Endlich mehr Schlafplatz für Gäste: Aufblasbare Betten passen fast überall hin

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Endlich mehr Schlafplatz für Gäste: aufblasbare Betten passen fast überall hin

Als Gastgeber bietet man seinen Besuchern einen bequemen Schlafplatz an. Dabei birgt nicht jedes Eigenheim oder jede Wohnung Platz für ein separates Gästezimmer. Die nächtliche Unterbringung wird zur schwierigen Angelegenheit, denn alle Betten im Haus sind belegt. Eine klappbare Schlafcouch dient als Alternative, doch lässt sie sich nur schwer verstauen und der Aufbau am Abend ist mit viel Arbeit verbunden. Isomatte und Schlafsack sind meist unbequem und für eine erholsame Nacht weniger zu empfehlen. Aufblasbare Betten erweisen sich als bessere Alternative und überzeugen mit einem hohen Schlafkomfort. Schnell aufgepumpt erhält der Gast sein eigenes Schlafdomizil und muss die Nacht nicht auf dem kalten Fußboden verbringen. Nach dem Schlafen lassen Sie die Luft wieder ab und verstauen das aufblasbare Möbelstück auf kleinstem Raum. Selbst auf Reisen sind diese Betten und Matratzen optimale Begleiter bei Platzmangel. Der Markt bietet eine Vielzahl an Größen und Techniken. Dieser Ratgeber führt Sie durch das Angebot der aufblasbaren Betten und dient Ihnen als wichtige Hilfestellung vor dem Kauf. Erfahren Sie, welche Vorteile die Betten mit sich bringen und welche Dinge zur Grundausstattung gehören sollten.

Eigenschaften und Definition – was genau ist ein Luftbett?

Die aufblasbaren Betten sind viel mehr als eine handelsübliche Luftmatratze. Während diese nicht sonderlich bequem wirkt und gar die Luft verlieren kann, überzeugt das komfortable Bett mit deutlich besseren Eigenschaften. Im Grunde handelt es sich um eine luxuriöse Alternative zur Luftmatratze, die Bequemlichkeit und Langlebigkeit bietet. Ein hochwertiges Luftkammersystem sorgt für eine optimale Verbreitung der eingelassenen Luft. Der Körper nimmt eine entspannte Haltung auf der Fläche ein, da sich das Bett optimal an die Wirbelsäule anpasst. Die höhere Bequemlichkeit rührt außerdem vom Lufterhalt her. Während einfache Luftmatratzen oder gar minderwertige Waren die Luft während der Nacht verlieren, bleiben andere Modelle stabil. Sie sorgen dafür, dass Ihre Gäste am nächsten Morgen nicht mit dem Rücken auf dem Fußboden aufliegen.

Ihren Ursprung besitzen die aufblasbaren Möbel im Campingbereich. Hierbei gilt die Devise, mit einem geringen Platzangebot möglichst viele Utensilien zu transportieren. Aufblasbare Möbel sind bei Gebrauch schnell aufgepumpt und ebenso schnell wieder abgelassen. Mit ihrem geringen Platzbedarf lagern sie selbst in den kleinsten Schränken, bis man sie erneut benötigt. Selbst zu Hause nehmen die aufblasbaren Matratzen keinen Stauraum weg. Zusammengefaltet bewahrt man sie in einem Stoffbeutel auf. Entschließt sich der Besuch zur Übernachtung, sind die Matratzen in wenigen Minuten wieder aufgeblasen und einsatzbereit. Bekannte Hersteller sind:

Unterschiede in Form und Größe – welche Größe ist die Richtige?

Die Luftbetten gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen. Als zentrales Merkmal stellt sich die Frage, wie viele Personen auf dem Bett schlafen sollen. So gibt es schmale Einzelbetten, die sich mit 76 Zentimetern in der Breite leicht in jedem Zimmer aufbauen lassen. Die meisten dieser Modelle besitzen eine Länge von 186 Zentimetern. Eine etwas breitere Form gibt es ab 99 Zentimetern. Für zwei Personen ist dieses Bett allerdings noch zu klein. Es eignet sich für das bequeme Liegen einer einzelnen Person und gleicht damit einer normalen Bettmatratze. Diese besitzt meist eine Breite von 90 – 100 Zentimetern. Ein aufblasbares Bett als Doppelbett muss noch breiter sein. So finden bequem zwei Personen Platz ohne sich beim Schlafen zu beeinträchtigen. Die Modelle sind mit 191 Zentimetern etwas länger und bieten 137-140 Zentimeter in der Breite. Doppel-Luftbetten bieten eine Breite von über 2 Metern. Allerdings sollte auch der Platz in der Wohnung vorhanden sein.

Wichtig: Je mehr Personen auf der Matratze Platz finden, desto stabiler muss sie ein. Getrennte Luftkammersysteme verhindern, dass beide Personen in der Mitte zusammenrutschen. Außerdem muss ein stetiger Luftzufluss gewährleistet sein, damit das Bett unter der hohen Last nicht zu viel Luft verliert.

Die Höhen der Betten unterscheiden sich in zwei Bereichen. Einfache Matratzen sind etwa 22 Zentimeter hoch und damit kaum voluminöser als eine Luftmatratze. Die anderen Modelle messen 47 Zentimeter in der Höhe und reichen an die Normhöhe eines Bettes heran. Älteren Menschen wird das Aufstehen und Hinlegen auf diesen Betten leichter fallen.

Materialien und Verarbeitung der aufblasbaren Schlafmöbel

Die meisten aufblasbaren Betten bestehen aus PVC. Das gummiartige Gewebe ist besonders robust und vor allem reißfest. Selbst bei größerer Belastung mit Körpergewicht hält das Material stand. Außerdem sollten Schmutzpartikel auf dem Boden berücksichtigt werden. Kleine Körner oder Steine können dem stabilen Material nichts anhaben. Dennoch bietet sich eine weiche Unterlage, um das Material zu schützen. Sie dient gleichermaßen der Geräuschminderung. Auf glatten Böden können manche Matratzen ins Rutschen geraten oder hinterlassen knirschende Töne, sobald sich eine Person darauf bewegt. Viele Hersteller bieten deshalb im Zubehör die passende rutschfeste Unterlage. Auf der Oberseite sind die Luftbetten mit einer weichen Veloursschicht überzogen. Sie verhindert das starke Schwitzen auf dem Gummimaterial und sorgt für einen angenehmen Liegekomfort. Aus hygienischen Gründen sind die Gästebetten mit einem Bettlaken zu überziehen. Auch diese Stoffe sind entweder zum Bett direkt zu erhalten oder als passendes Zubehör vom Hersteller vorgesehen. Hier eignen sich dickere Stoffe, die zur im Bett befindlichen Luft hin isolieren. Die Luft nimmt in der Nacht die Temperatur des Raumes an. Ist der Raum sehr kalt, speichert die Matratze die Körperwärme nicht und lässt ihre Gäste auskühlen. Nur eine Decke oder ein dickeres Bettlaken beugt diesem Effekt vor.

Vor- und Nachteile der aufblasbaren Gästebetten

Aufblasbare Gästebetten sind nicht nur bequem, sondern fördern auch die Gesundheit. Der Körper wird dabei in eine Art Schwebezustand gebracht und entlastet die Wirbelsäule. Viele Menschen mit Rückenproblemen empfinden das Schlafen auf einer solchen Matratze als angenehmer. Auch für Schwangere oder für Menschen mit Muskelproblemen sind die Luftbetten vorteilhaft. Die verwendeten Materialien ziehen keine Haustaubmilben an und sind deshalb auch für Allergiker geeignet. Die Liegefläche bietet je nach Größe sogar für zwei Personen Platz. Im zusammengefalteten Zustand wiederum verstauen Sie die Betten problemlos in einem kleinen Schrank. Auch unterwegs kann das Luftbett zum Einsatz kommen. Mit einem geringen Gewicht von etwa vier Kilogramm ist es leicht zu transportieren.

Zu den einzigen Nachteilen ist die Vorsicht zu zählen. Halten Sie das Bett von spitzen Gegenständen fern, da sie sonst das Material beschädigen. Mit dem kleinsten Loch ist das Bett nicht mehr zu verwenden. Außerdem erweist sich das Aufblasen bei manchen Modellen als schwierig und langwierig. Verschaffen Sie sich Abhilfe mit der richtigen Luftpumpe.

Der schwierigste Schritt beim Aufbau – das Aufblasen

Nur wenige Luftbetten sind mühsam mit dem Mund aufzublasen und aus diesem Grund nicht zu empfehlen. Entscheiden Sie sich beim Kauf für ein Modell mit Luftpumpe. Hier gibt es grundsätzlich zwei Arten:

  • Handpumpe
  • Elektrische Luftpumpe

Die einfachsten aufblasbaren Matratzen schließen Sie an eine Handpumpe oder Fußpumpe an. Hier ist wahre Muskelkraft gefragt und das Aufblasen kann sich zu einem anstrengenden Akt entwickeln. Sie entscheiden selbst, wie weich oder hart das Bett aufgepumpt werden soll. Am besten eignen sich Doppelhub-Pumpen. Sowohl bei der Auf- als auch bei der Abbewegung pumpt das Modell Luft in die Kammern des Betts. Elektrische Luftpumpen sind mit einem Motor ausgestattet und benötigen keine Muskelkraft mehr. Allerdings sollten Sie hier aufpassen, dass die Matratzen nicht zu voll gepumpt sind. Andernfalls entstehen Risse im Material.

Luftbetten mit integrierten Motor zum automatischen Aufblasen und Ablassen.

Selbstaufblasende Luftbetten benötigen keine extra Luftpumpe, um gefüllt zu werden. Sie sind direkt mit einem kleinen Motor am Kopf- oder Fußteil ausgestattet. Alles, was Sie hier benötigen, ist der Anschluss an eine gewöhnliche Steckdose. Per Knopfdruck setzt sich der Motor selbst in Bewegung und füllt die Matratze mit ausreichend Luft. Am Geräusch des Motors hören Sie sofort, wann die Matratze vollgepumpt ist. Entscheiden Sie je nach Härtegrad, ob Sie das Aufpumpen vorher beenden wollen. Liegen Sie in der Nacht unbequem, genügt ein Griff zum Schalter. Schnell saugt der Motor wieder neue Luft für das Bett an und füllt damit die Luftkammern.

Das Ablassen der Luft funktioniert auf dem einfachsten Weg mit dem Öffnen des Ventils. Nachteilig bei dieser Variante: Sie müssen die restliche Luft aus den Kammern drücken, bevor Sie das Bett wieder zusammenlegen können. Anderen Luftbetten sind mit einem Zweiwege-Motor ausgestattet. Er bläst die Luft in die Matratze und saugt sie in entgegengesetzte Richtung wieder ab. Ohne Kraftaufwand erhalten Sie eine flache Matratze, die Sie lediglich zusammenlegen und in den dafür vorgesehen Beutel räumen müssen.

Was gibt es beim Kauf des Bettes zu beachten

  • Achten Sie auf eine praktische Handhabung. Bestenfalls verfügt das Modell über einen elektrischen Motor, der sich gleich in zwei Richtungen schalten lässt.
  • Luftbetten ohne Motor sollten gleich mit einer Luftpumpe ausgeliefert werden. So benötigen Sie keine zusätzliche Pumpe.
  • Die Oberseite des Bettes sollte eine weiche Beschichtung aufweisen. Andernfalls schwitzen Sie in der Nacht auf dem gummiartigen Material.
  • Die Größe der Liegefläche ist an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
  • Nur dicke und robuste Materialien sind besonders langlebig und lassen sich auch von kleinen Staubkörnern nicht beschädigen.
  • Manche Hersteller bieten zu ihren Betten ein Reparaturset an. Weist das Material einen Riss oder ein Loch auf, müssen Sie das Bett nicht gleich entsorgen.
  • Um das Gästebett besser aufbewahren zu können, gibt es beim Kauf meist einen kleinen Beutel dazu. Dieser ist deutlich leichter zu verstauen und zu transportieren, als eine normale Kiste.
  • Die einzelnen Luftkammern sollten den Schlafkomfort unterstützen und einen etwas höheren Rand bieten.
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