Fast vergessene Eßstörungen

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Es gibt verschiedene Typen Eßgestörte, manche vergißt man fast in Deutschland, z.B. die Binge-Eaters, das sind Dicke, die nicht oder nicht nur den ganzen Tag mehr oder weniger zuviel essen, sondern mindestens 1-2x pro Woche irrsinnige Eß-Anfälle bekommen und im Gegensatz zum Bulimiker, die Nahrung nicht mehr loswerden wollen durch Erbrechen, sondern bei sich behalten.
Das sind diejenigen, oft sehr dicken Eßsüchtigen, denen schwer zu helfen ist. Sie fliegen nicht so leicht auf, weil sie nicht etwa wie ein Bulimiker erbrechen oder vom Tisch verschwinden, Binge-Eaters ernähren sich oft stunden- und tagelang einigermaßen vernünftig, gehen jahrelang brav zu Weight Watchers, essen noch zu reichlich, um nennenswert abzunehmen, aber oft halten sie ihr zu hohes Gewicht jahrelang, sie müssen nicht unbedingt noch weiterzunehmen, wenn sie einmal dick geworden sind.
Ja, wenn die Eß-Anfälle nur nicht wären, wonach sie sich sehr elend fühlen und selbst verachten, gar selbst hassen, deprimiert und oder selbstmordgefährdet sind... Es kann sein, daß sich ein Binge-Eater zum Bulimiker entwickelt, muß aber nicht.

Dann gibt es noch einen latent magersüchtig Eßgestörten, der normalgewichtig ist, schlank oder sogar sehr  schlank, der nicht erbricht, nur gelegentlich hungert, der nur leichte Eßanfälle bekommt, der auch Süßkram ißt, nicht unbedingt allzu sportlich ist, aber immer oder immerwieder sich mit Diäten und Kalorienzählen beschäftigt. (Dazu rechne ich mich.) Auch ihm ist das "richtige" Essen zu oft ein Hindernis, weshalb er sich manchmal oder dauerhaft isoliert, Einladungen meidet, auch dieser Typ sammelt Diätbücher und Diäten, schrammt in der Regel haarschaf an allzu krankmachenden Extremen vorbei. Der Leidensdruck ist meist nur phasenweise hoch, in günstigen Lebensphasen kann er sich gut mit seiner Nahrungskontrolle arrangieren. Es kann sein, daß sich ein latent Magersüchtiger noch mit um die 50 Jahre zum echten Magersüchtigen oder Bulimiker entwickelt, muß aber nicht.

Ich kann keine Garantie für die Richtigkeit meiner Thesen übernehmen, wer genaueres wissen möchte, muß googeln und oder sich an Fachleute wenden.

Eßanfälle können zu Verarmung führen oder zumindest eine finanzielle Verbesserung der Familie verhindern.
Wenn man 4 Eßanfälle pro Woche zugrunde legt, dabei einen Nahrungsmittelverbrauch von 20.- Euro je Anfall nimmt, sind das 4x20 Euro pro Woche, also 80 Euro x 4 Wochen im Monat, macht 320 Euro. Mit diesen Zahlen habe ich nicht zu hoch gegriffen. Auch doppelt so hohe Ausgaben sind nicht unüblich, genau wie nur die Hälfte, wenn Binge Eater sich auf billige Süßwaren "spezialisiert" haben.
Spätestens, wenn man mit einer Digitalwaage mit 1g-Einteilung die Rationen wiegt, winkt eine Eßstörung, das muß nicht Magersucht bedeuten, kann auch in anschließendenden Eßattacken enden.

Diesen Ratgeber ergänze ich vielleicht.

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