FOCUS online über Magnetarmbänder

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Eine britische Studie zeigt, dass Magnetarmbänder tatsächlich Arthroseschmerzen lindern.
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Die Schulmedizin erklärt die Wirksamkeit von Magnetschmuck gern mit dem Placeboeffekt. Doch eine Untersuchung mit 194 Arthrosepatienten in Großbritannien bestätigt jetzt den Metallreifen, dass sie Schmerzen der Gelenkentzündung deutlich mildern. Die Ergebnisse veröffentlichte das British Medical Journal.
Wissenschaftler der Penninsula Medical School hatten die Probanden mit drei verschiedenen Metallarmbändern ausgestattet. Ein Drittel bekam ein Band mit starken Magneten, ein Drittel eines mit schwachen Magneten und die dritte Gruppe ein Armband ohne Magnetwirkung. Alle sollten das Band zwölf Wochen lang tragen und die Stärke ihrer Schmerzen auf einer standardisierten Skala notieren.

Nur starke Magneten wirken tatsächlich

Die Auswertung zeigte, dass alle drei Gruppen mit dem Band weniger Schmerzen spürten. Die 65 Träger der starken Magneten gaben allerdings eine deutlich größere Verbesserung ihrer Schmerzen an. Die Ergebnisse waren unabhängig von den eingenommenen Schmerzmitteln und auch davon, welche Meinung die Arthrosekranken zu den Magnetbändern hatten.

Studienleiter Tim Harlow zieht aus den Daten den Schluss, dass nur Magneten mit einer Kraft von mehr als 170 mTesla (1700 Gauss) eine schmerzlindernde Wirkung erzielen, die über den Placeboeffekt hinausgeht. Jetzt müssen größere Untersuchungen seine Ergebnisse bestätigen.

Einen Versuch ist es wert

Die britische Arthritis Research Campaign hatte die Untersuchung finanziert, will aber keine allgemeine Empfehlung für Magnetarmbänder zur Schmerztherapie abgeben. Dafür sei die Datenbasis zu klein. Aber: „Wir wollten sehen, ob den Leuten mit Magnetschmuck nicht nur das Geld aus der Tasche gezogen wird. Jetzt kann man sagen, dass Arthrosekranke es sich durchaus überlegen können, so ein Armband als Teil der Selbstbehandlung zu tragen.“ Die bisherige Therapie sollte allerdings beibehalten werden, Magnetarmbänder seien lediglich eine mögliche Ergänzung.

Quelle: BBC

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