Fantasy-Groß- und -Kleinverlage zum Entdecken: Spezialisierung, Genres, Nischen

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Mit Fantasy-Büchern neue Welten entdecken

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, in eine andere Welt abtauchen zu wollen? Zu träumen und sich einfach in seinen Fantasien zu verlieren kann ein guter Weg sein, um dem Alltag eine Zeit lang zu entfliehen. Dafür gibt es eine Menge Möglichkeiten, denn Fantasy ist nicht gleich Fantasy: Mit allen möglichen Kategorien finden Sie garantiert das Richtige für sich. Im Folgenden werden Sie die Subgenres der Fantasy-Literatur kennenlernen, um eine Freizeitgestaltung der ganz anderen Art zu entdecken.

Was ist eigentlich Fantasy?

Falls Sie sich mit dem Genre Fantasy noch nicht gut auskennen, werden Sie in diesem Ratgeber alles finden, was Sie für den Einstieg in die Thematik wissen sollten. Das Genre zeichnet sich durch die Verwendung magischer, übernatürlicher oder märchenhafter Elemente aus. Die Geschichten und Bücher sind meist auf Basis von Sagen, Volksmärchen oder Mythen entstanden. Auch die Welten, in denen sich die Geschichten abspielen, sind oftmals surreal und ebenso übernatürlich wie die darin vorkommenden Gestalten. Handlungsstränge basieren im Fantasy-Genre häufig auf Kämpfen und Schlachten, Reisen, Begegnungen und Machtkämpfen. In Fantasy-Geschichten gibt es oftmals eine Vielzahl an fiktiven Gestalten und Rassen, die zusammen mit oder abgeschottet von Menschen leben können. Besonders beliebt sind Zwerge, Feen, Elfen, Drachen und Kobolde, aber auch Untote, menschenähnliche Gestalten wie Vampire, Zombies und Zentauren.

Die Entstehung des Fantasy-Genres

Die Wurzeln von Fantasy-Geschichten liegen meist bei Sagen, Epen und Legenden unterschiedlicher Völker und Epochen. Viele Volks- und Kunstmärchen aus dem 19. Jahrhundert ebneten künftigen Fantasy-Autoren des 20. Jahrhunderts – insbesondere J.R.R. Tolkien, der Autor von „Der Herr der Ringe“ – den Weg zu ihren kreativen, fantastischen Romanen. Als bedeutende Vertreterin des Fantasy-Genres aus dem 21. Jahrhundert zählt J. K. Rowling mit ihrer Buchreihe „Harry Potter“.

Literatur um die Artus-Sage

Das Fantasy-Subgenre der Artus-Sage hat einige Fantasy-Autoren wie unter anderem Stephen King stark beeinflusst. Es handelt sich bei Artus um einen sagenhaften britischen König, der meist in Geschichten aus dem sechsten und siebten Jahrhundert vorkommt. Er soll um das Jahr 500 gegen Sachsen und Angeln, die in das Land eingedrungen waren, gekämpft haben. Teilweise gehen die Elemente der Sagen auf die Fabeln und Märchen der Kelten zurück. In der Literatur Europas findet die Artus-Epik ab dem 12. Jahrhundert Bedeutung. Um die Grundlegende herum wurde im Laufe der Zeit eine Vielzahl an Ausschmückungen hinzugefügt, die sich aus anderen Sagen und Märchen zusammensetzten. In diesen wurde König Arthur häufig als idealer König mit zahlreichen Heldentaten dargestellt. Diese Ausschmückungen führten letztlich zu einer Artus-Sage, in der Arthur seinen Eltern als Säugling von Merlin weggenommen und von diesem zusammen mit seinem Freund Antor und dessen Sohn erzogen wird. Arthur wird demnach zum König, indem er das Schwert Excalibur aus einem Stein zieht. In unterschiedlichen Sagen kann die Klinge des Schwertes Excalibur durch jedes Material hindurch schneiden, wobei die Scheide den Träger unsichtbar oder unverwundbar macht. Später heiratet Arthur gegen den Ratschlag Merlins Guinevere und ruft seine Ritter zusammen, die sich häufig mit fabelhaften Suchen, beispielsweise nach dem Heiligen Gral, beschäftigten. Artus’ Welt fällt jedoch in sich zusammen, als Guinevere Ehebruch mit Artus’ Held Lancelot begeht, wonach sie auf dem Scheiterhaufen hingerichtet werden soll. Bei einer Befreiungsaktion tötet Lancelot zwei Brüder eines guten Freundes, wodurch dieser Rache schwört. Arthur und Guinevere versöhnen sich, hetzen jedoch Artus’ Heer auf Lancelot, welcher letztlich unbeschadet davon kommt. Später, bei einer Reise nach Frankreich, erfährt Artus, dass sein Konkurrent Mordred mit der Behauptung, Artus sei tot, sich nun als König Britanniens sehe und Guinevere zur Frau genommen habe. Als er nach Hause zurückkehrt und Mordred in einer Schlacht tötet, ist er selbst lebensgefährlich verletzt und wird auf die Insel Avalon gebracht. Von hier an sind weitere Informationen über Arthurs weiteres Leben oder seinen Tod nur spärlich übermittelt.

Literarische Werke über die Artus-Sage

Das bekannteste Literaturwerk, das auf der Artus-Sage beruht, ist die Trilogie Bernard Cornwells bestehend aus „Der Winterkönig“, „Der Schattenfürst“ und „Arthurs letzter Schwur“. Ebenso empfehlenswert ist Gillian Bradshaws Trilogie „Die Krone von Camelot“, „Der Falke des Lichts“ und „Das Königreich des Sommers“. J. Robert King verfasste die Romane „Merlins Fluch“ und „Lancelots Rache“, die ebenfalls auf der Artus-Sage basieren. Auch „Der König auf Camelot“ von T.H. White ist ein bekannter Fantasy-Roman rund um den König Arthur. Wie all diese Romane ist auch David Lodges „Small World: An Academic Romance“ – ein Roman, der vielmehr auf Satire gründet und sich auf die geisteswissenschaftliche Welt der Gegenwart bezieht – bei eBay erhältlich.

Mit Epen die Geschichte neu entdecken

Als Epos wird im Grunde nur die früheste historische Erzählform bezeichnet. Epen basieren auf mündlichen Überlieferungen über geschichtliche, mythologische oder märchenhafte Elemente. Häufig dienen sie zur Selbstdarstellung vorbürgerlicher Gesellschaften und handeln meist von der kriegerisch-höfischen Oberschicht. Helden stellen im Epos beinahe immer ein unumgängliches Leitmotiv dar, wobei mythische Figuren und Götter oftmals in das Geschehen eingreifen. Im 18. Und 19. Jahrhundert wurde jedoch zunehmend deutlich, dass die Form des Epos zur Darstellung der Wirklichkeit nicht mehr in der Lage war, da das Bestreben wuchs, religiöse, idyllische oder politische Aussagen spezieller zu gestalten. Dadurch wurde aus dem Epos mit der Zeit der heute bekannte, weit verbreitete Roman als Erzählform. Zu berühmten Epos-Romanen zählen beispielsweise „Wolfsmond“ von Stephen King oder „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett. Ebenso ist die „Elfenritter“-Trilogie von Bernhard Hennen ein empfehlenswertes Werk.

Kein Kinderspiel: Märchen für Klein und Groß

Wer das Wort „Märchen“ hört, denkt oftmals zunächst an die wohl bekanntesten Dichter, die Gebrüder Grimm. Dabei ist die Zielgruppe von Märchen in erster Linie nicht das Kind. Es handelt sich um Prosaerzählungen, die auf mündliche Traditionen aller möglichen Kulturkreise zurückgehen. Die Märchen der Gebrüder Grimm beispielsweise werden als Kunstmärchen bezeichnet – bei diesem sind die Autoren normalerweise bekannt. Volksmärchen hingegen gehen vielmehr auf die Geschichten von bestimmten Kulturen und Ländern ein und haben durch mündliche Überlieferungen meist unbekannte Autoren. Wichtige Merkmale von Märchen sind das Auftreten von fantastischen Figuren wie Zwergen, Riesen, Hexen, Feen oder sprechenden Tieren. Meist ist der Handlungsstrang auf den Auseinandersetzungen zwischen Klug und Dumm, Arm und Reich oder Gut und Böse gegründet, wobei es meist eine „Moral von der Geschicht´“ gibt, wobei meist das Gute siegt. Aus diesem Grund werden Märchen häufig in Gegenwart von Kindern vorgelesen. Berühmte Kunstmärchen sind beispielsweise „Schneewittchen“ und „Rotkäppchen“ aus Deutschland oder „Dornröschen“ aus Frankreich sowie das arabische Märchen „Aladin und die Wunderlampe“. Sind Ihnen diese Geschichten zu seicht, finden Sie bei eBay auch eine Vielzahl an Fantasy-Romanen, in denen diese Märchen als Grundlage für Horrorerzählungen und Thriller verwendet werden. Interessieren Sie sich eher für geschichtliche Bezüge, könnten Volksmärchen zu Ihnen passen. Zeitgenössische Märchen kommen jedoch weder in der Gattung der Kunst- noch bei den Volksmärchen vor, wodurch die Sprache in diesem Genre der Fantasy-Literatur meist rückständig ist.

Die spannende Welt der Magie und Zauberei

Der Begriff der Magie wird häufig durch die Bezeichnung Zauberkunst ersetzt. Etwas Magisches ist in der Umgangssprache etwas Außerordentliches oder Faszinierendes, wie auch Unerklärliches. Die Magie wird in unterschiedliche Arten, wie z. B. weiße, graue oder schwarze Magie eingeteilt. Dabei ist die Unterscheidung in Schwarz und Weiß gleichbedeutend mit der Unterscheidung zwischen Gut und Böse.
Weiße Magie wird oftmals als positiv und göttlich wahrgenommen. Viele erachten auch Gebete als weiße Magie, wobei dies nicht zutrifft, da Magier eigenherrliche Ziele verfolgen und ein höherstehender Gott somit nicht existieren dürfte. Zur weißen Magie zählen auch Methoden zur Selbstfindung wie etwa Meditation und innere Einkehr. Die graue Magie entsteht aus der weißen Magie, indem man sie nicht für sich selbst anwendet, sondern auf das Umfeld projiziert. Schwarze Magie steht hingegen für Schadenszauber. Zauberer, Magier, Hexen und Feen sind die gängigen magischen Gestalten in diesem Fantasy-Subgenre. Dabei lässt sich das Genre an sich nicht genauer beschreiben, da sich die Literatur in einer Vielzahl an Kriterien unterscheidet, beispielsweise worin das magische Handeln besteht, wie die magischen Effekte entstehen und woher die Magie überhaupt stammt. Oftmals ist eine Differenzierung in Gut und Böse in magischen Fantasy-Romanen schwierig. Als Beispiel soll hier „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien genannt werden, die wohl grundlegendste Romanreihe für die Fantasy-Literatur. Sie erzählt die Geschichte eines Rings, mit dessen Vernichtung eine böse Macht untergeht. Hobbits, Elben, Menschen, Zwerge, Trolle und Zauberer sind hier die wichtigsten Gestalten. Von dieser Reihe gibt es zahlreiche Tribute wie Filme, Musicals, Vorgeschichten und Brett- sowie Computerspiele. Ebenso ist die siebenteilige Reihe „Harry Potter“ von J.K. Rowling ein guter Einstieg in die Welt der Magie und Zauberei. Dabei geht es um den Jungen Harry, der in seiner Jugend seine Fähigkeit zu zaubern entdeckt und fortan ein Internat für Zauberer besuchen soll. Sowohl „Der Herr der Ringe“ als auch „Harry Potter“ sind für Jung und Alt gleichermaßen geeignet und bieten die ideale Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und die Kreativität zu steigern.

Verschwommene Grenzen zwischen Realität und Fiktion: die zeitgenössische Fantasy

In zeitgenössischen Fantasy-Romanen ist oftmals eine Grenze zwischen der realen und der erfundenen Welt nicht mehr erkennbar. Häufig sind es Geschichten über Menschen, die jedoch mit fantastischen Elementen durchzogen sind. Die Stadt ist meist Schauplatz der Handlungen, charakterisiert durch ihre Schnelllebigkeit und Konflikte. Besonders vertreten sind in der zeitgenössischen Fantasy-Figuren wie Vampire und Zombies oder normal erscheinende Menschen oder Tiere mit übernatürlichen Fähigkeiten. Selten werden Raum und Zeit der fiktiven Handlungsstränge von der Realität abgegrenzt. Besonders gut für Kinder geeignet ist „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, ein mehrfach ausgezeichneter Fantasy-Roman, der Ende des vergangenen Jahrhunderts auch verfilmt wurde. Ebenso als Kinder- und Jugendbuch konzipiert, jedoch auch sehr empfehlenswert für Erwachsene ist die siebenteilige Romanreihe „Die Chroniken von Narnia“ von C.S. Lewis. Wenn Ihnen lieber nach Geschichten mit Untoten ist, ist die Bis(s)-Serie von Stephenie Meyer vielleicht das Richtige für Sie – eine Geschichte über die Koexistenz von Mensch und Vampir und ihre Schwierigkeiten, ein Sozialleben zu entwickeln. Ebenfalls bekannt und für Vampirliebhaber geeignet sind die „Wächter-Romane“ von Sergei Lukjanenko.

So finden Sie das Passende für sich

Es ist nicht einfach, sich bei dieser großen Auswahl an Fantasy-Geschichten zurecht zu finden. Die Unterteilung in Subgenres soll helfen, bei eBay genau das zu finden, was Ihnen gefällt. Ob historische oder zeitgenössische, realitätsbezogene oder mythische Geschichten – in der Fantasywelt ist alles dabei, was die Herzen kreativer und neugieriger Menschen höher schlagen lässt.

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