Erwerb \ Löschen von Datenträgern : Datensicherheit ?!

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Kernfrage ist , ob ich für Daten die auf meiner Festplatte sind oder waren (!) haftbar gemacht werden kann.
Desweitern möchte sicherlich nicht jeder sein Surfverhalten, die Hochzeitsbilder, Bilder vom Unfall des Wagens,
Lebensläufe und was man heute noch so alles mit seinem PC speichert in anderer Leute Hände wissen.

Allgemein hin sind leider immer noch zwei Meiungen vertreten :

I:  "Ich habe doch alles gelöscht ! "
II: "Ich habe die Festplatte frisch formatiert !"

Festplatten die gelöscht wurden sind dabei am einfachsten "wiederherzustellen". Windows löscht nur die "Markierungen"
für den Anfang und das Ende einer Datei. Der Rest bleibt bestehen und wird erst unbrauchbar, wenn er zufällig mit neuen
Daten überschrieben wird (wenn zb. etwas Anderes gespeichert wird ).
Wer speichert aber etwas auf der Festplatte nach dem Löschen ?!

Auch formatierte Festplatten bieten keinen Schutz, das abhängig vom verwendeten Dateisystem bestimmte Kriterien
wie Größe der Blöcke, Abstände und Aufbau vorgegeben sind.

Anwender die mehr Kentnisse auf dem Gebiet haben, werden vermutlich die Partition löschen. Leider meist auch
ohne vorher die Dateien zu löschen\überschreiben.

Mithilfe von Windos-Boardmitteln und diverser, zumeist kostenlos erhältlichen Tools ist aber kein Problem Partitionen,
Laufwerke oder Daten wiederherzustellen.
Dies betrifft ja der "Datenwiederherstellung" und ist somit ein weit verbreitetes und diskutiertes Umfeld.

Ein Paradebeispiel war ein Kauf, welcher "in Unkenntnis über Bauformen" einer 3.5" Festplatte,
als Notebook-Festplatte getätigt wurde.
Mangels Interesse und Nutzungsmöglicheit blieb das gute Stück fast ein halbes Jahr liegen und wurde dann zum Anschauungsbeispiel ...

Diese 40 GB waren von mind. zwei verschiedenen Personen mit FAT32 Daten befüllt, einmal als primäre Festplatte ,
einmal als Sekundäre, anschließend als Erweiterung von einem XP in Verwendung und dann für eine blanke XP-Neuinstallation
benützt worden, bevor die Festplatte vom neuen Besitzer formatiert und eingestellt worden ist.

Arbeitsaufwand : drei Arbeitstage ...

Welche Möglichkeiten bleiben nun aber, um "seine" Daten nicht fremde Hände zu geben oder eine wirklich "leere" Festplatte zu nutzen ?

Hierbei auch die Hardware beachten, da die Festplatten in Ihrem Lebenszyklus nur eine bestimmte Anzahl an Vorgängen ausführen können.
Der löschvorgang ist ja ebenfalls ein Schreib- Lesevorgang !


-Meist ( mit Ausnahme der oben Erwähnten ) wird zu Programmen gegriffen, deren Funktionsweise nicht klar ersichtlich
oder schlicht und ergreifend zu komliziert ist.

-Alternativ stellen Festplattenhersteller auch Tools zur Verfügung um Ihre Festplatten "raw" oder "low level" zu formatieren.
(das hier auch der Smart-Status und bei neueren Festplatten andere Features manipuliert werden können wäre ggf. ein anderes Thema).
Die Installation dieser Tools ist aber immer mit Aufwand verbunden und es existieren für verschiedene Hersteller ggf. unterschiedliche Anwendungen.
Die wenigsten würden eine über USB angeschlossene Festplatte unterstützen.

-Auch Window-Boardmittel können den leeren Bereich einer Festplatte mehrfach überschreiben und somit eine Wiederherstellung
"unrentabel" machen. Dazu gibt es den Befehl "cipher.exe"
(Details dazu existieren es in der Microsoft Knowledgebase unter Artikelnummer 298009 \\ Kurzfassung : start-->ausführen-->cmd-_><enter> "cipher /w x:\Ordner" , wobei X die zu bereiniggende HDD ist und "Ordner" z.B.: irgendein Test-Ordner auf der zu löschenden Festplatte).

Wird anschließend in der Datenträgerverwaltung noch die Partitionierung der Festplatte entfernt ist der Aufwand für Privatpersonen zu hoch.

Es gibt aber auch noch andere Speichermedien die Beachtung finden sollten:
-Kameras (interner Speicher )
-USB-Sticks
-Speicherkarten
-Handys
-Navis
-et certera

Die meisten dieser Geräte haben einen eigenen Controller der zur Verwaltung der zu speichernen Daten verwendet wird.
Daher ist man nei ganz sicher, welcher Bereich aktuell beschrieben wird.
Bei den Geräten sollte man mindestens ein Paar mal die komlette Speicherkapazität mit "Unnützem" ausreizen.

Auch wenn Windows das meistverwendete Betriebsystem ist, sollten andere Dateisysteme gleichfalls eine gewisse Aufmerksamkeit erhalten.
Ob dies nun Apple, BeOs , Unix oder spezielle Systeme ( z.B. einige Festplatten-Rekorder) sind.

 

 

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