Fälschgung von Uhren der GUB

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Die GUB (VEB Glashütter Uhrenbetriebe) produzierten von 1951 - 1980 mechanische Armbanduhren.  Besonders bedeutungsvoll ist die Herstellung der Automatikuhren der Kaliber 67.1 und 68.1 ab 1960 sowie der Automatikuhren vom Typ Spezimatik Kaliber 74 und 75 ab 1974 bis  1980. Vor allem diese Herrenuhren werden heute gefälscht was das Zeug hält. Fast jede 2. im Netz angebotene Uhr ist kein Original oder noch schlimmer vorsätzlich mit gefälschten Gehäusen oder Zifferblättern zusammen gebaut. Worauf sollte man achten?

- grundsätzlich ist die Bodenprägung PLAQUE oder WALZGOLDDOUBLE nur für vergoldete Gehäuse,   diese Gehäuse werden heute ganz oft     
   verchromt angeboten und somit gefälscht, Neugehäuse in Stahl oder mit Vergoldung sind keine Originale
- Vorsicht bei Uhren der Kaliber 67.1 - 70.1 mit schwarzen Zifferblättern. Der  Druck "Glashütte"  ist viel zu groß oder sogar mit der Hand
   aufgetragen. (Zifferblätter aus Osteuropa)
- Vorsicht vor allen Uhren mit stoßgesicherten Werken. Diese Uhren sind nur echt, wenn auch auf dem Zifferblatt der Aufdruck 
  "STOSSGESICHET"  steht. Gleiches gilt auch umgekehrt -Werke ohne Stoßsicherung, obwohl "STOSSGESICHERT"  auf dem Zbl steht.
- Vorsicht vor Spezimatik-Zifferblättern in: - ganz schwarz mit übergroßer Schrift
                                                                 - weiß mit schwarzem Innenkreis
                                                                 - schwarz mit weißem Innenkreis, diese Blätter sind ausschließlich in Osteuropa gefäscht.
- Vorsicht vor Uhren die heute aus Neuteilen zusammengebaut werden und als Originale angeboten werden, die Neuteile
   haben nur entfernt etwas mit Originalteilen zu tun. Es gab bei der GUB keine Glasböden und auch keine Stahlgehäuse mit Glasböden für die   
   Kalibergruppe  60 oder für die Spezimatik
- Vorsicht vor Spezimatik in Stahlgehäusen mit dem Durchmser von 36 mm, bei der GUB hat es solche Gehäuse in Edelstahl oder in Chrom
   nie gegeben sondern nur als vergoldte Doublegehäuse.
- Vorsicht vor allen neu angebotenen Zifferblättern, die es so zum Teil  nicht gegeben hat. Nur die wenigsten Anbieter haben noch Originalblätter
   aus altem Lagerbestand.

Ein ganz nützlicher Ratgeber über die Echtheit der Armbanduhren der GUB ist das neu erschienene Fachbuch "Mechanische Armbanduhren aus
Glashütte  von 1950 - 1980" erschienen im Callwey-Verlag vom Fachautor Werner Heinrich .



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