Fassaden Imprägnierung

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Imprägnierung von Fassaden

 

Da meine Fassade heftige Mängel hat und der Gerichtsprozess wohl noch einige Zeit laufen wird, mußte ich eine Möglichkeit finden, die bauseitigen Mängel provisorisch zu beseitigen. Bereits von anderen Prozessen als Lösung bezeichnet habe ich mich um die Fassadenimprägnierung gekümmert.

Hierbei wird mit einer Flüssigkeit die Fassade eingesprüht. Dadurch wird die Oberfläche wasserabweisend, Regenwasser fließt direkt ab ohne ins Mauerwerk zu ziehen. Also Material beim Baustoffhändler gekauft. Die Anleitung auf der Dose war nicht besonders gut, im Internet jedoch bietet die Firma umfangreiches Material zur Imprägnierung an.

Letzendlich war es erforderlich, 2 mal innerhalb von etwa 10 Minuten die Wand satt einzusprühen. Beim ersten Mal zog die Imprägnierung in die Oberfläche ein. Der zweite Durchgang mußte so stark besprüht werden, dass das Material abfloss! Dadurch dringt die Flüssigkeit tiefer in den Stein ein.

Bei der ersten Wand habe ich die Fenster und den Boden noch abgeklebt, mühsam. Die anderen Fassaden habe ich besprüht und direkt danach die Fenster geputzt. War wesentlich einfacher!

Laut Hersteller hält diese Imprägnierung etwa 8 - 12 Jahre. Da ich die Arbeiten mit einer Gartenspritze und Verlängerungsrohr durchgeführt habe, bin ich an zwei Wänden problemlos zurechtgekommen. Für die Giebelwände braucht ich jedoch einen Leiter. Gekostet hat die Aktion 250.-€. Durch meinen Sachverständigen wurde der Wärmedurchgangswert der Fassade direkt nach der Imprägnierung und ein Jahr später gemessen. Eine leichte Verbesserung hat sich ergeben. Da aber die eingebaute Wärmedämmung gut feucht ist, wird es lange dauern, bis die wieder trocken ist.

  Und bei Regen ist es jetzt eine Freude zu sehen, wie das Wasser an der Fassade runterläuft, die Nachbarhäuser jedoch werden dunkler und nass. Am Aussehen hat sich nichts geändert, auch das Farbspiel der einzelnen Steine ist geblieben.

Aber eins muß ganz deutlich gesagt werden: Die Fassadenimprägnierung ist ein zeitlich begrenzter Kompromiss! So wie in meinem Fall kann lediglich ein Austausch der Isolierung als akzeptable Lösung angesehen werden. Niemand weiß schon heute, wie lange die Imprägnierung wirklich hält und wo der Preis in 20 Jahren hingeht. Wer sich jedoch nicht vor der Arbeit scheut, sollte seine Fassade imprägnieren.

Übrigens: Nicht nur bei Klinkerfassaden, sondern auch bei verputzten Vorsatzschalen oder verputzten Fassaden bringt die Imprägnierung eine Menge, denn wenn der Putz schon bei Regen klitschnass wird, dann gibt er auch die Feuchte ans Mauerwerk ab. Somit ist die Wand auch nicht mehr als gesamte Wandstärke für die Dämmung nutzbar. Hier drohen Wärmeverluste, also höhere Heizkosten. Und durch einen kleinen Eingriff kann jedermann dieses reduzieren.

Auch bei den modernen Mängeln der Dämmfassaden (Algen/Bakterienbesatz) ist die Fassadenimprägnierung hilfreich, denn durch die fehlende Wärmespeicherung der Fassade findet nach Sonnenuntergang ein großer Temperatursturz an der Oberfläche statt. Somit bildet sich Kondenswasser, was als Grundlage für den Bewuchs dienen kann. Auch bei diesem Mangel ist ist die Imprägnierung hilfreich.

Auch die sogenannten "Ausblühungen", durch Feuchtigkeit ausgewaschener Kalk, insbesondere bei Klinkerwänden, lassen sich durch die Imprägnierung beseitigen. Allerdings müssen diese im Vorfeld mit Chemie beseitigt werden, und sobald die Wand trocken ist kann die Imprägnierung aufgebracht werden. Damit fingen vor drei Jahren meine Imprägnierungs-Versuche mit der Terrassentrennmauer an

Über Eure Erfahrungen würde ich mich freuen, schreibt mir, oder bewertet meinen Artikel wenn er euch helfen konnte!

Gegebenfalls ist auch mein Ratgeber über Dämmmaterialien, auch wegen mehrerer aufgeführter Baumängel,  für euch hilfreich!

Und ganz zum Schluß: meine Ratgeber überarbeite ich regelmäßig. Sobald ich Kenntnis von neuen Materialien bzw. Mängeln erhalte, ergänze ich den Ratgeber. Freude bereiten mir Eure mir geschilderten Probleme und Erkenntnisse. Davon leben meine Ratgeber

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