Epson 1400

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Epson 1400

Hier meine guten Erfahrungen mit dem Epson 1400. Ich besitze den Drucker seit knapp einem halben Jahr und drucke nicht nur gelegentlich.
Meine Meinungsbildung beruht auf eigener Erfahrung, eigens getätigten Vergleichen mit anderen Geräten und fundierten Aussagen aus Foren.
Ich habe eine Zeit lang einen Nebenjob in der Druckbranche gehabt, Wirtschaftsinformatik studiert und fotografiere seit 20 Jahren. Was ich
damit zum Ausdruck bringen möchte, dass meine Aussagen fundiert sind.

Ich möchte hier nicht auf technische Details eingehen, sondern auf die Besonderheiten, die man nicht auf den Hersteller-Websites sofort nachlesen kann.
Ich benutze den Drucker privat um Ausdrucke von A6 bis A3 zu produzieren.

Bei der Entscheidungsfindung für den richtigen Drucker sollte man sich gut überlegen, ob man das Format A3 wirklich oft braucht. Falls nein, sollte man
getrost einen guten A4 Drucker kaufen, dieser arbeitet nach derzeitigem Stand der Dinge am kostengünstigsten. Das gilt auch für diejenigen, die auf die Vorteile
eines kleinen portablen A6-Druckers nicht angewiesen sind. Für den weiteren Text gehe ich nun davon aus, dass man regelmäßig A3 drucken möchte.
Es sei noch gesagt, dass einige größerer A2-Drucker kein A6 in hoher Auflösung produzieren können. Man deckt mit den A3-Geräten also eine gute Bandbreite
von Papierformaten ab.

Geräte zum Vergleichen:
Ich habe die Druckqualität eigenhändig verglichen mit Canon IP4300, IX4000, Epson Picturemate, Olympus-P10, Lexmark P350 und einigen Laserdruckern.
Dass die Vergleichsgeräte z. T. nur kleinere Formate liefern macht nichts - sie haben Schwestermodelle, die den gleichen Druckkopf verwenden und entsprechend
gleiche Druckqualität liefern.


Farbtreue:
Die Farbtreue des Epson 1400 ist genau und lässt die Drucker mit nur 3 oder 4 Farbpatronen hinter sich. Nur der Picturemate (allerdings A6) war noch einen Hauch
näher am Original. Wenn man dem Epson im Druckertreiber etwas gelb und rot entzieht, kommt man auf ein noch genaueres Ergebnis als beim Picturemate, bei dem man
keine Farbeinstellungen im Treiber vornehmen kann. Die höhere Auflösung der Canon Drucker bringt keine Vorteile, Pixel kann man bei keinem der Drucker erkennen.
Die Vergleiche mit den Laserdruckern hinken etwas - diese Geräte kommen derzeit nicht an die Auflösung und Farbtreue heran. Laserdrucker haben dafür
Geschwindigkeitsvorteile und drucken auf Normalpapier.


Abgrenzung 1400, R1800, R2400
Die Schwestermodelle vom 1400er haben das gleiche Chassis, der Druckkopf variiert aber. Der 1400er hat keine Halterung, um von einer Rolle zu drucken.
Der Epson 1400 ist am besten nur für Farbbilder auf Hochglanzpapiere geeignet, was daran liegt, dass er keine Pigmenttinte verwendet. Diese ist aber für Hochglanz ideal und erzeugt
noch lebendigere Farben als Pigmenttinte auf Hochglanzpapier.
Wer Matt oder Seidenmatt als bevorzugtes Papierverwenden möchte ist mit dem R1800 bestens beraten - muss aber mehr Geld ausgeben.
Wer Hochglanz, Matt, Seidenmatt und in schwarz/weiß drucken möchte ist mit dem R2400 am flexibelsten - muss aber mehr Geld ausgeben.
Die R-Modelle konsumieren etwas weniger Tinte.
Wenn man mit dem 1400er schwarz/weiß druckt, sollte man im Druckertreiber "rot" reduzieren.


Papier und Tinte:
Die Aussage, dass der 1400 viel Tinte verbraucht, kann ich bestätigen. Ich empfehle daher die Benutzung eines CISS (Continuos Ink Supply System).
Man kann das CISS gleich mit dem 1400 zusammen auf ebay kaufen und die originalen Patronen unbenutzt versteigern. Damit hat man das CISS zu
50% finanziert.
War ist auch, dass man den Drucker mindestens einmal in der Woche arbeiten lassen sollte, weil sonst einzelne Düsen eintrocknen und man erstmal
eine Druckkopfreinigung machen muss. Selbige jaucht richtig viel Tinte durch das Gerät. Ein Patronensatz ist nach 10 solcher Reinigungen leer!
Den Drucker immer eingeschaltet zu lassen löst das Problem nicht. Auch ein Ein- und Ausschalten per Zeitschaltuhr bringt nichts. Er will benutzt werden.
Das Eintrocknen der Tinten ist bei Canon und HP weniger gegeben.
Man sollte, wenn man Fremdtinten verwendet, keine Pigmenttinte verwenden. Einerseits könnte der Druckkopf verstopfen, andererseits hat der R2400 einen
Gloss-Optimizer, der bei 6 Farbpatronen natürlich fehlt. Diese Idee macht also keinen Sinn.

Langlebigkeit der Drucke:
Diese ist gleichermaßen von Tinte und Papier abhängig. Dieser Diskussion, ob die Farbe 100 Jahre oder nur 70 hält, kann ich nicht viel abgewinnen.
Auch wenn Fremdtinten nachgesagt wird, dass die weniger Beständig sind - was soll's: dann drucke ich in 20 Jahren das Foto noch mal aus oder hänge
mir mal ein anderes Motiv an die Wand. Das muss jeder selbst entscheiden.

Das Papier bestimmt die Druckkosten im gleichen Maße wie die Tinte. Es kommt nur Hochglanzpapier in hell- oder ultra-weiß in Frage.
Ich würde mir von verschiedenen Herstellern Muster schicken lassen. Einige Papiersorten sehen zwar gut aus (z.B. Label Ocean), neigen aber dazu, dass das Papier sich leicht
aufrollen möchte. Bei A3 ist das schlecht, weil es dadurch passieren kann, dass die Papierecken kurz vor Druckende den Druckkopf berühren
und schmutzig werden. Das sieht insbesondere dann blöd aus, wenn man nicht randlos druckt.
Der Drucker ist ein reiner Fotodrucker. Die Diplomarbeit mit 20 Excel-Diagrammen würde ich damit nicht drucken (außer alles ist auf Fotopapier....).

Fazit:
? Man muss Abwägen, ob A3 oft genug gebraucht wird und hauptsächlich auf Hochglanz in Farbe gedruckt wird.
+ Alle Formate von A6...A3 möglich
+ Druckqualität ist sehr gut, man erhölt ein echtes Foto und nicht einen "Ausdruck", allerdings nur bei Hochglanzpapier.
+ Drucker wird von Windows sehr gut unterstützt, im Treiber kann man alles einstellen.
+ gute Qualität des Gehäuses
+ leicht umzurüsten auf ein CISS, wodurch man die Tintenkosten erheblich senken kann
+ solider Papiereinzug für 120 Blatt, solides Gehäuse.
o wellenden Papier ist insbesondere bei A3 zu vermeiden
o Der Drucker wird von Linux erst ab Gutenprint 5.1.3 vernünftig unterstützt. Vorhergehende Versionen sind unbrauchbar. Die Avasys-Treiber von Epson liefern leicht
  streifige Drucke =>unbrauchbar.
- längere Standzeiten sind zu vermeiden.

Wer einen Drucker für die Zwecke sucht, für die der 1400 geeignet ist, sollte zuschlagen und kann mit dem Gerät viel Freude haben.

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