Erste Wahl zur Begrenzung von Terrasse und Balkon: Palisadenzäune

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Immer noch die erste Wahl zur Begrenzung von Terrasse, Balkon und beim Campen: Palisadenzäune

Die Verwendung von Palisaden entstammt einer alten Tradition, die bereits in der Antike Verwendung gefunden und sich spätestens im frühen Mittelalter in verschiedenen Bereichen etabliert und verbreitet hat. Bei einer Palisade geht es nicht darum, Grundstücke vor neugierigen Blicken zu schützen, sondern es handelt sich um eine schlichte, aber sehr stabile Begrenzung. Ob im Garten oder auf dem Campingplatz: Grundstücksbegrenzungen sind notwendig, um den eigenen Bereich von den Nachbarn abzugrenzen und zu verhindern, dass es zu Unstimmigkeiten kommt.

Dabei hatten Palisaden ursprünglich eine ganz andere Bedeutung. Tatsächlich waren sie bis zum Mittelalter und während der folgenden Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil der Verteidigung im militärischen Sinne. Bis zum 16. Jahrhundert galten Palisaden als Bollwerk, das wiederum Teil einer Befestigungsanlage war und dem Schutz vor Feinden diente. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich das Bollwerk als besonders starke und effiziente Befestigungs- und Verteidigungsanlage durchgesetzt, während die Palisade auch ein dekoratives Element darstellen kann.

Im Gegensatz zu anderen Grundstücksbegrenzungen und Zäunen fallen Palisaden vor allem durch ihre Stabilität und Festigkeit auf, die sie auch im Landschaftsbau sehr beliebt gemacht hat. Die Vielseitigkeit von Palisadenzäunen sorgt dafür, dass sie auf vielen Grundstücken sowie als unterstützende Maßnahme in der Natur zum Einsatz kommen. Ob sie zugleich als Sichtschutz fungieren, hängt dabei von der Höhe der Palisaden ab. Palisadenzäune mit einer Höhe von deutlich mehr als einem Meter sind nicht nur zuverlässige Begrenzungen, sondern sorgen auch für mehr Diskretion. Immerhin möchten Sie sowohl in Ihrer Parzelle als auch in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon ungestört sein und sich nicht der Nachbarschaft präsentieren.

Mit Palisadenzäunen das Grundstück effektiv von Nachbarn abgrenzen

Um Streit über den Verlauf von Grundstücksgrenzen zu vermeiden, haben sich Zäune aller Art bewährt. Vom schlichten Maschendrahtzaun über Palisaden und Lattenzäune bis hin zu eleganten Zaunfeldern gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Grenzen klar zu definieren. Innerhalb Ihrer Begrenzung können Sie sich frei bewegen und Ihren Garten oder Ihr Grundstück so gestalten, wie es Ihnen beliebt. Die Höhe der Zäune ist stets variabel und lässt sich abhängig vom jeweiligen Bereich individuell anpassen. So kommen auf vielen Grundstücken flache Zäune zum Einsatz, wenn es darum geht, den Vorgarten einzugrenzen. Manche Hausbesitzer verzichten allerdings auch ganz auf einen Zaun im Vorgarten.

Stattdessen finden verschiedene Steine Verwendung, die die Grenze anzeigen und als dekorative Elemente sehr beliebt sind. Im hinteren Bereich des Grundstücks sind Zäune oder Hecken in verschiedenen Höhen sehr beliebt. Je höher die Begrenzung ausfällt, umso eher kann sie auch als Sichtschutz dienen und somit für mehr Behaglichkeit sorgen. Niemand lässt sich im Garten oder auf der Terrasse gern beobachten, sodass Sichtschutzzäune sehr weit verbreitet sind. Hierfür sind Palisaden sehr gut geeignet, weil diese wenige Zentimeter bis einige Meter hoch sein können und dennoch nicht so undurchdringlich und abweisend wirken wie beispielsweise eine hohe Mauer, die das Grundstück umfriedet.

Wie Palisadenzäune konstruiert sind und woraus sie bestehen

Palisadenzäune bestehen üblicherweise aus massivem Holz, das sich durch eine lange Haltbarkeit und ein hohes Maß und Robustheit gegenüber Wind und Wetter auszeichnet. Eine Palisade ist ein massiver runder Pfahl, der einen Durchmesser von etwa zehn bis zwanzig Zentimetern aufweist. Im Sinne einer militärischen Befestigungsanlage waren Palisaden auch durchaus dicker, doch als reine Grundstücksbegrenzung sind stärkere Pfähle eher unüblich. Die Pfähle können zugespitzt, gerade oder aber kunstvoll verziert sein. Sie stehen entweder ohne Abstand oder mit kleinen Lücken nebeneinander. Damit der kräftige Holzzaun stabil steht, sind die Pfähle mit zumindest einer Querlatte verbunden, die am oberen Rand innen verläuft. Darüber hinaus können Sie in regelmäßigen Abständen weitere Latten anbringen – abhängig von der Höhe des Palisadenzauns. Graben Sie die Palisaden zudem in den Boden ein. Die Höhe der Pfähle bestimmt, wie tief die Löcher sein müssen, die Sie ausheben.

Moderne Formen des Palisadenzauns entpuppen sich als echte Hingucker

Während klassische Palisaden eher grobschlächtig wirkten und lediglich stabil sein sollten, damit sie eventuelle Angreifer abwehren oder zumindest verlangsamen konnten, müssen moderne Palisadenzäune als Grundstücksbegrenzung oder für die Terrasse und den Balkon auch hinsichtlich der Optik hohen Ansprüchen gerecht werden. Aus diesem Grund können die Pfähle deutlich schmaler ausfallen. Ebenso kann die Form variieren, sodass die Palisaden nicht mehr ausschließlich rund sind. Auch elliptische Pfähle sowie kurze Quader mit abgerundeten Ecken sind denkbar. Ebenso können Sie schlanke Palisadenzäune kaufen, bei denen der Abstand zwischen den einzelnen Pfählen ebenso groß ist wie der Durchmesser der Palisaden. So ergibt sich ein elegantes und gleichmäßiges Bild, das als Begrenzung sehr stilvoll und elegant wirkt. Auch spezielle Kappen, die Sie auf die Holzpfähle setzen können, sind beim Aufstellen von Palisaden sehr beliebt. Diese können rund sein oder die Form einer flachen Pyramide aufweisen und beispielsweise aus hochwertigem Edelstahl bestehen. Der daraus resultierende Materialmix macht den Zaun erst zu einem wahren Hingucker. Seien Sie kreativ, wenn Sie einen neuen Zaun in Erwägung ziehen und sich für Palisaden interessieren.

Pfähle oder Latten: Unterschiede zwischen Lamellen- und Palisadenzäunen

Sogenannte Lamellenzäune sind eine Bauform, die mit Palisaden eng verwandt ist und die einen vergleichbaren Zuspruch genießt. Im Gegensatz zu den runden Pfählen eines Palisadenzauns bestehen Lamellenzäune aus Querlatten, deren Befestigung durch Pfosten erfolgt. Das Ergebnis sind elegante Zaunfelder in unterschiedlichen Höhen, die sowohl als Sichtschutz fungieren als auch als flache Begrenzung zum Einsatz kommen können. Lamellen und Palisaden sind letztlich jeweils umgekehrt ausgeführt und gleichermaßen beliebt. Insbesondere Varianten aus massivem Holz erfreuen sich großer Beliebtheit, da Naturmaterialien im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon das Wohlbefinden steigern und für mehr Natürlichkeit sorgen. Natürlich ist der Aufwand gleichermaßen höher, denn Holzzäune bedürfen regelmäßiger Zuwendung und Pflege, damit sie lange halten. Massive Palisadenzäune, insbesondere aus robustem Lärchenholz oder anderen Kiefern, trotzen aufgrund der starken Pfähle auch dann dem Verschleiß durch die Witterung, wenn sie unbehandelt sind. Allerdings ist eine Versiegelung oder ein regelmäßiger Anstrich mit geeigneten Holzlacken sowohl bei Palisaden als auch bei Lamellenzäunen empfehlenswert, um die Haltbarkeit zu erhöhen.

Andere Einsatzzwecke für Palisaden: Zaunelemente rund um Terrasse und Balkon

Wenn Sie nicht von einem mittelhohen bis hohen Zaun unterschiedlicher Stärke ausgehen, der beim Camping Ihre Parzelle oder zu Hause Ihren Garten abgrenzt, können Sie Palisaden auch zur Dekoration im Garten, auf der Terrasse und sogar auf dem Balkon verwenden. Mittlerweile handelt es sich hierbei nicht mehr ausschließlich um reine Holzzäune, denn auch Palisaden aus Kunststoff sind in verschiedenen Farben erhältlich und sehr beliebt. Die Pfähle sind oft kurz und kräftig und können zum Beispiel eine höher gelegene Terrasse umgeben. Ebenso können Sie Beete mit kurzen Palisaden abstecken. Hierfür sind die niedrigen und stabilen Zaunelemente besonders gut geeignet. Setzen Sie die Pfähle in den Boden und schrauben Sie an der Innenseite dünne Querlatten fest, die eine ausreichende Stabilität gewährleisten. Nun können Sie den eingezäunten Bereich mit Erde oder Kies auffüllen und bepflanzen. Auf dem Balkon wiederum können Sie schlanke Palisaden verwenden, wenn Sie Ihre alte Brüstung ersetzen wollen. Ist der Balkon sehr groß, können Sie auch hier kleine Beete errichten, die Sie mit Palisaden umfrieden.

Warum Palisadenzäune manchmal praktischer sind als sogenannte Jagd- oder Scherenzäune

Sie sehen: Eine rein aus optischen Gründen angelegte Grundstücksbegrenzung kann sehr vielfältig und individuell gestaltet sein. Sie können Ihre Parzelle oder Ihre Gärten mit Pflanzen, Steinen oder Zäunen umgeben und somit deutlich zeigen, wo Ihr Grundstück beginnt. Welche Art von Begrenzung Sie auswählen, ist jedoch nicht immer nur eine reine Frage des persönlichen Geschmacks. Jagd- und Scherenzäune sind auf vielen Grundstücken zu sehen. Sie können sowohl aus Holz als auch aus Metall oder Kunststoff bestehen. Die sehr offene Gestaltung der Zäune wirkt dank der großen Rauten weder abweisend noch zu dicht, sodass sie recht beliebt sind. Sie bieten allerdings den Nachteil, dass sie sich aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Höhe und bei sehr großen Rauten leicht überwinden lassen. Außerdem können kleine Hunde oder beispielsweise Kaninchen, die gerade ein wenig Freilauf im Garten genießen, durch einen luftigen Jägerzaun entwischen. Daher sind Palisadenzäune oder entsprechende Mauern oft die bessere Lösung, wenn Sie Tiere im Garten laufen lassen und sie von der Straße fernhalten möchten. Für größere Hunde und Katzen ist es selbstverständlich unerheblich, ob der Zaun Lücken aufweist oder nicht, da sich die Tiere nicht hindurchzwängen werden, sondern den Zaun eher überspringen.

Mehr Sicherheit und Geborgenheit – mit hohen Palisadenzäunen

Palisaden dienen nicht nur als Begrenzung oder Dekoration, sondern lassen sich auch hervorragend als Sichtschutzzaun im Garten verwenden. Wenn Sie jedoch vermeiden möchten, dass Ihr Grundstück auf Besucher wie eine uneinnehmbare Festung wirkt, wählen Sie schlankere Pfähle in einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern. Immerhin müssen Sie die Pfähle tiefer eingraben je höher sie sind. Anschließend sollten die Palisaden noch hoch genug sein, um unerwünschte Einblicke in Ihren Garten oder auf Ihre Terrasse zuverlässig zu verhindern. Neben einem Sichtschutz aus Holz können Sie auch Hecken und Sträucher pflanzen, die Ihnen Ruhe und Geborgenheit im eigenen Garten ermöglichen. Selbstverständlich können Sie einen pflanzlichen Sichtschutz oder eine entsprechende Begrenzung Ihres Grundstücks auch mit einem Palisadenzaun ergänzen und verstärken. Achten Sie allerdings darauf, ein wenig Abstand zu lassen oder zumindest erst die Pfähle einzugraben, damit diese nicht beim nachträglichen Setzen versehentlich die Wurzeln Ihrer Heckenpflanzen beschädigen.

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