Extras und Zubehör im Bereich Funktechnik finden

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Extras und Zubehör im Bereich Funktechnik finden

Zubehör für Amateurfunk und CB – wichtiges Equipment für guten Empfang

Laut Amateurfunkordnung besteht eine Funkanlage aus Sender, Empfänger und der dazu passenden Antenne. Doch um gute QSOs zu fahren, benötigen Sie noch diverse Extras. Einige sind zwingend notwendig, andere dagegen dienen mehr dem Komfort. Lesen Sie hier, welche Grundausrüstung zum Funken gehört und welches Zubehör der Qualitätsverbesserung dient. Außerdem erfahren Sie, welche interessanten Zusatzkomponenten für Mobil- und Amateurfunk auf dem Markt erhältlich sind.

Die Grundausstattung – Basic Funkequipment mit langer Tradition

Den Grundstein zur Entwicklung der drahtlosen Funkübertragung setzen der deutsche Erfinder Philipp Reis und etwas später der US-Amerikaner Wilhelm Graham Bell. Beide beschäftigten sich mit der Erfindung und Vervollkommnung der drahtgebundenen Funkverbindung auch Telefonie genannt. Nun konnten Gespräche in elektromagnetische Signale umgewandelt und mithilfe eines Kabels über weite Strecken übertragen werden. Am Zielort wurden die elektrischen Signale wieder in akustische Signale umgewandelt und der Partner am anderen Ende der Leitung war in der Lage, den Anrufer sprechen zu hören.

Wenig später untersucht der deutsche Physiker Heinrich Hertz das Verhalten von elektrischen und magnetischen Feldern. Er erbringt den Beweis, dass sie auch drahtlos durch die Luft übertragen werden können. Die Impulse erzeugt er mithilfe von Funkenfeuern, auch Überspannungsbögen genannt. Aus dieser Zeit stammt der noch heute gebräuchliche Begriff 'Funken' für die drahtlose Übertragung elektrischer Signale. Heute werden diese Signale allerdings mithilfe von elektrischen Bauteilen wie Röhren und Transistoren erzeugt.

Nach Hertz Eröffnungen in den Jahren 1887 und 1888 entstehen wenig später einige weitere interessante Erfindungen und Überlegungen zum Thema Funk. So konstruiert der Russe S. Popov 1895 den ersten Funkempfänger und nennt ihn 'Gewitterankünder'. Nun beginnen findige Köpfe, die von Samuel Morse konstruierten Maschinentelegraphen samt Morsecode auf den Funk zu übertragen. Ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist der Italiener Guglielmo Marconi. Er erfindet den ersten Funksender und erkennt, dass sich Sende- und Empfangsleistungen durch den Einsatz von langen Drähten oder Metallstäben verbessern lassen. Diese sind die Vorläufer der heutigen Funkantennen. Anfang des 20.Jahrhunderts ist die Funktelegraphie komplett entwickelt. Sender, Empfänger und Antenne ermöglichen es dank Marconi, Funkwellen über weite Entfernungen hinweg zu übertragen.

Amateur - und CB-Funk – Funktechnik als Hobby entdecken

Neben dem Betriebsfunk für Polizei, Rettungswesen oder Flughäfen sowie dem Seefunk der Hochsee- und Binnenschifffahrt gibt es mit dem CB – und Amateurfunk auch Funktechnik für Liebhaber, Forschung und Hobby. Der Unterschied beider Bereiche besteht in den erlaubten Frequenzbereichen, in denen gefunkt werden darf, sowie in den Sendeleistungen. Der Amateurfunk besitzt hier die größere Auswahl an Möglichkeiten. Neben dem Sprachfunk gibt es hier auch die Möglichkeit, über Morse-Taster zu kommunizieren. Dazu stehen den Amateurfunkern verschiedene Funkbänder, also Frequenzbereiche zur Verfügung. Allerdings muss für die Nutzung dieser Bandbereiche und des entsprechenden Equipments stets eine Prüfung abgelegt werden. Denn Amateurfunk ist nur mit einer gültigen Lizenz erlaubt. Anders sieht es dagegen mit dem CB-Funk aus. CB ist die Abkürzung für das englische Citizen Band und bedeutet frei übersetzt so viel wie Funkband für jedermann. Diese Frequenzbereiche sind frei zugänglich und können von der gesamten Bevölkerung ohne vorherige Prüfung genutzt werden. Dafür stehen CB-Funkern nicht so leistungsstarke Geräte zur Verfügung. Auch ist der erlaubte Frequenzbereich für diese Funkart stark eingegrenzt. Zudem ist das Verändern und Umbauen von (Amateur-) Funkgeräten nur durch lizenzierte Mitglieder erlaubt, während CB-Funker ihre Ausrüstung nicht manipulieren dürfen und diese stets im Originalzustand betreiben müssen, da ansonsten Strafen und Bußgelder drohen. Entsprechende Unterschiede gibt es auch beim Funkzubehör beider Arten.

Funktechnik heute – die grundlegenden Bauteile und ihre Ergänzungen

Heute gibt es eine Vielzahl Funkgeräte und Antennen auf dem Markt. Der Amateurfunk, der unter anderem als Funkdienst zu experimentellen Zwecken eingerichtet wurde, bietet zudem die Möglichkeit, Sende- und Empfangsstationen aus Einzelkomponenten selbst zu bauen. Bei eBay finden Sie das benötigte Zubehör wie Sender, Verstärker und Empfänger sowie passendes Werkzeug und geeignete Fachliteratur.

Wenn Sie Ihre Ausrüstung fertig kaufen möchten, haben Sie ebenfalls eine Fülle von Möglichkeiten. Antennen für CB- und Amateurfunk gibt es in vielen Längen und Formen. Um die Funkantenne optimal an das Funkgerät anzupassen, ist ein Antennen-Tuner sehr hilfreich. Auch ein Stehwellen-Messgerät sollte in der Grundausstattung eines Funkers nicht fehlen. Damit können Sie die Sende- und Empfangseigenschaften Ihrer Funkantenne einstellen.

Da sowohl beim Amateur- als auch beim CB-Funk gewisse Richtlinien über die maximale Sendeleistung bestehen, sollten Sie Ihre Geräte vor Inbetriebnahme mit einem Leistungsmesser überprüfen. Dieses Messgerät zeigt an, mit welcher Leistung das Funkgerät sendet und kann gleichzeitig grob darüber Aufschluss geben, ob und in wie weit die angeschlossene Antenne optimal funktioniert.

Geeignete Mikrofone und ihre Extras

Beim Amateurfunk können Sie, wie schon erwähnt, Sprechfunk oder Telephonie betreiben oder aber Morse-Codes senden. Im CB-Funk gibt es nur reinen Sprechfunk. Für diesen wird für beide Funkarten ein Mikrofon benötigt. Diese sind entweder als Handmodell oder als Standvariante erhältlich. Die günstigste Alternative ist ein einfaches Handmikrofon ohne Verstärker. Hochwertige Produkte liefern trotzdem eine gute Klangqualität. Komfortabler ist jedoch ein Handmikrofon mit Verstärker. Es sorgt für einen sauberen Klang und besitzt mit einstellbaren Klangfarben, Echo und Roger-Beep je nach Bauart noch einige attraktive Extras. Durch die variierbare Klangfarbe erhält die Modulation eine angenehme, natürliche Färbung. Im Gegensatz zu einfachen Billigmodellen, wo die Stimme oft blechern und verzerrt klingt. Als Roger-Beep wird ein Piepton am Ende der Durchsage bezeichnet. Er signalisiert der anderen Funkstation, dass die Nachricht der Sendestation zu Ende ist und nun eine Antwort erwartet wird. Dieses Extra ist speziell bei schlechter Verbindung hilfreich, wenn Rauschen und Frequenzüberlagerungen die Sprachübertragung stören. Effekte wie Echo und andere Geräusche sind hingegen Geschmackssache und nicht zwingend notwendig für den Funkverkehr.

Handmikrofone sind meist bei Mobilfunkstationen im Einsatz. Für die Basisstation zu Hause stehen zusätzlich komfortable Standmikrofone zur Verfügung. Bei ihnen reicht es aus, die Sendetaste zu drücken, während das Handmikrofon zusätzlich in der Nähe des Mundes gehalten werden sollte, damit die Nachricht klar und deutlich gesendet werden kann. Dadurch sind Standmodelle bequemer zu handhaben und machen das Funken mit anderen Stationen gemütlicher.

Zu den Mikrofonen kann wahlweise auch ein Kopfhörer benutzt werden. Damit lassen sich gerade schwache Stationen, die nur knapp über dem Rauschpegel senden, besser verstehen. Auch beim Morsen sind sie ein oft genutztes Extra. Für den Straßenverkehr sind besondere Headsets erhältlich. Mit diesen können sich zum Beispiel Motorradfahrer in einer Gruppe während der Fahr unterhalten. Auch im Auto sind sie sehr praktisch, da Sie damit jederzeit die Hände freihaben.

Mobilfunk für das Auto – Hilfreiches Zubehör für eine gute Verbindung

Ob Auto, LKW oder Wohnmobil, Funk im Fahrzeug ist immer noch sehr populär. Mit CB- oder Amateurfunk haben sie unterwegs die Möglichkeit mit Gleichgesinnten zu sprechen, Informationen einzuholen und langweilige Reisen interessanter zu gestalten. Um das Funkgerät im Auto zu befestigen benötigen Sie eine Autohalterung. Diese wird festmontiert, während das Mobilgerät mithilfe von Schraubverbindern ein- und ausgebaut werden kann. Vorsicht beim Einbau in LKW. Diese besitzen im Gegensatz zum PKW in der Regel eine Bordspannung von 24 V anstelle der üblichen 12 V. Hier ist ein Spannungswandler nötig, damit Sie das Funkgerät auch hier betreiben können. Dieses Gerät regelt die Spannung auf 12 V herunter und verhindert so Beschädigungen durch die zu hohe Betriebsspannung am Funkgerät.

Ein ähnlicher Fall tritt ein, wenn eine Mobilfunkstation zu Hause am heimischen Stromnetz betrieben werden soll. Nun muss ein Spannungswandler den Unterschied von 230V Netzstrom zu den 12 Volt des Mobilgeräts ausgleichen. Dazu gibt es bei eBay spezielle Netzteile mit Filter. Die Filter verhindern ein unangenehmes Brummen in der Funkanlage. Es entsteht, wenn der Wechselstrom vom Hausnetz ungehindert in die Geräte einstrahlen kann.

Auch kann es vorkommen, dass das Funkgerät selbst in den Fernseher einstrahlt und dort Störungen verursacht. Hier können Sie mit einem sogenannten TVI-Filter Abhilfe schaffen. Dieser unterdrückt die Oberwellen beseitigt damit die Störungen im Fernsehen.

Kleben, klemmen oder Magnet – mobile Antennenhalterungen für unterwegs

Die Mobilfunkantenne können Sie entweder fest an ihrem Fahrzeug anbringen oder sie wählen eine Klemm- oder Klebeantenne. Diese Modelle haben den Vorteil, dass Sie dafür keine Löcher in die Karosserie bohren müssen, um sie auf dem Kofferraum oder Dach anzubringen. Antennen mit Klemmfuß können ganz einfach am Falz des Kofferraums angebracht werden. Klebeantennen werden dagegen direkt auf die Scheibe geklebt. Beide Varianten lassen sich bei Bedarf relativ mühelos wieder entfernen. Dasselbe gilt für Magnetfüße, die auf allen magnetischen Untergründen befestigt werden können.

Handfunkgeräte und Scanner – Besonderheiten der tragbaren Modelle

Sowohl im CB-Funk als auch im Amateurfunkbereich gibt es Handfunkgeräte. Sie sind die leistungsstarken Nachkommen der klassischen Walkie-Talkies. Eine besonders kompakte Form sind PMR-Funkgeräte mit eigenem Frequenzbereich. Sie punkten mit handlicher, kompakter Bauform sowie hoher Reichweite und werden gerne im Sport von Wanderern, Paraglidern und Radfahrern benutzt. Sie werden durch hochwertige Standladestationen aufgeladen und stehen dort stets griffbereit und platzsparend verstaut bis zum nächsten Einsatz.

Eine andere Sonderform der Handfunkgeräte sind Scanner. Mit hochwertigen Produkten können Sie das gesamte Funkband abhören. Der Unterschied zu einem echten Funkgerät besteht darin, dass Sie mit einem Scanner zwar Gespräche mithören, aber nicht selbst senden können.

Fazit

Amateur- und CB-Funk sind vielseitige Interessengebiete. Sie stellen eine ganz besondere Art der Kommunikation dar. Durch zahlreiches Zubehör können Sie sowohl von unterwegs als auch stationär von zu Hause aus Verbindung mit der Welt aufnehmen.

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