Entfernen Laser lästige Haare wirklich für immer?

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Entfernen Laser lästige Haare wirklich für immer?

Die Körperbehaarung ist bei jedem Menschen individuell stark ausgeprägt und wird unter anderem von Faktoren wie dem Geschlecht, Alter, Haar- und Hauttyp bestimmt. Bei verstärktem Haarwachstum entwickelt sich oftmals der Wunsch nach einer dauerhaften Entfernung der Behaarung.
Es existieren die verschiedensten Möglichkeiten, um sich störender Haare zu entledigen. Je nach Methode ist die bekämpfte Behaarung für ein bis zwei Tage, wie bei einer Rasur, für ein bis zwei Wochen, wie beispielsweise bei chemischen Enthaarungscremes oder Haarwuchshemmern oder zwei bis vier Wochen, wie unter anderem beim Epilieren oder Wachsen verschwunden. Damit die entsprechende Hautpartie allerdings längerfristig glatt und ohne Haarwuchs bleibt, bedarf es einer ständigen, regelmäßigen Wiederholung des jeweiligen Vorgangs. Dies kann je nach Methode und Haarwuchs viel Zeit, Geld und Aufwand kosten.
Darum wurden Lasergeräte entwickelt, die eine dauerhafte Entfernung der Körperbehaarung versprechen. Im folgenden Text wird ein genauerer Blick auf diese Geräte geworfen.

Mit welcher Technik der Laser Ihre Haare dauerhaft entfernen soll

Das Lasergerät wird auf die Haut aufgelegt und sendet Lichtimpulse in die Haut. Diese Lichtimpulse gelangen über die Haare in deren Wurzel. Das Melanin, der Farbstoff im Haar, sorgt dafür, dass das Licht des Lasers in Wärmeenergie umgewandelt wird. Durch die so entstehende Hitze wird die Haarwurzel geschädigt und es kann dort kein Haar mehr nachwachsen. Voraussetzung für die Weiterleitung der Wärmeenergie ist, dass das Haar zum Zeitpunkt der Behandlung noch fest mit der Wurzel verbunden ist. Da nie alle Haare gleichzeitig der gleichen Wachstumsphase sind, reicht eine Behandlung nicht aus, um alle Haarwurzeln gleichermaßen zu schädigen. Die Folgebehandlungen müssen dann an den Wachstumszyklus der Haare angepasst werden, um alle Haarwurzeln nach und nach zu zerstören und ein Nachwachsen der Haare unmöglich zu machen.

Wie lange eine Laser-Behandlung dauert und welche Kosten auf Sie zukommen

In kurzen Abständen werden Lichtimpulse, die nur Millisekunden andauern, in die Haut gesendet. Je nach Gerät erfasst der Laser eine Fläche von mehreren Quadratzentimetern auf einmal, sodass die Behandlung der Hautpartie mit dem Laser recht zügig erfolgt. Eine Behandlung beider Achseln dauert zum Beispiel lediglich fünfzehn Minuten. Es ist jedoch mit einer Sitzung nicht getan, denn nur zwölf bis fünfundzwanzig Prozent der Haarwurzeln befinden sich gleichzeitig in der Wachstumsphase. Daher muss die Behandlung je nach Haarwuchs und Hauttyp bis zu zehn Mal wiederholt werden, um langfristige Ergebnisse zu erzielen. Dabei spielen auch die Kosten eine entscheidende Rolle. Der Preis für eine Behandlung hängt meist von der zu behandelnden Körperstelle ab, oft werden auch Komplettpakete angeboten. Doch auch nach allen nötigen Behandlungen ist das Haarwachstum nicht für die Ewigkeit gestoppt. Nach Abschluss der sechs bis zehn Behandlungen bleiben die behandelten Hautstellen erst einmal für ein bis zwei Jahre gänzlich enthaart. Anschließend daran werden aber wieder Nachbehandlungen nötig, um den Haarwuchs erneut für ein weiteres Jahr zu stoppen.

Für welche Bereiche des Körpers sich die Haarentfernung durch Lasern eignet

Mit einem Lasergerät kann unerwünschte Körperbehaarung in allen Bereichen des Körpers bekämpft werden, ob an den Achseln oder Armen, Beinen, Bikinizone, Brust oder sogar im Gesicht. Optimale Bedingungen für die Behandlung mit einem Laser sind gegeben, wenn die Haut möglichst hell und blass, die darauf wachsenden Haare aber sehr dunkel sind, denn die Wirkung des Lasers hängt vom Melaningehalt in den Haaren ab. Deshalb wird die Behandlung dann problematisch, wenn der Anteil des körpereigenen Farbstoffes Melanin in den Haaren sehr gering ist, wenn sie also sehr hell, grau oder rot sind. Auch wenn die Haut zu dunkel ist, erschweren sich die Bedingungen für eine erfolgreiche Anwendung des Lasers. Doch professionelle Geräte, wie man sie beispielsweise in Kosmetikstudios oder Arztpraxen findet, können auch in diesen Fällen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, weil sie unter anderem mit speziellen Aufsätzen individuell auf den jeweiligen Haut- und Haartyp abgestimmt werden. So sind sie selbst auf dunkler Haut wirksam.

Was Sie vor der Behandlung mit dem Laser beachten sollten

Es ist für eine erfolgreiche Behandlung besonders wichtig, dass die zu behandelnde Haut möglichst blass und nicht gebräunt ist. Sonnenbaden, Solarium oder Bräunungscremes sollten daher einige Wochen vor der Behandlung vermieden werden, denn gebräunte Haut kann mit Nebenwirkungen wie Verbrennungen auf die Laserbehandlung reagieren. Außerdem muss die zu behandelnde Hautpartie frei von jeglicher Schminke sein. In dem zu behandelnden Bereich dürfen keine Wunden oder Entzündungen vorliegen. In einem Zeitraum von vier Wochen vor der Behandlung sollten die Haare an den betroffenen Stellen nicht mittels Epilation, Zupfen oder Enthaarungscremes entfernt worden sein. Unmittelbar vor der Behandlung sollten Sie die zu behandelnden Partien rasieren. Soll die Haarentfernung im Bereich des Kinns oder der Oberlippe durchgeführt werden, ist es wichtig, den Arzt über eventuelle Metallteile im Mund, wie zum Beispiel Zahnfüllungen, zu informieren.

Worauf Sie nach der Behandlung achten sollten und wie Sie Ihre Haut unterstützen können

Nach der Laserbehandlung kann es zu einer leichten Schwellung und Rötung der Haut kommen. Daher ist es wichtig, die behandelten Hautpartien im Anschluss an die Behandlung zu kühlen. Für Sie wäre es also sinnvoll, die Kühltherapie am Behandlungstag zu Hause fortzusetzen. Falls Krusten entstehen, dürfen diese nicht abgekratzt werden, damit sich keine Narben bilden. Trotzdem können Sie auch unmittelbar nach der Sitzung Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehenvoll und dürfen am Verkehr teilnehmen.

Außerdem empfiehlt sich eine intensive Hautpflege mit Lotionen, Feuchtigkeitscremes oder Aloe-Vera-Gel. In den ersten sieben Tagen nach der Behandlung sollten Sie auf heiße Bäder und Besuche in der Sauna verzichten. Besonders wichtig ist, dass Sie in dem Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen nach der Behandlung Sonnenbestrahlung und Solarium, sowie Bräunungscreme vermeiden, da es sonst zu Pigmentstörungen im behandelten Bereich kommen kann.

Welche Vorteile die Haarentfernung mit einem Laser Ihnen bringt

Die Vorteile der Entfernung der Haare mittels eines Lasergerätes liegen auf der Hand. Es können unerwünschte Haarwurzeln dauerhaft zerstört werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einzelne Haare oder ganze Partien handelt, denn die Lampe des Lasers kann sowohl breitflächig als auch sehr gezielt gegen einzelne Haare eingesetzt werden. Die Anwendung des Lasers ist kaum schmerzhaft, man nimmt zwar eine Art Stich und entstehende Wärme wahr, doch vergleichen Sie dies mit den Schmerzen des Epilierens oder Wachsens, ist es angenehmer. Des Weiteren ist diese Behandlungsweise durch den Filter der Blitzlampe, der verhindert, dass gefährliche Mengen oder Wellenbereiche des Lichts in die Haut eindringen können, schonend und birgt keine langfristigen Gesundheitsrisiken. Bei der richtigen Vorbereitung, wenn also auf intensive Sonneneinstrahlung auf die betroffenen Hautstellen oder etwaige Besuche der Sonnenbank verzichtet wird, sind die Erfolgschancen hoch.

Welche Risiken die Haarentfernung mit einem Laser birgt: Narben und Co

Behandlungen dieser Art laufen selten ganz ohne Risiko ab, und so birgt auch die Laser-Haarentfernung Gefahren, die aber als sehr unwahrscheinlich einzustufen sind. Es kann zu Rötungen und Schwellungen der behandelten Haut kommen, selten bilden sich auch Bläschen. Des Weiteren können sich Pigmentstörungen ergeben und die behandelten Areale können sich entzünden. Je nach Wundheilungsprozess können in diesem Fall Narben zurückbleiben.

Wie Sie selbst kostengünstig und effektiv Laserbehandlungen zu Hause durchführen

Lasergeräte, ähnlich denen in Arztpraxen und Kosmetikstudios, sind im Handel in handlichen Formaten für den privaten Gebrauch zu Hause erhältlich. Sie sind kostengünstiger als die bei einer professionellen Behandlung, variieren aber stark in ihrer Effektivität. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie beim Kauf auf die Energiehöhe, also die Leistungsstärke der Lichtimpulse des Gerätes legen. Als Faustregel gilt hierbei für den privaten Käufer, je stärker, desto besser und desto effektiver. Gute Kritiken im Bezug auf Qualität erhielten zum Beispiel die Geräte der Reihe Lumea von Philips, die je nach Modell auch verschiedene Aufsätze haben, um Haare sehr präzise entfernen zu können. Bestes Preis-Leistungsverhältnis wird dagegen den Produkten von Silk N nachgesagt. Aber auch andere Geräte, wie beispielsweise von Rio schneiden in Tests gut ab.

Generell sollten Sie sich vor der Wahl eines Modells entscheiden, wofür Sie das Gerät vorwiegend einsetzen möchten. Die verschiedenen Produkte haben unterschiedlich große Laserflächen. Größere eignen sich unter anderem für Beine, Brust und Rücken, kleinere für die präzisere Behandlung im Gesicht oder an den Achseln. Wenn Sie ihr Gerät variabel einsetzen möchten, achten Sie darauf, dass sich die Stärke der Energieimpulse regulieren lässt, denn nicht jede Hautpartie ist gleichermaßen sensibel. Außerdem empfiehlt es sich, sich vor der Kaufentscheidung einige Testberichte für das Gerät im Einzelnen anzusehen, denn auch von einer Marke ist nicht jedes Gerät gleich wirksam. Oft dienen diese und ähnliche Geräte auch nur der Verlangsamung des Haarwachstums, sie stoppen oder verlangsamen das Wachstum der Haare in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen, danach wird eine erneute Anwendung notwendig. Diese Laser garantieren also keine dauerhafte Entfernung, sondern nur eine Art Wachstumspause der Haare. Hier sollten Sie genau auf die jeweilige Beschreibung des Gerätes achten. Ein großer Nachteil, den die meisten Haushaltsgeräte mit sich bringen, ist, dass sie sich nicht wie die professionellen Lasergeräte auf den jeweiligen Haut- und Haartyp einstellen lassen und so nur für einen bestimmten Typ wirklich wirksam sind. Ist die Haut zu dunkel, kann es beispielsweise zu Verbrennungen und Narbenbildung kommen, sind die Haare zu hell, kann deren Wurzel nicht zerstört werden, weil nicht genug Melanin vorhanden ist.

Die Haarentfernung mittels ELOS als Option zur Behandlung mit dem Laser

Ähnlich wie die Laserbehandlung funktioniert auch die ELOS-Therapie. ELOS steht für „electro-optical synergy"(elektronisch-optische Synergie) und bei dieser Methode werden Lichtenergie und Radiofrequenzstrom in kurzen Impulsen in die Haut eingestrahlt. Dadurch werden wie beim Laser die Haarwurzeln zerstört, die Haut jedoch nicht geschädigt. Die Radiofrequenz-basierten Elektroimpulse haben eine ähnliche, erwärmende Wirkung auf die Haarwurzeln, um diese zu zerstören. Jedoch ist diese elektronische Energie unabhängig von Melanin, das heißt, die ELOS-Methode ist gleichermaßen bei allen Haut- und Haartypen erfolgreich und es sind kaum Nebenwirkungen bekannt. Wie bei der Lasermethode sind auch hier je nach Haarwachstum und Stelle mehrere Sitzungen notwendig, um dauerhafte Ergebnisse zu erzielen. Ein großer Nachteil der ELOS-Methode ist aber der im Vergleich zur Lasertechnik höhere Preis, der durch den größeren technischen Aufwand entsteht.

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