicht wusste, durchs Metallsieb gegeben.

Antwort: Meines Wissens ist der KURZZEITIGE Kontakt mit Metall nicht problematisch, da eine chemische Reaktionzwischen der Milchsäure und dem Metall ja ihre Zeit braucht. Auch das drei Sekunden lange Umrühren mit einem EDELSTAHL-Löffel dürfte nach meiner Erfahrung hier also keine Schädigung bringen. - Das Lagern des Kefirs in einer Aluminiummilchkanne dagegen wäre sicher nicht vorteilhaft. So kann man es auch in "Wikipedia" nachlesen: "Kefirknollen und Kefir sollten nicht für längere Zeit mit Metallen in Berührung kommen, Umrühren mit einem normalen Esslöffel (aus Edelstahl) ist jedoch nicht schädlich." - Aus diesem Metall-Thema würde ich also keine "Religion" machen...   ;-) 


Frage:
Was passiert bei dieser Metallionen-Milchsäurebakterien-Reaktion? Also, schreckliche Magenschmerzen hatten wir bisher nicht, hab nun aber doch einige Ängste.

Antwort: Was "passiert" bei einer Säurereaktion mit Metall? Nun, ich bin kein Chemiker, von daher habe ich nur meine Allgemeinbildung dazu: Säure löst Metallionen , und die muß man ja nicht
unbedingt im Essen haben. Da Kefir sowohl Milchsäure als auch Fettsäuren enthält, gehört das Lebensmittel nicht in Metallgefäße; selbst Edelstahl wird in diesem Zusammenhang von vielen abgelehnt.

Mit Glas oder lebensmittelechten Kunststoffen ist man wohl auf der sicheren Seite.
Wir benutzen dafür die "Junge Welle"-Kannen von "Tupperware"


Frage: Wer kann mir zur Chemie von Kefir Auskunft geben? Im Reformhaus habe ich nur unklare Auskünfte bekommen.

Antwort: Der richtige Adressat wäre ein Lebensmittelchemiker (über das Gesundheitsamt erreichbar)... - der kostet aber Geld. Alternativ gibt es sehr gute Informationsquellen im Internet, einfach mal "Milchkefir" in eine Suchmaschine eingeben.


Frage: Ich habe den Kefirpilz vor einer Reise vergessen und so stand er 8 Tage auf der Milch - was soll ich tun?

Antwort: Ist mir auch schon passiert. - Wenn man es sauer mag, kann man ihn ganz normal weiterverarbeiten. Er wird dann einfach nur sehr dickflüssig. Die Knollen danach einfach einen Tag in Wasser "fasten" lassen.


Frage: Die Kefirpilze ziehen so komische Fäden, was bedeutet das?

Antwort: Eine "normale" Erscheinung, völlig unbedenklich. - Vertrauen Sie Ihrem Geruchsssinn. Kefir ist ein stabiles Produkt aus lebenden Kulturen. 


Frage: Wenn der Kefirpilz plötzlich komisch riecht, was soll ich tun.

Antwort: Manchmal läuft etwas schief, ob es die elektrische Ladung der Luft bei Gewitter ist oder die Hygiene im Kühlschrank, ich weiß es nicht. Wenn der Ansatz komisch riecht oder schmeckt, ist es besser, ihn wegzuschütten. Gelegentlich ein Löffel Milchzucker zum Ansatz tun soll auch helfen.

In jedem Fall regelmäßig(!) den Kühlschrank ausräumen und (mit Essigwasser) gründlich auswischen. Soll man ohnehin mindestens einmal pro Monat machen (dann vergißt man auch keine "alten" Sachen dort.




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