Faszinierend und farbenfroh - Mode aus Afrika

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Wie Sie auf eBay tolle Mode aus Afrika finden

Afrika, ein faszinierender Kontinent voller Gegensätze

Afrika ist ein faszinierend vielfältiger Kontinent voller Gegensätze. Über 50 verschiedene Länder verteilen sich auf einer Fläche von etwa 30 Millionen Quadratkilometern auf dem zweitgrößten der fünf Kontinente. Dies stellt eine Tatsache dar, die sich natürlich auch in der Mode widerspiegelt. Vor allem bunte und mit fantasievollen Mustern versehene Stoffe sind es, die man mit Afrika verbindet. Neben den rein optischen Aspekten zählen bei der traditionellen Bekleidung – je nach Region – auch religiöse, traditionelle und gesellschaftliche Kriterien eine bedeutende Rolle.

Blickt man in der Geschichte zurück, sind vor allem die Kente-Stoffe mit ihren Ursprüngen in Ghana und an der Elfenbeinküste zu erwähnen, um einen kleinen Einblick zu gewinnen. Als Ausgangsmaterialien dienten edle Baumwolle und feine Seide. Aus Kente gewebte Gewänder waren zunächst ausschließlich Stammesoberhäuptern und Königen vorbehalten. Neben geometrisch angelegten Mustern sind es auch Motive aus der Natur, die auf der Bekleidung abgebildet wurden – eine Tradition, die bis heute Bestand hat.

Nachfolgend sollen Ihnen einige Hinweise zur Mode aus Afrika mit auf den Weg gegeben werden. Unter anderem als Anregung, um Ihren Kleiderschrank mit einem zusätzlichen Modestil noch ein wenig bunter und lebendiger werden zu lassen. Denn Gelegenheiten gibt es viele, sich afrikanisch zu kleiden. Trauen Sie sich.

Mode aus Afrika in der westlichen Welt

Sehr beliebt ist die Bekleidung dagegen während der Urlaubszeit aufgrund ihres Schnitts vor allem in südlichen Gefilden mit hohen Außentemperaturen. Die weich fließenden Stoffe umschmeicheln den Körper und bieten gleichzeitig Schutz vor einer zu intensiven Sonneneinstrahlung, im Gegensatz zu eher eng anliegender Mode, in der man sehr schnell ins Schwitzen geraten kann.

Haute Couture aus Afrika

Seit einiger Zeit zeichnet sich in diesem Zusammenhang ein neuer Trend ab: Zahlreiche Modeschöpfer kreieren vom afrikanischen Kontinent aus Modelle, die sich gleichermaßen an internationalen und afrikanischen Vorbildern orientieren. Dabei entstehen charakteristische Kollektionen, die einen besonderen exotischen Reiz ausüben – vor allem bei der Damenmode. Am besten kann man den Trend umschreiben mit „Haute Couture aus Afrika”. Dabei wird das Thema vollkommen anders interpretiert: Zum einen handelt es sich um Kleidungsstücke, die komplett mit typisch afrikanischen Mustern aufwarten, zum anderen werden dezente Stoffe verwendet und mit entsprechend farbigen Accessoires veredelt.
In diesem Zusammenhang darf tatsächlich die Frage gestellt werden, ob es einen Unterschied gibt bei der Mode in Afrika und der aus Afrika stammenden Mode. Die Frage kann man mit einem klaren Ja beantworten, denn: Die in Afrika getragene Kleidung bezieht sich – wie eingangs erwähnt – auf geografische und kulturelle Unterschiede und ist damit fest in der jeweiligen Gesellschaft verankert. Im Gegensatz dazu richtet sich die Mode aus Afrika erfolgreich an Zielgruppen in der ganzen Welt. Die ursprünglichen Wurzeln werden beibehalten, jedoch erkennbar modifiziert, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Modische Einflüsse von außen

Durch die wechselhafte Geschichte kam es in Afrika zu zahlreichen von außen eingebrachten Einflüssen, die sich auch in der Mode widerspiegeln. Die arabischen Elemente in West- und Nordafrika sind bis heute nicht zu übersehen. Ein typisches Beispiel etwa ist der Kaftan: ein recht einfaches Kleidungsstück, das aus einem rechteckig geschnitten Stoff mit einem Loch besteht, durch das man in das zumeist bodenlange Gewand schlüpfen kann. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus ein afrikanisch arabisches Bekleidungsstück, das man heute als Grand Boubou bezeichnet.

Vermutlich etwas weniger bekannt sind die Einflüsse aus der niederländischen Kolonialzeit, die auf den Anfang des 19. Jahrhunderts zurückzuführen sind. Zunächst für Indonesien gedacht, wurden Baumwollstoffe mit dem Wachsverfahren bedruckt. Typisch für die damalige Zeit waren bunte Batikmuster- und Farben. Über den Umweg Indonesien kam der Stil dann zunächst nach Westafrika, von wo die Mode mit niederländischem Ursprung dann ihren modischen Siegeszug auf dem Kontinent antrat.

Die Konturen des Kontinents

Gemeint sind an dieser Stelle die Umrisse Afrikas, mit denen der Kontinent gerne schablonenhaft dargestellt wird. Häufig findet man diese Darstellung etwa auf Shirts in Verbindung mit Textbotschaften oder weiteren Motiven. Natürlich handelt es sich dabei nicht um traditionelle Bekleidung, sondern vielmehr um den „African Look”. Beliebt sind in diesem Zusammenhang neben den typischen Mustern und Farben auch Abbildungen von Tieren, die in Afrika beheimatet sind. Dazu zählen etwa Elefanten, Löwen oder Giraffen, um nur drei Bespiele zu benennen. Vor allem für Kinder bietet sich hier eine große Auswahl an liebenswerten Motiven. Wenn der Nachwuchs das neue Shirt nicht einmal mehr zum Schlafen ausziehen möchte, haben Sie bei der Auswahl alles richtig gemacht.

Kopfbedeckungen aus Afrika

Im Wesentlichen sind vor allem Kopftücher in Afrika sehr weit verbreitet. Bunte Stoffe werden zu fantasievollen Gebilden gesteckt und zieren die Köpfe der dort lebenden Bewohner. Hergestellt werden diese zumeist aus gestärkter Baumwolle, damit die gewünschte Form möglichst lange erhalten bleibt. In Afrika traditionell als Gele bezeichnet, erfreuen sich diese auch in westlichen Ländern einer zunehmenden Beliebtheit, um frische und farbenfrohe Akzente bei der eigenen Mode zu setzen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl lassen sich diese hervorragend kombinieren.
Eine weitere Spielart ist der Fez oder auch Fes, benannt nach der gleichnamigen Stadt in Marokko. Ein Handwerker aus Fes entwarf diese Kopfbedeckung vor mehr als 1000 Jahren. Bis heute charakteristisch ist die Kegelform sowie die zugehörige Quaste. Bedingt durch verschiedene Einflüsse fand der Fes zu Beginn des 19. Jahrhunderts seinen Weg über die nordafrikanische Küste in das damalige Osmanische Reich und ersetzte dort den zuvor getragenen Turban. Hergestellt wurde der ursprüngliche Fes zunächst aus rotem Filz, mittlerweile gibt es jedoch auch modische Varianten mit allen möglichen Farben und Mustern, die vor allem während der Karnevalszeit weit verbreitet sind.

Neben den optischen Aspekten weist die Kopfbedeckung in Afrika auch einen sehr praktischen Nutzen auf: Sie schützt ganz einfach vor der prallen Sonne am Himmel.

Afrikanischer Schmuck: modische Accessoires für Damen und Herren

Weit verbreitet in heimischen Regionen hat sich längst auch afrikanischer Schmuck als folkloristisches Stilelement – entsprechend umfangreich ist das Angebot. Laut den Schätzungen verschiedener Archäologen und Forscher reicht die Entstehungsgeschichte auf dem afrikanischen Kontinent bis circa 110.000 Jahre zurück in die Vergangenheit – ein fast schon unvorstellbar langer Zeitraum. Bei Grabungen in Taforalt, ein kleiner Ort im Osten von Marokko, fand man in einer Höhle (Grotte des Pigeon) durchbohrte und verzierte Muscheln, die mit großer Wahrscheinlichkeit als Schmuckketten getragen wurden – Schmuck als faszinierende Zeitzeugen für eine bereits damals hoch entwickelte Kultur in Afrika.

Ähnlich wie hier dient der Schmuck auch in Afrika in gewisser Weise als Statussymbol, vielleicht mit einem kleinen Unterschied: Er besitzt bei Männern und Frauen einen nahezu gleichen Stellenwert. Hiesige Herren haben in diesem Zusammenhang noch einen kleinen Nachholbedarf – zumindest, wenn man den weiblichen Stimmen Glauben schenken darf. Es müssen ja nicht gleich Lippenteller sein, wobei dieses Objekt bzw. das einhergehende Ritual einen durchaus ernsthaften Hintergrund hat. Wer sich weiter dafür interessiert, findet zahlreiche Informationen im Internet.

Modernen afrikanischen Schmuck kann man in der Regel natürlich gänzlich ohne vorangegangenes Ritual tragen. Sehr beliebt sind die bereits erwähnten Halsketten aus den unterschiedlichsten Materialien im typisch afrikanischen Ethno-Design – mit oder ohne Anhänger. Ebenso zählen Ohrringe dazu, die sehr ausladend und auffällig sein können, wie auch Armbänder und Kettchen, die man sich traditionell um den Bauch oder die Fußfesseln binden kann. Zu den am häufigsten verwendeten Materialien zählen Perlen, Federn, Holz oder schlichtweg Metall.

Afrikanische Mode selbst schneidern

Mit der notwendigen handwerklichen Begabung sowie einer geeigneten Nähmaschine kann man seine afrikanische Mode auch selbst schneidern. Die passenden Stoffe findet man auf eBay in großer Auswahl. Ausführliche Informationen darüber, wie man zum Beispiel ein afrikanisches Kopftuch bindet, erhält man im Internet ebenso wie man sich in Heften und Magazinen mit entsprechenden Schnittmustern und Vorschlägen versorgen kann. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und entwerfen Sie Ideen zu den verschiedensten Anlässen.

Von der Mode zu afrikanischen Wohnaccessoires

Wer den Kontinent einmal bereist hat, wird sich dessen Faszination kaum mehr entziehen können und wird Souvenirs von seiner Reise mitbringen, die das eigene Wohnambiente perfekt ergänzen und zudem an den Urlaub erinnern. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, hier wunderschöne Wohnaccessoires im African Style über das Internet oder den Fachhandel in Ihrer Umgebung zu erwerben. Sehr beliebt sind zum Beispiel Figuren und Skulpturen, mit denen man den Innen- wie auch den Außenbereich verschönern kann. Als Vorlage dienen dabei häufig Geckos, Giraffen oder Elefanten und gelegentlich Nashörner. Ebenso reizvoll sind menschliche Figuren in szenischer Haltung. Auch wenn es um Deko-Artikel für ganz besondere Anlässe geht, ist das Angebot recht umfangreich: Warum nicht passende Windlichter auf den Tisch stellen, wenn Sie Freunde einladen, um von Ihrem letzten Afrika-Urlaub zu berichten? Mit einem passenden Wandtattoo kann man zudem im Kinderzimmer eine ganz besondere Atmosphäre erzeugen. Die Möglichkeiten sind ähnlich grenzenlos wie der Kontinent selbst.

Wer übrigens mehr über Mode aus Afrika wissen möchte und zur richtigen Zeit in Berlin ist, sollte unbedingt die zweimal jährlich stattfindenden African Fashion Days besuchen. Dort erhält man u. a. Informationen über die einflussreichen Designerinnen und Designer, die aktuell die Trends setzen.

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