Faire Bewertung und Versandkostenabzocke

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Nachdem ich bisher bei ebay nur gekauft habe, verkaufe ich auch seit einiger Zeit, denn in unserem Keller hat sich im Laufe der Jahre eine Menge angesammelt, von dem ich inzwischen glaube, daß wir es doch nicht mehr brauchen werden. Wie auch immer. Nachdem ich jetzt einige Verkäufe getätigt habe, habe ich mir mal mein Bewertungsprofil angesehen und dabei festgestellt, daß der letzte Stern bei den Versandkosten nicht einmal halb gelb ist. Ich rechne als Versandkosten grundsätzlich nur das Porto, das die Deutsche Post verlangt, nicht einen Cent mehr. Ich wiege die Sachen ab und versende Sachen, die als Päckchen gehen nicht als Paket, schicke Briefe statt Päckchen usw. Nur ein einziges Mal habe ich mich verrechnet und statt der bezahlten 2,20 Euro einen Brief für 1,45 verschickt, aber mit einer Wohlfahrtsmarke, die 2,00 (1,45 plus 0,55) gekostet hat. Ich benutze (auch aus Umweltschutzgründen) fast ausschließlich Kartons und wattierte Umschläge, die ich von meinen eigenen Käufen aufbewahrt habe. Allerdings muß auch ich manchmal neue kaufen, das Paketband, das sehr teuer ist, berechne ich gar nicht, ebenso wie die Mühe des Einpackens (bin ja selbst schuld, wenn ich verkaufe) oder den Weg zur Post (wer kommt nicht ab und zu an einer vorbei, und auch ich bin schon extra gefahren). Muß ich mir jetzt vorwerfen lassen, daß ich Hermes nicht mag (ich bekomme auch nicht gerne Post über diesen Versender, denn unseren Briefträger kenne ich, weiß, wann er kommt und bei wem er die Post lässt, wenn ich nicht da bin) und aus Sicherheitsgründen keine unverschlossenen Warensendungen verschicke? Ich habe manchmal das Gefühl, die Versandkosten, die der Verkäufer sich im günstigsten Falle nicht aus den Fingern saugt, sind für die ebay-Kunden ein so grundsätzliches Ärgernis, dass sie nur in den allerseltensten Fällen als fair empfunden werden. So wird nicht einmal ein Versender mit "sehr angemessen" beurteilt, der nur die tatsächlichen Kosten umlegt, von den Nebenkosten, die zu verlangen ich schon deshalb nicht "wagen" würde, weil ich sie auch selbst als nicht notwendig und bei Abzockern (2,20 für den ersten und 2,20 für jeden weiteren Artikel, der noch in die Warensendung mit hineinpasst) auch unsozial finde, ganz abgesehen. Ich habe auch schon einen Versender mit "sehr angemessen" beurteilt, der mehr als das eigentliche Porto verlangt hat, denn das Päckchen von ihm hat mich umgehauen: es waren drei Tassen: jede einzeln in Folie gewickelt, jede einzeln mit Füllmaterial in einen kleinen Karton verpackt und dann noch alle drei in ihren Kartönchen mit viel Füllmaterial in einem großen, der so sauber und ordentlich verklebt war, wie ich es vorher nicht gesehen habe. Auch so etwas sollte man honorieren. Jeder könnte gut und gerne auf die Versandkosten verzichten, aber denkt doch einfach vor der Bewertung mal nach, sonst macht es keinen Spaß mehr, fair zu sein. Wer sowieso keinen vollen Stern hat, dem kann auch Porto aufrunden nichts schaden. Ich mache das jedenfalls nicht mehr lange mit.
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