Entspanntes Arbeiten mit Mauspads und Handgelenkauflagen

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Entspanntes Arbeiten mit Mauspads und Handgelenkauflagen

Mauspads haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie schnell und präzise sich die Maus auf ihrer Unterlage – und damit der Cursor auf dem Bildschirm – bewegt. Ist das Mauspad noch zusätzlich mit einer Handgelenkauflage versehen, ist auch für eine gute und ergonomisch richtige Handhaltung gesorgt.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Mauspads und Handgelenkauflagen. Deshalb informiert Sie dieser Ratgeber möglichst übersichtlich darüber, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Warum überhaupt ein Mauspad?

Durch die Einführung der optischen Computermäuse, die sich auf nahezu jeder Oberfläche bewegen lassen, sind Mauspads offensichtlich ein wenig aus der Mode geraten. Aber sie sind wichtig, und zwar nicht nur für ungestörtes und flüssiges Arbeiten oder Spielen, sondern auch für die Gesundheit.

Wenn die Unterlage, auf der die Maus hin und her bewegt wird, eine gewisse Bremswirkung ausübt, kann das mit der Zeit zu Problemen mit den Armen und der Schulter führen. Selbst wenn eine ergonomisch gestaltete Maus verwendet wird, ist das nicht immer auszuschließen. Wer darüber nachdenkt, eine Handgelenkauflage zu erwerben, damit die Hand die richtige und entspannte Position über der Maus einnimmt, sollte sich ebenfalls mit den verschiedenen Mauspads beschäftigen.

Einzeln verwendete Handgelenkauflagen können – teilweise sogar unbemerkt – verrutschen. Dadurch können sie ihre Aufgabe, eine entspannte Haltung zu ermöglichen, nicht mehr oder nur noch teilweise erfüllen.

Kauftipp: Kaufen Sie ein Mauspad mit integrierter Handgelenkauflage. Diese Einheit verrutscht nicht und bieten sicheren Halt und eine brems- und störungsfreie Mausbewegung. Sollten Sie die Handgelenkauflage trotzdem einzeln kaufen, achten Sie darauf, dass sie mit rutschfesten Gummifüßen ausgestattet ist.

Mauspads werden aus verschiedenen Materialien hergestellt

Bei Mauspads gibt es die unterschiedlichsten Modelle, Designs und Werkstoffe, aus denen sie produziert werden können. Dazu zählen zum Beispiel

  • Kunststoffe,
  • Metall,
  • Glas,
  • Leder oder
  • Karton.

Bei der Kaufentscheidung sollte aber auf gar keinen Fall die Optik ausschlaggebend sein. Wichtig ist die Gleiteigenschaft eines Mauspads. Auch hier kann man die Anforderungen nicht verallgemeinern. Wenn Sie zum Beispiel häufig schnelle PC-Spiele spielen, benötigen Sie eine sehr glatte Oberfläche, die kaum Widerstand zeigt. Wer beruflich viel mit Zeichenprogrammen arbeitet, besonders wenn auch 3D-Konstruktionen gezeichnet werden, wird etwas Gleitwiderstand hingegen als wünschenswert erachten. Nur so lassen sich einzelne Punkte auf der Zeichnung exakt ansteuern.

Ideal sind Mauspads, die unterschiedliche Gleiteigenschaften haben. Je nach Bedarf dreht man das Pad einfach um und benutzt die andere Seite.

Hinweis: Wenn Sie ein beidseitiges Mauspad kaufen, suchen Sie ein Modell, das in einem Kunststoffrahmen gelagert ist. So bleiben beide Seiten des Mauspads immer wenige Millimeter über der Schreibtischoberfläche liegen und können so weder verschmutzen noch verkratzen.

Die meisten Mauspads bestehen aus Kunststoff

Der größte Teil aller im Handel erhältlichen Mauspads besteht aus Kunststoff. Dabei zeigen sie allerdings teilweise gravierende Unterschiede bei der Stärke und Biegsamkeit des Materials. Bei sehr dünnen Mauspads wird die Oberfläche häufig mit einer Textilschicht überzogen. Je nachdem, wie dieses Material gewebt ist, entscheidet es über die Gleitfähigkeit. Dabei gilt der Grundsatz:

  • Fein und dünn gewebt – hohe Gleitfähigkeit,
  • Grobe Stoffstruktur – mehr Gleitwiderstand.

Achtung: Beim Kauf sollten Sie prüfen, ob die Textilschicht imprägniert ist, sodass keine Flüssigkeiten in das Mauspad eindringen können. Diese Informationen finden Sie entweder in der detaillierten Produktbeschreibung oder auf der Webseite des Herstellers.

Ähnliches gilt übrigens auch für Handgelenkauflagen. Sie sollten ebenfalls eine imprägnierte und textile Oberfläche aufweisen. Das sorgt für ein angenehmes Gefühl und verhindert das Eindringen von Schweiß, der sonst unter Umständen auch unschöne Flecken hinterlässt.

Achten Sie auf Stärke, Farbe und Design

Je dicker ein Mauspad ist, umso höher liegt Ihre Hand auf. Damit sich die Kante nicht störend am Handballen bemerkbar macht, sollte das Mauspad mindestens an einer Seite stark abgeflacht sein. Alternativ kann natürlich immer eine Handgelenkauflage verwendet werden, um diesen störenden Kantendruck auszuschalten.

Besonders, wenn Sie eine optische Computermaus verwenden, spielt die Farbe des Mauspads eine große Rolle. Optische Computermäuse benötigen eine klare Färbung, damit sie eine ausreichende Orientierung haben. Einfarbige Mauspads sind hier besser geeignet als bunte. Außerdem sollten Sie möglichst die Farben der optischen Sensoren rot und blau vermeiden. Auch durchsichtige Mauspads sind – je nach Färbung der Unterlage, auf der sie liegen - für die optische Maus eher ungeeignet.

Tipp: Es gibt Mauspads, bei denen sich im Kunststoff feine Silberplättchen befinden. Sie haben keine optische Funktion, sondern dienen als Orientierungspunkte für optische Mäuse.

Bei einer optischen Maus ist der Gleitwiderstand auf dem Mauspad extrem wichtig. Besonders bei einer rauen Oberfläche besteht die Gefahr, dass diese sich relativ schnell abschleift und der optischen Maus dann keinen ausreichenden Widerstand mehr bietet. Das kann zu Aussetzern führen.

Mauspads aus Glas

Edel und elegant wirken Mauspads aus Glas. Sie sind lange haltbar, und die Oberfläche reibt sich auch bei starkem Gebrauch nicht ab. Allerdings sollen Sie darauf achten, dass ein gläsernes Mauspad Gummifüße hat, andernfalls muss eine Antirutschmatte untergelegt werden.

Achtung: Klarglas können Sie nur verwenden, wenn Sie mit einer herkömmlichen Kugelmaus arbeiten. Optische Mäuse finden darauf keinerlei Orientierungspunkte. Für sie muss auf jeden Fall milchig eingefärbtes Glas verwendet werden, das über eine leicht angeraute Oberfläche verfügt. Eingearbeitete Silberplättchen bieten zusätzliche Orientierungspunkte, die optische Computermäuse unbedingt benötigen.

Achten Sie ebenfalls darauf, dass es sich um bruchsicheres Spezialglas handelt. Bei Teppichböden reicht das aus, damit das Mauspad nicht zerbricht, wenn es vom Schreibtisch fällt. Bei harten Fußbodenbelägen ist davon auszugehen, dass selbst Hartglas dem Sturz nicht standhält. Die Kanten sollten auf jeden Fall abgerundet sein und mindestens an einer Seite abgeflacht, um eine entspannte Handhaltung zu ermöglichen. Wenn Sie mit einem Glaspad arbeiten und Wert auf eine ergonomische Arbeitshaltung legen, verwenden Sie eine separate Handgelenkauflage, die ebenfalls rutschsicher vor dem Pad auf dem Schreibtisch positioniert wird.

Für PC-Games sind Mauspads aus Glas eher ungeeignet. Glas verfügt von sich aus über eine gewisse Haftung, die die Gleitgeschwindigkeit reduziert. Das ist besonders bei schnellen Spielen ausgesprochen hinderlich. Außerdem entstehen schon bei leichten Verschmutzungen an der Unterseite der Maus deutlich hörbare Geräusche. Um sie zu vermeiden, müssen Maus und Mauspad täglich gereinigt werden.

Metallmauspads – eine Unterlage mit guten Eigenschaften

Mauspads aus Metall sind nahezu unverwüstlich. Sie zeigen die Langlebigkeit von Glas und die Schnelligkeit von Kunststoffpads mit Textilüberzug. Außerdem haben sie oft extravagante Formen, die sofort ins Auge fallen.

Dabei müssen Metallmauspads nicht sonderlich dick sein. Sie sind – ähnlich wie die Kunststoffpads – in verschiedenen Stärken erhältlich. Auch hier muss – wie bei den Mauspads aus Glas – darauf geachtet werden, dass alle Kanten gerundet sind, um Verletzungen zu verhindern.

Aber ähnlich wie bei Glaspads fühlt sich auch bei Mauspads aus Metall die Oberfläche immer kalt an, und Scheuergeräusche durch eine verschmutzte Maus können ebenfalls als störend empfunden werden. Für optische Mäuse kann es auch hier Orientierungsprobleme geben.

Kauftipp: Wenn Sie sich für ein Metallmauspad entscheiden und mit einer optischen Maus arbeiten, sollten Sie auf der Webseite des Herstellers einen Blick auf die Kompatibilitätsliste werfen. Hier ist genau aufgeführt, mit welcher Art von Computermäusen Sie dieses Mauspad aus Metall verwenden können. So vermeiden Sie Fehlkäufe.

Ganz wichtig für ein problemloses Arbeiten mit Mauspads: der Gleitwiderstand

Mauspads kann man in drei Kategorien einteilen, die sich oft auch bereits in der Produktbeschreibung oder im Namen wiederfinden. Sie tragen die Bezeichnungen:

  • Low Sense,
  • Mid Sense und
  • High Sense.

Diese Bezeichnungen beschreiben, ob das Mauspad mit wenig (low), mit mittlerem (mid) oder mit höherem (high) Gleitwiderstand arbeitet.

Achtung: Manche Hersteller verwenden die Begriffe low, mid oder high auch als Größenbezeichnungen für ihre Mauspads, obwohl sie alle denselben Gleitwiderstand aufweisen.

Übrigens: Wenn Sie mit einem Betriebssystem von Windows oder mit MacOS arbeiten, können Sie in den Einstellungen die Mausgeschwindigkeit reduzieren. Damit erhöhen Sie die Genauigkeit. Das ist aber nur bei größeren Mauspads sinnvoll.

Eine andere Möglichkeit, den Gleitwiderstand einer Computermaus zu reduzieren, ist die Verwendung spezieller Gleitpads. Sie bestehen in der Regel aus Teflon, aber auch andere Materialien sind möglich. Gleitpads lassen sich in der Regel universell für alle Maustypen verwenden.

Handgelenkauflagen – Ihre Muskulatur wird es Ihnen danken

Ideal ist es, wenn das Mauspad über eine integrierte Handgelenkauflage verfügt. Bei einem solchen Modell ist die ergonomische Unterstützung am besten, weil die einzelnen Teile nicht verrutschen können und der Hand immer die richtige Position bieten.

In der Regel sind die Polsterungen für das Handgelenk mit Gel gefüllt und fühlen sich angenehm weich an. Ein Stoffüberzug – meist aus Lycra – unterstützt dieses angenehme Gefühl.

Achtung: Es gibt Handgelenkauflagen mit glatten Kunststoffbezügen. Besonders im Sommer, wenn es warm ist, können die Handgelenke darauf festkleben. Das ist unter Umständen unangenehm.

Die Handgelenkauflage sollte so dick sein, dass die Hand ganz entspannt quasi auf die Maus „fällt“. Das ist besonders dann wichtig, wenn man über einen längeren Zeitraum Arbeiten mit der Maus ausführt. Ansonsten können mit der Zeit nicht nur Verspannungen und Schmerzen in Arm oder Schulter entstehen, sondern auch degenerative Veränderungen, die zu speziellen Krankheitssymptomen führen.

Räumen Sie Mauspad und Handgelenkauflage auf Ihrem Schreibtisch rechts von der Tastatur (bei Linkshändern natürlich links) genügend Raum ein. Probieren Sie aus, in welcher Haltung sie ganz entspannt vor Ihrem PC sitzen, und wie Sie in dieser Haltung Ihre Computermaus am besten bewegen können. Genau das ist dann der Platz, an dem sich in Zukunft Ihr Mauspad und Ihre Handgelenkauflage befinden sollten.

Tipp: Handgelenkauflagen gibt es auch für die Tastatur. Wenn Sie viele Schreibarbeiten am PC erledigen, sollten Sie sich diesen Komfort zusätzlich gönnen.

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