Ernährung: So stellen Sie Babybrei selber her

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Ernährung: So stellen Sie Babybrei selber her

In den ersten sechs Lebensmonaten ist die Ernährung eines Babys denkbar einfach. Muttermilch ist das gesündeste Lebensmittel für den neuen Erdenbürger. Sie enthält alle Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung und sorgt für ein gesundes Wachstum. Die natürliche Ernährung des Babys ist nicht nur gesund, sie ist auch praktisch und kostengünstig. Allerdings sollten Sie über die Anschaffung eines Milchpumpen-Sets nachdenken. So kann sich der Papa auch an der Versorgung des Familienzuwachses beteiligen, und die Mama ist weniger gebunden. Nach einigen Wochen sind einige Stunden allein und ohne mütterliche Verpflichtungen oder ein ungestörter Schlaf eine reine Wohltat. Reicht die Muttermilch nicht aus oder möchten Sie nicht stillen, dann ist Milchpulver eine Alternative. Bevorzugen Sie Produkte mit der Kennzeichnung "PRE", diese enthalten ähnlich wie die Muttermilch nur Milchzucker als Kohlenhydratquelle, auf Stärke wird verzichtet. Für Babys mit der ererbten Neigung zu Allergien ist neben Muttermilch hypoallergene Erstlingsmilch geeignet. Sie ist leicht durch den Aufdruck "HA" zu erkennen.

Babys erster Brei – einfach selbst gemacht

Meist irgendwann zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat reicht einem Baby die reine Milchnahrung nicht mehr aus. Die Milch sättigt nicht mehr ausreichend, das Kind wird unruhig und quengelig. Dann ist es an der Zeit, die erste feste Nahrung einzuführen. Der Markt bietet zwar Gläschen in reichhaltiger Auswahl an, aber die meisten Eltern möchten genau wissen, was sie ihrem Kind anbieten. Außerdem sind gerade am Anfang die Gläschen noch viel zu groß. Der größte Teil des Inhalts landet im Müll, da das Baby diese Mengen noch gar nicht bewältigen kann. Außerdem sind die Fertiggläschen recht teuer und belasten das Familienbudget schnell deutlich. Dabei ist es gar nicht schwer, sein Kind von Anfang an selbst zu ernähren. Die Rezepte sind denkbar einfach umzusetzen, große Kochkenntnisse sind nicht erforderlich. Und nichts macht stolzer als ein Kind, das mit Lust die selbst zubereiteten Speisen verzehrt. Sicherheit und immer neue Anregungen geben zum Beispiel Bücher über die Ernährung von Babys und Kleinkindern. Die kompakten Ratgeber verraten Ihnen alles Wichtige und geben Ihnen Grundrezepte an die Hand.

Gemüse – der perfekte Babybrei für den Start

Am Anfang ist ein schonender Babybrei mit nur einer Zutat ideal. So hat der empfindliche Verdauungstrakt die Möglichkeit, sich leicht an die neuen Komponenten im Speiseplan zu gewöhnen. Denn der Schritt von Milch zu Brei ist für den Organismus des Kindes sehr groß. Besonders die Eltern von Kindern mit einer Neigung zu Allergien sollten sich hier viel Zeit lassen und pro Woche nur eine neue Zutat einführen. So können Sie genau beobachten, wie das Kind die Speisen verträgt, und bei eventuellen Reaktionen leicht den Auslöser identifizieren. Geduld und Zurückhaltung zahlen sich in diesem Fall lebenslang aus. Je nach Jahreszeit sind verschiedene Gemüsesorten erhältlich. Generell sind für den Einstieg Karotten, Pastinaken, Zucchini oder Kürbis geeignet. Achten Sie darauf, dass das Gemüse aus biologischem Anbau stammt. Eventuell besitzen Sie sogar einen eigenen Garten und können das Gemüse für Ihr Baby selbst anbauen. Da die Portionen in der Anfangszeit sehr klein ausfallen, empfiehlt es sich, das Menü auf Vorrat zu kochen. Frieren Sie den Babybrei in Eiswürfelbereitern ein. Dann können Sie würfelweise die passenden Mengen entnehmen. Zur Aufbewahrung der eingefrorenen Würfel bieten sich Ziplock-Beutel an. Mit dem praktischen Verschluss fällt das Entnehmen besonders leicht. Später können Sie aus den Einzelkomponenten immer neue Menüs zusammenstellen, ohne jeden Tag kochen zu müssen.

Die richtige und schnelle Zubereitung von Babybrei

Traditionell kochen Sie das geputzte und gewürfelte Gemüse in einem Topf mit wenig Wasser gar und weich. Anschließend pürieren Sie es so lange, bis ein homogener Brei entsteht, der keine Stückchen mehr enthält. Zur Zubereitung von Babybrei eignet sich besonders gut ein leistungsstarker Pürierstab. Ohne Strom bereiten Sie Babybrei gekonnt mit einer "Flotten Lotte" zu. Dieses Passiersieb ist wie geschaffen für die Verarbeitung von Obst und Gemüse. Sehr praktisch sind Modelle, bei denen der Siebeinsatz ausgetauscht werden kann. So entstehen im Handumdrehen Breie mit unterschiedlicher Konsistenz. Eine andere Möglichkeit, das Gemüse für das Baby schonend zuzubereiten, ist der Dampfgarer. Das Garen mit Dampf erhält viele Vitamine, und die wertvollen Nährstoffe werden nicht in das Kochwasser ausgeschwemmt. Möchten Sie keinen großen Dampfgarer für die ganze Familie anschaffen, bietet der Zubehörhandel für Babyartikel praktische Lösungen an. So gibt es von der Firma Avent einen kleinen Dampfgarer speziell für die Zubereitung von Babybrei, der nach dem Garen auch direkt das Pürieren übernimmt. Nun fügen Sie der fertigen Portion noch einige Tropfen Rapsöl zu, und fertig ist die erste Mahlzeit für Ihren Nachwuchs.

Die Kartoffel – eine tolle Knolle für die Babynahrung

Hat das Baby Gefallen an der festen Nahrung gefunden, beherrscht es die Technik des Schluckens allmählich und verträgt es das Gemüse gut, dann ist es Zeit für die nächste Komponente im Menü. Reichern Sie den Babybrei aus Gemüse nun mit Kartoffelbrei an. Die milde, leicht süßlich schmeckende Kartoffel ist bei Babys und Kleinkindern sehr beliebt. Der hohe Anteil an Stärke sorgt für eine gute Sättigung. Allerdings sollten Sie die Kartoffel nicht pürieren. Denn genau der Anteil an Stärke, der die Kartoffel so wertvoll macht, verträgt diese Behandlung gar nicht. Ein Kartoffelbrei, der mit Mixer oder Pürierstab zubereitet wurde, ist keine Freude für den Gaumen. Der Babybrei wird klebrig und erinnert in seiner Konsistenz an Kleister. Abgesehen vom unangenehmen Geschmack und Mundgefühl, wird Ihr Baby Probleme mit dem Schlucken bekommen. All das lässt sich leicht verhindern. Bereiten Sie den Brei aus Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse zu. Das feine leichte Püree begeistert die ganze Familie.

Fleisch – die dritte Zutat für den gesunden Babybrei

Hat auch der Gemüse-Kartoffelbrei die Zustimmung des Kindes gefunden, dann können Sie die Mahlzeit mit Fleisch anreichern. Für den Anfang ist mageres Fleisch die richtige Wahl. Ob Sie sich für Pute, Huhn oder Rind entscheiden, das liegt allein an Ihren persönlichen Vorlieben.

Ein typisches Grundrezept für einen Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei sieht so aus:

  • 500 g Gemüse
  • 200 g Kartoffeln
  • 100 g Fleisch
  • 1/8 l Fruchtsaft
  • 40 ml Rapsöl

Kochen Sie das fein geschnittene Fleisch in wenig Wasser. Geben Sie das fein gewürfelte Gemüse etwa 15 Minuten vor Ende der Garzeit dazu. Fügen Sie eventuell mehr Wasser zu. Kochen Sie die Kartoffeln in einem separaten Topf. Pürieren Sie das gegarte Fleisch zusammen mit dem Gemüse. Stampfen Sie die Kartoffeln sehr fein oder nutzen Sie eine Kartoffelpresse. Mischen Sie den Fleisch-Gemüsebrei mit dem Kartoffelbrei und fügen Sie den Fruchtsaft und das Öl hinzu. Die angegebenen Mengen ergeben mindestens fünf Portionen. Das Gericht lässt sich sehr gut einfrieren.

Der Milch-Getreide-Brei – ein Ersatz für die abendliche Milchmahlzeit

Verträgt Ihr Kind den Babybrei am Mittag gut, dann können Sie die abendliche Milchmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei ersetzen. Das Getreide sorgt für eine stärkere Sättigung, Ihr Baby schläft länger, und auch Ihre Nachtruhe wird damit erholsamer. Für den abendlichen Brei benötigen Sie nur wenige Zutaten. Verwenden Sie Vollmilch, denn Ihr Kind benötigt noch den natürlichen Fettgehalt der Milch. Ob Sie H-Milch oder Frischmilch bevorzugen, das hängt von Ihren Vorlieben ab. Lediglich auf den Einsatz von Rohmilch sollten Sie verzichten. Die eventuell in der unbehandelten Milch enthaltenen Bakterien können der Gesundheit Ihres Kindes erheblich schaden. In die Milch geben Sie Getreideflocken. Speziell aufbereitete Instant-Getreideflocken lassen sich kinderleicht zubereiten, sodass Sie den Brei nicht lange kochen müssen. Neben den klassischen Haferflocken können Sie auch Flocken aus Reis, Hirse oder Dinkel verwenden. Rühren Sie unter den fertigen Babybrei noch ein bis zwei Löffel Obstsaft.

Getreide-Obst-Brei – ein Genuss am Nachmittag

Nachdem nun zwei Milchmahlzeiten erfolgreich gegen feste Kost ersetzt sind, bietet sich die Mahlzeit am Nachmittag für weitere Erfahrungen mit Lebensmitteln an. Bereiten Sie den Getreidebrei statt mit Milch mit Wasser zu und reichern Sie ihn mit püriertem Obst und ein wenig Butter an. Apfel, Birne, Melone, Pfirsich oder Nektarine sind gute Sorten für den Einstieg. Härtere Obstsorten sollten vor dem Pürieren gekocht werden, weiche Sorten können Sie direkt zubereiten.

Mit zunehmendem Alter des Babys nehmen die Zeiten, die Sie außer Haus verbringen, deutlich zu. Wenn die Zeit drängt oder Sie sehr lange unterwegs sind, dann sind Babygläschen zumindest unterwegs eine gute Alternative zu den selbst zubereiteten Speisen. Die Gläser sind lange haltbar und benötigen keine Kühlung. Daher sind sie für manchen Ausflug eine gute Wahl.

Babybrei – richtig aufbewahren und sicher transportieren

So praktisch die Lösung mit Eiswürfelbereitern für den Anfang ist – wenn die Portionen größer werden und Sie viel unterwegs sind, müssen Alternativen gefunden werden. Auf eBay entdecken Sie nützliche Produkte rund um die Ernährung Ihres Babys. Besonders praktisch sind die Becher aus dem Hause Avent. Die mehrfach verwendbaren Becher eignen sich für Aufbewahrung von Muttermilch ebenso wie für Breie und andere feste Nahrung. Da die Becher vorsterilisiert sind, können Sie direkt aus der Packung verwendet werden. Die Becher sind spülmaschinenfest und dürfen in den Dampfsterilisator. Sie können in der Tiefkühltruhe verwendet werden und dürfen gleichermaßen in die Mikrowelle. Mit ihrem auslaufsicheren Schraubverschluss eigenen sie sich auch hervorragend für unterwegs. Auch andere Hersteller bieten praktische Lösungen zur Aufbewahrung von Babybrei an. Haltbar und besonders kindgerecht gestaltet sind beispielsweise die Dosen und Flaschen aus dem Hause Tupperware. Genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby. Sie geht viel zu schnell vorbei.

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