Faszination Outdoorsport: klassisches Equipment

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Faszination Outdoorsport: Mit diesem Equipment starten Sie Ihr Abenteuer in die Natur

Die Motivationen für Outdoorsportler können sehr vielfältig sein. Sie reichen vom Erleben der schönen Landschaft, über das Erleben von Bewegung und Steigerung der eigenen körperlichen Fitness bis hin zum Abenteuer, zur Selbstüberwindung und zum Nervenkitzel. Die Bandbreite an unterschiedlichen (sportlichen) Möglichkeiten ist dabei enorm groß. Das fängt bei landgebundenen Sportarten wie Trekking, Wandern, Klettern, Radfahren oder Laufen an. Unter „Outdoor" fällt jedoch auch alles, was man im Wasser, in der Luft oder speziell im Winter an sportlichen Tätigkeiten entwickeln kann.

Weiterhin lassen sich unter dem Begriff auch weitere Freizeitaktivitäten fassen, die nicht direkt etwas mit „Sport" zu tun haben. Hierunter fallen beispielsweise Camping, Grillen, Geocaching, die Jagd, Hundesport oder Survival. Da dieser Ratgeber nicht alle diese Bereiche und deren vielfältiges Equipment abdecken können wird, sollen im Folgenden einige wenige „klassische" Equipment- und Ausrüstungsbereiche für Outdoorsport angesprochen werden.

Klassisches Outdoorequipment und Ausrüstungsgegenstände

In den folgenden Abschnitten soll es um Equipment gehen, das in vielen – nicht in allen - Outdoorsportbereichen zur Anwendung kommt. Dabei geht es als allererstes um Funktionskleidung und Schuhe. Weiterhin wird der Ratgeber Zelte und Schlafsäcke, Rucksäcke und Werkzeuge behandeln. In den letzten Abschnitten werden Werkzeuge, Equipment zur Orientierung und für Nahrungszubereitung und Wasseraufbereitung angesprochen.

Für Outdoor die richtige Funktionsbekleidung

Die Bekleidung für den Outdoorsport ist eines der umfangreichsten Themen in diesem Bereich überhaupt. Die Funktionsbekleidung für Outdooraktivitäten umfasst eine große Bandbreite an Eigenschaften, die sie für den Einsatz in der freien Natur auszeichnen. In diesem Zusammenhang sind unter anderem folgende Eigenschaften zu nennen:

  • wind- und wasserdicht
  • wärmend oder kühlend
  • atmungsaktiv und Schmutz abweisend
  • UV-beständig
  • elastisch
  • pflegeleicht

Tragekomfort ist wichtig

Die verwendeten Stoffe sollten in möglichst kurzer Zeit trocknen und knitterarm sein. Bei Funktionskleidung wird im Allgemeinen eine ausgewogene Temperatur bzw. eine trockene Hautoberfläche des Tragenden angestrebt. Mithilfe moderner Mikrofasern soll die Feuchtigkeit, die die Haut produziert optimal nach außen hin abgegeben werden. Hierfür ist die spezielle Struktur des Garns zuständig, das wie eine Kapillare funktioniert. Die Feuchtigkeitsmoleküle, die beim Schwitzen entstehen, werden durch den Stoff aufgenommen und auf aktive Weise nach außen weitergeleitet. Darüber hinaus sind viele Bekleidungen modular anpassbar. D. h. beispielsweise, dass etwa Hosenbeine per Zipper gekürzt werden können. Somit lässt sich die Kleidung auf die jeweiligen Temperatur- und Witterungsverhältnis einstellen.

Dennoch lassen sich in diesem Zusammenhang wesentliche Unterschiede bei der Bekleidung ausmachen. Generell ist es wichtig, die Funktionskleidung nach den entsprechenden klimatischen Bedingungen hin zu kaufen. Daher gibt es Outdoor-Kleidung, die speziell für heiße und tropische Bedingungen konzipiert ist. Daneben findet sich Funktionskleidung für den Trekking- bzw. Alpinbereich. Funktionskleidung in diesem Sinne kann dadurch mit verschiedenen Zusatzfunktionen ausgestattet sein. Hier ist insbesondere UV-Schutz zu nennen, Schutz vor Überhitzung oder Auskühlung oder auch vor Insekten.

Das Zwiebelsystem

Für kältere und kalte klimatische Bedingungen hat sich im Bereich der Funktionskleidung das sogenannte Zwiebelsystem etabliert. Dieses besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Lagen, die kurz erläutert werden sollen.

  • Die erste Lage liegt direkt auf der Hautoberfläche auf. Sie sollte für ein trockenes und angenehmes Tragegefühl sorgen. Die bereits angesprochenen Atmungsaktivität ist hierbei besonders wichtig.
  • Eine zweite Bekleidungsschicht besitzt Luftpolster, die vor eindringender Kälte isolieren. Sie leitet die Feuchtigkeit, die von der ersten Schicht bzw. vom Körper abgegeben wird weiter nach außen. Fleece, Daunen und spezielle Wattierungen kommen hierbei zum Einsatz
  • Die dritte Schicht letztendlich ist wasser- und winddicht. Auch diese Schicht leitet die von innen kommende Feuchtigkeit nach außen weiter. Spezielle Membranen wie GORE-TEX kommen hierbei zum Einsatz.

Geeignete Schuhe für sicheren Halt

Für Trekking und eine Reihe anderer Oudooraktivitäten ist gutes Schuhwerk vonnöten. Hier gilt: Je länger die Strecke und je schwieriger das Gelände ist, desto fester und stabilisierender sollte der Schuh sein. Hierfür kommt es in besonderer Weise auf die Zusammensetzung und Profilierung der Sohle an. Hersteller von Outdoor-Schuhe teilen ihre Schuhe mit einem Klassifikationssystem ein, das bei der Wahl des richtigen Schuhs behilflich sein kann.

  • A steht hierbei für einen allgemein einsetzbaren Schuh für die Freizeit und auch für die Anwendung im Alltag.
  • AB steht für leichte Wanderschuhe. Der Schaft ist etwas höher, die Sohle etwas steifer. Diese Schuhe sind gut für Touren mit leichtem Gepäck etwa in Mittelgebirgsregionen geeignet.
  • B steht für die klassischen Trekkingschuhe. Für lange Wanderungen im unbefestigtem Gelände mit schwerem Gepäck sind Klasse-B-Schuhe gemacht.
  • BC sind Trekkingstiefel. Diese besitzen einen hohen Schuft, eine stabilere Sohle und sind schwerer. Sie sind für alpine Einsätze gedacht und auch mit leichten Steigeisen zu nutzen.
  • C stellen robuste Hochgebirgsschuhe für gänzlich unwegsame Untergründe wie Fels, Wand, Gletscher und Geröll dar. Sie sind „bedingt steigeisenfest".
  • CD sind voll steigeisenfeste Schuhe. Sie besitzen einen Sohlenüberstand und sind für die Befestigung von Automatiksteigeisen geeignet.
  • D schließlich stellen steigeisenfeste Schuhe dar, die ausschließlich für extreme Einsätze konzipiert wurden.

Ein Dach über dem Kopf: Zelte

Zelte für den Outdoorbereich sind in den verschiedensten Ausführungen und Volumina erhältlich. Sie unterscheiden sich grundsätzlich in Ihrer Konstruktionsweise. Die Rede ist vom innen- oder außen liegenden Gestängen. Ein außen liegendes Gestänge erlaubt es, dass man das Zelt mit dem eingehangenen Innenzelt direkt in einem einzigen Arbeitsschritt errichten kann. Sollte man genötigt sein, das Zelt während eines Regenschauers aufbauen zu müssen, bleibt das Innenzelt so trocken.

Für warme Klimabereiche kann der Erwerb eines Zeltes mit innen anliegenden Stangen sinnvoll sein. Hierfür sind jedoch zwei Arbeitsschritte notwendig. Man baut zuerst das Innenzelt- und dann das Außenzelt auf. Das Innenzelt kann aber auch einzeln aufgestellt werden, sodass eine optimale Belüftung, Sicht- und Mückenschutz gleichzeitig gegeben sind.

Eine angenehme Nachtruhe im Schlafsack

Die Auswahl des richtigen Schlafsacks kann schon mal eine kleine Wissenschaft für sich sein. Seit einiger Zeit gibt es jedoch eine einheitliche europäische Norm, die die verschiedenen Anforderungen, die an Schlafsäcke gestellt werden, definiert. Basierend auf dieser Norm haben die Hersteller von Schlafsäcken unterschiedliche Systeme entworfen, um die Auswahl zu erleichtern. Grundsätzlich sind diese für unterschiedliche Temperaturverhältnisse ausgelegt und bestehen daher auch aus verschiedenen Füllungen.

Zum einen gibt es Schlafsäcke mit Kunstfaser-, zum anderen mit Daunenfüllung. Auch die Form der Schlafsäcke fällt durchaus unterschiedlich aus. Die populärsten Schlafsäcke sind in mumien- oder Deckenform erhältlich. Mumienschlafsäcke sind leichter und kleiner im verpackten Zustand. Schlafsäcke in Deckenform bergen die Gefahr, dass man kalte Füße bekommt.

Mehr Platz für Equipment in Rucksäcken

Auch bei Rucksäcken gibt es eine ganze Bandbreite an verschiedenen Möglichkeiten, gemessen an dem geplanten Einsatzgebiet. Der Rucksack muss dabei einen hohen Tragekomfort gewährleisten und die Last optimal verteilen. Trekkingrucksäcke sind in diesem Zusammenhang mit mehreren Fächern ausgestattet und für mehrtägige oder mehrwöchige Wanderungen ausgelegt. Sie besitzen ein durchschnittliches Packvolumen zwischen 50 und 80 Litern. Für die nicht ganz so lange Tour bieten sich Wanderrücksäcke mit Volumina zwischen 30 und 60 Litern an. Spezialrucksäcke etwa zum Klettern, die in ähnlichen Größen zu haben sind, besitzen spezielle Befestigungen für Ausrüstungsgegenstände.

Für jede längere Tour unerlässlich: Werkzeug

Jeder kennt es: das Schweizer Taschenmesser. Es gehört zu den sogenannten Multitools, die für manche Reise unerlässlich sind. Besonders auf längeren Touren kommt es auf möglichst funktionale und platzsparende Werkzeuge an. Multitools vereinigen gleich mehrere Funktionen in einem Werkzeug. Neben dem Messer zum Schneiden ist in diesem Sinne beispielsweise auch die Zange, die Schere oder die Säge zu nennen. Korkenzieher und Flaschenöffner gehören ebenfalls zur Grundausstattung der Multitools. Weitere mögliche Funktionen: Lupe, Pinzette oder Schraubenzieher.

Wohin geht die Reise – Equipment zur Orientierung

Ist man in der Wildnis bzw. in einer unbewohnten Gegend jenseits ausgebauter Infrastrukturen unterwegs, sind Werkzeuge und Apparate zur Orientierung sehr wichtig. Eines der ältesten Geräte zur Orientierung im Raum stellt dabei der Kompass dar. Aufgrund seiner magnetischen Eigenschaften zeigt er verlässlich die Himmelsrichtungen an. Es gibt in in den verschiedensten Varianten von der einfachen taschenuhrartigen Form bis hin zu Präzisionskompassen, die auch im Militärbereich Anwendung finden.

Daneben sind auch im Bereich der Navigation bzw. Orientierung Instrumente mit GPS-Satelittenfunktionalität stark verbreitet. Mithilfe der gemessenen Satellitensignale lässt sich der momentane Standorte sehr exakt bestimmen und – bei entsprechender Funktionalität – auf eine Karte übertragen. Ein möglicher Nachteil: GPS-Geräte sind selbstverständlich stromabhängig. Ein starker Akku ist daher ein Muss bei langen Touren.

Für das leibliche Wohl: Nahrung und Wasseraufbereitung

Nahrung und Wasser nehmen Sie genau dann mit, wenn Sie einen längeren Aufenthalt in der Natur planen, ohne dabei oft Ihre Vorräte auffüllen zu können. In diesem Falle benötigen Sie sowohl das richtige Equipment zur Aufbewahrung als auch zur Aufbereitung. Gegenstände zur Aufbewahrung von Nahrung sind speziell an die Erfordernisse im Outdoorbereich angepasst. Zumeist handelt es sich dabei um Aufbewahrungsgelegenheiten aus leichtem Material wie etwa Aluminium oder Kunststoff. Hierbei geht es insbesondere um Flaschen und Kannen, um Becher und Tassen sowie um Kanister.

Insbesondere für die Aufbereitung von Trinkwasser sind spezielle Wasserfilter notwendig. Mithilfe eines Wasserfilters können Sie Wasser, das etwa aus einem Fluss oder See stammt von Trübstoffen bzw. schädlichen Mikroorganismen oder generell unterwünschten Substanzen befreien. Selbstverständlich lassen sich mobile Reisewasserfilter auch zur Filtrierung von keimbelasteten oder stark gechlortem Leitungswasser verwenden.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden