Espressotassen für jeden Geschmack

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Schwarz, stark, süß: Ein Espresso hat es in sich. Der Kleinste unter den Kaffees ist so beliebt, dass er sich seine eigene Tasse aussuchen kann. Tatsächlich ist die Vielfalt an Espressotassen sehr groß, kein Typ ist wie der andere. Wir haben die Tassen im Miniformat unter die Lupe genommen und verglichen. In welcher Tasse kommt ein Espresso zu seinem vollen Aroma und sieht dabei noch richtig gut aus?

 

Warenkunde: Espresso und Espressotassen

 

Espresso wird heiß geliebt: als Muntermacher am Morgen, als Verdauungshelfer nach dem Essen oder einfach italienisch zwischendurch. Der kleine Mailänder ist ein hochkonzentrierter Kaffee mit einer dichten, braunweißen Schicht - der Crema. Dieser verdankt er sein einzigartiges Aroma. Den Unterschied zwischen Kaffee und Espresso macht übrigens nicht die Bohne sondern die Röstung. Für die Espresso-Zubereitung werden die Kaffeebohnen stärker geröstet und verfärben sich dadurch dunkler. Das verlieht dem Espresso seine tiefbraune, fast schwarze Farbe.

Klassischerweise wird Espresso in kleinen, dickwandigen Tassen serviert. Profis wärmen sie vor. So wird der sehr heiße Espresso länger warmgehalten. Glastassen oder Espressogläser hingegen werden eher aus ästhetischen Gesichtspunkten gewählt, weil die Crema hier besonders gut zur Geltung kommt.

Wer auf die Idee der braunen Kaffee- und Espressotassen kam? Angeblich ein Italiener, dem man zu viele weiße Tassen im Café stibitzt hatte. Er hielt die Farbe braun für am wenigsten attraktiv für Tassendiebe.


Klassiker aus Italien: NuovaPoint


Die Espressotassen des italienischen Hersteller NuovaPoint  bestechen durch schlichte Eleganz und ihre klassische Form. Traditionellerweise weiß oder braun lasiert, gibt es sie mittlerweile auch in vielen anderen Farben.

Eins ist auf jeden Fall immer gleich: Die Tässchen von NuovaPoint sind allesamt dickwandig, damit der Espresso die richtige Temperatur behält.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie: die Traditionellen
Durchschnittliche Wandstärke: dick
Gesamteindruck: heiß
Empfehlung: für Retro-Puristen

Design aus Italien: D'Ancap

 

Seit 1964 bietet D'Ancap  ein großes Sortiment an unterschiedlichen und farbenfrohen Espressotassen an. Bei einem italienischen Porzellanhersteller versteht es sich von selbst, dass die Tassen durchweg eine dicke Wandstärke besitzen, ganz gleich wie modern das Design auch ausfällt.
Tipp:  Lassen Sie sich Zeit beim Aussuchen, Stöbern lohnt sich.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Klassiker
Durchschnittliche Wandstärke:  dick
Gesamteindruck:  superheiß
Empfehlung:  für Design-Liebhaber

Die Tasse zum Espresso: Lavazza

 

Espressotassen aus dem Hause Lavazza  sind in erster Linie für gastronomische Betriebe oder Lavazza-Kaffeebars gedacht, die den Espresso dazu anbieten. Die Tassen und Espressogläser sind eher schlicht und haben meist eine konische Form, die nach unten hin schmal zusammenläuft.

Café-Feeling daheim: Freunde der Marke trinken daraus ihren Lavazza in der eigenen Küche.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Werbeträger
Durchschnittliche Wandstärke:  eher dick
Gesamteindruck:  lauwarm
Empfehlung:  für Kaffeebar-Betreiber

Kunst zum Kaffee: Illy

 

Die Espressotassen der Kaffeemarke Illy  sind bauchig-rund und laut Hersteller selbst entworfen. Die Form bewegt sich von der klassischen Espressotasse vor allem im Henkel weg. Der hat nämlich ein kreisrundes Loch. Das Konzept hinter der Tassen-Serie: Die Tassenform bleibt gleich, die Dekors aber sind vielfältig und bunt.
Besonders:  Für die Illy Art Collection  lässt der Espresso-Anbieter die Tässchen von bekannten zeitgenössischen Künstlern wie Liu Wei oder jungen Architekten wie Rufus Willis gestalten.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Künstler
Durchschnittliche Wandstärke:  dick
Gesamteindruck:  heiß
Empfehlung:  für Kunstsammler

Pop-Art meets Espresso: Ritzenhoff


Espressotassen als Objekt der Begierde? Sammler  jagen schon mal einer Ritzenhoff  nach. Ihr Markenzeichen: das poppige und liebevoll gestaltete Dekor. Die Editionen sind limitiert und werden eher als Einzelstücke denn im Set verkauft. Bei dem Stückpreis für eine neue kleine Tasse verwundert das nicht. Daraus trinken wird zur Nebensache.
 

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Popstars
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn bis mittel
Gesamteindruck:  heiß
Empfehlung:  für Tassenjäger

Espresso mit einem Schuss Romantik: Flirt

 

Espressotassen von Flirt -Porzellan sind klein, zierlich und mit hübschen Mustern verziert. Zum Beispiel im Vichy-Stil. Die runde Formgebung dominiert das Design, die Wände sind eher dünn. Meist gehören die Tassen für den Espresso zu einem kompletten Kaffeeservice. Sie flirten daher gerne mit der der sonntäglichen Kaffeetafel und passen prima neben ein Stück Kuchen auf passendem Teller.

Tipp:  Den kleinen Schwarzen schnell trinken, sonst kühlt er ab.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Romantischen
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn 
Gesamteindruck:  kurz heiß
Empfehlung:  für Augenblicksgenießer

Das Motiv macht den Unterschied: Könitz

 


Motiv-Tassen haben eine große Fangemeinde, Espressotassen von Könitz  auch. Die Tässchen tragen Kunst, Schriftzüge oder lustige Comic-Zeichnungen und kommen fröhlich, bunt und zuweilen recht schrill auf den Tisch.

Während die Motivwahl eine Frage des persönlichen Stils ist, trifft die Form nur eingeschränkt den anspruchsvollen Espresso-Geschmack: Die Tassenwand ist maximal mitteldick, sodass der Muntermacher nicht lange heiß bleibt.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Flippigen
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn bis mittel
Gesamteindruck:  lauwarm
Empfehlung:  für Individualisten

Bunt und praktisch: Thomas


Thomas  gehört zu Rosenthal. Das Design von Tassen und Tellern ist allerdings moderner und auf den täglichen Gebrauch ausgerichtet. Die Espresso-Serie SUNNY DAY  besteht aus Espressotasse, Wasserglas und einem Serviertablett aus Porzellan. Die spülmaschinenfeste Glasur des Sets gibt es in vielen bunten Farben.
Wer es lieber schlicht mag, greift auf Espressotassen aus dem Trend -Service zurück: Die Tässchen im typischen "Thomas-Look" sind weiß und passen gut auf den Frühstückstisch.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Unspektakulären
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn bis mittel
Gesamteindruck:  nicht wirklich heiß
Empfehlung:  für Frühstücket

Espresso exklusiv: Rosenthal

 


Das deutsche Traditionsunternehmen Rosenthal  bietet eine Reihe von edlen Espressotassen an, die wohl eher Sammler- als Espressotrinkerherzen höher schlagen lässt.

Wenig Tasse für viel Geld erklärt sich dadurch, dass Form und Dekor gern von namenhaften Designern und Künstlern entworfen wurden. Handwerk ist hier nicht nur in der Produktion angesagt: Stellen Sie die Trinkgefäße mit den reichen Verzierungen in Gold und hochwertiges Knochenporzellan niemals in die Spülmaschine. Feucht säubern, wenn überhaupt, nur ohne Reinigungsmittel. Also am besten gleich in der Vitrine lassen.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die Noblen
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn 
Gesamteindruck:  heiß,  aber nur zum Anschauen
Empfehlung:  für  Feingeister

Moderne Zeiten: Villeroy & Boch

 

Keramik von Villeroy & Boch  gibt es schon seit 1748, was das Unternehmen aber nicht daran hindert, sein Porzellangeschirr neu zu erfinden. Die Edition NewWave  hat für ihre ungewöhnliche Formgebung den Innovationspreis erhalten.
Ob der Espresso in einer Tasse von NewWave Caffè neuartig schmeckt, darf jedoch bezweifelt werden. Heiß bleibt er mit Sicherheit nicht lange, dazu ist die Tassenwand zu dünn.
Das ist übrigens bei allen Espressotassen von Villeroy & Boch so.
Damit bieten sie sich für den eleganten Shot an: Ein beherzter großer Schluck und die leere Tasse wandert zurück auf den smarten Küchentresen. Den brauchen Sie, samt schickem Ambiente bei einer solchen Tasse schon.

Tassentypologie


Gehört in die Kategorie:  die  Haut-Couture
Durchschnittliche Wandstärke:  dünn bis mittel
Gesamteindruck:  heiß
Empfehlung:  für Modernisten
 
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