Eternal Darkness - Sanity's Requiem für GameCube

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Nachdem das Horror- Genre in den letzten Jahren eine wahre Flut an mehr oder minder gelungenen Spielen erlebt hat,
hätte man langsam davon ausgehen können, dass die Thematik reichlich ausgereizt sei.
Das zuvor erschienende GameCube- „Resident Evil" bereits mit nie zuvor gesehener Bombast-Optik überzeugen konnte,
ist nun der zweite Horrorvertreter „Eternal Darkness" endlich in den Läden.

Das Spiel wurde von Nintendos hauseigener Spieleschmiede „Silicon Knights" entwickelt,
die bereits in der Vergangenheit mit einigen Titeln wirklich begeistern konnten.
Auch „Eternal Darkness" macht da keine Ausnahme...

Allen, die sich nicht durch meine Review quälen wollen, sei gleich vorab gesagt,
dass das Spiel ganz ausgezeichnet ist und kaum Schwächen beinhaltet.
Während „Resident Evil" mehr auf Schockmomente setzt,
wird bei „ED" nun mehr mit subtilem Psychoterror und einer verstörenden Atmosphäre gearbeitet,
wobei Splatterfans dennoch nicht zu kurz kommen.

Die Handlung des Spiels erstreckt sich über zwei Jahrhunderte, wobei der Spieler im Laufe des Spiels die Rolle von über zehn Charakteren übernimmt.
Sei es nun ein Mönch aus dem Mittelalter oder ein Forscher aus dem 20.Jahrhundert, alle spielbaren Figuren haben ihren eigenen Reiz,
da sie nicht zuletzt über ein jeweils anderes Arsenal an Waffen und anderen Hilfsmitteln verfügen.
Die zu erkundenden Orte reichen über ein typisches Landhaus bis hin zu verwinkelten Grabstätten.
Genretypisch gilt es, zahlreiche - leider meist recht leichte - Rätsel zu lösen sowie reichlich Kämpfe gegen Untote und ähnliches zu bestehen.
Was „Eternal Darkness" jedoch von anderen vergleichbaren Spielen unterscheidet, ist die Art, auf die mit dem Spieler regelrecht „gespielt" wird.
So verfügt die Spielfigur über ein sogenanntes „Sanity-Meter", an welchem sich der Grad der Verrücktheit ablesen lässt.
Trifft die Figur nun auf Gegner oder erlebt andere Schockmomente, sinkt das Sanity-Meter.
Je niedriger der Wert ist, desto höher ist die Gefahr, seltsame Dinge zu erleben. Seien es nun beängstigende Visionen,
( wirklich unheimliche! ) Geräusche oder halluzinationsartige Effekte, der Spieler wird mehr als einmal an der Nase herumgeführt.
Ich möchte über diese Momente nichts verraten, kann aber sagen, dass sie bei mir mehr als einmal eine regelrechte Gänsehaut erzeugt haben
( Voraussetzung ist natürlich hierbei, im Dunkeln und bei ordentlicher Lautstärke zu spielen ).
Bis dato war für mich persönlich immer noch „Silent Hill 1" das mit Abstand unheimlichste Spiel; jetzt wurde es durch „Eternal Darkness" abgelöst.
Wer „Silent Hill" selbst gespielt hat, weiß, wie herrlich erschreckend ein plötzlich klingelndes Telefon oder seltsame Klopfgeräusche in den Wänden sein können.
„Eternal Darkness" bietet Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher gruseligen Effekte.

Und genau diese Dinge machen den Reiz dieses Spiels aus.

Dazu kommt eine gute bis sehr gute Grafik, eine ordentliche Steuerung und eine überzeugende Spieldauer von etwa 10-15 Stunden,
was für diese Art von Spiel echt gut ist.
Zudem muss man das ganze Spiel dreimal durchzocken, um in den Genuss aller insgesamt ca. viereinhalbstündigen Zwischensequenzen zu kommen.
Daneben gibt es auch noch diverse Unterschiede im Spielablauf. Für die kommenden kalten Winternächte dürfte also gesorgt sein.

Mein Fazit:
Nintendo liefert mit „Eternal Darkness" ein recht anspruchsvolles und durchweg exquisit gestaltetes Gruselepos ab,
welches vor allem durch die komplexe Geschichte und die geniale Stimmung überzeugen kann.
Wünsche frohes Fürchten...!

PS: Ihr JA-Klick wäre vielleicht eine kleine Anerkennung für mich.
Dankeschön.
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