Faber-Castell: Luxus-Schreibgeräte im Zeichen der Burg

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Faber-Castell: Luxus-Schreibgeräte im Zeichen der Burg

Bleistifte werden im Schatten der Nürnberger Burg bereits seit dem Jahre 1719 hergestellt. Zu besonderer Berühmtheit brachte es der Schreiner Kasper Faber, der sich 1761 diesem lukrativen Geschäft zuwandte und ebenfalls begann, Bleistifte herzustellen. Er verkaufte sie zunächst auf dem Nürnberger Markt. Knappe hundert Jahre später, im Jahre 1851, führte sein Nachfolger Lothar Faber eine Bleistiftnorm ein, die noch heute große Bedeutung in der Bleistiftindustrie hat. Dafür wurde Lothar Faber 1881 in den Adelsstand erhoben. Der Markenname Faber-Castell, der für luxuriöse und qualitativ hochwertige Schreibgeräte vom Füllfederhalter bis zum Buntstift steht, entstand 1896 durch Lothars Enkelin Ottilie. Sie war mit einem Graf zu Castell-Rüdenhausen verheiratet und übernahm die Firma. Der Markenname Faber-Castell war geboren.

Heute steht der Name Faber-Castell nicht nur für luxuriöse Schreibgeräte aller Art, sondern auch für ökologische Verantwortung. Das Unternehmen entwickelte zu Beginn der 1990er Jahre eine innovative Technologie, mit der Bleistifte und Farbstifte umweltfreundlich hergestellt werden können. Bis heute kommt diese sogenannte Wasserlack-Technologie im Herstellungsprozess bei Faber-Castell zum Einsatz. Nicht mehr im Programm hat das Unternehmen hingegen Rechenschieber, die in den Jahren 1880 bis 1975 hergestellt wurden.

Die unterschiedlichen Produktlinien von Faber-Castell

Die Vielfalt der Produkte von Faber-Castell ist groß und reicht vom edlen Füller für den anspruchsvollen Manager über Textmarker und Faserstifte bis hin zu Bleistiften und Buntstiften, die auch heute noch buchstäblich jedes Kind kennt.

Die Graf-von-Faber-Castell-Collection

Zu den besonders edlen Schreibgeräten aus dem Hause Faber-Castell gehört die Produktlinie Graf von Faber-Castell, die in vier verschiedenen Modellen erhältlich ist. In der Designlinie Classic sind Tintenroller, Füllfederhalter, Drehkugelschreiber und Drehbleistift als Einheit konzipiert. Erhältlich ist die Serie in den Ausführungen Pernambuk-Holz, Ebenholz, Grenadill-Holz, komplett platiniert oder in Sterlingsilber. Durch die verschiedenen Naturprodukte wird jeder Stift zu einem Unikat, da Farbnuancen und Struktur immer wieder variieren.

Anello

Ebenso edel ist die Designlinie „Anello”. Auch diese Produktlinie ist als Einheit gestaltet. Kunden können die verschiedenen Schreibgeräte aber auch einzeln erwerben. Ein Schaft aus Ebenholz mit filigranen Ringen steht bei dieser Linie für luxuriöses Understatement und Purismus.

Guilloche

Die dritte Designlinie dieser Luxuskollektion nennt sich „Guilloche” und besticht durch widerstandsfähiges Material und eingravierten Kornguilloche. Ein solches Verfahren wird üblicherweise bei Schmuck oder silbernen Accessoires angewendet. Seine edle Optik erhält der Schaft durch weitere Lackier- und Poliervorgänge. Jedes Stück wird so zu einem Unikat, mit dem Sie bei jeder Gelegenheit glänzen können.

Intuition

Eine puristische Eleganz strahlt auch die vierte Designlinie aus. Bei „Intuition” wirken die schwarzen Edelholzschäfte sehr klassisch und der platinierte Zierring am Rand der Kappe veredelt das Design weiter. Ausgestattet ist dieses luxuriöse Schreibgerät mit einem Patronen-Konvertersystem und einer 18 Karat Bicolor-Goldfeder mit Iridiumspitze. Das Besondere daran: Die Feder wird größtenteils manuell hergestellt, was über 100 Arbeitsgänge erfordert. Damit Sie ein angenehmes Schreibgefühl genießen können, wird die Feder nach dem Abschluss der Produktion von Hand eingeschrieben. Der Tintenroller der Designlinie hat eine Magnum-Mine, die über eine deutlich längere Lebensdauer verfügt als eine Standardmine. Der Drehkugelschreiber ist mit einer Großraummine ausgestattet und der Drehbleistift wartet mit einem zusätzlichen Reservoir für Ersatzminen auf. Schreiben können Sie mit bruchstabilen Minen mit einer Stärke von 0,7 mm und dem Härtegrad B. Die Kappe des Drehbleistiftes lässt sich abziehen und verbirgt einen weißen Radiergummi, der bei Bedarf schnell ausgewechselt werden kann.

Die Buntstifte von Faber-Castell

Für viele Kinder sind die Buntstifte von Faber-Castell untrennbar mit den ersten Malübungen verbunden. Ob in der anspruchsvoll gestalteten Blechdose oder in der Pappschachtel, als Packung mit 12, 24 oder 36 Buntstiften – Faber-Castell bietet eine große Vielfalt. Dabei gehen Farbenvielfalt und Ergonomie Hand in Hand.

Speziell für Kinder hat Faber-Castell sein Grip-System entwickelt, das auch bei anderen Stiften und Schreibgeräten zum Einsatz kommt. Der Clou: Die Buntstifte haben eine Dreiecksform und eine Soft-Grip-Zone, für die Faber-Castell ein Patent hält. Auf diese Weise lernen Kinder schnell und einfach, wie sie locker und ohne Ermüdungserscheinungen schreiben und malen.

Buntstifte von Faber-Castell werden natürlich nicht nur von Kindern genutzt. Das Unternehmen hat eine Produktreihe speziell für Künstler entwickelt, die jedem professionellen Anspruch genügt. Schließlich gehört Faber-Castell nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den weltweit größten Herstellern für holzgefasste Stifte. Und das verpflichtet. Die polychromen Künstlerfarbstifte sind besonders bruchsicher, verfügen über eine maximale Lichtbeständigkeit, Farbbrillanz und können optimal vermalt werden. Buntstifte der ganz besonderen Art sind die PITT-Pastellstifte mit fettfreier Pastellmine und reichhaltiger Pigmentierung. Damit können Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen – von der Wischtechnik bis zur Farbmischung und dem Ausgestalten feiner Details.

Die Bleistifte von Faber-Castell

Ähnlich bekannt wie die Buntstifte von Faber-Castell sind auch die Bleistifte des Unternehmens. Sie gibt es als Drehbleistift und als Druckbleistift. Der Vorteil: Bei beiden Modellen entfällt das lästige Bleistiftspitzen, da sich die Mine im Inneren des Stiftes mit einer einfachen Drehung oder einem leichten Druck auf den Knopf am oberen Ende ein Stückchen erneuern lässt.

Daneben hat Faber-Castell immer noch den klassischen Holzbleistift im Sortiment, zum Beispiel mit der klassischen silber-schwarzen Faber-Castell-Farbgebung. Alle Bleistifttypen gibt es auch mit integriertem Radiergummi – vor allem für kreative Köpfe ein unverzichtbares Detail. Die Faber-Castell Bleistifte werden in verschiedenen Härtegraden angeboten. Am häufigsten wird HB gewählt. Er ist einzeln oder im Set erhältlich, auf Wunsch auch mit der bewährten Grip-Technologie.

Die Füller und Kugelschreiber von Faber-Castell

Auch wenn in Zeiten der virtuellen Kommunikation ein Füller mitunter wie ein Anachronismus wirkt: Für die meisten Menschen gehört er zur Schreibausstattung einfach dazu. Und dies gilt für Schulkinder ebenso wie für Manager. Wichtige Verträge werden nach wie vor feierlich mit dem Füller unterschrieben und nicht mit einer virtuellen Signatur. Wie kaum ein anderes Unternehmen steht Faber-Castell für Füllfederhalter, die allen Ansprüchen gerecht werden. Die Auswahl ist dementsprechend breit gefächert.

Ähnliches gilt für Kugelschreiber von Faber-Castell, die nicht mit den Werbegeschenken von der Stange für schnelle Notizen zu vergleichen sind. Die Kugelschreiber von Faber-Castell sind wie auch die Füllfederhalter etwas ganz Besonderes. Mit einer Kombination aus Metall und Birnbaumholz wartet beispielsweise die Produktlinie „e-motion” auf, wahlweise in Rotbraun, Dunkelbraun oder Schwarz. Die Schreibgeräte sind vergleichsweise bauchig und liegen gut in der Hand. Eine Besonderheit sind die aufwendigen Muster, die in den Schaft eingraviert oder gelasert werden. Mit einem solchen Füller oder Kugelschreiber kann man sich überall sehen lassen.

Wer es etwas farbiger mag, der ist bei der Produktlinie „Loom” genau richtig. Natürlich gibt es auch in dieser Designserie Drehbleistifte, Drehkugelschreiber, Tintenroller und Füllfederhalter. Der Schaft ist in Pianolackoptik lackiert, wahlweise in klassischem Silber oder in Orange, Blau oder Lila. So bereitet Schreiben auch optisch Vergnügen. Eine Aussage, die auch auf die Produktlinie „Ambition” zutrifft. Hier ist der Name Programm, denn hier vereinen sich klares Design und hochwertiges Material. Strichmattierter Edelstahl, gebürstetes Edelharz, Birnbaumholz und aufwendige Diamantengravur im Schaft machen diesen Stift einzigartig.

Hervorheben und Beschriften mit Faber-Castell

Seit den 1960er Jahren hat Faber-Castell auch Textmarker und sogenannte Faserstifte, oft auch als „Filzstifte” bezeichnet, im Programm. Diese Produkte eignen sich optimal dazu, in Texten etwas hervorzuheben oder beispielsweise Aktenordner gut lesbar zu beschriften. Damit Sie auch immer den richtigen Stift für Ihre Zwecke erwischen, hat sich Faber-Castell in Sachen Marker ein besonderes Codierungssystem ausgedacht. Marker mit einem grauen Schaft kennzeichnen Flipchart-Marker, eine weiße Schaftfarbe steht für Whiteboardmarker und mit einem Marker mit schwarzem Schaft lassen sich Dinge permanent markieren. Eine derartige Farbcodierung gibt es bei Fasermalern zwar nicht, dafür sind diese in unterschiedlichen Dickegraden auf dem Markt. Es wird unterschieden zwischen dem dicker Filzschreiber, wie er bevorzugt von Kindern genutzt wird und dem Finepen, mit dem sich in Texten besonders gut Anmerkungen platzieren lassen. Damit sind die Textmarker und Faserstifte ein unverzichtbares Accessoire in jedem Büro.

Spitzer, Radierer, Zirkel und Co von Faber-Castell

Dies gilt auch für weitere Produkte von Faber-Castell. Klassische Radiergummis werden im Büro ebenso verwendet wie von professionellen Künstlern und Hobbykünstlern. Wer es etwas ausgefallener mag, für den bietet Faber-Castell einen Radiergummi, der sich in ein Gehäuse wegklappen lässt. So ist der Radiergummi geschützt und das Gehäuse setzt auf dem eher tristen Schreibtisch einen dekorativen Akzent. Die wegklappbaren Radiergummis sind unter anderem in Lila- und Blautönen erhältlich.

Mut zur Farbe beweisen auch die Anspitzer aus der Serie Grip. In klassischem Grau oder in Orange-, Blau- und Lilatönen sind sie ein Hingucker auf jedem Schreibtisch – und ganz besonders praktisch, denn für diesen Anspitzer muss kein Mülleimer in der Nähe sein. Stattdessen lässt sich die obere Hälfte bequem hochklappen und der Spitzerabfall wird in einer kleinen Dose darunter aufgefangen. Darüber hinaus hat Faber-Castell auch Spitzer im Angebot, die entfernt an Filmdosen erinnern. Ein ganz besonderes Accessoire für jeden Schreibtisch.

Für die Zeichner unter Ihnen ist ein Zirkel ein wichtiges Arbeitsgerät. Die Mechanik der verschiedenen Zirkel im Sortiment von Faber-Castell lässt sich nicht nur schnell, sondern auch besonders leicht auf verschiedene Durchmesser einstellen. Der maximale Durchmesser beträgt dabei 390 mm. Beim Design überwiegen bei den Zirkeln von Faber-Castell modische Farben und trendige Motive, ohne dass diese zu aufdringlich wirken. Klassisches Understatement ist, wie bei den Schreibgeräten von Faber-Castell, auch hier Trumpf.

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