Erfahrungen mit Artikelbeschreibungen

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Leute, weil ich selber schon diverse einschlägige Erfahrungen gemacht habe, gebe ich euch einen guten Rat:

Kauft nur Sachen mit einer aussagekräftigen und ausführlichen Artikelbeschreibung!

Ich persönlich lasse in Zukunft die Finger von Artikeln, die mit einer kurzen, knappen und oberflächlichen Artikelbeschreibung angeboten werden. Dafür bin ich mittlerweile zu oft reingefallen, einfach weil ich zu gutgläubig oder optimistisch war. Ich habe in letzter Zeit ein paar Sachen für meine Modellbahnsammlung ersteigert, darunter ein paar Dinge, bei denen die Artikelbeschreibung so wie gesagt kurz und knapp und v.a. wenig aussagekräftig und uneindeutig war. Ich dachte: "so schlimm wird es schon nicht kommen." Aber es kam so schlimm und tw. sogar noch schlimmer. Wenn die Ware nur als "in Ordnung" oder "sieht gut aus" oder "gut erhalten" oder ähnliches im Prinzip nichtssagendes beschrieben wurde. Was gut aussieht oder gut erhalten ist, liegt ja schließlich oft im Auge des Betrachters, deshalb sollte eine Artikelbeschreibung nicht allein aus solchen Floskeln bestehen, sondern möglichst präzise sein. Auf Reklamationen reagieren Verkäufer oft mit dem Argument, dass sie von der Materie keine Ahnung hätten. Gut, das mag ja vielleicht sogar stimmen, nützt mir aber reichlich wenig. Immerhin sind manche Verkäufer dann wenigstens so kulant und räumen einem Rückgabe ein, aber das sind im Endeffekt ja auch Umstände, die man sich hätte sparen können und irgendwie ja auch nicht Zweck der Übung.

Also wenn ihr euch ersparen wollt, Schrott zu kaufen, dann kauft nur Sachen mit einer aussagekräftigen, umfangreichen und präzisen Artikelbeschreibung und nutzt die Möglichkeit, dem Verkäufer Fragen zum Artikel zu stellen!

Den entsprechend umgekehrten Rat möchte ich übrigens auch Verkäufern geben: beschreibt eure Artikel immer so aussagekräftig und präzise wie möglich!
Ich hatte z.B. mal den Fall, dass ich einen defekten CD-Brenner angeboten habe, zwar mit allen technischen Daten, aber ansonsten nur mit der Beschreibung "defekt". Der Brenner wurde von einem Typen in der sprichwörtlichen letzten Sekunde ersteigert. Nach(!) dem Kauf wollte er von mir wissen, inwiefern der Brenner genau defekt sei und wollte ihn nur abnehmen und bezahlen, wenn ich ihm genau versichere, dass der Brenner diesen und jenen Defekt habe, aber dies und das noch kann. Höflich von mir darauf aufmerksam gemacht, dass er einen rechtsverbindlichen Kauf getätigt habe und gemäß EBay-Statuten wie Gesetz verpflichtet sei, die Ware abzunehmen und zu bezahlen, warf er mir seinerseits sinngemäß vor, ich sei ein Betrüger und hätte ihn mit meiner Artikelbeschreibung getäuscht. Auch der Hinweis, dass er mich ja vorher mit entsprechenden Fragen hätte anmailen können und das es eben seine eigene Verantwortung sei, wenn er einen Artikel in letzter Sekunde ersteigert, über den er eigentlich noch etwas wissen will und dass es nicht gehe, sich nach dem Kauf bestimmte Artikelmerkmale zusichern zu lassen, konnten ihn nicht umstimmen. Am Ende ist die Sache dann zwar doch noch gut ausgegangen, sogar mit beiderseitigen +Bewertungen, aber es hat doch erstmal einiges böses Blut und böse Mails gegeben.
Das war mir jedenfalls eine Lehre und seit dem beschreibe ich meine Artikel immer so umfassend und präzise wie möglich.
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