Eucalyptus Pflege

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Eucalyptus Haltung und Pflege
Die Gattung Eucalyptus umfasst mehr als 400 Arten raschwüchsiger, immergrüner Bäume, die in Australien und Tasmanien beheimatet sind und sich deutlich von allen anderen Bäumen unterscheiden, die in Gärten gemäßigter Klimazonen kultiviert werden.Alle Eukalyptus-Arten besitzen üppiges Blattwerk, zahlreiche Staubblätter und besonders hübsche Stämme und Äste.Dadurch sehen sie beeindruckend aus und muten subtropisch an.Die Blätter erwachsener Bäume (Altersblätter) sind mehr oder weniger sichelförmig und so gestellt , dass die Sonnenstrahlen auf die Schmalseiten fallen.
Sie unterscheiden sich oft stark von den rundlichen Blättern junger Exemplare (Jugendblätter).Beide Blattformen eignen sich auch sehr gut für Blumengestecke.
Pflanzung
Eukalyptus-Arten gedeihen in vielen verschiedenen Böden, und viele eignen sich auch für nasse Standorte.In flachgründigen Böden über Kalkgestein  leiden  manche Arten jedoch unter einer Kalk-Chlorhose (die Blätter vergilben und die Pflanzen sterben schließlich ab).
Eucalyptus-Arten werden am besten als kleine Topfpflanzen im Frühsommer gepflanzt und anschließend nicht angebunden.Größere Pflanzen (ab 1 Meter) müssen jedoch angebunden werden.Wichtig ist es, Eukalyptusbäume niemals zu düngen. Der Boden muss mager sein. Damit das Wurzelwachstum angeregt wird, so dass die Wurzeln in noch tiefere Bodenschichten vordringen, was dann die Überlebenschancen der Bäume während der Dauerfrostperioden verbessert. Falls der Boden zu fruchtbar ist, dann mit Sand magerer machen. Durch Düngung und fruchtbare Böden kann die Winterhärte von Eukalyptusbäumen negativ beeinflusst werden.Die Bäume müssen im Winter gemulcht werden, damit der Frost nicht zu tief zu den Wurzeln eindringt, so dass die Wasserversorgung während der Dauerfrostperioden besser gewährleistet wird, sie müssen im Winter auch gegossen werden, damit sie während der Frostperioden nicht so schnell vertrocknen.
Ausgepflanzter Eucalyptus im Winter
Wie bei anderen immergrünen Pflanzen aus wärmeren Gebieten ist es für das Überleben im Winter unbedingt nötig, zu verhindern, daß der Wurzelbereich vollständig gefriert.Deshalb sind Kübelpflanzen auch frostempfindlicher als ausgepflanzte Pflanzen, die gut eingewurzelt sind.Wir können die Wurzeln vor Frost schützen, indem wir im Herbst eine dicke Mulchschicht aufbringen, etwa 20-30 cm. Zum Mulchen kann Laub, Stroh, Koniferennadeln (besonders gut geeignet, besonders für die Stammbasis, da sie sich nicht so stark mit Wasser voll saugen).Eukalyptusbäume sind immergrün und verdunsten auch während des Frostes viel Wasser. Und die Eukalyptusbäume sollten nicht den ganzen Winter mit Fichtenreisig zugedeckt werden, sonst kann das mehr schaden als nützen.Nur wenn es extreme Fröste drohen, dann sollte man die Eukalyptusbäume mit Frostschutzvlies und Schilfmatten umwickeln und einpacken, der Schutz sollte dann aber bei Beginn einer milden Wetterperiode wieder entfernt werden.Bei Langandauerndem Dauerfrost ist es günstig, wenn Sie zwischen den Pflanzen noch eine Wärmequelle einbauen, z.B. ein Heizkabel oder billiger eine Weihnachtsbaumbeleuchtung (für außen) oder einen Lichterschlauch (darauf achten, dass es Glühbirnen sind und keine Leuchtdioden, Leuchtdioden strahlen keine Wärme ab). Diese können Sie dann bei großer Kälte einschalten.Doch bringen Sie bitte keine Weihnachtsbaumbeleuchtung an den Zweigen an, das funktioniert bei Palmen, doch bei Eucalypten richten Sie damit mehr Schaden als Nutzen an. Es kommt nur darauf an, dass der Wurzelbereich frostfrei bleibt.
Eucalyptus in Töpfen im Winter
Eucalypten in Kübeln können auch, da diese keine Winterruhe einhalten möglichst hell und kühl zu überwintern. Das ist sehr wichtig.Die frosttoleranten Eucalypten (Eucalyptus gunnii) lassen sich an einer windgeschützten Stelle im Freien oder in einem ungeheizten Gewächshaus besser überwintern  als im Haus. Sehr wichtig ist, dafür zu sorgen, dass der Wurzelballen nicht durchfriert. Das kann man erreichen, indem man die Töpfe in der Erde eingräbt und dick mulcht oder sie in einer windgeschützten Ecke zusammenstellt und mit einer dicken Strohschicht schützt.Des Weiteren sollten sie nur mit kalkarmen Wassern (am besten Regenwasser) gegossen werden.
Eucalyptus Umtopfen
Dazu brauchen Sie 3 Grundbestandteile:
1.Weißtorf, und zwar den den ohne Dünger und Kalk.
Den bekommen Sie als 10 l oder 25 l Ballen in Gartenmärkten (Es gibt auch kleinere Abpackungen). Auf keinen Fall Torfersatz nehmen, denn wir brauchen ihn nicht als Humuslieferanten, sondern um die Erde anzusäuern.
2.Groben Sand oder Quarzsand. Ich verwende nicht zu feinen Quarzsand (Körnung 0,5 bis 1,2mm, er kann auch etwas feiner oder gröber sein). Quarzsand gibt's im Baustoffhandel oder im Baumarkt.
3.Saugende Mineralien. Jetzt wird's etwas schwieriger. Optimal wären Vermiculit (Körnung 2-3mm). Doch das ist schwer erhältlich. Sie können es sich entweder im Internet bestellen,  Perlite(welches Sie bei mir im Ebay Shop finden) oder Seramis nehmen.
Nun nehmen Sie von 1.2.und 3. je 1/3 mischen es gut durch und machen es feucht. Um Pilze, Trauermücken und andere ungebetenen Gäste zu beseitigen, erhitzen Sie die Erde für etwa 20 min. in der Bratröhre (180°) oder in der Mikrowelle (vor dem sähen abkühlen lassen).
Pflege
Ältere ausgepflanzte Eucalypten können im Winter sehr stark Zurückfrieren, das macht aber nichts.Schneiden Sie die Pflanze im Frühjahr ca. 25 cm über den Boden ab.Anschließend bilden sich neue Triebe.Der stärkste kann als neuer Hauptrieb ausgewählt und als einziger an den Pflanzen belassen werden.Wenn Sie jedoch ein buschiges Wachstum bevorzugen, sollten alle Triebe an den Pflanzen belassen werden.
Starke, kalte Winde gefährden Eucalyptus mehr als Frost, die Pflanzen sollten daher stets im Winter vor solchen Winden geschützt werden.
Schnitt
Ein Schnitt ist im Allgemeinen nicht nötig.Pflanzen die nach einem strengen Winter abgestorben zu sein sch einen, sollten mindestens bis Ende des Frühsommers unbehelligt an ihren Standorten belassen werden.Zu dieser Zeit können neue Triebe aus jedem Teil des Baumes wachsen, auch aus der Stammbasis.Die höheren Triebe bilden bereits nach kurzer Zeit ein neues Astgerüst, und das tote Holz wird anschließend abgeschnitten.
Basistriebe können ebenso behandelt werden wie die Triebe von Pflanzen, die zur Erhöhung der Stabilität früh zurückgeschnitten wurden.
Sie können den Eucalyptus aber auch als Kugel auf Stamm wachsen lassen.Dafür benötigen Sie aber dann eine Pflanze die dann schon mind. 1 – 1,5 Meter hoch sein sollte.Bei dieser schneiden Sie die unteren Äste bis ca. 2/3 der Pflanzenhöhe direkt am Stamm ab.
Durch sein kräftiges Wachstum im Sommer können Sie ihn dann als Kugel beschneiden.
Eucalyptus gunnii
Dieser hübsche Baum zählt zu den bekanntesten und besonderes winterharten Eukalyptus-Arten in Deutschland.Seine Jungblätter sind rundlich und auffallend silbrig-blau, die Altersblätter sichelförmig und vergrünen leicht.Diese Art kann zu einem großen (3-8 Meter) Baum heranwachsen.
Bei regelmäßigem Rückschnitt ist sie jedoch ein sehr attraktiver Busch.

 

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