Fake-Piercings: Warum nicht mal so tun, als ob?

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Fake-Piercings: Warum nicht mal so tun, als ob?

Fake Piercings als modische Erscheinung

Schmuck trägt fast jeder Mensch in allen möglichen Variationen. Zwar gibt es Piercings schon seit über 7000 Jahren, dennoch haben sie sich in der westlichen Kultur eher spät durchgesetzt, sodass sie erst seit ein paar Jahrzehnten in Europa zu finden sind. Sowohl jüngere als auch ältere Generationen haben Gefallen an dem Schmuck gefunden und lassen sich an den unterschiedlichsten Stellen piercen. Wenn man allerdings nicht sofort weiß, ob man auch dauerhaft eines möchte oder aber unsicher ist, ob ein Piercing zu einem passt, kann man auch auf die Fake-Piercing-Variante zurückgreifen. Diese gibt es für fast alle Körperregionen, die man sich auch beim Piercer stechen lassen kann, nur mit dem Unterschied, dass man es jederzeit wieder herausnehmen kann und es keine Narbe hinterlässt. Außerdem gibt es Fake Piercings in allen möglichen Farben, Typen und Materialien, sodass man auch dort die freie Auswahl an verschiedenen Stilrichtungen hat. Dennoch ist zu sagen, dass es ebenso wie bei normalen Piercings Vor- und Nachteile gibt, die zur eventuellen Kaufentscheidung beitragen können. Bei eBay haben Sie eine große Auswahl an Fake Piercings und können sich zwischen Ringen, Plugs oder Fake Piercings mit Magnet-Steckern entscheiden.

Piercings in der Geschichte

Die Tradition von Piercings reicht weit in die Geschichte zurück. Schon vor über 7000 Jahren benutzten die Menschen Piercings als Körperschmuck. Zum einen dienten und dienen Piercings als kulturelle Abgrenzung bestimmter Völker voneinander, außerdem auch als spirituelle Symbole oder für Rituale. Des Weiteren können sie die Hierarchie in bestimmten Völkern oder den jeweiligen Reifungsprozess der einzelnen Personen darstellen. Besonders in südlichen Ländern werden Piercings getragen, um diese Traditionen zu bewahren. In der westlichen Kultur dagegen hat sich das Piercing vergleichsweise erst spät etabliert.

Besonders durch die Hippie-Szene, die die indische Kultur in den Westen gebracht hat, gelangten Ohr- und Nasenpiercings in den 1960er-Jahren nach Europa. Die meiste Zeit war das Piercing jedoch fast nur im Untergrund verbreitet, zum Beispiel in der BDSM- oder Punk-Szene. Erst im Jahr 1993 wurde das Piercing ein Thema. Aufgrund eines Musikvideo-Skandals der Band Aerosmith, in der sich die Schauspielerin Alicia Silverstone ein Bauchnabel-Piercing stechen ließ, kam es zu einer großen Nachfrage des Bauchnabel-Piercings, und dieses etablierte sich schnell als Trend in der westlichen Kultur. Auch andere Piercings, besonders Gesichtspiercings, fanden schnell Anklang. Mittlerweile hat sich das Piercing als eine moderne Kulturerscheinung in der westlichen Welt etabliert.

Fake Piercings an bestimmten Körperstellen

Die meisten Menschen tragen ihre Fake Piercings am Ohr, um zu vermeiden, dass sie sich die Ohrläppchen dehnen müssen. Aber auch Ohrclips für die Ohrknorpel sind sehr beliebt und ersetzen oft das Stechen eines Helix. Fake Piercings an der Lippe oder an der Nase werden ebenfalls oft getragen, genauso wie an den Augenbrauen. Andere Körperstellen, wie zum Beispiel der Bauchnabel oder die Intimzone, sind für Fake Piercings nicht geeignet, da diese dort nur sehr schwer zu befestigen sind und kaum halten. Zwar werden auch universale Fake Piercings angeboten, die man unter anderem für die schon genannten Regionen verwenden kann, auch für Brustwarzen, Intimzone und sogar für die Zunge, dennoch ist dies nicht zu empfehlen. Fake Piercings an Stellen, an denen man die Piercings besser anbringen kann, gehen nicht so schnell verloren und halten nicht nur besser, sondern auch länger.

Verschiedene Typen von Fake Piercings

Besonders oft werden Fake Piercings als Ringe getragen, da diese am einfachsten und schnellsten anzubringen sind. Außerdem kann man diese auch für mehrere Körperstellen verwenden. Anders ist es mit Plugs, die extra für die Ohren gedacht sind und Tunnel ersetzen sollen. So kann man, wenn man keine gedehnten Ohren mehr haben möchte, einfach wieder normale Ohrringe verwenden, ohne die Löcher wieder zusammenwachsen zu lassen. Für Ohren gibt es ebenfalls Expander, Spiralen und Dehnungsstäbe als Fake Piercings, die so aussehen, als würde man seine Ohren dehnen. Manschetten dagegen sind etwas für die Ohrknorpel und funktionieren wie Clips, die man ganz einfach an das Ohr anbringen kann.

Material der Fake Piercings

Wie jeden Schmuck gibt es auch Fake Piercings in allen möglichen Variationen. Fake Piercings gibt es als Echtschmuck, der besonders für empfindliche Menschen geeignet ist, da es viele allergische Reaktionen auf unechten Schmuck gibt, wie zum Beispiel die bekannte Nickelallergie. Besonders beliebt sind Edelstahl und medizinischer Stahl. Auch Titan, sowie beschichteter Titan und Sterlingsilber werden angeboten. Anderes Material, das oft für Modeschmuck verwendet wird, ist Holz. Auch Acryl und Kunststoff sind dafür gut geeignet.

Weitere äußerliche Aspekte von Fake Piercings

Bei dem Kauf von Fake Piercings sollte man darauf achten, welchen Zustand der Schmuck haben soll. So können Sie zwischen neuem Schmuck oder gebrauchtem wählen. Des Weiteren können Sie bestimmen, ob an der Neuware noch das Etikett angebracht sein soll, oder ob es ohne auch in Ordnung wäre. Ein weiterer äußerlicher Aspekt ist das Design oder die Farbe der Fake Piercings. Auch hier können Sie ganz individuell entscheiden, was Ihrem Geschmack entspricht. Wenn Sie lieber bunte Farben mögen, dann sollten Sie sich an Aquamarin, Blau, Gelb, Türkis und andere bunte Farben halten. Auch mehrfarbige Piercings gibt es, meistens sogar mit Motiven. Wollen Sie lieber schlichte Fake Piercings, dann sind die Farben Braun, Gold, Schwarz und Weiß etwas für Sie.

Sichere Verwendung eines Fake Piercings

Was viele nicht wissen ist, dass man auch Fake Piercings genauso desinfizieren muss wie normale Piercings. Dies muss nicht nur gemacht werden, um die Hygiene zu gewährleisten, sondern auch, um Infektionen zu vermeiden. Das ist vor allem bei Fake Piercings am Ohr so, wie bei Plugs oder Spiralen, da hier schon Löcher vorhanden sein müssen, die sich auch noch entzünden könnten. Vor der ersten Benutzung sollten dennoch alle Arten von Fake Piercings desinfiziert werden, um mögliche Bakterien abzutöten.

Vorteile von Fake Piercings

Es gibt zahlreiche Vorteile von Fake Piercings. Durch sie hat man eine größere Auswahl an verschiedenen Stilen, die man ganz individuell anpassen kann. Wenn man normale Ohrringe tragen möchte, kann man sie einfach herausnehmen und zum Beispiel durch einfache Stecker ersetzen. Nasenringe oder Lippenpiercings können wieder abgenommen werden, wenn sie Ihnen nicht mehr gefallen oder Sie nichts mehr an dieser Körperstelle tragen wollen. Auch für Menschen, die gerne neue Dinge ausprobieren wollen, sind Fake Piercings das Richtige. Wenn Sie sich entscheiden, das Piercing gar nicht mehr tragen zu wollen, bleiben auch keine Narben. Genauso ist es, wenn Sie unentschieden sind und vielleicht eine Entscheidungshilfe brauchen. Fake Piercings eignen sich ideal, um zu schauen, ob Ihnen auch ein dauerhaftes Piercing stehen würde oder ob Sie es nur gelegentlich tragen wollen.

Auch im beruflichen Bereich eignen sich Fake Piercings ideal. Sie können sie privat die ganze Zeit tragen, nehmen sie aber heraus, wenn Sie zur Arbeit gehen, falls es dort nicht geduldet wird, wenn Sie Piercings tragen. Fake Piercings sind allerdings nicht nur praktischer, sondern auch sicherer. Man umgeht die Schmerzen, die man eventuell beim Stechen hat, und die frische Wunde, die man durch das Piercing zwangsläufig hat, kann sich nicht entzünden, da das Fake Piercing das Stechen nicht voraussetzt. Infektionen wird so vorgebeugt. Bei Plugs hat man zudem einen zeitlichen Vorteil, ebenso wie bei Expandern, Dehnstäben und Spiralen. Diese erfordern im Normalfall eine Dehnung des schon vorhandenen Loches. Bei der Fake Variante hat man dieses Problem jedoch nicht. Der dünne Stab kann einfach durch das normale Ohrloch gesteckt werden und äußerlich sieht es aus, als hätte man sich die Mühe gemacht und es monatelang gedehnt.

Nachteile von Fake Piercings

Zwar überwiegen die zahlreichen Argumente für ein Fake Piercing, darüber hinaus darf man allerdings nicht die Nachteile vergessen. Anders als normale Piercings sind Fake Piercings nicht fest in der Haut verankert, daher halten sie nicht so gut und können schneller verloren gehen. Es besteht außerdem die Gefahr, dass Fake Piercings als solche erkannt werden können. Das passiert schnell, wenn sie nicht sorgfältig angebracht werden, oder während körperlicher Aktivitäten. Einige Menschen beschreiben das Piercen auch als Leidenschaft, die schon beim Stechen eines Piercings anfangen soll. Diese Menschen kommen bei einem Fake Piercing eher nicht auf ihre Kosten.

Fake Piercings als guter Ersatz

Wie man also sieht, ist das Fake Piercing ein sehr guter Ersatz für normale Piercings. Die zahlreichen Vorteile überwiegen deutlich und zeigen, dass es nicht immer ein echtes Piercing sein muss. Die vielfältigen Möglichkeiten eines Fake Piercings sind für alle gut geeignet. Dazu zählen zum Beispiel auch Jugendliche, die sich noch kein Piercing stechen lassen können, da sie das Einverständnis der Eltern brauchen würden. Dazu ist anzumerken, dass Minderjährige auch beim Stechen von Ohrlöchern das Einverständnis der Eltern brauchen, damit sie zum Beispiel Plugs tragen können.

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