Es lebe die Farbe: Ebook-Reader mit LCD-Display

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LCD-Bildschirme brauchen mehr Strom als E-Paper und sind nicht so gut lesbar. Aber sie haben auch Vorteile: Sie sind farbig und können damit wesentlich mehr Inhalte darstellen – sogar Filme. Hier erfahren Sie, was Sie beim Kauf bedenken müssen.

 

Es lebe die Farbe: Ebook-Reader mit LCD-DisplayEbook-Reader mit LCD-Display wie der Icarus Omnia bieten vielfältige Funktionen. (Copyright: Icarus)

 

 

Was ist ein Liquid Crystal Display (LCD)?

LCDs stellen Farben mit Hilfe von Flüssigkristallen (Liquid Crystals) dar. Die Flüssigkristalle ändern die Polarisationsrichtung von Licht, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Zur Ausrichtung und Ansteuerung der Kristalle dient heutzutage meist ein "Thin Film Transistor" (TFT).

 

 

LCD-Ebooks kommen an Tablets ran

Die gängigen Ebooks mit E-Paper können zurzeit nur Schwarz oder Weiß darstellen. Die Entwicklung farbiger Tinte ist zwar im Gang, aber noch nicht konkurrenzfähig. Ebooks mit LCDs dagegen können wie jeder Computermonitor Farben anzeigen. Außerdem ist die Reaktionsgeschwindigkeit bei Bildwechseln schneller als beim E-Paper. Damit kann das LCD nicht nur Farbfotos zeigen, sondern taugt auch für Videos andere Multimedia-Inhalte. Ein LCD-Ebook ist also schon fast ein Tablet, zumal viele Geräte auch einen Internetzugang ermöglichen.

 

 

Stromverbrauch ist vergleichsweise hoch

Der TrekStor-Reader gehört zu den preiswerteren Modellen. (Copyright: TrekStor) Ein LCD benötigt viel mehr Strom als E-Paper. Das elektronische Papier verbraucht nur beim Umblättern Strom, um die Farbpigmente neu auszurichten. Danach bleiben sie in ihrem Zustand, ganz ohne weitere Stromzufuhr. Im Dunkeln allerdings hat das LCD mit seiner Hintergrundbeleuchtung Vorteile – wenn auch auf Kosten der Akkulaufzeit. Während ein Reader mit E-Paper wochenlang ohne Nachladen im Einsatz bleiben kann, hält ein LCD-Reader kaum einen Tag durch. Achten Sie beim Produktvergleich auf die Akkulaufzeiten der Geräte.

 

 

Bei hellem Licht schwindet die Lesbarkeit

Aufgrund seiner E-Ink-Technologie sind E-Paper sehr angenehm für die Augen. Außerdem ist der Blickwinkel nicht eingeschränkt, ganz anders als bei LCDs – Sie kennen das von Ihrem Computermonitor. E-Paper ist auch bei hellem Sonnenschein gut lesbar, da können LCDs nicht mithalten. Nur im Dunkeln kehrt sich der Vorteil um: Da ein E-Paper Display ohne Hintergrundbeleuchtung funktioniert, ist bei Dunkelheit – wie beim echten Buch – mit Lesen Schluss. Deshalb bauen die Hersteller eine Frontbeleuchtung ein: LEDs im Rahmen leuchten über eine Spezialschicht die Seite aus. Somit bleibt das E-Paper auch hier im Vorteil.

 

 

Fazit

Als reines Ebook ist ein Gerät mit LCD-Display deutlich im Nachteil. Wer aber mit dem Reader mehr tun möchte als nur zu lesen, könnte ein LCD-Reader durchaus schätzen: Mit dem Farbdisplay lässt sich das Gerät auch als Bildbetrachter und zum Abspielen von Videos nutzen. Viele Geräte bieten zudem einen integrierten MP3-Player.

 

 

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