Exotische Musikinstrumente: die Kalimba

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Exotische Musikinstrumente: die Kalimba

Exotische Musikinstrumente: die Kalimba Eine Kalimba ist ein traditionelles afrikanisches Musikinstrument, das in Ruanda, in Mosambik, im Kongo, in Kenia und in Simbabwe gespielt wird. Nach Europa kam die Kalimba erst im 20. Jahrhundert, als europäische Reisende sie aus Afrika mitbrachten. In Deutschland war die Kalimba in den 70er Jahren durch den Song "Kalimba de Luna" in aller Munde.

Was für den Kauf einer Kalimba spricht

Eine Kalimba ist ein Zupfinstrument, dessen Spiel sich leicht erlernen lässt. Die Kalimba ist handlich und leicht transportierbar. Sie ist ein ungewöhnlicher Begleiter für unterwegs und kann wie eine Gitarre überall hin mitgenommen werden. Da die Kalimba nur mit den Händen gespielt wird, kann man beim Spielen der Kalimba gleichzeitig singen oder pfeifen. Mit etwas Übung lassen sich mit einer Kalimba traumhafte Klangwelten erzeugen. In Afrika wird die Kalimba von Erzählern verwendet, um Geschichten mit Melodien zu untermalen. Wer eine Kalimba besitzt, kann auf ihr Gutenachtgeschichten begleiten und herrliche Schlaflieder für Kinder spielen. Der Zauber dieses exotischen Instruments regt zu friedlichen Träumen von fernen Welten an. In einer Kalimba, die ihren Ursprung in den afrikanischen Savannen hat, drückt sich Naturverbundenheit und Musikliebe aus. Aufgrund dieser Symbolik ist eine Kalimba auch ein schönes Geschenk. Sie kann an einen exotischen Urlaub mit warmem Regen und an weites Grasland in einer afrikanischen Flusslandschaft erinnern.

Der Aufbau einer Kalimba

Die Kalimba gehört vom Aufbau her zu den Lamellophonen. Das sind afrikanische Instrumente, die mit Lamellen versehen sind, auf denen Melodien gezupft werden können. Eine Kalimba besteht aus einem Brett oder einem Hohlkörper und ist ungefähr so groß wie ein Buch. Die ursprüngliche Kalimba ist aus exotischen Holzarten gefertigt. Manchmal werden auch Bambus, Kürbis oder Kokosnussschalen als Grundlage für eine Kalimba verwendet. Industriell hergestellte Instrumente dieser Art können auch aus Kunststoff bestehen. Auf dem Resonanzkörper der Kalimba sind Lamellen zur Klangerzeugung befestigt. Die Anzahl der Lamellen kann variieren. Je mehr Lamellen sich auf einer Kalimba befinden, desto komplexere Melodien können auf ihr gespielt werden. Auf manchen Instrumenten sind die Lamellen nicht nur in einer, sondern sogar in zwei Reihen angeordnet. In den meisten Fällen bestehen die Lamellen einer Kalimba aus Metall. Ursprünglich wurden sie aber auch aus anderen Materialien wie Holz, Gerten oder Zuckerrohr gefertigt. Das Brett unter den Lamellen enthält oft Löcher zum Greifen und ist an den Rändern manchmal mit Muscheln besetzt, die Einfluss auf die Akustik der Kalimba haben und zusätzliche Rasselgeräusche verursachen können. Besteht die Kalimba nicht aus einem Brett, sondern aus einem Kasten, so befindet sich in der Mitte dieses Kastens meist ein Loch, das für einen guten Mitklang des Resonanzkörpers sorgt.

Wie die Kalimba gespielt wird

Zum Spielen wird die Kalimba meistens auf den Schoß genommen, denn man umfasst den Resonanzkörper des Instruments für gewöhnlich mit beiden Händen. Oft befindet sich auf der rechten Seite der Kalimba ein Griffloch, in das man den kleinen Finger stecken kann, um das Instrument gut festzuhalten. Gespielt wird das Instrument vorwiegend mit den Daumen, weshalb man die Kalimba auch Daumenklavier nennt. Eine Kalimba mit einer sehr hohen Lamellenzahl kann zusätzlich mit den Zeigefingern gespielt werden. Die Lamellen sind am oberen Ende auf dem Resonanzkörper befestigt. Die unteren Teile der Lamellen liegen als frei schwingende Zungen auf dem Instrument. Um die Lamellen zu stimmen, kann man sie in ihrer Halterung nach oben oder nach unten schieben. Für das Kalimba-Spiel benutzt man beide Hände. Dabei kann man nicht nur einzelne Töne erzeugen, sondern auch zwei, drei oder mehrere nebeneinander liegende Lamellen gleichzeitig zupfen und so Terzen, Dreiklänge, Quinten usw. spielen. Einer Metallzungen-Kalimba mit Akustik-Loch lassen sich esoterische Klänge entlocken. Lebensfrohe Melodien zaubern die afrikanische Sonne ins Herz. Innerhalb eines einfachen Dreiertaktes sind auch rhythmische Akzentverschiebungen, sogenannte Hemiolen, möglich, sodass auf einer Kalimba sehr variantenreiche Melodien gespielt werden können. Für die original afrikanische Kalimba-Musik sind Überkreuz-Rhythmen typisch. Sie zeugen von der natürlichen Lebensfreude der Bewohner der Sub-Sahara-Gebiete.

Die Geschichte der Kalimba

Die Kalimba ist in Zentralafrika schon seit fast 1.000 Jahren bekannt. In vielen afrikanischen Regionen wird sie auch Mbira gebannt. Sie kann ein Solo-Instrument oder ein Begleitinstrument sein oder auch im Ensemble gespielt werden. Die lange Tradition der Kalimba zeugt von der tiefen Liebe der afrikanischen Menschen zur Musik. Ursprünglich wurde die Kalimba ausschließlich aus natürlichen Materialien gebaut und von Hirten und Geschichtenerzählern verwendet. Die lebensfrohen Klänge der Kalimba eignen sich darüber hinaus auch zum Tanzen. Verglichen mit einer Bongo-Trommel ist eine Kalimba ein sehr kleines Instrument. Wörtlich übersetzt bedeutet Kalimba "die kleine Musik".

Wie die Kalimba-Klänge um die Welt gingen

Für die außerhalb von Afrika liegende Welt wurde die Kalimba in den 1920er Jahren von Hugh Tracey entdeckt, der von England nach Rhodesien (im heutigen Simbabwe) kam, um mit seinem älteren Bruder eine Tabakfarm zu betreiben. Von den Kalimba-Klängen fasziniert, beschloss Hugh Tracey, sich wissenschaftlich mit afrikanischer Musik zu beschäftigen und wurde dabei von prominenten Komponisten wie Ralph Vaughan Williams und Gustav Holst gefördert. So entstand die erste internationale bibliografische Sammlung über die faszinierenden Klangwelten Afrikas. Der Kalimba schenkte Hugh Tracey besonders viel Aufmerksamkeit. Durch sein Betreiben wurde die Kalimba in den frühen 60er Jahren im internationalen Instrumentenhandel als diatonisches Instrument eingetragen. Bald darauf war sie in der ganzen Welt populär. Ein anderer Musikwissenschaftler, der zur Bekanntheit der Kalimba beitrug, ist der US-Amerikaner Paul Berliner. Er beschäftigte sich seit den 1960er Jahren mit afrikanischer Musik und machte sie in den 1970er Jahren mit der Veröffentlichung eines Kalimba-Albums bekannt, das für einen Grammy nominiert wurde. 1978 schrieb er eine Arbeit über die Rolle der Kalimba-Musik in den Riten der Shona aus Simbabwe. Ihnen hilft die Kalimba-Musik, bei ihren religiösen Zeremonien in Trance zu fallen, während die Geister die Kontrolle über ihren Körper übernehmen.

Der Name Kalimba wird in Afrika vor allem in Kenia für das Daumenklavier verwendet, während es in Simbabwe oft Mbira genannt wird. In anderen Ländern wie im Kongo oder in Ruanda sind wieder andere Namen wie Ikembe, Sansula oder Marimba verbreitet. In europäischen Ländern ist die Kalimba auch als Fingerharfe, Zupfzungenspiel und Kürbisklavier bekannt. Zu einem original afrikanischen Kalimba-Ensemble gehören mindestens zwei Kalimbas sowie eine Rassel. Musiziert wird meistens mehrere Stunden hindurch, häufig nachts. Auch in der Pop-Musik und anderen zeitgenössischen Musikstücken ist die Kalimba bereits vertreten. Zu den bekanntesten Kalimba-Interpreten gehört Maurice White von Earth, Wind & Fire, der bereits Ende der 80er Jahre für seine Kalimba-Soli bekannt war und Gründer der Produktionsgesellschaft Kalimba Productions ist.

Kalimbas in verschiedenen Materialien und Designs

Bei eBay können Sie sich eine große Auswahl an Kalimbas in verschiedenen Größen, Formen, Farben und Designs ansehen. Ihre Tonreihen sind mit unterschiedlich vielen Lamellen bestückt, sodass sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, die beim Spielen eine zusätzliche Bassreihe verwenden möchten, das passende Instrument zu finden ist. Insgesamt können bis zu 56 Klangzungen auf einem Resonanzkörper befestigt sein. Doch auch auf einer Kalimba mit sieben Lamellen lassen sich beeindruckende Melodien spielen.

Für welche Kalimba entscheiden?

Angesichts der zahlreichen Kalimba-Angebote bei eBay kann man sich das Instrument aussuchen, das seinen Erwartungen am ehesten entspricht. Sie haben die Wahl zwischen einer industriell angefertigten Kalimba und einem in Handarbeit gefertigten Instrument. Jede Kalimba hat ihren ganz individuellen Klang, den es zu ergründen gilt. Sie können sich für eine Kalimba mit einem Resonanzboden aus Holz oder sogar für eine Kalimba aus einer echten halben Kokosnuss-Schale entscheiden. Die Nusshälfte einer solchen Kalimba ist mit einem Holzdeckel verschlossen, sodass ein Hohlkörper entsteht, der den Klang des Instrumentes optimiert. Auf diesem Holzdeckel befinden sich die Lamellen, mit denen die Kalimba gespielt werden kann. Oft verfügt der Hohlkörper über ein oder mehrere Klanglöcher, die für ein perfektes Tremolo sorgen.

Kalimbas in verschiedenen Holzarten

Das Holz einer Kalimba hat auf die Art ihres Klanges einen großen Einfluss. Einen sehr authentischen Klang haben die exotischen Instrumente, wenn sie aus tropischen Holzsorten geschnitzt sind. Deshalb besteht die Kalimba oft aus Teakholz. Da jedoch jedes Holz ein gutes Klangholz ist, werden auch europäische Holzsorten wie Kirsche, Buche oder Kiefer verwendet. Wenn Sie eine vollkommen neue Kalimba haben möchten, dann sollten sie sich für ein solches Modell entscheiden. Dann werden Sie die erste Person sein, die auf diesem Instrument spielt. Doch auch eine handgefertigte und eine gebrauchte Kalimba hat ihre Vorzüge. Schon ihr Anblick erzählt meistens eine kleine Geschichte. Diese Kalimbas sind oft sehr kunstvoll gestaltet und weisen viele individuelle Extras auf, die sie unverwechselbar machen.

Zwischen vielfältigen Kalimba-Designs wählen

Die Kalimba ist ein Instrument, dessen Gestaltung das Ergebnis bewundernswerter Kreativität ist. Mit einer Kalimba erhalten Sie ein Produkt original afrikanischer Volkskunst. Die Instrumente zeichnen sich durch eine unglaublich variantenreiche Gestaltung aus. Ihre Resonanzkörper sind oft mit detailreichen Schnitzereien versehen oder liebevoll bemalt. Ein häufiges Motiv auf der Kalimba ist der Gecko, eine in den Tropen lebende Echse, die als sehr stimmfreudig bekannt ist. Geckos verständigen sich untereinander durch eine Vielzahl an verschiedenen Tönen, die sie für die unterschiedlichsten Rufe verwenden. Natürlich sind auch Vögel, die sangesfreudigsten Tiere überhaupt, ein beliebtes Motiv auf der Kalimba. Einige Kalimbas sind mit erstaunlich aufwändig gestalteten Volkskunstmustern verziert, die aus Punkten und federförmigen Ornamenten bestehen. Beeindruckend sind auch die vielfältigen Formen der Kalimba-Resonanzkörper, denn bei einer Kalimba kommt es nicht auf die Art des Umrisses an, sondern nur darauf, dass sie gut in den Händen liegt. Deshalb kann eine Kalimba quadratisch, rechteckig, rund, oval, oder sogar gitarrenförmig aussehen. Auch Pflaumen- oder Schmetterlingsformen sind möglich.

Den Anblick der Kalimba und ihre Klänge genießen

Eine Kalimba ist Ausdruck von Lebensfreude. Sie kann Menschen beim Singen und Tanzen begleiten oder in Traumwelten entführen. Manchen dieser exotischen Instrumente lassen sich sogar esoterische Klänge entlocken. Darüber hinaus bietet eine Kalimba einen schönen Anblick. Deshalb kann das dekorative Holz-Instrument auch in die Gestaltung von Wohnräumen einbezogen werden und beispielsweise als Wandschmuck oder als Vitrinensammelstück dienen.

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