FINANZ KOMMISSARE UNTERWEGS BEI EBAY,USER SIND FREIWILD

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"UNWISSENHEIT SCHÜTZT VOR STRAFE NICHT"

Wie das Finanzamt eBay-User unter die Lupe nimmt

Während die einen bei eBay wie wild nach Schnäppchen suchen, jagen die anderen potentielle Steuersünder: bereits 2001 hat die Finanzverwaltung in Düsseldorf mit dem Aufbau einer speziellen Ermittlungsgruppe für Internetauktionshäuser begonnen, um möglichen Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Seitdem werden immer mehr Sonderkommissionen von den Finanzämtern gegründet, die u.a. auch eBay-Nutzer unter die Lupe nehmen.

Für wen sich genau die Fahnder interessieren, liegt auf der Hand: bei jedem, der regelmäßig auf dem virtuellen Flohmarkt als Käufer oder Verkäufer in Erscheinung tritt, besteht nach Auffassung des Finanzamtes zumindest die Möglichkeit, dass es sich um einen Betreiber eines Gewerbebetriebes im Sinne des § 15 EStG handeln könnte.

Laut § 15, Abs. 2 EStG gilt derjenige als Betreiber eines Gewerbe- Betriebes, der sich selbstständig nachhaltig auf dem Markt betätigt und zwar mit der Absicht, Gewinne zu erzielen. Ein Gewerbebetrieb liegt auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist, alle anderen Voraussetzungen aber gegeben sind. Den Paragraph 15 des Einkommenssteuergesetzes findest Du in aller Ausführlichkeit hier.

EINKOMMENSTEUERGESETZ

II. Einkommen
8. Die einzelnen Einkunftsarten
b) Gewerbebetrieb (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2)

§ 15
Einkünfte aus Gewerbebetrieb

 (1) 1Einkünfte aus Gewerbebetrieb sind

   1. Einkünfte aus gewerblichen Unternehmen. 2Dazu gehören auch Einkünfte aus gewerblicher Bodenbewirtschaftung, z. B. aus Bergbauunternehmen und aus Betrieben zur Gewinnung von Torf, Steinen und Erden, soweit sie nicht land- oder forstwirtschaftliche Nebenbetriebe sind;
   2. die Gewinnanteile der Gesellschafter einer Offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft und einer anderen Gesellschaft, bei der der Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs anzusehen ist, und die Vergütungen, die der Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen hat. 2Der mittelbar über eine oder mehrere Personengesellschaften beteiligte Gesellschafter steht dem unmittelbar beteiligten Gesellschafter gleich; er ist als Mitunternehmer des Betriebs der Gesellschaft anzusehen, an der er mittelbar beteiligt ist, wenn er und die Personengesellschaften, die seine Beteiligung vermitteln, jeweils als Mitunternehmer der Betriebe der Personengesellschaften anzusehen sind, an denen sie unmittelbar beteiligt sind;
   3. die Gewinnanteile der persönlich haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, soweit sie nicht auf Anteile am Grundkapital entfallen, und die Vergütungen, die der persönlich haftende Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft oder für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern bezogen hat.

2Satz 1 Nr. 2 und 3 gilt auch für Vergütungen, die als nachträgliche Einkünfte (§ 24 Nr. 2) bezogen werden. 3§ 13 Abs. 5 gilt entsprechend, sofern das Grundstück im Veranlagungszeitraum 1986 zu einem gewerblichen Betriebsvermögen gehört hat.

 (2) 1Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb, wenn die Betätigung weder als Ausübung von Land- und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs noch als eine andere selbständige Arbeit anzusehen ist. 2Eine durch die Betätigung verursachte Minderung der Steuern vom Einkommen ist kein Gewinn im Sinne des Satzes 1. 3Ein Gewerbebetrieb liegt, wenn seine Voraussetzungen im übrigen gegeben sind, auch dann vor, wenn die Gewinnerzielungsabsicht nur ein Nebenzweck ist.

 (3) 1Als Gewerbebetrieb gilt in vollem Umfang die mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit

   1. einer Offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft oder einer anderen Personengesellschaft, wenn die Gesellschaft auch eine Tätigkeit im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 ausübt,
   2. einer Personengesellschaft, die keine Tätigkeit im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 ausübt und bei der ausschließlich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften persönlich haftende Gesellschafter sind und nur diese oder Personen, die nicht Gesellschafter sind, zur Geschäftsführung befugt sind (gewerblich geprägte Personengesellschaft). 2Ist eine gewerblich geprägte Personengesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter an einer anderen Personengesellschaft beteiligt, so steht für die Beurteilung, ob die Tätigkeit dieser Personengesellschaft als Gewerbebetrieb gilt, die gewerblich geprägte Personengesellschaft einer Kapitalgesellschaft gleich.

 (4) 1Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblicher Tierhaltung dürfen weder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden; sie dürfen auch nicht nach § 10d abgezogen werden. 2Die Verluste mindern jedoch nach Maßgabe des § 10d die Gewinne, die der Steuerpflichtige in dem unmittelbar vorangegangenen und in den folgenden Wirtschaftsjahren aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblicher Tierhaltung erzielt hat oder erzielt. 3Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für Verluste aus Termingeschäften, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt. 4Satz 3 gilt nicht für die Geschäfte, die zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb bei Kreditinstituten, Finanzdienstleistungsinstituten und Finanzunternehmen im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen gehören oder die der Absicherung von Geschäften des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs dienen soweit es sich nicht um Geschäfte im Sinne des Satzes 3 auf Aktien handelt. 5Für Verluste aus der Veräußerung von Anteilen im Sinne des § 20 Abs. 1 Nr. 1, die im Zeitpunkt der Veräußerung oder Entnahme nicht mindestens ein Jahr ununterbrochen zum Betriebsvermögen des Steuerpflichtigen gehört haben, gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend.

Ende § 15 Einkommenssteuergestetz 

Die Einstufung als Gewerbebetrieb im Sinne des Einkommensteuergesetzes sind nicht ohne: es fallen Gewerbe- und Umsatzsteuer an. Genaueres zur Gewerbesteuer findest Du im "Lexikon des Bundesfinanzministeriums" (im übrigen ein verdrehtes Sesselpupser-Deutsch).


Doch keine Angst, nicht jeder, der dem Internetauktionshaus regelmäßige Besuche abstattet, um auf Schnäppchenjagd zu gehen oder seinen alten Plunder aus dem Keller zu versteigern, ist gleich ein Kandidat fuer die Steuerfahnder. Es muss sich schon nachweislich um eine Vielzahl von Transaktionen handeln, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.

Dies festzustellen fällt allerdings nicht schwer, denn das Bewertungs- und Punktesystem bei eBay gibt den Fahndern genügend Hinweise, wie oft jemand als Käufer und Verkaeufer bereits tätig war. Da die Geschäftsbedingungen von eBay es zudem zulassen, personenbezogene Daten, Äußerungen in den eBay-Cafés, Zeit, Art, Dauer, Inhalt und Häufigkeit zu speichern, ist es fuer die Fahnder ein leichtes Spiel, fündig zu werden. Wird das Finanzamt erst mal aufgrund einer sichtlichen Häufung von Käufen und Verkäufen auf einen User aufmerksam, so verfolgt es die Spur weiter. Die nötigen Daten, die sich hinter einer Email-Adresse verstecken, werden ermittelt und dann wird beim zuständigen Finanzamt die Steuerakte geprüft.

Auch diejenigen, die zugunsten einer vermeintlichen Anonymität die Nutzung mehrerer Pseudonyme positiven Bewertungspunkten bei eBay vorziehen, stellen für die Fahnder kein grosses Problem dar. Ein entsprechendes Gespräch mit den zuständigen Internet-Providern der Email-Adressen oder dem Internetauktionshaus schafft schnell Klarheit, denn diese Unternehmen sind ebenso wie Banken nach den Steuergesetzen zur bedingungslosen Auskunft gegenueber den Steuerbehörden verpflichtet.

Falls es tatsaechlich passieren sollte, dass die Fahnder Dich näher in Augenschein nehmen, weil Du einmal zuviel Deine kultige Punk Royal Hose bei eBay verkauft hast ;-) so musst Du Dich auf einiges gefasst machen, denn die Jungs sind zu so einigem berechtigt.

Aber, Spaß beiseite, denn schliesslich handelt es sich bei der Steuerhinterziehung nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat und dementsprechend wird gerade bei Steuersündern, die das Internet als ihre Plattform nutzen, meistens eine "gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung" (§ 370 A der Abgabenordnung) vermutet, die den Ermittlern entsprechende Vollmachten zubilligt: Sie dürfen nicht nur den Beschuldigten vernehmen, sondern auch Dritte befragen, das Telefon abhören, Türen aufbrechen und Räume durchsuchen sowie Beweismittel beschlagnahmen. Besteht der Verdacht auf "Flucht- und Verdunkelungsgefahr", so dürfen dem Verdächtigten sogar Handschellen angelegt werden.

Wer wider Erwarten von einer Hausdurchsuchung betroffen sein sollte, der sollte in jedem Fall einen Steuerberater zu Rate ziehen und sich beschlagnahmte Unterlagen o.ä. schriftlich von den ermittelnden Beamten bescheinigen lassen.

Fazit: Falls Du tatsächlich "im großen Stil" als Käufer und Verkäufer in Internetauktionshäusern wie eBay tätig bist, so solltest Du einen Steuerberater hinzuziehen. Auch eBay weist in seinem Akkreditierungsformular, dass Du als Mitglied elektronisch unterschreiben musst, darauf hin, dass bei einer entsprechenden Form des Handels im Zweifel ein Steuerberater zu Rate gezogen werden sollte.

Denn - "Dummheit schützt vor Strafe nicht" - will sagen, dass es für den Fiskus keinen Unterschied macht, ob vorsätzlich oder aus Unwissenheit Steuern hinterzogen werden, die Nacherhebungen und die Zinsen fallen gleich aus, nur bei der Bemessung der Strafe hat dies eine Bedeutung.

Meine Meinung hierzu: Klar Steuern müssen sein, aber nicht bei Leuten die ohnehin nichts haben und hier und da mal eine Kleinigkeit (ver) kaufen ! Es werden Milliarden an Euros durch Scheinaufkäufe dubioser Firmen (siehe Beispiel der große Handy Konzern den ich hier nicht nennen darf)getätigt, nur um Schulden zu erzeugen damit  der letzte Gewinn nicht so hoch  versteuert werden muss, und der Staat spielt schön mit, denn die Vorstandsmitglieder sind meistens  hochrangige Politiker  oder ehemalige davon  ! Das ist die Wahrheit, und nicht das eBay eine Plattform für Steuersünder ist!

Also bis dahin weiter viel spaß bei eBay, ich bin  mir sicher das es keine kriminelle Steuersünder gibt bei eBay , nur Leute den es stinkt das der Staat überall die Hand aufhält und "abzockt" und das noch Staatlich gefördert mit unseren Steuergeldern ! ! !

Wenn Ihnen unser Beitrag weiter geholfen hat, bewerten Sie unseren Beitrag doch hier unten gleich,....ist doch nur ein Klick !

Vielen Dank dafür! KIDDYS CASTLE


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